Wind beim Meerforellenangeln – Der Fangfaktor im Frühjahr

Über den Wind wird bei Meerforellenfischern gern und viel geredet – und ohne Frage ist er von großer Bedeutung. Wie wichtig der Wind beim Meerforellenangeln gerade in der Frühjahresfischerei ist, erklärt Johannes Radtke in FliegenFischen 02/2021. Hier gibt es schon mal einen kleinen Auszug.

Vor allem zwei Faktoren, die fangentscheident sein können, werden vom Wind beim Meerforellenangeln maßgeblich beeinflusst. Und zwar hat der Wind Auswirkung auf die Verteilung der Wassertemperatur und das Nahrungsangebot. Zwei Faktoren, die wiederum bestimmen wo sich Meerforellen aufhalten.

Bild: J. Jasper

Vor allem zwei Faktoren, die fangentscheident sein können, werden vom Wind beim Meerforellenangeln maßgeblich beeinflusst. Und zwar hat der Wind Auswirkung auf die Verteilung der Wassertemperatur und das Nahrungsangebot. Zwei Faktoren, die bestimmen wo sich Meerforellen aufhalten.

Ein großer Reiz beim Fischen auf Meer­forellen besteht darin, herauszufinden, wo sich die Fische gerade auf­halten. Eine absolut entscheidende Größe bei der Frage nach dem „Wo“ ist der Wind an der Küste. Er hat Einfluss auf mehrere Größen, welche die Standortwahl der Meerforellen entlang der Küste beeinflussen. Der Wind beim Meerforellenangeln hat besonders jetzt im Frühjahr starke Wirkungen auf Temperatur und Trübung und ist daher herausragend wichtig.

Ein Wurf parallel zum Übergang von der Sandbank zur Rinne brachte den entschlossenen Biss und eine schöne März-Forelle.

Bild: J. Radtke

Ein Wurf parallel zum Übergang von der Sandbank zur Rinne brachte den entschlossenen Biss und eine schöne März-Forelle.

Wind beim Meerforellenangeln: Der Einfluss auf die Temperatur

Sobald die nach dem Winter ansteigenden Lufttemperaturen die Temperaturen der Ostsee übersteigen, wird der Wind beim Meerforellenangeln als Temperaturverteiler im Wasser äußerst interessant. Bei der steigenden Lufttemperatur erwärmen sich auch ohne Sonne und Wind die oberen Wasserschichten, jedoch nicht besonders effektiv. Bei auflandigem Wind hingegen wird die oberste Wasserschicht an die Küste gedrückt und so sammelt sich dort warmes Wasser. Das gefällt den Meerforellen! Scheint dazu noch die Sonne, wird dunkler Boden im Flachwasser zusätzlich erwärmt. In der Summe wird es gerade im Flachwasser umso wärmer.

Gerade in Rinnenstrukturen direkt am Ufer sind solche Bedingungen Gold wert. Der dunkle Boden kann die Wärme der Sonne noch besser aufnehmen und das vom Wind transportierte, warme Oberflächenwasser ist in diesen Rinnen „gefangen“. Es kommt nicht selten vor, dass die Wassertemperatur auf der äußeren Sandbank bei drei, vier Grad liegt und ufernah in der Rinne bei acht, neun Grad. Raten Sie, wo dann die Musik spielt?

Schon ein leichter, auflandiger Wind drückt das warme Wasser direkt an der Oberfläche in die erste Rinne. Die Sonne heizt an diesem Tag das Wasser zusätzlich auf.

Bild: F. Pippardt

Schon ein leichter, auflandiger Wind drückt das warme Wasser direkt an der Oberfläche in die erste Rinne. Die Sonne heizt an diesem Tag das Wasser zusätzlich auf.

Wind beim Meerforellenangeln: Der Einfluss auf das Nahrunsangebot

Auch der Ort des besten Nahrungsangebotes wird von dem Wind beeinflusst und somit auch das Jagdrevier der Meerforelle. Obwohl das Futter in Form von Krebstierchen, Würmern oder Fischen im Flachwasser fast immer präsent ist, hat die Forelle in klarem Wasser kaum eine Chance, diese zu erbeuten.

 Die Forellen fressen im Frühjahr recht ungerichtet, wie der Mageninhalt aus großen und kleinen Garnelen, Grundeln und ein paar Wasserasseln zeigte.

Bild: J. Radtke

Die Forellen fressen im Frühjahr recht ungerichtet, wie der Mageninhalt aus großen und kleinen Garnelen, Grundeln und ein paar Wasserasseln zeigte.

Wenn hingegen Wind einsetzt, ändert sich die Situation. Im Schutze von Wasserbewegung und allmählich einsetzender Trübung kann sich die Meerforelle den Beutetieren nähern, ohne dass diese zu früh alarmiert sind. Übergangsbereiche in der Wassertrübung sind daher beliebte Streifreviere der Fische – behalten Sie das im Hinterkopf.

Stark „angestaubtes“ Wasser bietet der Meerforelle perfekte Bedingungen für die Jagd. Sie kommt nun ungesehen dicht genug für einen Sprintangriff an ihre Beute heran.

Bild: J. Radtke

Stark „angestaubtes“ Wasser bietet der Meerforelle perfekte Bedingungen für die Jagd. Sie kommt nun ungesehen dicht genug für einen Sprintangriff an ihre Beute heran.

Zudem bringt der Wind, in Kombination mit Frühjahrssonne, das Leben im Flachwasser wieder in Schwung. Freischwimmende Algen im Flachwasser beginnen bei steigender Temperatur und mehr Sonneneinstrahlung zu wachsen. Ein langanhaltender auflandiger Wind befördert dann auch Nährstoffe aus der Tiefe in den Uferbereich und es stoßen größere Filtrierer (Zooplankton) hinzu. Diese sind zwar noch zu klein für unseren Zielfisch, locken die tatsächliche Nahrung der Meerforelle aber aus ihrer Reserve.

In jedem Fall kann der Wind im Frühjahr der Freund des Meerforellenfischers sein. In diesem Beitrag haben wir die Wirkung und Bedeutung des Windes nur gestreift. Welche Bedeutung er für die Küstenfischerei wirklich hat und was bei der Planung der Küsten-Tour sowie beim Fischen selbst bedacht werden sollte, lesen Sie in der Ausgabe 02/2021 vom FliegenFischen!

In der aktuellen FliegenFischen 02/21 lesen Sie den vollständigen Artikel mit weiteren Tipps zum Meerforellenangeln im Frühjahr.

Bild: Jahr Media

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