Angeln: Alles Wichtige für Deinen Einstieg

Angeln ist vielfältiger den je. Besonders Einsteiger sind hier schnell überfordert. Angellehrer und Kursleiter Jan Pusch gibt einen Einblick in die Grundlagen der Angelwelt und zeigt, was Ihr zum erfolgreichen Fischen benötigen.

Es gibt in Deutschland fast 4 Millionen Angler. Nicht ohne Grund! Denn Angeln ist mehr als nur Fische fangen. Angeln ist Passion und Leidenschaft. Foto: W. Krause

Es gibt in Deutschland fast 4 Millionen Angler. Nicht ohne Grund! Denn Angeln ist mehr als nur Fische fangen. Angeln ist Passion und Leidenschaft. Foto: W. Krause

In den letzten Jahren hat sich das Angeln unglaublich weiterentwickelt. Besonders spüren wir diese Entwicklung bei einem Besuch im Angelfachgeschäft um die Ecke. Neben einer riesigen Auswahl an Angelruten und Angelrollen hängen an den Verkaufswänden unzählig viele Zubehörteile für unser Hobby. Dadurch sind Angeleinsteiger schnell überfordert. Doch mit ein paar wertvollen Tipps, verliert Ihr nicht den Überblick, sondern könnt Euch auf das Wesentliche konzentrieren: Angeln!

Angeln ist mehr als nur Fische fangen! Bei diesem Hobby kommen sich Mensch, Tier und Natur so Nahe, wie es kaum bei einem anderen Freizeitbeschäftigung der Fall ist. Dabei liegt der Fokus im sorgsamen Umgang mit den Lebewesen, der Natur und natürlich auch auf dem Fang eines kapitalen Fisches. Damit Dir der Einstiegs ins Angeln leichter fällt, haben wir hier für Dich einen ausführlichen Artikel zusammengefasst, in dem Du alle wichtigen Informationen für den Anfang findest. Aber auch langjährige Experten werden sicherlich den ein oder anderen guten Tipp mit ans Wasser nehmen, um so erfolgreicher zum Fisch zu kommen. Petri Heil!

Rubriken im Überblick

Angeln Gerätekunde – Die Rute

Die Angelrute ist unser wichtiges Werkzeug, denn sie ist unser verlängerter Arm. Mit ihr werfen wir unseren Angelköder aus, setzen den Anhieb und versuchen, den kämpfenden Fisch im Drill zu ermüden. Grundsätzlich sollte die Angelrute auf das Einsatzgebiet und den Zielfisch abgestimmt sein. Wichtige Informationen wie Rutenlänge, Wurfgewicht, Rutenaktion/Biegekurve und natürlich den Preis erhalten wir beim Kauf. In der Regel stehen diese Informationen auf dem ­Rutenblank – direkt über dem Handteil.

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Rutenarten im Überblick

Angelruten BezeichnungLänge in MeterWurfgewicht in GrammEinsatzgebiet und Zielfisch
Bootsruten leicht1.80 – 2.4020 – 100Raubfische, Barsch, Hecht, Zander
Bootsruten schwer1.80 – 2.40100 – 600Meeresangeln und große Meeresfische, Wels
Spinnruten leicht2.10 – 2,7010 – 30Barsch, Forelle, Äsche, Döbel
Spinnruten mittel2.10 – 3.0020 – 50Barsch, Forelle, Hornhecht, Rapfen, Meerforelle, Dorsch vom Ufer, Zander
Spinnruten schwer2.40 – 3.3060 – 100Hecht, Zander, Dorsch, Makrele
Brandungsruten3.90 – 4.50150 – 250Plattfisch, Dorsch
Kopf- oder Stippruten unberingt3.00 – 17.505 – 20Weißfische
Karpfenruten3.60 – 3.9060 – 120Karpfen, Schleien
Federruten Futterkorb3.60 – 3.9060 – 180Karpfen, Brassen, Schleien
Matchruten Posenrute3.45 – 4.205 – 30Weißfisch, Brassen, Rotaugen, Güster
Pilkruten leicht2.10 – 3.6040 – 100Dorsch
Pilkruten schwer2.10 – 3.60100 – 180Dorsch, Köhler, Pollack, Leng
Grundrute leicht2.70 – 3.9030 – 60Aal, Brassen, Karpfen, Hering
Grundrute schwer2.70 – 3.9060 – 150Aal, Plattfisch, Zander, Hecht

Rutenlänge

Die Rutenlänge ist für die Entfernung der Köderpräsentation und die Wurfweite wichtig. Bei unberingten Ruten, sogenannten Kopf- oder Stippruten, welche meistens teleskopierbar sind, ist die Länge auch die maximale Entfernung, in der ein Angelköder angeboten werden kann. Beringte Angelruten transportieren mit Hilfe der Angelrolle den Köder weiter als ihre eigentliche Rutenlänge. Zwar sind mit längeren Angelruten in der Regel auch größere Wurfweiten möglich, sie sind aber auch im Gewicht schwerer und nicht immer notwendig.

Angeln wir vom Boot aus, kommen besser kürzere Ruten zum Einsatz. Sie sind handlicher und weites Werfen ist vom Boot aus häufig gar nicht erforderlich. Fischen wir vom Ufer, freuen wir uns über einige Zentimeter mehr Rutenlänge. Damit können wir weiter werfen und kommen noch über die Steinpackung und Bewuchs hinweg. Auch beim Brandungsangeln in Nord- und Ostsee sind lange Ruten Trumpf. Oft stehen Dorsche und Plattfische weiter draußen hinter der Kante. So sind die Räuber auch tagsüber in Wurfweite.

Die Rute scheint zu passen – da kommt Freude auf. Foto: J. Pusch

Die Rute scheint zu passen – da kommt Freude auf. Foto: J. Pusch

Wurfgewicht

Das Wurfgewicht, WG oder CW (engl. casting weight), bezieht sich auf das Gewicht der auszuwerfenden Angelmontage. Das bedeutet auf das Gesamtgewicht der montierten Köder, Bleie, Posen und Haken. Meistens ist eine Unter- und Obergrenze angegeben. In diesem Gewichtsbereich sollten dann auch die zu werfenden Köder liegen. Achtung: Ist der Köder schwerer als erlaubt, kann dies zum Rutenbruch führen!

Rutenaktion

Die Rutenaktion, auch Biegekurve genannt, ist ein wichtiges Kaufkriterium. Darunter ist das Durchbiegeverhalten unter Last, Aufbau und Abbau einer Federkraft gemeint. Unter Belastung gibt es drei Arten der Rutenaktion:

  1. Spitzenaktion,
  2. semiparabolische Aktion
  3. parabolische Aktion
Ruten mit Spitzenaktionen (1) biegen im Gegensatz zu Ruten mit parabolischer Aktion (3) nur im Spitzenbereich. Grafik: BLINKER

Ruten mit Spitzenaktionen (1) biegen im Gegensatz zu Ruten mit parabolischer Aktion (3) nur im Spitzenbereich. Grafik: BLINKER

Leider findet man auf dem Rutenblank selber keine Informationen über die Rutenaktion. Im Fachgeschäft hilft oft der Verkäufer, indem er die vom Angler festgehaltene Rute von der Spitze aus nach unten biegt. Bei dieser Belastung ist die Biegekurve eindeutig zu erkennen.

