Angeln in Norwegen: Vielfältige Möglichkeiten und massenhaft Fisch

Keine Küste ist länger, keine Fjorde sind tiefer, der Fischreichtum ist legendär. In kein anderes Land reisen Jahr für Jahr auch nur annähernd so viele Begeisterte, um das Angeln in Norwegen live zu erleben. Wir stellen Euch hier einmal die Möglichkeiten vor, die Euch von Nord bis Süd erwarten.

Atemberaubende Natur, großartige Fischgründe: Das ist Angeln in Norwegen. Foto: BLINKER/L. Berding

Atemberaubende Natur, großartige Fischgründe: Das ist Angeln in Norwegen. Foto: BLINKER/L. Berding

Es gibt zwei Sorten von Anglern, die zum Angeln nach Norwegen in den Urlaub fahren: Zum einen sind es die „Hardcore-Angler“, die am liebsten 24 Stunden im Boot sitzen würden und einen Fisch nach dem anderen drillen. Diese Sorte fährt am besten nach Mittel- oder Nordnorwegen, denn da gibt es Fisch „wie Mist“ und im Sommer sogar 24 Stunden Licht.

Die andere Sorte, das sind die Familienmenschen und Genießer, die einfach mal Urlaub machen wollen. Urlaub heißt entspannen bei – möglichst – schönem Wetter, die Landschaft und Natur genießen, Ausflüge machen und natürlich auch angeln. Aber eben nicht immer. Für diese Sorte Angler ist Südnorwegen wie gemacht. Das Klima ist mild, und im Sommer von Mitte Juni bis Ende August, wenn die Makrelen da sind, dann gibt es auch hier mehr Fisch, als man bewältigen kann. Neben den allgegenwärtigen Makrelen beißen am leichten Spinngeschirr vor allem Pollacks und kleine Köhler. Auf Grund mit Makrelenstücken gefischt, werden kleinere Lengs, Knurrhähne, Schellfische und auch Dorsche gefangen. Fürs Abendbrot langt es auf jeden Fall immer.

Angeln in Südnorwegen

Tolle Angelmöglichkeiten, mildes Klima, gemütliche Unterkünfte – Südnorwegen hat für Angler einiges zu bieten. Vor allem für solche, die gerne mit der Familie anreisen und schnell am Ziel sein möchten.

Ihr wollt mal einen richtig großen Leng, Seehecht oder Lumb auf Naturköder fangen? Oder reizt Euch eher das Spinn- und Fliegenfischen auf Pollack, Meerforelle, Makrele und Wolfsbarsch? Oder das Pilken auf Dorsche, Schellfische und Köhler? Dann seid Ihr in Südnorwegen bestens aufgehoben! Beim Angeln an der Südküste und in den Fjorden ist vieles möglich, denn die Artenvielfalt ist so groß, dass man eigentlich nie genau weiß, mit welcher Fischart man es als nächstes zu tun bekommt. Geangelt wird meist vom Boot, allerdings finden sich vielerorts gute Bedingungen für das Uferangeln, das ebenfalls seinen Reiz hat.

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Außerdem wartet dieser Landesteil mit zahlreichen Bächen, Flüssen und Seen auf, in denen erfolgreich – und meist sehr kostengünstig – auf Äsche, Forelle, Lachs, Renke und Saibling gefischt werden kann. Oder steht Euch der Sinn eher nach Barschen, Hechten und Zandern? Kein Problem, auch das ist vielerorts möglich. Diese Vielfalt hat dafür gesorgt, dass das Angeln in Norwegen bei Anglern aus ganz Europa heutzutage als Urlaubsziel so beliebt ist.

