Dänemark ist ein wahres Paradies für uns Angler! Unser Nachbar im Norden bietet Gewässer, wohin man auch schaut. Wer sich für das Angeln in Dänemark entschließt, dem eröffnen sich 7.400 Kilometer Küstenlinie und zahlreiche Flüsse und Seen im Inland – kein Anglertraum bleibt hier unerfüllt. Wir haben für euch alle Informationen zusammengestellt, die ihr für das Angeln in Dänemark benötigt.
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Regeln zum Angeln in Dänemark
Die gesetzliche Regelung für das Angeln in Dänemark ist schnell zusammengefasst. Jeder Angler zwischen 18 und 67 Jahren braucht den staatlichen Angelschein: den „Fisketegn“. Er gilt für das Angeln am Meer und im Süßwasser und lässt sich an vielen Stellen kaufen. Dazu gehören Angelläden, Touristenbüros, viele Poststellen und natürlich auch das Internet. Eine Prüfung ist für das Angeln in Dänemark nicht nötig – auch Urlauber aus Deutschland können einfach den Fisketegn kaufen und loslegen.
Das kostet der Angelschein in Dänemark
Ihr könnt den Erlaubnisschein für das Angeln in Dänemark für drei verschiedene Zeiträume kaufen:
- Die Tageskarte kostet 46,00 Kronen (ca. 6 Euro)
- Die Wochenkarte kostet 150,00 Kronen (ca. 20 Euro)
- Die Jahreskarte kostet 214,00 Kronen (ca. 29 Euro)
Die Tages- und Monatskarte könnt ihr bis zu 30 Tage vordatieren. Die Jahreskarte gilt dagegen schon ab dem Tag des Kaufs. Wie sich den Preisen entnehmen lässt, lohnt sich die Jahreskarte dafür aber auch schon, wenn man mehr als eine Woche zum Angeln in Dänemark ist!

Bild: Johannes Radtke
Ohne ihn geht in Dänemark nichts – der Fisketegn. Ihr könnt ihn bequem im Internet bestellen, bekommt ihn aber auch überall vor Ort. Die Karte ist nur ein netter Zusatz, eigentlich benötigt ihr nur die „Lystfiskernummer“ und einen Personalausweis beim Angeln.
Neben dem normalen Angelschein gibt es übrigens noch den „Hobbyangelschein“. Er kostet pro Jahr 347,00 Kronen (ca. 46,50 Euro). Er gilt allerdings vor allem für Netzfischer. Übrigens: Wenn ihr in Dänemark an Put & Take-Gewässern angeln wollt, braucht ihr dafür keinen Schein! Überall sonst ist er für 18- bis 67-Jährige jedoch Pflicht. Mitführen müsst ihr den Angelschein allerdings nicht: Es reicht, eure Angelscheinnummer (dk. „Lystfiskernummer“) zu kennen, die auf dem Schein vermerkt ist. Zusammen mit einem gültigen Personalausweis ist das bei einer Kontrolle ausreichend.
Angeln ohne Angelschein in Dänemark
Apropos Kontrolle: Wir empfehlen euch, unbedingt einen gültigen Schein für das Angeln in Dänemark zu besorgen! Erstens sind die Scheine recht günstig, und zweitens wird für das Schwarzangeln auch in Dänemark eine saftige Geldstrafe fällig. Das Angeln ohne Angelschein (am Meer oder im Inland) ist nur für Personen unter 18 und ab 67 Jahren gestattet (67 ist das dänische Renteneintrittsalter).
Sonderbestimmungen für Messer beim Angeln in Dänemark
Eine besondere Bestimmung gilt in Dänemark außerdem für das Mitführen von Messern. Seit 2009 ist es verboten, in der Öffentlichkeit ein Messer zu tragen. Ausnahme: Man braucht das Messer für den Beruf. Angeln ist hier eingeschlossen, aber das Messer muss zweifelsfrei ein Angelmesser sein (z. B. ein Filetiermesser).
Am besten habt ihr am Wasser folgende Ausrüstung dabei:
- Ein Taschenmesser mit einer Klinge bis maximal 7 Zentimeter (nicht feststellbar!)
- Ein Filetiermesser
- Einen Fischtöter
Lasst die Klingen nicht offen liegen und verstaut sie gut, wenn ihr sie nicht benötigt.