Ruten mit parabolischer Aktion laden sich beim Wurf perfekt auf. Foto: J. Bass

Ruten mit parabolischer Aktion laden sich beim Wurf perfekt auf. Foto: J. Bass

  • Tipp für den Einsteiger: Angelruten mit semiparabolischer Aktion sind die „goldene Mitte“. Sie verfügen über eine feine Bisserkennung und ermöglichen eine gute Wurfweite. Fluchten größerer Fische werden bei gut eingestellter Rollenbremse ausreichend abgefedert.

Biegekurve im Überblick

AktionsartenRutenverhalten…typisch für:
SpitzenaktionBiegt sich nur an der SpitzeFeederruten, Stipp-Match
Semiparabolische AktionBiegung bis MitteSpinnruten, Friedfisch-Allroundruten
Parabolische AktionBiegt sich von Spitze bis zum GriffRuten für schwere Fischerei, Boot

 

Ruten mit einer spitzen Aktion haben ein hartes Rückgrat. Dadurch lassen sich Anschläge auf weite Distanz gut durchbringen und mit ihn kann eine direktere Köderführung erzielt werden. Besonders beim Zanderangeln mit Gummifisch ist das von Vorteil. Foto: BLINKER

Ruten mit einer spitzen Aktion haben ein hartes Rückgrat. Dadurch lassen sich Anschläge auf weite Distanz gut durchbringen und mit ihn kann eine direktere Köderführung erzielt werden. Besonders beim Zanderangeln mit Gummifisch ist das von Vorteil. Foto: BLINKER

Steck- oder Teleskoprute zum Angeln?

Steckruten bestehen aus mindestens zwei Teilen, dem Hand- und Spitzenteil, welche zusammengesteckt werden. Zweiteilige Steckruten bieten den besten Kompromiss zwischen Gewicht, Transportlänge und Rutenaktion. Für Reisende sind aber auch mehrteilige Steckruten erhältlich.

Teleskopruten lassen sich teleskopisch auseinanderziehen. Vorteil ist das geringe Transportmaß, einziger Nachteil ist die – wegen der vielen Teile – ungünstige Biegekurve. Zudem ist der Blank-Durchmesser bei Teleskopruten größer, weil beim Einschub ein Rutenteil in das andere geschoben werden muss.

  • Tipp Pflege Teleskopruten: An der Schraubkappe, am unteren Handteil, können Teleskopruten geöffnet werden. Unter fließendem Wasser kann die Rute so leicht gereinigt werden.
Unterschiedliche Ringe fürs schwere und leichte Fischen. Foto: J. Pusch

Unterschiedliche Ringe fürs schwere und leichte Fischen. Foto: J. Pusch

Der Rutengriff

Der Griff besteht meistens aus dem Naturprodukt Kork oder Duplon, einem schaumstoffartigen Kunststoff. Der Korkgriff ist ein Naturprodukt und im Verhältnis zum Duplongriff etwas teurer. Neben dem Preis entscheidet auch der individuelle Geschmack. Am Griffstück befindet sich zudem der Rollenhalter. In diesen wird die Angelrolle eingespannt. In der Beliebtheit haben sich Schraubrollenhalter durchgesetzt.

Rutengriffe sind aus unterschiedlichen Materialien gefertigt – traditionell aus natürlichem Kork, modernere Varianten aus festem Schaumstoff. Foto: J. Pusch

Rutengriffe sind aus unterschiedlichen Materialien gefertigt – traditionell aus natürlichem Kork, modernere Varianten aus festem Schaumstoff. Foto: J. Pusch

Qualität, Marke und Preis

Moderne Angelruten werden in einem aufwändigen Verfahren mit vielen Arbeitsschritten hergestellt. Eingesetzt werden hochwertige Verbundstoffe wie Kohlefaser (Carbon). Dadurch sind moderne Angelruten sehr leicht und verfügen über eine hohe Schnelligkeit, die besonders für den Anhieb günstig ist. Für welches Modell und welche Marke man sich beim Kauf entscheidet ist Geschmackssache. Letztendlich muss die Rute dem Zielfisch entsprechen, vom Preis gefallen und dem Käufer gut in der Hand liegen.

  • Pflegetipp: Angelruten und deren Ringe sind empfindlich. Beim Transport schützt eine Rutentasche vor Beschädigungen. Rutenwachs pflegt den Blank und die Ringe vor äußeren Einflüssen.

Die Angelrolle

Angelrollen dienen der Schnuraufnahme und ermöglichen beim Wurf die Schnurfreigabe und das Einholen der Schnur. Im Drill sollen sie bei eingestellter Bremse Schnur freigeben, so dass weder die Angelrute überlastet wird, noch die Schnur reist.

Die richtige Bremseinstellung ist besonders bei großen Fischen wichtig. Rasch hat der Fisch eine größere Zugkraft entwickelt, als die Schnur aushalten kann. Ist zusätzlich die Rute am Ende der Biegekraft angelangt, wird die Schnur reißen und der schon sicher im Kescher geglaubte Fisch ist verloren.

Angelrollen gibt es in unterschiedlichen Größen und Bauweisen. Am meisten bekannt sind die Stationärrollen. Es gibt sie als Front- oder Heckbremsrolle. Zum Großfischangeln im Meer werden oft Multirollen benutzt. Kleinere Multirollen zum Raubfischangeln, sogenannte Baitcaster, finden auch in Deutschland immer mehr Anhänger.

  • Hinweis: Vor dem Angeln ist immer die Rollenbremse einzustellen. Die Rolle muss über die Bremse Schnur freigeben, bevor die Rute und Schnur überlastet sind.

Rollengröße Faustformel: Leider gibt es keine Norm für die Größen von Angelrollen, nur einen Richtwert. Hinter dem Rollennahmen steht meistens auch die Rollengröße. So passen auf eine 30-er, 300-er oder 3000-er Rolle rund 100 Meter 0,30 Millimeter dicke monofile Schnur. Bei einer 4000er Rolle passen 100 Meter 0,40 Millimeter und bei einer 2500er Rolle 100 Meter 0,25 Millimeter starke Schnur. Wird eine dünnere Schnur gewählt, passen deutlich mehr Schnurmeter auf die Spule. Für die Größenwahl gilt: Je stärker die Angelschnur, desto größer muss der Spulendurchmesser der Angelrolle sein!

  • Front- oder Heckbremse? Stationärrollen werden unterschieden in Heckbrems- und Frontbremsrollen. Für welche sich entschieden wird, ist eine Geschmacksfrage. Experten fischen gerne mit einer Frontbremsrolle. Ihre Bauform ist kürzer und sie ist etwas robuster.
Rollenbremsen: links Heckbremse, rechts Frontbremse. Foto: J. Pusch

Rollenbremsen: links Heckbremse, rechts Frontbremse. Foto: J. Pusch

Rollengröße und ihre Verwendung

Kleine Rollen0.20 – 0.25er GrößeFriedfischangeln, Forellen, Barsch
Mittlere Rollen0.30 – 0.40er GrößeAal, Zander, Hecht
Große Rollen0.50 – 0.80er GrößeDorsch, Plattfisch, Karpfen, Wels

Technische Unterschiede

Moderne Angelrollen sind technische Meisterwerke. Sie verfügen über verschiedene Systeme, um den Einsatz unter allen Bedingungen zu gewährleisten. Achtet auf einen ruhigen, leichtgängigen Lauf. Zum aktiven Spinnfischen mit Kunstködern ist eine Rolle mit „Sofort-Stop“ empfehlenswert. Die Rolle sollte bei eingeschalteter Rücklaufsperre sofort stoppen und kein Spiel im Rotor zeigen.