Wer Norwegen von seiner Sonnenseite kennenlernen möchte, ist im Süden genau richtig. Die geschützten Küstengewässer beherbergen eine immense Artenvielfalt. Foto: BLINKER/C. Niemann

Wer Norwegen von seiner Sonnenseite kennenlernen möchte, ist im Süden genau richtig. Die geschützten Küstengewässer beherbergen eine immense Artenvielfalt. Foto: BLINKER/C. Niemann

Mildes Klima, viel Fisch

Ein weiterer Grund für die Beliebtheit Südnorwegens ist das relativ milde Klima, gleichzeitig ist dieser Landesteil der mit den meisten Sonnenstunden in ganz Norwegen. Daher wird diese Gegend gerne als die „norwegische Riviera“ bezeichnet und erfreut sich als Urlaubsregion auch bei den Norwegern großer Beliebtheit. Entlang der südnorwegischen Küste finden sich zahlreiche Unterkünfte, die für Angler wie gemacht sind. Das Angebot reicht von Campingplätzen, Ferienhäusern, Wohnungen und Fischerhütten (Rorbuer) bis hin zu Resorts und Hotels. Von hier aus ist es zum Wasser meist nur ein Katzensprung, die Bootsbenutzung ist im Mietpreis häufig bereits enthalten.

Aufgrund der relativ kurzen Anreise ist der Süden Norwegens besonders interessant für all jene, die gerne mit dem Auto anreisen möchten. Von Dänemark aus legen mehrmals täglich Fähren ab, die schon nach wenigen Stunden in die norwegischen Häfen Oslo, Larvik, Langesund, Kristiansand und Stavanger einlaufen. Eine stressfreie Art des Reisens, die auch hervorragend dafür geeignet ist, mit der ganzen Familie in den Angelurlaub zu fahren. Für Familien ebenfalls reizvoll: In Südnorwegen gibt es ein relativ großes Angebot attraktiver Freizeitangebote wie Vergnügungsparks, Aquarien, Schwimmbäder und Museen – sowie einige herrliche Sandstrände, die im Sommer zum (Sonnen-)Baden und Spazierengehen einladen.

Keine Angst vor großen Ködern: Dorsche gehören im Süden Norwegens zu den häufigen Hakengästen. Foto: BLINKER/M. Wendt

Keine Angst vor großen Ködern: Dorsche gehören im Süden Norwegens zu den häufigen Hakengästen. Foto: BLINKER/M. Wendt

Geräte-Tipps zum Angeln in Südnorwegen

  • Schweres Pilken, Naturköder- und Gummifischangeln (Boot):
    Bootsrute: ca. 2,10 m, 20-30 lb oder 30-50 lb
    Multirolle (20-50 lb-Klasse, mind. 500 Meter 0,20er bis 0,35er Geflochtene)
  • Leichtes bis mittelschweres Pilken, Naturköder- und Gummifischangeln (Boot):
    Pilkrute: ca.  2,70 m, WG 100-200 g
    Multirolle oder große Stationärrolle (5000er-Größe, mindestens 300 Meter/0,17 bis 0,20er Geflochtene)
  • Spinnfischen:
    Ruten um 2,70 Meter, Wurfgewicht ab 20 bis 50 Gramm. Monofile ab 0,20 (Forelle) bis 0,35 Millimeter (Lachs).
    Beim Fischen auf Hecht, Barsch, Zander kann grundsätzlich das gleiche Gerät wie an heimischen Gewässern verwendet werden.
  • Leichtes Pilken, Naturköder- und Gummifischangeln (Boot und Ufer):
    Spinnrute: 2,70 bis 3,00 Meter, WG bis 60 g
    Mittelgroße Stationärrolle (4000er-Größe, mindestens 200 m Meter 0,10er bis 0,15er Geflochtene)

Für den Einstieg in das Meeresangeln in Norwegen sollte man sich außerdem mit einigen wichtigen Zubehörteilen ausstatten. Dazu gehören Pilker (zwischen 40 und 500 g),
 Bleie (zwischen 40 und 1000 g),
Blinker, Zocker (Minipilker), Gummifische, Twister, Bleiköpfe,
 Beifänger (z.B. Oktopus, Gummimakk),
 Kleinteile (Haken, Wirbel, Sprengringe, Knotenlosverbinder, Schlepprohre, Vorfächer, Ersatzspulen,
 Ersatzschnur sowie
 Vorfachschnur (0,30-1,00 mm).