Bild: Florian Pippardt
Ein Messer, das eindeutig zum Filetieren von Fisch gedacht ist, darf auch in Dänemark eine feststehende Klinge von über 7 cm haben.
Schonzeiten und Mindestmaße in Dänemark
Wie auch in Deutschland gelten beim Angeln in Dänemark Schonzeiten und Mindestmaße für viele Fischarten. Eins schon vorweg: Anders als bei uns gibt es keine Pflicht, einen gefangenen Fisch zu verwerten. Catch and Release wird in Dänemark nicht nur geduldet, sondern sogar gern gesehen!
Für uns in Deutschland ist vor allem die verkürzte Schonzeit auf Hecht und Zander in Dänemark interessant. Statt über mehrere Monate sind Zander dagegen nur im Mai geschont (Mindestmaß 50 cm). Die Schonzeit für Hechte ist im Salzwasser vom 01. April bis 15. Mai und im Süßwasser vom 15. März bis 30. April (Mindestmaß 60 cm).
Alle weiteren Schonzeiten und Mindestmaße gibt’s bei der dänischen Landwirtschafts- und Fischereibehörde.
Eine besondere Bestimmung für das Angeln an der dänischen Küste sind die sogenannten Schutzzonen. Diese gelten an vielen Einmündungen von Flüssen und Bächen ins Meer, entweder ganzjährig oder für eine bestimmte Zeit im Jahr. 500 Meter zu beiden Seiten der Einmündung und 100 Meter in Richtung Meer ist das Angeln in diesen Schutzzonen untersagt! Das Fischereidirektorat hat eine Karte aller Schutzgebiete veröffentlicht.
Angeln in Dänemark: Die beliebtesten Fischarten
Bei den Zielfischen hat man beim Angeln in Dänemark die Qual der Wahl. Vor allem an der Küste gibt es viele Arten, die man gezielt befischen kann. Jeder dieser Fische hat seine eigenen „besten“ Regionen und Zeiten, zu denen die Chancen auf gute Fänge hoch sind. Folgend haben wir euch die beliebtesten Zielfische in Dänemark aufgeführt!
Meerforelle
Obwohl die Meerforelle als sehr schwierig zu fangen gilt (Stichwort „Fisch der tausend Würfe“), ist sie einer der beliebtesten Zielfische beim Angeln in Dänemark. Das liegt wohl auch daran, dass sich Meerforellen das ganze Jahr über in dänischen Küstengewässern fangen lassen – und das mit attraktiven Methoden. Zudem sind Meerforellen tolle Kämpfer, besonders als blanke Fische bildhübsch und machen auch in der Küche eine gute Figur.

Bild: Johannes Radtke
Sowohl im Frühjahr als auch im Herbst stehen die Chancen auf einen dicken Blankfisch extrem gut.
Man kann die Fische oft finden, in dem man ihrer Lieblings-Wassertemperatur folgt – sie liegt bei ungefähr 14 Grad. Wird es kälter, kommen die Fische dem Süßwasser näher. Im Winter findet man sie also häufig in Fjorden, Buchten oder zum Laichen in Flüssen, wohingegen sie im Sommer gerne mal an der offenen Küste patrouillieren und die heißen Tagesstunden oft in tieferen, kühlen Schichten verbringen. Morgens und abends stehen dann allerdings die Chancen am Ufer sehr gut.
Auch der Wind übt beim Angeln auf Meerforelle auch einen entscheidenden Einfluss aus. Spiegelglattes Wasser ohne Trübung macht es der Forelle schwer, Beute zu schlagen – ein wenig Welle und Trübung spielen ihr hingegen in die Karten. Als erfolgreichste Köder haben sich bislang Meerforellenblinker und Fliegen bewährt.
Plattfisch
Auf Plattfisch in Dänemark – Angelspaß für alle! Nahezu entlang der gesamten Küstenlinie Dänemarks und auf dem offenen Meer kann man die flachen Räuber fangen. Für viele Meeresangler gehören sie zu den beliebtesten Zielfischen. Kliesche, Flunder, Scholle und Co. sind nicht nur am Haken gern gesehen, auch in der Küche sind die Platten gut zu gebrauchen. Und dabei ist das Plattfischangeln in Dänemark alles andere als schwierig! Ob beim Brandungsangeln, Spinnfischen oder Molenangeln, oder auch vom Kleinboot oder Kutter: Plattfischangeln kann man mit einfachem Gerät und ohne viel Zubehör.