Das Übersetzungsverhältnis (Gear Ratio) liegt bei vielen Rollen um 5:1. Bei einer Kurbelumdrehung dreht der Rotor fünf Mal um die eigene Achse. Ist die Übersetzung höher, wird schneller Schnur eingeholt. Das ist beim Angeln auf große Entfernung und schnellen Spinnfischen von Vorteil. Eine kleinere Übersetzung wird häufig bei großen Multirollen angewandt. Zwar ist dadurch die Einholgeschwindigkeit geringer, sie besitzen aber so deutlich mehr Kraft.

Die Anzahl der Kugellager müssen nicht überbewertet werden. Viel wichtiger sind beschichtete Kugellager, was vor Korrosion schützt und die Langlebigkeit der Rolle erhöht. Bei manchen Rollen ist eine zusätzliche Ersatzspule im Karton. Diese, mit einer anderen Schnurstärke bespult, erhöht den Einsatzbereich beim Fischen.

  • Links- oder Rechtshand? Einige Angler drehen mit der linken Hand an der Kurbel, andere mit der rechten. Wird links gedreht, handelt es sich um eine Linkshandrolle. Wird rechts gedreht, um eine Rechtshandrolle. Stationärrollen können auf Links- oder Rechtshand durch Kurbelwechsel umgebaut werden. Bei Multirollen ist das technisch nicht möglich! Wer also mit der Multirolle fischen möchte, sollte sich vor dem Kauf auf Links- oder Rechtshand festlegen.
  • Pflegetipp: Angelrollen besitzen eine komplexe Mechanik. Nach einiger Zeit im Einsatz tut etwas Rollenöl an den beweglichen Teilen gut. Die wenigsten Rollen vertragen Salzwasser! Deshalb immer mit Süßwasser spülen und trocknen lassen.
Alle Rollentypen auf einen Blick: Oben links befindet sich eine schwere Multirolle, darunter die Baitcasterrolle zum Spinnfischen und rechts daneben eine klassische Stationärrolle. Foto: J. Pusch

Alle Rollentypen auf einen Blick: Oben links befindet sich eine schwere Multirolle, darunter die Baitcasterrolle zum Spinnfischen und rechts daneben eine klassische Stationärrolle. Foto: J. Pusch

Schnur zum Angeln

Die Schnur ist eine wichtige Komponente beim Angeln. Sie ist die Verbindung zum Fisch. Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Angelschnüren, die Monofilen (Sehne) und die Multifilen (Geflecht). Beide Schnurtypen haben Vor- und Nachteile und ihre Berechtigung.

Monofile Schnüre, auch als Sehne bekannt, bestehen aus einem Stück gezogenes, glattes Nylon. Sie werden in sämtlichen Stärken und Lauflängen hergestellt. Monofile gibt es in verschiedenen Farben, sogar farblos und somit nahezu unsichtbar im Wasser (Fluorocarbon). Viele monofile Schnüre besitzen eine bis zu 20-prozentige Dehnung, welche sich je nach Angelmethode zum Nachteil oder zum Vorteil auswirken kann.

Monofile AngelschnurMultifile Angelschnur (Geflochtene)
OberflächeOberfläche sehr glatt, wenig ReibungsverlusteOberfläche rauer, mehr Reibung dadurch lauter
Dehnung9 bis 20% DehnungDehnung gering und kaum spürbar
BisserkennungBisserkennung auf Entfernung schwierigSehr gute Bisserkennung auch auf Entfernung
StärkenVerzeiht durch seine Elastizität Fehler im DrillSehr direkt, feine Bremseinstellung erforderlich
AlterungAlterung wird durch UV-Licht beschleunigtHohe Lebensdauer, kaum Alterung
FarbvariantenViele Farbvarianten bis farblosViele Farbvarianten, aber nicht farblos
TragkraftTragkraft im Verhältnis niedrigerTragkraft im Verhältnis höher
KnotenfestigkeitKnotenfestigkeit sehr gutKnotenfestigkeit geringer, Spezialknoten!
AbriebfestigkeitAbriebfestigkeit hochAbriebfestigkeit im Verhältnis etwas geringer
AnschaffungspreisAnschaffungspreis geringAnschaffungspreis hoch
Monofile Schnur gibt es in unterschiedlichen Farben und Stärken. Sie hat eine gewisse Dehnbarkeit. Foto: J. Pusch

Monofile Schnur gibt es in unterschiedlichen Farben und Stärken. Sie hat eine gewisse Dehnbarkeit. Foto: J. Pusch

Eingesetzt wird die monofile Schnur gerne beim passiven Angeln wie dem Friedfischangeln auf Karpfen, Schleien und andere Weißfischarten. Besonders zum Posenangeln mit dem klassischen Angelhaken ist monofile Schnur ideal. Sie verzeiht mögliche Fehler im Drill und puffert zu harte Fluchten von großen Fischen ab. Beim Grund- oder Futterkorb­angeln auf große Entfernungen ist die Bisserkennung wegen der höheren Dehnung allerdings schwieriger.

Zum aktiven Raubfischangeln mit Gummifisch, Blinker, Wobbler und Co. ist eine geflochtene Schnur empfehlenswert. Diese besteht aus mehreren hauchdünnen Fasern, die miteinander verflochten oder verschweißt sind. Die Oberfläche von Geflechtschnur ist zwar nicht so glatt wie die von monofilen Schnüren, dafür besitzt sie aber eine im Verhältnis viermal so hohe Tragkraft. Zudem ist die Elastizität kaum spürbar. Multifile Schnüre sind durch ihre geringe Dehnung sehr direkt, was besonders für das aktive Kunstköderangeln von Vorteil ist.

Angelrollen mit geflochtener Schnur eignen sich besonders für das aktive Raubfischangeln mit Natur- und Kunstködern. Foto: J. Pusch

Angelrollen mit geflochtener Schnur eignen sich besonders für das aktive Raubfischangeln mit Natur- und Kunstködern. Foto: J. Pusch

Moderne monofile Angelschnüre werden mit einer Polyamid-Legierung getunt. Der Tuningschwerpunkt liegt in einer verbesserten Tragkraft und einer Verringerung der Dehnung. So erreichen monofile Hochleistungsschnüre eine Elastizität von nur neun Prozent. Fluorocarbon ist eine monofile Schnur, die dem Lichtbrechungsfaktor von Wasser angepasst und dadurch nahezu unsichtbar ist. Deshalb wird Fluorocarbon von vielen Anglern gerne im klaren Wasser und als abriebfestes Vorfachmaterial benutzt.

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Posenangeln & Methoden

Posenangeln zählt zu den klassischen Methoden beim Angeln. Jeder leidenschaftliche Angler spürt die Spannung, wenn die Pose wackelt und sich dann wie von Geisterhand in Bewegung setzt. Ein Fisch hat unseren Köder aufgenommen und die Pose wird im Idealfall sofort unter die Wasseroberfläche gezogen. Ein deutlicher Biss, der rasch mit einem Anschlag quittiert werden sollte. Nicht immer sind die Bisse so deutlich. Manchmal schwimmen die Fische nur etwas zur Seite. Jetzt gilt es, geduldig den richtigen Zeitpunkt zum Anschlag abzuwarten. Zieht der Fisch nach der Köderaufnahme in höhere Wasserschichten oder richtet sich auf, verhält sich die Pose anders. Sie steigt aus dem Wasser und legt sich auf die Wasseroberfläche – ein typischer Hebebiss. Anschlagen! Dieser Moment ist beim Angeln Adrenalin pur. Probiert es unbedingt einmal aus.