Fangkalender Südnorwegen

Angeln in Westnorwegen

Auf die Frage, welcher Teil Norwegens „typisch norwegisch“ ist, werden viele Norwegen-Fans mit „Westnorwegen“ antworten. Denn diese Region, die sich von Stavanger im Süden über Bergen bis nach Ålesund im Norden erstreckt, bietet eine unglaubliche Vielfalt – sowohl landschaftlich als auch in Bezug aufs Angeln. Westnorwegen wird häufig auch als „Fjord-Norwegen“ bezeichnet.

Und das aus gutem Grund, denn einige der berühmtesten und eindrucksvollsten Fjorde des Landes, wie zum Beispiel Boknafjord, Hardangerfjord, Geirangerfjord, Romsdalsfjord und Sognefjord, befinden sich in dieser Region und haben sie geprägt. Der Sognefjord gilt sogar als der längste und gleichzeitig tiefste Fjord Europas. Doch Westnorwegen bietet nicht nur eine gewaltige Berglandschaft und tiefe, weit ins Land hineinragende Fjorde, sondern vor allem in Küstennähe auch unzählige vorgelagerte Inseln und Schären, die ebenfalls einen ganz besonderen Reiz versprühen.

Nautnes: Bilderbuch ­Kulisse und tolle Fischgründe in Westnorwegen. Foto: BLINKER/W. Krause

Nautnes: Bilderbuch ­Kulisse und tolle Fischgründe in Westnorwegen. Foto: BLINKER/W. Krause

Angelrevier der Spitzenklasse

Meeresanglern bieten sich in Westnorwegen unendlich viele Möglichkeiten, ihrer Passion nachzugehen, schließlich beträgt die Länge der Uferlinie aller Fjorde und Inseln der Region mehrere tausend Kilometer! Und das Beste: In diesem riesigen und überaus abwechslungsreichen Revier lassen sich praktisch alle in Norwegen vorkommenden Salzwasserfischarten fangen. Wer es beispielsweise auf die großen Lengs und Seelachse abgesehen hat, findet in Westnorwegen einige der mit Abstand besten Reviere. Sowohl vor der Küste als auch in den vielen Fjorden werden alljährlich gewaltige Vertreter dieser Spezies gefangen, Exemplare von mehr als 20 Kilogramm sind jederzeit möglich.

Wer solche Riesen an den Haken bekommen möchte, muss seinen Köder jedoch in Tiefen von 100, 200 oder gar 300 Metern anbieten. Hierbei kommen dann je nach Strömung und Montage Gewichte bis 800 Gramm zum Einsatz. Da weiß man am Abend, was man getan hat.

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Eine weitere Fischart, die besonders in Westnorwegen immer häufiger und teilweise in stattlichen Größen gefangen wird, ist der Seehecht. Dieser ebenso kampfstarke wie schmackhafte Meeresräuber lässt sich am besten während der Sommer- und Herbstmonate überlisten und zieht dann teilweise bis weit in die Fjorde hinein. Ihn zu finden und zu fangen ist nicht immer ganz einfach – aber gerade das macht für viele Angler den Reiz dieser Fischart aus.

In Westnorwegen kommen durchaus auch große Fische vor. Besonders beliebt ist das Angeln auf Leng und Seelachs. Foto: BLINKER/M. Wendt

In Westnorwegen kommen durchaus auch große Fische vor. Besonders beliebt ist das Angeln auf Leng und Seelachs. Foto: BLINKER/M. Wendt

Fische über 20 Kilo und Abwechslung pur

Auch wer es auf große Köhler (Seelachs) abgesehen hat, ist in Westnorwegen goldrichtig. Vor allem der Romsdalsfjord, der übrigens als einer der artenreichsten Fjorde Norwegens gilt, ist ein absolutes Top-Revier. Doch aufgepasst: wer dort einmal auf diese schnellen und kampfstarken Fische geangelt hat, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit zum „Wiederholungstäter“.