Bild: Johannes Radtke
Der Fjord um Thyborøn ist ein exzellentes Revier für Plattfisch und Dorsch. Im Sommer kommen spannende Arten wie Makrele und Wolfsbarsch hinzu.
Beginn der Plattfischsaison ist Mitte bis Ende Juli. Vorher sollte man sie nicht gezielt befischen, da die Fische im Laichgeschäft sind. Im Hochsommer sind gute Fänge vom Kleinboot möglich. Vom Ufer sind dann tiefe, strömungsreiche Stellen eine gute Wahl. Im September/Oktober drehen die Plattfische zum Ende ihrer Saison nochmal richtig auf – jetzt sind richtige Massenfänge möglich.
Hotspots für das Plattfischangeln in Dänemark gibt es unzählige. Entlang der gesamten Küstenlinie lassen sich die Scholle, Kliesche und Flunder fangen. Auch in den Mündungsbereichen der Flüsse lassen sich noch Platten beim Angeln in Dänemark an den Haken bekommen. Um Plattfische zu finden, sollte man in erster Linie folgende Regel befolgen: Finde den Sand!
Gutes Plattfischwetter beinhaltet generell bedeckten Himmel und eine bewegte Wasseroberfläche. Gerade beim Uferangeln müssen die Bedingungen stimmen, denn der Fisch muss zum Fressen in Ufernähe kommen. Dabei ist ein auflandiger Wind sehr wichtig, da für Trübung und Wasserbewegung sorgt, und somit Plattfische auf Nahrungssuche gehen.
Dorsch
Dänemark zählt auch zu den Top-Revieren für den Lieblingsfisch vieler Meeresangler, den Dorsch! Sowohl in der Küche als auch an der Rute gehört er für viele Angler zu den Favoriten. Ob beim Angeln vom Boot in Küstennähe, mit der Spinnrute beim Waten oder vom Kutter auf dem offenen Meer: Dorschangeln in Dänemark kann man in der gesamten Nord- und Ostsee.

Bild: Sebastian Rose
Kapitale Dorsche vom Kutter sind mit der richtigen Taktik und einem hervorragenden Fischbestand jederzeit möglich.
Im Mai sind alle Fische mit dem Laichgeschäft durch, und dann geht es so richtig ab! Jetzt ist auch die richtige Zeit, um im Flachwasser oder vom Ufer aus auf Dorsch zu angeln. Von Juli bis Ende August lassen sich meist nur vom Boot gute Fänge erzielen. In dieser Zeit solltet ihr möglichst auf gut durchströmtes und tieferes Wasser setzen. Im Oktober kann dann auch wieder im Flachen auf Dorsch geangelt werden, jetzt läuft es in Dänemark mit den Küsten-Dorschen richtig gut! Erst im Januar endet die heiße Phase.
Während es noch hell ist sollte man einen grundnahen Köder anbieten, und später einen flach laufenden Köder, Richtung Oberfläche und generell in flacheren Bereichen Fischen. Beim Angeln von der Sandbank sind die Dorsche im Dunkeln sogar hinter dem Angler Richtung Ufer auf Raubzug. Als Köder haben sich Blinker und Wobbler bewährt. Die Räuber lassen sich in der Nordsee, in der westlichen Ostsee und rund um Bornholm fangen, also eigentlich überall.
Wolfsbarsch
Auch Wolfsbarsche gehören beim Angeln in Dänemark zu den gängigen Zielfischen. Zum Wolfsbarschangeln bietet sich die Westküste Jütlands an. Die Fische halten sich immer gern in der Küstennähe auf und lassen sich im Zeitraum von April bis November fangen. So richtig beginnt die Wolfbarsch-Saison allerdings erst Ende Mai/Anfang Juni, wenn die Wassertemperaturen steigen. Dann rauben die Fische intensiv entlang der Küste.