Angellehrer Jan Pusch erklärt, wie das klassische Posenangeln funktioniert. Er zeigt, wann welches Posenmodell zum Einsatz kommt und wie man am besten mit der Pose fängt. Foto: J. Pusch

Angellehrer Jan Pusch erklärt, wie das klassische Posenangeln funktioniert. Er zeigt, wann welches Posenmodell zum Einsatz kommt und wie man am besten mit der Pose fängt. Foto: J. Pusch

Die klassische Pose beim Angeln

Posen, auch Proppen oder Schwimmer genannt, sind Schwimmkörper, die den Köder beim Angeln tragen und als Bissanzeiger dienen. Sie sind mit der Angelschnur verbunden und besitzen je nach Einsatzzweck und Zielfisch unterschiedliche Größen, Formen und Tragkräfte. Posen können aus Holz, Kunststoff oder Kork gefertigt sein. Mit Hilfe von Posen kann der Köder in jeder beliebigen Wassertiefe angeboten werden.

Gewässertypische Grundformen einer Pose

Abhängig von Gewässertyp und Anwendung gibt es verschiedene Grundformen von Posen:

  1. Posen für langsam fließende Gewässer
    Diese Posenart besitzt beim Eindringen in das Wasser nur minimalen Widerstand und hat somit wenig Scheuchwirkung. Durch ihre schlanke Bauform reagieren leichte Posen beim Biss sehr sensibel.
  2. Posen für mittelschnell fließende Gewässer
    Ihre Bauform ist bauchiger und sie ist perfekt für die Strömung. Ihr Kiel ist aus Kohlefaser (Carbon), Metall oder Glasfaser gefertigt. Dieser verbessert das Schwimmverhalten.
  3. Laufposen für Stillgewässer und Flüsse
    Sie kommen vor allem dort zum Einsatz, wo die Wassertiefe die Rutenlänge übersteigt. Laufposen gibt es in verschiedenen Bauformen mit Ösen und Innenführungen.
  4. Posen für spezielle Methoden
    Diese Posen sind für spezielle Techniken entwickelt worden. Dazu gehören Posen zum Matchangeln (Waggler) oder zum Schleppfischen (Sbirolinos). Auch vorbebleite Posen fallen in diese Rubrik.
Abhängig von Gewässertyp und Anwendung gibt es verschiedene Grundformen von Posen. Foto: J. Pusch

Foto: J. Pusch

Zwar bieten einige Hersteller Universalposen an, die für viele Situationen am Wasser geeignet sind. Dennoch: Eine für alle Zwecke geeignete Allround-Pose gibt es nicht. Deshalb führen Experten für jeden Einsatzzweck unterschiedliche Posen mit. Tipp: An windigen Tagen und Wellengang sind Posen mit tiefliegendem Schwerpunkt empfehlenswert.

Posen ausbleien

Posen besitzen Auftrieb, der je nach Größe und Werkstoff unterschiedlich ist. Diesen Auftrieb muss der Fisch beim Anbiss überwinden. Deshalb sollte der Auftrieb von Posen so gering wie möglich sein. Ermöglicht wird dieses durch sorgfältiges Austarieren mit Bleigewichten. Ohne Blei würde die Pose nur auf der Wasseroberfläche liegen und eine Bisserkennung wäre unmöglich. Zudem wird der Fisch viel Widerstand spüren und den Köder wieder loslassen.

Optimal austariert ist die Pose, wenn nur noch die Antenne aus dem Wasser schaut. Antennen haben nur einen geringen Auftrieb und der Fisch spürt beim Biss kaum Widerstand. Bei den meisten Posen ist die Tragkraft in Gramm aufgedruckt. In der Praxis wird man aber feststellen, dass diese Hersteller-Angaben nicht immer zutreffen und nur Zirka-Werte sind. Ein genaues Austarieren der Pose ist deshalb immer notwendig!

 Schrotbleie, Wickelblei und Bleioliven – mit all diesen Bleiformen werden Posen beschwert. Foto: J. Pusch

Schrotbleie, Wickelblei und Bleioliven – mit all diesen Bleiformen werden Posen beschwert. Foto: J. Pusch

Hinweis: Auf vorgebleiten Posen finden wir zwei Gewichtsangaben. Die erste Zahl ist das bereits vorhandene Bleigewicht. Die zweite Zahl ist das zusätzliche, erforderliche Gewicht.

Blei-Formen

Der Fachhandel bietet unterschiedliche Bleie zum Austarieren von Posen an. Kugelblei, Olivenblei und Sarg­blei werden in der Regel bei größeren Schwimmern mit hoher Tragkraft verwendet. Die Gewichtsangaben sind bei diesen Bleiarten in der Regel eingestanzt und helfen so bei der richtigen Auswahl. Wickelblei, stabförmiges Blei (Stylblei) oder Spaltblei (Schrotblei) werden meist an leichten Posen eingesetzt. Die kleineren Bleie befinden sich oft sortiert in Spenderdosen. Durch das Drehen am Spenderring können die Bleie aus dem jeweiligen Fach entnommen werden. Am Entnahmefach befindet sich auch die Gewichtsangabe der Bleie.

Tipp: Gute Schrotbleie müssen weich sein, damit sie sich auf der Schnur verschieben lassen und dabei nicht die Schnur beschädigen! Weiterhin sollten die Schlitze der Bleie immer genau zentriert sein und in der Mitte liegen. Mit einer Schrotbleizange können weiche Bleie leicht geklemmt und bei Bedarf wieder gelöst werden.

Feststellpose

Posen können an der Angelschnur feststehend oder gleitend montiert werden. Feststehende Posen werden in einem bestimmten Abstand zum Angelhaken montiert. Der Abstand zwischen Pose und Haken ist dann die eingestellte Angeltiefe. Beispiel: Beträgt der Abstand zwischen Pose und Haken einen Meter, wird der Köder in einer Höhe von einem Meter unter der Wasseroberfläche angeboten.

Die Montage der feststehenden Pose erfolgt entweder durch:

  1. das Festklemmen an einer Angelschnur mit Hilfe von Gummiringen (Posenring) oder Silikonschläuchen,
  2. mit weiterer Fixierung durch eine untere Posenöse oder
  3. mit der Schnurklemmung durch Posenkörper und Kiel.

Tipp: Beim Angeln mit feststehender Pose darf die Angeltiefe die Rutenlänge nicht überschreiten. Ansonsten kommt es spätestens beim Wurf oder bei der Landung vom Fisch zu Behinderungen.

Montage einer feinen, feststehenden Pose zum Stippfischen

  1. Die Pose wird fest auf die Schnur geklemmt. Dazu wird die Schnur durch den Posenring gezogen.
  2. Am Ende der Schnur wird ein Haken angebunden.
  3. Das Schrotblei wird über den Haken in Kettenform geklemmt. Von oben nach unten werden die Bleischrote kleiner. Wird das unterste Schrotblei zirka drei Zentimeter über den Angelhaken montiert, ist die Bisserkennung extrem sensibel.
Eine feststehende Pose wird einfach über zwei Silikonschläuche und das Öhr am Körper auf der Schnur montiert. Foto: J. Pusch

Eine feststehende Pose wird einfach über zwei Silikonschläuche und das Öhr am Körper auf der Schnur montiert. Foto: J. Pusch

Laufpose

Laufposen werden beweglich (gleitend) auf der Angelschnur montiert. Sie besitzen für diese Montageart entweder ein bis zwei Schnurführungsösen oder ein Schnurdurchlaufröhrchen. Beim Wurf liegt die freilaufende Pose direkt auf dem Blei. Sobald die Pose aufs Wasser trifft, sinkt das Blei durch die Schwerkraft solange ab, bis es den Gewässergrund erreicht hat oder durch einen Posenstopper in einer bestimmten Wassertiefe gehalten wird. Der Abstand zwischen Stopper und Angelhaken entspricht der vom Angler eingestellten Angeltiefe.