Westnorwegen ist aber nicht nur für Meeresangler ein wahres Eldorado. In der Region befinden sich auch einige der besten Lachsflüsse Norwegens, und im bergigen Hinterland liegen zahllose, teils unberührte Seen und Bäche mit hervorragenden Forellen-, Äschen- und Saiblingsbeständen – ein Traum für Spinn- und Fliegenfischer. Eine ideale Alternative für Schlechtwettertage.

Natürlich ist es verlockend, während eines Urlaubs in Westnorwegen täglich auf oder am Wasser zu sein und die Rute zu schwingen. Jedoch lohnt es sich, hin und wieder auch „angelfreie“ Tage einzulegen, um etwa beim Wandern oder Radfahren die imposante und abwechslungsreiche Naturlandschaft oder einige der zahlreichen Sehenswürdigkeiten zu entdecken.

Der Weg nach Westen

Wer nach Westnorwegen reisen möchte, kann zwischen mehreren Optionen wählen. Am entspanntesten ist sicherlich die Anreise per Auto und Fähre. Soll es ins südliche Westnorwegen gehen und wird eine möglichst schnelle Verbindung bevorzugt, bietet sich die Verbindung zwischen dem dänischen Hirtshals und Kristiansand an. Eine direkte Fährverbindung nach Westnorwegen bietet die Fjord Line mit ihren Fähren an, die täglich zwischen Hirtshals, Stavanger und Bergen verkehren. Wer in den nördlichen Teil von Westnorwegen reisen oder noch einen Zwischenstopp in Oslo einlegen möchte, sollte bei seinen Planungen auch die Passage zwischen Hirtshals und Langesund, Larvik oder Oslo in seinen Planungen berücksichtigen.

Fangkalender Westnorwegen

Angeln in Mittelnorwegen

In der Mitte Norwegens, also etwa zwischen dem Romsdalsfjord und den Lofoten, reihen sich viele der Top-Angelreviere des Landes wie auf einer Perlenkette aneinander. Die Angelmöglichkeiten sind hervorragend, denn eine der Besonderheiten von Mittelnorwegen ist, dass sich hier die Artenvielfalt des Südens mit dem Fischreichtum des Nordens vermischt. So gut wie alle Fischarten, die in den Fjorden und Küstengewässern Norwegens vorkommen, sind auch in Mittelnorwegen zuhause.

Und die Durchschnittsgröße der Fische ist im Vergleich zu Südnorwegen um einiges höher. Hinzu kommen einige der besten und schönsten Lachsflüsse Norwegens, wie zum Beispiel die Gaula oder die Orkla. Und dann sind da auch noch die zahlreichen Bäche, die teilweise über exzellente Äschen- und Bachforellenbestände verfügen. Das Angeln in Norwegen ist eben sehr vielfältig und garantiert ein ganz besonderer Angelurlaub zu werden, den man sicherlich nicht mehr so schnell vergessen wird.

Angeln rund um die Uhr ist auch unterhalb des Polarkreises im Sommer möglich. Foto: BLINKER/W. Krause

Angeln rund um die Uhr ist auch unterhalb des Polarkreises im Sommer möglich. Foto: BLINKER/W. Krause

Das offene Meer im Fokus

Doch trotz der tollen Angelmöglichkeiten im Süßwasser sind es vor allem die Meeresangler, die es nach Mittelnorwegen zieht. Die großen Inseln Hitra, Frøya, Smøla, Sula und Vikna sowie die zahlreichen Fjorde sind aus Anglersicht absolute Highlights und zudem auch landschaftlich äußerst reizvoll. Interessant sind zudem die Halbinsel Fosen und die Region Nordtrøndelag. Bis vor wenigen Jahren wurde dieser Teil Mittelnorwegens von Anglern nur selten angesteuert und galt lange als Geheimtipp. Da die dortigen Angelmöglichkeiten jedoch absolut grandios sind, mauserten sich die Regionen ebenfalls zu beliebten Reisezielen. Doch keine Sorge: Die Region ist so riesig und weitläufig, dass man nur selten auf andere Angler trifft.

