Beim Angeln stellt die Schnur die direkte Verbindung zum Fisch dar. Sie ist aber nur so stark wie die verwendeten Knoten. Und nichts ist ärgerlicher, als wenn man einen Fisch aufgrund eines schlecht gebundenen oder ungeeigneten Knotens verliert. Denn diese Fischverluste sind ganz einfach vermeidbar, indem man passende Knoten wählt, diese richtig handhabt und mit der passenden Anzahl an Windungen bindet.

Bild: F. Schlichting
Verschiedene Schnurtypen verlangen andere Knoten,. Monofil, wie hier, ist recht dankbar beim Knoten – Geflecht ist generell etwas komplizierter zu knoten, da es eine sehr rutschige, glatte Oberfläche besitzt.
Angelschnur knoten: Monofil vs Geflecht
Beim Angeln kommen sowohl monofile Schnüre, als auch Geflochtene zum Einsatz. Die Schnurmaterialien weisen jeweils völlig andere Eigenschaften auf. Während Monofil aus einem einzigen Strang Nylon besteht, dehnbar und recht „griffig“ ist, sind geflochtene Schnüre deutlich glatter. Die Konsequenz: Nicht alle Knoten eignen sich für beide Schnurtypen gleichermaßen.

Bild: F. Schlichting
Damit Knoten ihre höchstmögliche Tragkraft erhalten, sollten Sie einige Fehler vermeiden. Nichts ist ärgerlicher, als wenn man einen Fisch wegen eines schlechten Knotens verliert.
Knoten für Angelschnur: die wichtigsten Fehler vermeiden
Damit Verbindungen immer ihre höchstmögliche Tragkraft erreichen und das Knoten schnell und angenehm gelingt, gilt es, folgende Fehler zu vermeiden:
- Falscher Knoten: Manche Knoten sind ausschließlich für Monofil, andere wiederum besser für Geflecht geeignet. Bestimmte Knoten halten auch bei beiden Materialien.
- Falsche Anzahl an Windungen: Je nach Schnurdurchmesser müssen Knoten mit mehr oder weniger Windungen geknotet werden (je dünner, die Schnur, desto mehr Windungen werden benötigt). Geflecht benötigt in der Regel mehr Windungen als Mono, damit der Knoten hält.
- Knoten nicht angefeuchtet: Beim Zuziehen eines Knotens entsteht an der Schnur Reibungswärme, die das Material stark schwächen kann. Insbesondere bei Monofil sollte der Knoten daher vor dem Zuziehen z.B. mit Spucke gut angefeuchtet werden. So zieht er sich zusammen, ohne, dass viel Reibungshitze entsteht – die Verbindung wird haltbarer.
- Falsche Werkzeuge: Kleine Helfer wie eine scharfe Schere (bzw. Braid Scissor) erleichtern das präzise Zertrennen der Schnur. Ein Knot-Puller (Zughilfe) kann enorm hilfreich sein, um die Knoten sauber zuzuziehen und die Tragkraft nach dem Binden zu überprüfen.
- Vertrauen ist gut, testen ist besser: Vor dem Einsatz am Wasser sollte die Tragkragt der Montage kurz überprüft werden, damit keine unangenehme Überraschung droht.
- Schnur zu alt: Schnüre und auch Knoten altern mit der Zeit. Frisch geknotete Verbindungen halten besser. Schnüre können nach einigen Jahren, selbst wenn sie nicht benutzt würden, einiges an Tragkraft einbüßen. Das ist besonders der Fall, wenn die Schnüre nicht ordnungsgemäß gelagert werden. UV-Licht schadet zum Beispiel insbesondere monofilen Schnüren.
Die wichtigsten Knoten für Angelschnur
Schnur-Schnur-Knoten: Knoten zum Verbinden von Angelschnur
Wie der Name schon sagt, sind diese Knotentypen dafür ausgelegt, zwei verschiedene Schnüre miteinander zu verbinden. Die meisten dieser Angelknoten sind universell einsetzbar, während der Nadelknoten dagegen fast ausschließlich beim Fliegenfischen zum Einsatz kommt. Der Vorfachknoten eignet sich auch, um Stahlvorfächer mit der Hauptschnur zu verbinden, während der FG-Knoten vor allem darauf ausgelegt ist, zwei unterschiedliche Schnurtypen miteinander zu verknüpfen.
- Albright-Knoten
- Blutknoten
- Doppelter Grinner-Knoten
- Nadelknoten
- Chirurgenknoten
- (Stahl-)Vorfachknoten
- FG-Knoten

Bild: M. Werner
Knoten sind vielfach die bessere Option zum Verbinden von Schnüren. Der FG ist dabei enorm haltbar und schlank, sodass er auch problemlos durch Rutenringe gleiten kann.
Universelle Angelknoten
Diese Angelknoten eignen sich vor allem für das Anbinden von Wirbeln und Ködern, der Palomar-Knoten ist auch für Dropshot-Montagen geeignet.

Bild: M. Werner
Universalknoten eignen sich für fast alle Materialien. Mit dem Clinch-Knoten kann man sogar Titan knoten.
Schlaufenknoten
Schlaufenknoten verwendet man, um Kunstköder an der Schnur anzubringen. Wenn man sie auftrennt, lassen sich aus ihnen auch Seitenarme anfertigen. Sie kommen meistens bei Feeder-Montagen und beim Dropshot-Angeln zum Einsatz.

Bild: N. Bremer
Schlaufen sind essentiell zum Knoten von Vorfächern. Der Rapala-Knoten gibt Kunstködern in der Schlaufe besonders viel Bewegungsfreiheit.
Hakenknoten
Öhrlose Plättchenhaken erfordern einen speziellen Angelknoten, um angebunden zu werden. Der Knotenlos-Knoten hingegen eignet sich für alle Montagen mit Öhrhaken. Besonders praktisch ist er beim Karpfenangeln.

Bild: W. Krause
Der Plättchenhakenknoten ist übrigens nicht nur für Plättchenhaken geeignet, er verbindet auch Öhrhaken mit der Schnur.
Spezielle Knoten
Auch diese beiden Knoten für Angler gehören unbedingt ins Repertoire. Der Spulenknoten befestigt die Schnur an der Rolle und wird vor dem Aufziehen gebunden, der Stopperknoten kommt hauptsächlich beim Posenangeln mit Laufposen zum Einsatz.

Bild: S. Kaufmann
Für spezielle Anwendungen gibt es noch Sonderknoten wie den Spulenknoten.
Zu jedem Angelknoten findest Du außerdem eine Video-Anleitung vom Knoten-Profi. Du kannst sie Dir auch direkt auf YouTube ansehen. Viel Erfolg beim Nachbinden der Angelknoten!
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Tolle Fänge finden Sie auch unter: www.angelmasters.de