Beispiel: Ist der eingestellte Abstand zwischen Posenstopper und Haken fünf Meter groß, wird der Köder in einer Höhe von fünf Metern unterhalb der Wasseroberfläche angeboten.

Der Vorteil von Laufposen ist, dass die eingestellte Angeltiefe variabel sein kann, ohne Rücksicht auf die Rutenlänge. Besonders in größeren Wassertiefen ist die Verwendung von Laufposen erforderlich. Foto: J. Pusch

Der Vorteil von Laufposen ist, dass die eingestellte Angeltiefe variabel sein kann, ohne Rücksicht auf die Rutenlänge. Besonders in größeren Wassertiefen ist die Verwendung von Laufposen erforderlich. Foto: J. Pusch

Montage einer Laufpose

  1. Auf die Hauptschnur wird ein Stopper montiert.
  2. Als Puffer folgt eine Kunststoffperle. Sie sollte größer als der Ösen- oder Röhrchendurchmesser der Pose sein.
  3. Die Laufpose wird auf die Hauptschnur gezogen.
  4. Als Puffer zwischen Pose und Blei kann eine Gummiperle dienen.
  5. Das Blei wird montiert.
  6. Als Puffer und Knotenschutz dient eine weitere Gummiperle.
  7. Ein Wirbel mit Karabiner wird angeknotet.
  8. Das fertige Vorfach mit Angelhaken wird eingehängt.

Tipp: Vorfach mit Haken abwickeln: Im Fachhandel sind fertig gebundene Angelhaken mit Vorfach erhältlich. Damit die gewickelten Vorfächer nicht verknoten, einfach mit zwei Fingern in den Schnurring greifen und diesen spreizen. Jetzt lässt sich das Vorfach sauber abwickeln.

VorteilNachteil
FestellposeEinfache Montage, kein Stopper notwendig. Besonders für feine Posengewichte geeignet.Nur im Flachwasser einsetzbar. Eingestellte Tiefe darf nicht größer als Rutenlänge sein.
LaufposeVariabel in allen Wassertiefen einsetzbar.Schnurstopper immer erforderlich. Posen mit geringer Bebleiung sind weniger geeignet.

Posenstopper

Erfahrene Angler binden ihren Stopperknoten selbst. Wem das zu aufwändig ist, bekommt im Fachhandel verschiedene Varianten.

  • Fadenstopper
    Die bereits vorgeknoteten Stopper befinden sich auf einem Röhrchen. Durch dieses wird die Hauptschnur gezogen. Anschließend kann der Stopper auf die Hauptschnur geführt werden. Die beiden Enden werden nun gleichmäßig zusammengezogen und abgeschnitten.Vor dem Zusammenziehen den Stopper etwas befeuchten. So zieht sich der Knoten gleichmäßiger zusammen. Die Enden nicht zu weit abschneiden. Dadurch hakt er weniger auf der Rollenspule und in den Ringen.

    Nach dem Fadenstopper folgt eine Perle sowie die Pose. Foto: J. Pusch

    Nach dem Fadenstopper folgt eine Perle sowie die Pose. Foto: J. Pusch

  • Gummistopper (Silikonstopper)
    Diese befinden sich montiert auf einem dünnen Draht. Am Drahtende ist eine Schlaufe. Durch diese wird die Hauptschnur geführt und anschließend der Gummi­stopper auf die Hauptschnur gezogen. Vor dem Verschieben sollte man Gummistopper und Hauptschnur befeuchten. Im nassen Zustand rutscht der Stopper besser und ist nicht so schnell verschlissen.

    Gummistopper gibt es in unterschiedlichen Größen, damit diese optimal auf der Hauptschnur sitzen und nicht verrutschen. Foto: J. Pusch

    Gummistopper (re. auf dem Foto) gibt es in unterschiedlichen Größen, damit diese optimal auf der Hauptschnur sitzen und nicht verrutschen. Foto: J. Pusch

Ausloten des Gewässers

Jedes Gewässer besitzt Scharkanten, Unterwasserberge oder Flachwasserbereiche. In fließenden Gewässern gibt es Strömungskanten, Rinnen oder Vertiefungen. Um an diesen markanten Stellen erfolgreich angeln zu können, muss unsere Posenmontage optimal ausgelotet sein. Als erstes wird die Pose so ausgebleit, dass nur noch die Antenne aus dem Wasser ragt. Dann wird ein Lotblei (Klemmblei) am Angelhaken befestigt und die Montage auf die ausgesuchte Angelstelle geworfen. Ist die Angelstelle tiefer, geht durch das zusätzliche Lotblei die Pose unter.

Das Klapplot wird geöffnet, der Haken hineingelegt, wieder geschlossen und ist anschließend bereit zum Auswerfen. Foto: J. Pusch

Das Klemmblei wird geöffnet, der Haken hineingelegt, wieder geschlossen und ist anschließend bereit zum Auswerfen. Foto: J. Pusch

Jetzt wird die Montage eingeholt und die Pose nach oben verschoben, also tiefer gestellt. Durch erneutes Auswerfen prüfen wir, ob die Pose weiterhin unter Wasser gezogen wird. Das wiederholen wir so lange, bis nur noch die Posenantenne aus dem Wasser schaut. Natürlich kann es auch passieren, dass wir zum Anfang die Pose zu tief einstellen. Dann liegt die Pose auf der Wasseroberfläche, weil unsere Bleie nicht zum Tragen kommen. In diesem Fall wird die Pose flacher, also nach unten gestellt und die genaue Einstellung ist schnell gefunden.

Tipp: Besonders Fische mit unterständiger Maulstellung und auch Karpfen, Brassen und Güstern, sogenannte Cypriniden, finden am Grund ihre Nahrung. Räuber wie Aal und Zander halten sich ebenfalls gerne am Boden auf. Deshalb ist richtiges Ausloten beim Angeln elementar!

ZUM SEITENANFANG

Raubfischangeln & Methoden

Raubfische faszinieren uns Angler seit jeher. Vielleicht liegt es an den vor Zähne-starrenden Kiefern des Hechtes, den Wolfszähnen des Zanders oder dem ausgeklügelten Jagdverhalten der Barsche. Wie auch immer: Mit den Tipps von Jan Pusch werden Jäger zu Gejagten!