Bild: Blinker/R. Staigis
Das Angeln auf die Salzwasser-Barsche kann süchtig machen. Beim Oberflächenangeln explodiert förmlich die Wasseroberfläche, wenn die Räuber Jagd auf den Köder machen.
An der Ostküste kommt der Wolfsbarsch ebenfalls vor, wird aber nach Süden hin seltener. Die Nordsee ist auf jeden Fall die bessere Anlaufstelle für diesen Zielfisch. Bei der Suche nach den Wölfen sollte man vor allem nach Stellen mit Rückströmungen und Strömungswirbeln Ausschau halten. Diese entstehen häufig an Steinpackungen und Molen, die deswegen beim Angeln auf Wolfbarsch in Dänemark mit der Spinnrute immer einen Versuch wert sind.
Lachs
In Dänemark gibt es hervorragende Lachsreviere! Viele Flüsse an der Nordsee bieten den Fischen perfekte Aufstiegs- und Laichbedingungen. Und da eine Reise nach zum Angeln auf Lachs nach Dänemark deutlich günstiger als die meisten Alternativen ist, ist Dänemark auch die erste Anlaufstelle für viele Lachsangler. An den dänischen Flüssen stehen die Chancen wirklich nicht schlecht, den König der Salmoniden zu fangen. Sehr gute Flüsse sind beispielsweise die Skjern und Varde Au, an denen jedes Jahr viele Lachsangler erfolgreich sind.

Bild: BLINKER
Im Frühjahr und Spätsommer bieten sich die besten Chancen, an der Skjern Au Lachse zu fangen.
Die Lachse fangen im April bis Mai an, die Flüsse hochzuziehen. Damit beginnt auch die Saison, und gerade im Frühjahr gibt es manchmal wirklich gute Angeltage. Zu dieser Zeit sind die Lachse mit 8 bis 10 Kilo Durchschnittsgewicht noch am größten. Vom Spätsommer bis zum Saisonende (etwa Mitte Oktober) steigt die Aktivität an Lachsen dann auch nochmal enorm. Zwar sind es mit 5 bis 8 Kilo kleinere Fische, aber insgesamt sind es mehr Fische im Fluss, was die Fangchancen erhöht.
Im Gegensatz zur Meerforelle wird auf Lachs meist am Tag geangelt. Zu den beliebtesten Methoden zum Lachsangeln gehören das Fliegenfischen und das Angeln mit der Spinnrute. Neben Fliegen haben sich als Spinnköder vor allem Spinner und Blinker als sehr erfolgreich herauskristallisiert.
Regenbogenforelle (an Put & Take-Gewässern)
Es gibt in Dänemark sehr viele Angelseen (Put & Take-Gewässer), an denen viele Angler Regenbogenforellen auf die Schuppen legen. Häufig handelt es sich um privat geführte Anlagen, in denen die Besitzer Fische (meist Regenbogenforellen) besetzen. Gäste dürfen diese dann gegen Bezahlung fangen und mitnehmen. Gerade für Angeleinsteiger sind diese Angelseen eine gute Möglichkeit, das Angeln kennenzulernen, auch weil man für das Angeln an diesen Forellenseen keinen Angelschein benötigt.

Bild: A. Seggelke
Falls es mal zu windig für den Fjord ist: Die Forellenseen der Region sind gut mit richtig großen Fischen besetzt.
Da die Forellen regelmäßig besetzt werden, kann man die Fische das ganze Jahr über fangen. Zum Fangen haben sich bereits diverse Methoden vom aktiven Spinnfischen bis zum Angeln mit Pose etabliert. Wie auch in Deutschland, gibt es bei dem Angeln in Dänemark an Forellenseen zwei Arten von Put & Take-Anlagen. Entweder zahlt der Gast vor dem Angeltag für eine Angelzeit einen Gesamtpreis, für den er alle gefangenen Forellen mitnehmen kann. Oder er zahlt vor dem Angeln einen kleinen Eintrittspreis und am Ende den gesamten Fang in Kilo.
Hotspots zum Angeln in Dänemark
Wo steht der Fisch? Beim Angeln in Dänemark ist die Frage schnell beantwortet: überall! Beim Angeln an der Nordsee, an der Ostsee und auch im Inland gibt es zahlreiche Hotspots, die immer einen Versuch wert sind. Ganz gleich, ob am Meer oder in den Flüssen und Seen Dänemarks – die Auswahl ist groß! Wir haben einige interessante Ziele zusammengestellt.
Angeln in Dänemark: Fangen an der Nordsee
Wer am Meer sein Glück versuchen will, wird es an der dänischen Nordsee finden. An der Westküste des Landes gibt es von Süd nach Nord zahlreiche gute Angelplätze, von denen wir euch einige vorstellen möchten.
Brandungs- und Molenangeln: Von Hvide Sande bis zur Jammerbucht
Die Küstenregion um Hvide Sande ist für gutes Brandungsangeln bekannt. Wer es auf Plattfisch, Wolfsbarsch und Dorsch abgesehen hat, sollte es hier am Strand versuchen! Eine Besonderheit dieses Reviers sind die starken Strömungen, die schwere Bleie erfordern.