In Mittelnorwegen ist häufig gute Laune angesagt, weil die Fische beißen. Foto: BLINKER/M. Wendt

In Mittelnorwegen ist häufig gute Laune angesagt, weil die Fische beißen. Foto: BLINKER/M. Wendt

Angler überall willkommen

Interessant für Angler ist diese Region auch deshalb, weil es hier sehr viele Unterkünfte gibt, die sich nicht nur direkt am Wasser befinden, sondern auch über seetüchtige Boote, Einfriermöglichkeiten und Trockenräume verfügen. Vielerorts hat man sich im Laufe der letzten 20 Jahre auf angelnde Gäste eingestellt und heißt diese willkommen. Auch Guides sind häufig vor Ort. Fest steht: Mittelnorwegen ist unter Norwegen-Fans äußerst beliebt. Nicht zuletzt deshalb, weil man diesen Teil des Landes auch bequem mit Auto und Fähre erreichen kann – zu den meisten Zielen braucht man von Oslo aus höchstens zwölf Stunden. Wer es eilig hat, kann natürlich auch das Flugzeug nehmen und das angepeilte Ziel innerhalb weniger Stunden erreichen.

Fangkalender Mittelnorwegen

Angeln in Nordnorwegen

Der Norden Norwegens wurde von Anglern erst in den vergangenen zwei Jahrzehnten so richtig entdeckt – und so gut wie jeder, der schon einmal dort war, wird sich dem Reiz dieser Region nicht mehr entziehen können. Nicht nur, weil man hier dank der Mitternachtssonne in den Sommermonaten rund um die Uhr angeln kann, sondern auch deshalb, weil die Chancen auf einen wirklich kapitalen Fisch in diesem Teil des Landes sicher am besten stehen.

Auch wenn die Artenvielfalt in Meer und Fjord nach Norden hin etwas abnimmt: Dorsche, Heilbutte, Köhler, Rotbarsche, Steinbeißer und Schellfische sind zwischen den Lofoten und dem Nordkap in beeindruckenden Größen vorhanden. Besonders für Meeresangler, die sich den Traum vom Kapitalen erfüllen möchten, ist der Norden Norwegens also allererste Wahl. Die beste Reise- und Angelzeit in Nordnorwegen liegt zwischen Mai bis September. Wer es jedoch auf die großen Wanderdorsche (Skrei) abgesehen hat, sollte im März oder April gen Norden reisen.

Objekt der Begierde: Heilbutt ist der Zielfisch Nummer eins im Norden. Foto: BLINKER/M. Wendt

Objekt der Begierde: Heilbutt ist der Zielfisch Nummer eins im Norden. Foto: BLINKER/M. Wendt

Flüsse mit Weltruhm

Sie wollen lieber im Süßwasser angeln? Auch kein Problem, denn dazu bieten sich in Nordnorwegen ebenfalls vielfältige Möglichkeiten. Einige der wohl weltbesten Lachsflüsse fließen durch die Regionen Nordland, Troms und Finnmark. Die größeren Ströme wie Tana und Alta bieten sicherlich die besten Fangchancen und die größten Fische, jedes Jahr werden hier viele Exemplare jenseits der 15-Kilo-Marke gelandet. Allerdings sind die Angellizenzen an den vielversprechenden Strecken recht teuer und oft schon lange im Voraus vergriffen.