Einsteiger verlieren im Geräte­dschungel schnell den Überblick. Da kann Angellehrer Jan Pusch weiterhelfen. Foto: J. Pusch

Einsteiger verlieren im Geräte­dschungel schnell den Überblick. Da kann Angellehrer Jan Pusch weiterhelfen. Foto: J. Pusch

Das Raubfischangeln hat sich in den letzten Jahren wie kaum eine andere Angelmethode weiterentwickelt. Meilensteine dieser Entwicklung war die Einführung der Gummiköder, welche ihren Siegeszug vor gut 30 Jahren aus den USA nach Europa angetreten sind. Dazu kommen geflochtene Angelschnüre, die im Verhältnis zur monofilen Schnur eine deutlich höhere Tragkraft besitzen und durch ihre geringere Dehnung eine direkte Köderkontrolle ermöglichen. Besonders beim aktiven Raubfischangeln sind moderne Geflochtene nicht mehr wegzudenken. Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten, gezielt auf Räuber zu fischen:

  • Aktives Raubfischangeln: Ein Kunst- oder Naturköder wird beim Angeln aktiv durchs Wasser gezogen oder kontrolliert treibend angeboten. Kunstköder wie Blinker, Spinner, Wobbler oder Gummifisch üben beim aktiven Einholen einen unwiderstehlichen Reiz auf jagende Fische aus und verleiten diese zum Biss. Anstatt eines Kunstköders kann natürlich auch ein toter Köderfisch angeboten werden.
  • Passives Raubfischangeln: Naturköder wie Würmer, Maden oder tote Köderfische werden mit einer Grundmontage auf dem Gewässerboden oder an der Pose präsentiert.

Die wichtigsten Kunstköder im Überblick

Köder mit Kultstatus – der Blinker (Löffel)

Der Metallköder ist meist gebogen und besitzt einen unregelmäßigen Lauf. Im Wasser imitiert er beim Einholen kränkelnde Fische und reizt den Räuber mit blinkenden Lichtreflexen und den entstehenden Druckwellen. Packt ein Räuber den Köder, sollte der Anschlag unmittelbar erfolgen. Nur so kann der Haken in das Maul eindringen und den Fisch sicher haken.

Bereits vor über 100 Jahren haben Fischer blechartige Metallköder zum Fangen von Raubfischen eingesetzt. Patentiert wurde der erste Blinker in Deutschland bereits Anfang 1930 von Dr. Alexander Behm. Im Jahr 1933 vertrieb die D.A.M. (Deutsche Angelgeräte Manufaktur) ihren ersten Blinker mit dem Namen „Ever Ready“. 1959 war dann die Geburtsstunde einer Legende: Der berühmte D.A.M.-Z-Blinker wurde in „Effzett“ umgetauft. Dieser Name ist auch heute noch vielen Anglern ein Begriff für Qualität.

Kupfer, Gold und Silber sind Top-Farben und sollten in keiner Köderkiste fehlen. Damit sind sie für jedes Wetter gerüstet. Foto: J. Pusch

Kupfer, Gold und Silber sind Top-Farben und sollten in keiner Köderkiste fehlen. Damit sind sie für jedes Wetter gerüstet. Foto: J. Pusch

Heute gibt es Blinker in allen erdenklichen Formen, Farben und Größen. Für das Angeln in stehenden Gewässern sind breite und dünnwandige Löffel am besten geeignet. Sie können beim Einholen langsam und mit verführerischen Pausen geführt werden. In Fließgewässern nimmt uns die Strömung einen Großteil der Arbeit ab. Dort kommen schlanke und schwerere Blinker zum Einsatz. Diese werden am besten gegen die Strömung gefischt. Blinker sind im Fachgeschäft in vielen Farbvarianten und Größen erhältlich. Kleinere, zwei bis fünf Zentimeter große Blinker eignen sich für Barsch oder Forelle. Größere Modelle für Rapfen, Zander oder Hecht.

Bei getrübtem Wasser sind auffällige Blinker mit heller oder knalliger Farbe beim Angeln von Vorteil. Bei starker Sonneneinstrahlung und klarem Wasser sind dagegen unauffällige, gedeckte Farben Trumpf. Die Grundfarben Silber, Gold und Kupfer sollten in keiner Raubfischbox fehlen!

Spinner – Der Dreh zum Erfolg

Auch der Spinner ist ein echter Klassiker beim Angeln. Beim ihm dreht sich mindestens ein Metallblatt um eine Mittelachse. Durch die Rotation werden Druckwellen erzeugt, die das Seitenlinienorgan der Räuber ansprechen. Gleichzeitig reflektiert das Blatt Lichtwellen und täuscht dem Räuber eine leichte Beute vor. Bei einigen Modellen sind für die Locksteigerung zusätzlich noch Federn am Haken befestigt. Beim Einzelblatt-Spinner ist die Führung einfach: Gleichmäßiges Kurbeln, mehr ist nicht nötig, um dem Köder Leben einzuhauchen. Große Doppelblatt-Spinner können durch eingelegte Stopps deutlich attraktiver laufen.

Die Form des Spinnerblattes ist für den Lauf und die Wirkung entscheidend. Je breiter das Blatt, desto größer ist beim Einholen der Abstand zur Spinnerachse. Das Wasser wird stark verwirbelt und der Spinner bekommt großen Auftrieb – er läuft flach. Schlanke Blätter rotieren dagegen enger an der Mittelachse. Das Wasser wird weniger stark verwirbelt und dadurch besitzt dieser Spinner weniger Auftrieb und läuft tief. Leider sind die Flugeigenschafen dieses Top-Köders nicht besonders gut. Oft rotiert das Spinnerblatt bereits beim Auswurf in der Luft und reduziert so die Wurfweite.

Durch die Rotation des Spinnerblattes entsteht ein heftiger Schnurdrall – deshalb immer einen Wirbel vorschalten! Dieser sollte nicht direkt vor dem Köder, sondern am oberen Vorfachende platziert werden.

Neben dem drehenden Spinnerblatt locken bei diesem Spinner zusätzlich die Federbüschel am Haken. Foto: J. Pusch

Neben dem drehenden Spinnerblatt locken bei diesem Spinner zusätzlich die Federbüschel am Haken. Foto: J. Pusch

Gummiköder – die weiche Welle

Die Erfindung der Gummiköder hat das Raubfischangeln revolutioniert. Die Weichplastikköder fassen sich nicht nur gut an, sie sehen auch fischig aus. Gummiköder werden immer realistischer und sind wahre Meister der Fisch-Imitation. Moderne Gummifische sehen selbst für uns Menschen wie ein echter Fisch aus und sind abgesehen von den Haken, kaum von echten Fischen zu unterscheiden. Dies ist sicherlich auch der Grund, dass Räuber verfehlte Gummiköder ein zweites oder drittes Mal beim Angeln attackieren.

Gummiköder werden in Fisch- und Wurmform unterschieden. Anfangs waren die Gummiwürmer die absoluten Renner unter den Weichplastikködern. Mit der Zeit sind sie jedoch in der Beliebtheit ­etwas hinter die Gummifische gerückt. Der klassische Gummiwurm hat einen runden Körperquerschnitt und besitzt meist eine gerippte Oberfläche. Der Schwanz wedelt (engl. twist = drehen), woher auch sein Name kommt, der Twister.

Gummiköder sind in unterschiedlichen Größen und nahezu allen Farbkombinationen erhältlich. Es gibt sie mit großem Schaufelschwanz, dezentem Teller – sogar Symbiosen zwischen Gummiköder/ Wobbler und Blinker/Spinner sind am Markt. Gummifische, auch Shads genannt, gibt es in Größen von zwei bis über 60 Zentimetern Länge. Die Formen sind schlangenförmig wie beim Aal, von oben abgeflacht wie beim Wels oder torpedoförmig wie bei einer Forelle.

Gummifische gibt es in vielen verschiedenen Formen und Farben. So sind Sie für jede Situation bestens gerüstet. Foto: J. Pusch

Gummifische gibt es in vielen verschiedenen Formen und Farben. So sind Sie für jede Situation bestens gerüstet. Foto: J. Pusch

Jighaken

Die meisten Gummifische werden ohne Haken verkauft. Im Fachgeschäft sind spezielle Jighaken mit unterschiedlich eingegossenen Bleigewichten und Formen erhältlich. Die am meisten verwendete Form ist der Rundkopf-Jighaken. Damit unser Gummifisch fängt, müssen wir ihn vorab auf den Haken ziehen. Sind die Gummifische größer, sollte ein zusätzlicher Drilling, besser bekannt als Stingerhaken, eingehängt werden.