Bild: BLINKER
Für Brandungsangler bieten die Sandstrände von Hvide Sande viele Möglichkeiten, sich auszutoben.
Wer in Dänemark am Meer angeln möchte, aber noch nicht viel Erfahrung hat, sammelt sie am besten in den Molen im Hafen von Hvide Sande. Hier könnt ihr mit (im Vergleich) leichten Grundmontagen auf Plattfisch angeln oder mit der Spinnrute den Makrelen und Hornhechten nachstellen. Auch in den weiter nördlichen Gegenden um zum Beispiel Thyborøn oder die Jammerbucht gibt es vielversprechende Stellen zum Meeresangeln in Dänemark. Regelmäßig fängt man hier Scholle, Hornhecht und weitere Fischarten.
Hochseeangeln vor Dänemark: Das gelbe Riff
Dorsche von bis zu 30 Kilo – beim Meeresangeln vor Dänemark durchaus möglich! Ein besonders gutes Revier für Großdorsch ist das gelbe Riff. Es liegt ca. 30 Kilometer vor Nordjütland und ist bis zu 700 Meter tief. Das gelbe Riff erstreckt sich über eine Länge von 150 Kilometern und ist stellenweise an die 20 Kilometer breit: ein riesiger Bereich für Meeresangler! Man erreicht das Riff am besten mit Kuttern, die vor Hirtshals und Hanstholm auslaufen.

Bild: M. Wendt
Immer gut für Dorsche: das Gelbe Riff vor der Küste Nordjütlands.
Neben Dorschen sind auch Pollacks, Köhler und Lengs im Großformat vorhanden. Je nach Seegang liegt das ideale Gewicht der Pilker zwischen 300 bis sogar 1000 Gramm. Für diese Köder dürft ihr dann auch das Angelgerät entsprechend eine Nummer größer wählen. Stellt euch auf ein paar anstrengende Angelstunden ein – doch sie werden sich lohnen.
Angeln in Dänemark an der Ostsee
Auch die dänische Ostsee bietet mit all ihren Inseln und ihrer Küste ein hervorragendes Angelrevier. Vor allem zum Meerforellenangeln ist die dänische Ostsee eine erstklassige Anlaufstelle! Weitere Zielfische sind auch hier Dorsch, Plattfisch, Hering und Makrele. Sowohl vom Ufer, beim Waten als auch beim Angeln vom Boot lassen sich diese Fische fangen.
Im Winter ziehen Fische und Angler in den Mariagerfjord
Der Mariagerfjord liegt im Norden Jütlands und wird größtenteils von Meerforellenanglern besucht. Das liegt nicht nur daran, dass der Fjord von einer wunderschönen Landschaft umgeben ist. Der Mariagerfjord ist auch ein echter Hotspot für Meerforellen, die den Fjord hochziehen.
Mit einem Warmwasserzulauf ist der 38 Kilometer lange Fjord vor allem im Winter für Meerforellen und dementsprechend auch für Angler sehr attraktiv. Tiefe Rinnen, Buchten und Sandbänke sorgen für viel Struktur und bieten vielseitige Angelmöglichkeiten. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Fjord nicht so viel Angeldruck herrscht wie an vielen Küstenabschnitten.
Die dänischen Ostseeinseln: Fyn, Lolland, Falster, Møn und Seeland
Die dänischen Ostseeinseln sind ebenfalls perfekte Urlaubsziele für Küstenangler, denn irgendein Ufer kann man hier so gut wie immer beangeln – egal, wie die Bedingungen sind. Auch hier sind vor allem viele Meerforellen unterwegs. Aber natürlich hat man beim Angeln in Dänemark auf den Inseln auch die Chance, alle weiteren Verdächtigen der Ostsee zu erwischen. Zu vielen dieser Inseln gelangt man über Brücken, was eine Anreise mit dem Auto vereinfacht.
» Weitere Infos zu den dänischen Ostseeinseln