An den kleineren Flüssen hingegen sind die Lachse zwar meist etwas kleiner, dafür sind die Preise und der Andrang wesentlich geringer. Für alle, die den Fokus nicht auf den Lachs legen, finden sich in Nordnorwegen zahlreiche Flüsse, Bäche und Bergseen, in denen sich Forellen, Saiblinge, Äschen und Renken tummeln. Wer es auf Hechte und Barsche abgesehen hat, wird hier ebenfalls fündig. Die ausgesprochenen Top-Reviere für diese Arten finden sich jedoch weiter südlich. Auch landschaftlich hat der Norden viel zu bieten. Besonders reizvoll – und nicht nur bei Anglern beliebt – sind die Inselgruppen der Lofoten und Vesterålen, die mit ihren einzigartigen Bergen beeindrucken.

Atemberaubende Natur, saubere Gewässer und ein beeindruckender Fischreichtum. Nordnorwegen gilt bei vielen Anglern als eines der letzten Paradiese Europas. Foto: BLINKER/M. Wendt

Atemberaubende Natur, saubere Gewässer und ein beeindruckender Fischreichtum. Nordnorwegen gilt bei vielen Anglern als eines der letzten Paradiese Europas. Foto: BLINKER/M. Wendt

Das Auge angelt mit

Aber auch weiter nördlich, bis ganz hoch zum Nordkap, ist die Naturlandschaft ein echter Hingucker. Hier angelt das Auge mit.  Die Kehrseite der Medaille: Um mit dem Auto in den Norden Norwegens zu gelangen, muss man eine lange Anfahrt in Kauf nehmen. Dies lohnt sich nur, wenn man für seinen Urlaub mindestens zwei Wochen einplant. Wer hingegen schneller am Ziel sein möchte oder wenig Zeit hat, sollte sich für eine Anreise per Flugzeug entscheiden. Letzteres bedeutet jedoch zwangsläufig, dass man sich beim Gepäck und dem Heimtransport von Fisch etwas einschränken muss.

Fangkalender Nordnorwegen

Fangzeiten können saisonal und regional stark abweichen.

Angeln in Norwegen kann auch süß sein

Norwegen hat noch weit mehr zu bieten als Meeresangeln. Überall im Land verteilt bieten sich reichlich Gelegenheiten zum Angeln in glasklaren Flüssen und Seen. Die Möglichkeiten für das Süßwasserangeln in Norwegen sind einfach fantastisch. Lachse und Meerforellen lassen sich in zahlreichen Flüssen Norwegens gezielt und erfolgreich beangeln. Im ganzen Land finden Angler eine Vielzahl erstklassiger Fließgewässer, die in Meer oder Fjord münden und teils beeindruckende Aufstiegszahlen aufweisen können. Zudem locken zahlreiche weitere Flüsse und Bäche, in die zwar keine Lachse aufsteigen, die dafür aber gute Chancen auf den Fang von Meer- oder Bachforellen, Saiblingen, Renken sowie Äschen bieten.

Doch es würde beinahe an Unterschlagung grenzen, die Möglichkeiten des Süßwasserangelns in Norwegen auf den Fang von Salmoniden in Fließgewässern zu reduzieren. Denn wer sich einige Kilometer weit ins Binnenland bewegt, wird schnell feststellen, dass diese Regionen reich an kleinen und größeren Seen sind. Die meisten dieser Gewässer werden kaum beangelt, dementsprechend unberührt sind ihre Fischbestände.

Traumhafte Bäche und fischreiche Seen verteilen sich auf das Land und bieten Angeln vom Feinsten! Foto: BLINKER/M. Wendt

Traumhafte Bäche und fischreiche Seen verteilen sich auf das Land und bieten Angeln vom Feinsten! Foto: BLINKER/M. Wendt

Welche Fischarten in den einzelnen Gewässern vertreten sind, hängt von mehreren Faktoren ab. Vor allem im Süden gibt es viele Seen, die dank ihrer Flachwasserbereiche über beeindruckende Hecht- und Barschbestände verfügen, in einigen Gewässern kommen sogar Zander vor. Raubfischangler kommen hier voll auf ihre Kosten – und haben die meisten Seen meistens für sich alleine. Nicht selten lassen sich neben den genannten Arten auch Forellen, Saiblinge und Renken fangen. Meist sind diese Arten jedoch in den etwas tieferen – und dadurch kühleren – Gewässern vertreten.