Je länger wir nach dem Auswerfen mit dem Einkurbeln warten, desto tiefer sinkt unser Köder zum Gewässergrund. Barsche, Forellen und Zander können sich wegen ihrer endständigen Maulstellung in allen Wasserschichten aufhalten. Hechte und Rapfen besitzen dagegen eine oberständige Maulstellung und jagen oft bis an der Wasseroberfläche nach Beute. Wir müssen also unsere Zielfische suchen.

Gummifische gibt es in vielen verschiedenen Formen und Farben. So sind Sie für jede Situation bestens gerüstet. Bei diesem Hecht hat der Jighaken gegriffen – den Stinger hätten wir nicht gebraucht. Foto: J. Pusch

Gummifische gibt es in vielen verschiedenen Formen und Farben. So sind Sie für jede Situation bestens gerüstet. Bei diesem Hecht hat der Jighaken gegriffen – den Stinger hätten wir nicht gebraucht. Foto: J. Pusch

Je tiefer ein Gewässer ist, desto schwerer muss auch der Jighaken bebleit werden. Im flachen Stillwasser kommen wir mit fünf bis zehn Gramm aus. In tieferen, strömungsreicheren Abschnitten können es durchaus auch einmal 30 Gramm und mehr sein. Die bekannteste Führung ist die Kurbel-Stopp- oder auch Faulenzer-Technik. Bei dieser Technik wird die Rute nach dem Auswerfen flach gehalten. Der Köder wird ausschließlich über die Angelrolle mit zwei bis vier Kurbelumdrehungen beschleunigt und an unbewegter Rute mit straffer Schnur wieder abgelassen. Das Gummi hüpft in kleinen Frequenzen über den Gewässergrund und animiert so die Räuber zum Biss.

1. Köder, Jighaken und Stinger – mehr braucht man nicht. 2. Jighaken am Gummifisch anlegen, damit wir später wissen, wo der Haken sitzt Stelle markieren. 3. Haken in den Kopf von oben einführen und durch den Gummifisch schieben. 4. Haken an der markierten Stelle austreten lassen Stinger am Jigkopf befestigen und den Drilling am hinteren Köderende einstechen. 5. Fertig ist der fängige Gummifisch! Foto: J. Pusch

1. Köder, Jighaken und Stinger – mehr braucht man nicht. 2. Jighaken am Gummifisch anlegen, damit wir später wissen, wo der Haken sitzt Stelle markieren. 3. Haken in den Kopf von oben einführen und durch den Gummifisch schieben. 4. Haken an der markierten Stelle austreten lassen Stinger am Jigkopf befestigen und den Drilling am hinteren Köderende einstechen. 5. Fertig ist der fängige Gummifisch! Foto: J. Pusch

Die Attacke kommt meistens in der Absinkphase des Köders. Bei der Kurbel-Stopp-Methode ist die Absinkphase elementar. Sie sollte mindestens eine Sekunde dauern. Sinkt der Köder schneller zu Boden, fängt er schlechter. Gerade im Fließgewässer muss der Angler deshalb das Gewicht des Jigkopfes an die Strömung und somit die Absinkphase anpassen. Um eine möglichst lange Absinkphase und eine höhere Wasserschicht zu erreichen, darf die Rute auch im steilen Winkel gehalten werden. Damit erreichen wir eine höhere Frequenz, unser Gummiköder läuft etwas steiler, die Absinkphase wird verlängert.

  • NOCH EIN TIPP
    Gummiköder rutschen nicht selten beim Angeln vom Haken. Mit einer Klemme lässt sich das Gummi am Jighaken sicher fixieren. Wie das funktioniert, könnt Ihr im folgenden Video sehen:

Wobbler – ein Lippenbekenntnis

Früher aus Holz, heute meist aus Kunststoff gefertigt, reizen sie viele Räuber zum Biss. Die meisten Wobbler sind mit einer integrierten Tauchschaufel ausgestattet. Diese bringt den Köder beim Einholen auf Tiefe und sorgt für aufreizende Druckwellen. Die Größe und Stellung der Tauchlippe zum Körper bestimmt in erster Linie die Tauchtiefe des Köders. Besonders tief schwimmen Wobbler mit einer großen Tauchlippe, die in einem flachen Winkel vom Kopf des Köders absteht. Flachlaufende Wobbler besitzen eine kleinere Tauchlippe, die nahezu senkrecht nach unten zeigt.

Wobbler ohne Schaufel heißen Jerkbaits. Beim Jerken wird der Köder durch ruckartige Bewegungen zum Leben erweckt. Diese unrunde Bewegung kann häufig für den Räuber reizvoller sein, als die klassische Bewegung eines Wobblers. Jerkbaits und Wobbler lassen sich in drei Modelle unterscheiden:

  • schwimmend (Floating)
  • schwebend (Suspender)
  • sinkend (Sinking)

Schwimmende Wobbler werden oft im Flachwasser gefischt. Erst durch das Einholen begeben sie sich auf Tauchfahrt. Wird das Einholen der Schnur unterbrochen, steigen sie wieder an die Oberfläche.

Schwebende Wobbler sind besonders raffiniert – auf Tiefe gebracht und gestoppt, schweben sie verführerisch im Wasser. Oft verfolgen Zander & Co den Köder und greifen gerne in dieser Schwebephase zu. Schnelle und langsame Kurbelumdrehungen mit kleinen Spinnstopps und leichten Rutenbewegungen bringen eine Menge Abwechslung im Laufverhalten von Wobblern.

Sinkende Wobbler sind meist schwerer als schwimmende Modelle. Wegen ihrer Sinkeigenschaft werden sie in tieferen Gewässern eingesetzt. Bei vielen Wobblern befinden sich die Angaben zur Lauftiefe auf den Modellen oder auf der Verpackung. Diese Angaben sind mit einer gewissen Toleranz zu betrachten. Die Lauftiefe wird zudem durch den Winkel zum Köder, die Einholgeschwindigkeit und die verwendete Schnurstärke bestimmt.

Drei verschiedene Wobblermodelle auf einen Blick: sinkend, flach- und tief­laufend (von oben). Foto: J. Pusch

Drei verschiedene Wobblermodelle auf einen Blick: sinkend, flach- und tief­laufend (von oben). Foto: J. Pusch

Der Köderfisch – bewährter Klassiker!

An stark beangelten Gewässern sind unsere Zielfische oft scheu und schöpfen bei Kunstködern allzu schnell Verdacht. Was liegt da näher, als die tägliche Nahrung unserer Räuber anzubieten. Der Geruch natürlicher Beute ist für Raubfische im Wasser weit wahrnehmbar. Der tote Köderfisch oder Fischfetzen eignet sich hervorragend, um gezielt Raubfische zu fangen.

Köderfische und Fischfetzen können passiv auf Grund oder an einer Pose beim Angeln angeboten werden. Spinnfischer sollten beim Einsatz von toten Köderfischen am besten das Drachkovitch-System verwenden und dieses aktiv führen. An manchen Tagen sind natürliche Köder einfach unschlagbar! Auch frische Fetzenköder können für Zander unwiderstehlich sein. Wichtig ist nur, dass der Räuber beim Biss keinen Widerstand spürt und ohne Verdacht Schnur nehmen kann. Als fängigste ­Köderfische gelten Barsche, Rot­augen und Stinte.

