Steckbrief Hecht

Wer den Hecht finden will, muß Ausschau nach Kleinfischen halten. Wo sich Schwärme kleiner Weißfische tummeln, ist der Hecht nicht weit. Am liebsten raubt er aus der Deckung heraus.

Der Hecht in seinem Element.

Er lauert in Seerosen und versunkenen Bäumen, aber auch in künstlichen Unterständen wie Stegen und Segelbooten. Außerdem schätzt der Hecht Plätze, wo die Monotonie des Gewässerbodens unterbrochen wird, sei es durch einen Barschberg oder durch eine Vertiefung. Nicht selten lassen sich auf engem Raum, etwa an einem kleinen Barschberg, zwei bis drei mittlere Hechte fangen.

Als Einzelgänger können nur die Großfische gelten: Lauern sie in einem Einstand, lassen sie keine jüngeren Artgenossen zu. Oft werden kleine Hechte in den Mägen von großen gefunden. In manchen Seen zieht es die Kapitalen ins Freiwasser. Sie müssen keine natürlichen Feinde mehr fürchten und rauben daher ohne Schutz. Legendär sind die schlanken Renken-Hechte, Fische über 20 Pfund, die den Maränen-Schwärmen im freien Wasser folgen.

Am meisten, nämlich die Hälfte seiner jährlichen Nahrung, frißt der Hecht im Frühjahr, vom Ende der Laichzeit (meist im April) bis Mitte Juni. Im Hochsommer läßt der Hunger nach. Ab September, mit dem ersten Frost, frißt sich der Hecht seinen Winterspeck an. Den letzten Höhepunkt erreicht seine Freßwut im Oktober. Ein milder Tag mit Frühnebel bietet beste Chancen. Während der November noch gute Fische bringt, wirds ab Dezember schwierig: Je tiefer die Temperatur sinkt, desto träger (und folglich schwer zu fangen) sind die Hechte.

Hechte gehen im Drill gerne in die Luft, wenn die Schnur zu sehr auf Spannung gehalten wird. Foto: BLINKER

Hechte gehen im Drill gerne in die Luft, wenn die Schnur zu sehr auf Spannung gehalten wird. Foto: BLINKER

Wie und womit auf Hecht

Vor zehn Jahren noch keine Frage: Auf Hecht gings mit lebendem Köderfisch an der Pose, im Herbst knapp über Grund, im Sommer im Mittelwasser. Heute ist der lebende Köderfisch umstritten, und immer mehr Angler greifen zur Spinnrute. Zwei Gruppen von Kunstködern stehen sich gegenüber: Zum einen die Klassiker, so Blinker wie Heintz und Effzett, Wobbler wie Rapala und Big S und Spinner wie der Mepps; zum anderen moderne (Plastik-)Köder aus den USA, angeführt von Gummifisch, Spinnerbait und Oberflächenködern wie Ghost oder Goblin.

Der lateinische Name für Hecht lautet Esox lucius. Grafik: BLINKER

Der lateinische Name für Hecht lautet Esox lucius. Grafik: BLINKER


Die dritte Gruppe der Spinnköder bilden die toten Köderfische am System. Sie sind enorm fängig, werden aber viel zu selten verwendet. Wichtig ist, wie wir den Köder an der Spinnrute anbieten. Je kälter das Wasser ist, desto langsamer und desto tiefer führen wir den Köder.

Große Köder fangen bei Kälte, wenn der Hecht Energie spart; kleine im Sommer, wenn er zwischen der Brut raubt. Oft werden gute Hechte überworfen und verscheucht. Besser erst die Unterstände am Ufer abfischen, dann das tiefere Wasser. Sinkende Köder lassen wir an der straffen Schnur zum Gewässerboden taumeln. Schwimmende Wobbler bringen wir durch einen kräftigen Zug auf Tiefe.

Die Köder sollten abwechselnd nach oben flüchten und absinken, zur Seite ausbrechen und wieder geradeaus schwimmen. So imitieren wir einen kranken Fisch. Der Hecht zieht diese Beute vor, weil sie für ihn die einfachste ist. Bisse auf Kunstköder quittieren wir sofort mit einem Anhieb. Bei Köderfisch am System lassen wir den Hecht erst einige Meter gehen. Fliegenfischer verwenden den Streamer, eine große Fischchen-Kunstfliege. Vor allem in verkrautetem Wasser, wo andere Köder Wasserpflanzen haken, ist der Streamer sinnvoll. Er hakt kaum Kraut und läßt sich extrem flach und langsam führen.


Wer lieber zur Posen- oder zur Grundrute greift, angelt mit totem Köderfisch. Viele erfolgreiche Hechtangler, vor allem in England, schwören auf diese Methode. Dabei kommen auch duftintensive Meeresfische wie Stint oder Hering zum Einsatz. Entweder werden sie auf Grund angeboten, wo der Hecht sie aufsammelt. Oder sie suchen an einer (Segel-)Pose das Mittelwasser ab, am besten angeködert mit einem Einzelhaken im Rücken und mit zwei Drillingen in den Flanken, damit sie ihre natürliche Haltung im Wasser einnehmen.

Info

  • Die Rute fürs Spinnfischen ist um die drei Meter lang, Wurfgewicht 20 bis 60 oder 40 bis 80 Gramm. Die Rute fürs Posenfischen sollte etwas länger sein, Wurfgewicht um 100 Gramm, weil schwere Köder zu werfen sind.
  • Die Rolle sollte um die 150 Meter fassen; mehr Schnur ist nicht nötig, denn auch Kapitale flüchten kurz und bullig im Drill. Die Bremse darf nicht haken, sonst explodiert der Hecht an der Oberfläche und schüttelt vielleicht unseren Köder ab.
  • Als Hauptschnur haben sich monofile Schnur mit einer Tragkraft zwischen 5 und 8 Kilo (ca. 0,25 – 0,30 mm) bewährt, je nachdem, ob die Angelstrecke hindernisarm oder -reich ist. Als Vorfach kommt nur Stahl in Frage; Kevlar und gewöhnliche Schnur werden oft von den Hecht­zähnen zerrieben.
  • Zur Landung ist ein großer Kescher erforderlich, Bügelweite nicht unter 70 Zentimetern.

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ANGELSEE-aktuell 03/2019

Das Magazin für Forellenangler

ANGELSEE aktuell ist das einzige Magazin im deutschsprachigen Raum für die stetig wachsende Zahl der Angler, die an Angelseen, auch Forellenteiche genannt, ihre Köder auswerfen.
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