Bild: T. Wolf
An der Ostküste von Falster befindet sich die Rinne dicht unter Land – meist braucht man beim Angeln in Dänemark gar nicht ins Wasser zu gehen, um die interessanten Plätze abzusuchen.
Bornholm – der sonnige Geheimtipp
Bornholm ist mit durchschnittlich 1580 Sonnenstunden im Jahr die sonnigste Region Dänemarks. Aber nicht nur wegen des angenehm milden Klimas ist die Insel einen Besuch wert, denn auf Bornholm kann man auch viele Ostseebewohner hervorragend gezielt befischen. Im Gegensatz den oben genannten Ostseeinseln Dänemarks liegt Bornholm etwas im Hintergrund. Durch die abgeschottete Lage der Insel, mitten in der Ostsee, ist die Anreise auf Bornholm nicht ganz so einfach. Daher verbringen vergleichsweise wenig Angler ihren Angelurlaub in Dänemark auf Bornholm.

Bild: Fotolia
Die felsige Ostküste gibt Meerforellen einen idealen Lebensraum und somit optimale Bedingungen zum Angeln auf Bornholm.
Für diejenigen, die das Abenteuer trotzdem wagen, macht der geringe Angeldruck die Insel natürlich noch attraktiver! Neben möglichen Meerforellen an der Südküste bietet die Insel im Norden und Westen nämlich auch eine Felsküste, an der an manchen Tagen sehr gute Dorschfänge und Co. möglich sind.
Kurztrip gefällig? Ab zum Angeln auf Als in Dänemark
Kurz hinter der deutsch-dänischen Grenze liegt die Insel Als am Kleinen Belt. Das ist eine erstklassige Adresse zum Meeresangeln vom Boot und Ufer aus.
Die Plattfische beißen hier in Tiefen von vier bis acht Metern auf ganz einfache Nachläufer-Montagen, beködert mit Seeringel– oder Wattwürmern und optisch aufgepeppt mit ein paar bunten Perlen. Sehr gut funktioniert das „Platten legen“, wenn man eine oder zwei Schwimmperlen vorschaltet, die genügend Auftrieb haben, zwei oder drei Seeringler in der Schwebe zu halten. Die Hauptmasse der Platten stellen Klieschen oder Flundern, je nach Jahreszeit.

Bild: Gerhard Burock
Beim Angeln auf Als hat man nicht nur Top-Fangaussichten auf Plattfisch, sondern auch auf Dorsch – und das vom Ufer und Boot.
Die Dorsche stehen meist in größeren Tiefen als die Plattfische und bevorzugen krautigen bis steinigen Grund. Mit unserer Entscheidung, Gummifische von 12 bis 15 cm Länge einzusetzen, lagen wir schon mal richtig. Darauf bissen definitiv mehr Fische als auf den Pilker.
Während die zahllosen Jungdorsche in mehr oder weniger großen Schulen und Schwärmen zusammenstanden, verteilten sich die größeren Fische und standen einzeln oder in kleinen Gruppen in Wassertiefen zwischen 15 und 20 Meter. Unser Guide suchte die heißen Standorte mit einer ganz besonderen Suche aus:
- Den Gashebel gerade so über der Leerlaufstellung schlich er durchs Wasser, ein Auge fest aufs Echolot gerichtet.
- Sobald am Grund eine ungewöhnliche Struktur auftauchte (Stein? Kraut? Fisch? – Im Zweifel Fisch!), nahm er den Gang raus und ließ seinen Gummifisch am 70-Gramm-Jig im Heckwasser ab.
- Die Bisse folgten meist sofort.
- Auf diese Weise konnte er eine ganze Wanne voller Dorsche bis zu vier Kilogramm Gewicht aus der Tiefe drehen. Das ist eine Methode, die unbedingt nachahmenswert ist, zumal sie mit den kleinen, offenen Angelbooten viel leichter anzuwenden ist als mit dem dicken „Pott“.