Wenn Ihr nicht nur gerne angelt, sondern auch Spaß am Wandern habt, könnte eine mehrtägige Tour durch die norwegische Bergwelt genau das Richtige für Euch sein. Besonders interessant für ein solches Vorhaben ist sicherlich die Hardangervidda. Auf dieser riesigen Hochebene südöstlich der Stadt Bergen bewegt Ihr Euch fernab der Zivilisation, könnt tagelang wandern und in den zahlreichen Bächen und Seen auf Forellen angeln. Die Nächte könnt Ihr wahlweise im eigenen Zelt oder in einer der rustikalen Wanderhütten verbringen. Abenteuer pur!

Die Qual der Wahl

Ein fischreiches und landschaftlich reizvolles Gewässer zu finden, ist in Norwegen also nicht das Problem. Die Herausforderung besteht vielmehr darin, sich bei dieser riesigen Auswahl für ein bestimmtes Gewässer zu entscheiden. Etwas Recherche im Internet kann hilfreich sein, wirklich stichhaltige Informationen zu den Angelmöglichkeiten erhaltet Ihr jedoch meist vor Ort – zum Beispiel in Angel- und Sportgeschäften, an Tankstellen oder Touristinformationen. Wer sich sein Revier ausgesucht hat, kann sich auch schon im Vorfeld eine eigene Seekarte ausdrucken bzw. anlegen. So kann man im Vorfeld die heißen Spots erkunden und bei Anreise muss man diese nur noch ansteuern und fangen.

Reizvoll ist auch, dass die Angellizenzen meist äußerst preiswert sind. Häufig ist es sogar möglich, mit einer einzigen Lizenz eine Vielzahl von Gewässern zu beangeln. Praktisch ist auch, dass die Bezahlung in Norwegen mittlerweile oft per Handy erfolgt. Dazu schickt Ihr einfach eine SMS an eine vorgegebene Nummer, die Kosten für die Angellizenz werden dann über Eure Handyrechnung abgebucht.

Norwegen hat noch weit mehr zu bieten als Meeresangeln. Überall im Land verteilt bieten sich reichlich Gelegenheiten zum Angeln in glasklaren Flüssen und Seen. Foto: BLINKER/M. Wendt

Norwegen hat noch weit mehr zu bieten als Meeresangeln. Überall im Land verteilt bieten sich reichlich Gelegenheiten zum Angeln in glasklaren Flüssen und Seen. Foto: BLINKER/M. Wendt

Geräte-Tipps zum Angeln im Süßwasser in Norwegen

Das Spinn- und Fliegenfischen auf Salmoniden wie Äschen, Forellen, Lachse und Saiblinge sind die an Norwegens Binnengewässern gängigsten Angelmethoden. Das Angeln mit Naturködern ist, wo es erlaubt ist, ebenfalls eine Option.

  • Fliegenfischen (Forelle, Äsche, Saibling): Ruten ab der Klasse #4/5, Länge ab 8 Fuß
  • Fliegenfischen (Lachs): Einhandruten Klasse #7/8 und 9 Fuß; Zweihand Klasse #9/10 um 14 Fuß
  • Spinnfischen: Ruten um 2,70 Meter, Wurfgewicht ab 20 bis 50 Gramm. Monofile ab 0,20 (Forelle) bis 0,35 Millimeter (Lachs). Beim Fischen auf Hecht, Barsch, Zander kann grundsätzlich das gleiche Gerät wie an heimischen Gewässern verwendet werden.

 

Fangkalender Norwegen Süßwasser

 


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