Bild: BLINKER
Gummifische haben beim Angeln vom Kleinboot die meisten Dorsche an den Haken gebracht. Foto: BLINKER
Angeln auf Als ist unbedingt zu empfehlen!
Fazit unseres Kurzbesuches zum Angeln auf Als: Die dänische Insel ist ein unbedingt empfehlenswertes Angelziel. Nicht nur vom Boot aus wird man hier fangen, auch vom Ufer aus ist einiges zu holen: Meerforellen und Hornhechte im Frühjahr, Butt und Dorsch im Herbst und Winter. Die ganze Ostküste ist dafür geeignet. Aber auch die Westseite von Als, an der sich der Alssund, vom Als- Fjord abzweigend, zwischen Insel und Festland hindurch zwängt, ist gut für so manchen Fang. Der Hafen von Sønderborg gilt da als „Geheimtipp“ für Bootsangler!
Infos & Bootsservice auf der Insel Als
Als (dt. Alsen), die achtgrößte insel Dänemarks, liegt in der dänischen Südsee und grenzt im Süden an die Flensburger Förde. Von Flensburg ist man über Kruså innerhalb einer knappen Stunde in Fynshav; folgt man der 20 Kilometer längeren Route über die E 45 – Kliplev – Route 8 – Sønderborg – Fynshav, braucht man genau so lange, fährt aber nicht durch Ortschaften.

Bild: Johannes Radtke
Die Als-Fähre fährt zwischen Fynshav und Böjden und verbindet Als mit Fünen. Foto: BLINKER/J. Radtke
Kutterausfahrten
- MS NANA mit Kapitän Morten Kristiansen
Charterboote
- WRS Charterboot von Frank Röhrchen
- Nord-Als Bootcharter von Peter Hebestreit
- Mommark Charterboot von Mathias Korth
Fjorde, Flüsse, Seen: Weitere Angelreviere in Dänemark
Während Meeresangeln bei vielen Dänemark-Urlaubern hoch im Kurs steht, hat auch das Inland viele gute Reviere zu bieten. Erfolgversprechende Gewässer gibt es im ganzen Land. Hier unsere Tipps!
Der Limfjord ist ein Paradies für Meerforellenangler
Der Limfjord verläuft quer durch ganz Dänemark und teilt den Norden des Landes vom Süden. Zahlreiche Flüsse und Bäche münden in dieses gewaltige Gewässer und machen es zu einem spannenden Angelrevier. Wie groß? Zum Vergleich: Mit 1.500 Quadratkilometern Wasserfläche ist der Limfjord etwa dreimal so groß wie der Bodensee…

Bild: Johannes Radtke
Im Nordosten der „Løgstør Breite” im zentralen Limfjord liegt bei Næsbydale eine hervorragende Küstenstrecke für wanderfreudige Meerforellenfischer.
Skjern Au: Erste Wahl zum Angeln in Dänemark auf Lachs
Die etwa 100 Kilometer lange Skjern Au gilt als wasserreichster Fluss Dänemarks – und dazu als traumhaftes Lachs-Revier! Die Saison beginnt am 16. April und endet am 15. Oktober. Gerade im Frühjahr und Spätsommer stehen die Chancen auf einen kapitalen Lachs jenseits der 10 Kilo gut! Erlaubt ist sowohl das Fliegenfischen als auch das Spinnfischen. Wichtig: Zusätzlich zum Angelschein braucht man hier auch eine Lachslizenz (etwa 20 Euro) und eine Gewässerkarte.
Hecht, Barsch und Co. – Raubfische angeln in Dänemark
Während Dänemark bei deutschen Anglern vor allem für Meeresfische bekannt ist, schwimmen in den zahlreichen Flüssen und Seen auch viele Süßwasser-Räuber umher. So zum Beispiel im Ringkøbing Fjord, in den die Skjern Au mündet. Das Wasser ist hier vergleichbar mit den Bodden auf Rügen – und das trifft auch auf die Bestände von Hechten und Barschen zu. Sowohl das Watangeln als auch das Angeln vom Boot sind hier möglich! Im Fjord gefangene Lachse und Meerforellen müssen übrigens zurückgesetzt werden.

Bild: BLINKER / B. Kuleisa
Wer Abwechslung vom Meer beim Angel in Dänemark sucht, wird im Ringkøbing Fjord glücklich. Neben Barschen gibt es hier auch Hechte und Rotaugen in guten Größen.
Apropos Bootsangeln: Das Angeln vom Boot in Dänemark empfiehlt sich auch für die Seen in Dänemark, zum Beispiel rund um die Region Silkeborg. In puncto Ausrüstung könnt ihr euch hier auf die Methoden aus der Heimat verlassen – die bringen auch hier Fisch!