Auch wenn heute fast jeder mit Kunstködern fischt, gibt es Tage, an denen nur Köderfische fangen – hier am Drachkovitch-System angeboten. Foto: J. Pusch

Auch wenn heute fast jeder mit Kunstködern fischt, gibt es Tage, an denen nur Köderfische fangen – hier am Drachkovitch-System angeboten. Foto: J. Pusch

Raubfischangeln: Aufs Vorfach kommt’s an

Überwiegend kommen geflochtene Schnüre zum Einsatz. Sie tragen zwar ein Vielfaches im Vergleich zur Mono, ihre Abriebfestigkeit ist jedoch eher gering. Zudem kann der Hecht die Schnur zerbeißen. Außerdem kann eine starke Sichtbarkeit der Schnur den Räuber Verdacht schöpfen lassen. Ist mit Hechten beim Angeln zu rechnen, sollte immer ein hechtsicheres Vorfach benutzt werden! Das Vorfach sollte mindestens 40 Zentimeter lang sein. Aus diesen Materialien gibt’s das Stück zum Glück:

  • Hardmono … ist eine oberflächenvergütete, gehärtete monofile Nylonschnur. Sie besitzt eine hohe Abriebfestigkeit, ist aber auch recht steif. Dicke Durchmesser lassen sich schlecht knoten und werden meistens mit Doppelhülsen geklemmt.
  • Stahl … Hält in den meisten Situationen den Hechtzähnen stand. Im Fachgeschäft sind unterschiedliche Qualitäten erhältlich: 1×7 besteht aus sieben feinen Strängen Stahl, ist steifer aber kostengünstiger. 7×7 besteht aus 49 einzelnen Stahlfäden, ist dementsprechend weicher, knotbar und dafür teurer.
  • Titanium … Das teuerste Material ist extrem abriebfest und sicher vor scharfen Hechtzähnen. Es knickt selten und kann durch Wärme gestreckt werden. Vorfächer aus Titanium werden nicht geknotet, sondern nur mit Hülsen geklemmt.
  • Kevlar … besteht aus Aramid – einer Faser aus polymerem Kunststoff. Es hat eine gewisse Widerstandsfähigkeit und gilt allgemein als nicht Hecht-sicher. Kevlar ist knotbar, günstig und leicht in der Anwendung.
  • Fluorocarbon … ist ein Material, das einen ähnlichen Lichtbrechungsfaktor wie Wasser besitzt und ist dadurch nahezu unsichtbar. Deshalb wird Fluorocarbon (FC) gerne im klaren Wasser als abriebfestes Vorfachmaterial benutzt. Ab 0,70 Millimeter ist FC auch bedingt zum Hechtangeln geeignet.
Bewährte Raubfischvorfächer aus Hardmono, Titanium und Stahl (von links). Foto: J. Pusch

Bewährte Raubfischvorfächer aus Hardmono, Titanium und Stahl (von links). Foto: J. Pusch

Die richtige Taktik fängt!

Ohne Taktik geht’s nicht beim Angeln: Wie bei jeder anderen Angelart, ist auch beim Raubfischangeln planvolles, systematisches Vorgehen für den Erfolg entscheidend. Besonders beim aktiven Kunstköderangeln müssen wir die Räuber suchen!

Beim aktiven Raubfischangeln kommt es auf die Führung an. Bei erhobener Rutenspitze hat der Köder mehr Zeit, an gestraffter Schnur zum Grund zu taumeln. Foto: J. Pusch

Beim aktiven Raubfischangeln kommt es auf die Führung an. Bei erhobener Rutenspitze hat der Köder mehr Zeit, an gestraffter Schnur zum Grund zu taumeln. Foto: J. Pusch

Wer nicht flexibel fischt und seinen Köder immer in der gleichen Tiefe anbietet, ist auf Dauer nicht erfolgreich. Deshalb fischen wir das Wasser am Spot systematisch nach Uhrzeigerrichtung ab. Wir fangen in den oberen Wasserschichten an, da Hechte und Zander nicht nur am Grund rauben. Zander haben eine endständige Maulstellung und jagen auch in oberen Wasserschichten. Folgt kein Biss, angeln wir den mittleren Tiefenbereich ab. Erst danach nehmen wir uns die untere Wasserschicht vor.

Haben wir den Spot gründlich nach aktiven Raubfischen abgesucht, wechseln wir zur nächsten Stelle. Den 100-prozentigen Hotspot gibt es nicht. Raubfische halten sich da auf, wo sie Nahrung finden und sich gut verstecken können. Durch die Jahreszeiten verändern sich auch die Standplätze der Fische. Wo vor zwei Wochen noch Fische standen, müssen heute keine mehr sein. Natürlich gibt es an einigen Gewässern bevorzugte Standorte wie Seerosenfelder oder Scharkanten.

Top-Stellen fischen wir gezielt im Uhrzeigersinn ab. Wir starten mit den oberen Wasserschichten und arbeiten uns danach zum Grund vor. Foto: J. Pusch

Top-Stellen fischen wir gezielt im Uhrzeigersinn ab. Wir starten mit den oberen Wasserschichten und arbeiten uns danach zum Grund vor. Foto: J. Pusch

Im Fließgewässer herrschen andere Gesetze als in See oder Meer. Es ist halt von Gewässer zu Gewässer verschieden und jedes hat seine Eigenartigkeit. Gewässer sind immer im Wandel der Zeit und Fische sind lernfähig. Wer experimentiert und neue Techniken und Köder probiert, erweitert nicht nur seinen anglerischen Horizont, sondern ist auch erfolgreicher am Wasser.

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Gesetzliche Grundlagen und Fischereischeinprüfung

Um in Deutschland angeln zu dürfen, braucht man einen Fischereischein. ­Doch wie und wo bekommt man die offizielle Erlaubnis für den Fang? Angellehrer Jan Pusch zeigt Ihnen verschiedene Wege zu den Papieren.

Wer in Deutschland ­angeln möchte, braucht einen Fischereischein. Da aber jedes Bundesland sein eigenes ­Fischereigesetz hat, gibt es beim Erwerb der Lizenzen und den zu beachtenden Bestimmungen teilweise deutliche Unterschiede. Jan Pusch ist Prüfer im Angler­verband Schleswig Holstein e.V. und Inhaber der Angelschule Nord. Er hat den Durchblick im Paragrafen-Dschungel.

Mit dem Jugenfischereischein dürfen auch schon Kinder Angeln. Jedoch gibt es in jedem Bundesland unterschiedliche gesetzliche Bestimmungen, die unbedingt beachtet werden sollten, bevor die Jungangler ans Wasser gehen. Foto: J. Pusch

Mit dem Jugenfischereischein dürfen auch schon Kinder Angeln. Jedoch gibt es in jedem Bundesland unterschiedliche gesetzliche Bestimmungen, die unbedingt beachtet werden sollten, bevor die Jungangler ans Wasser gehen. Foto: J. Pusch

Darf man auch ohne ­Fischereischein angeln?

Während in den meisten Bundesländern Kinder ganz ohne Fischereischein angeln dürfen, kann in Brandenburg jeder, der Lust dazu hat, auf Friedfische angeln. Voraussetzung dafür ist das Entrichten der ­Fischereiabgabe ans Land sowie der Erwerb einer Angelkarte für das jeweilige Gewässer. Auch zum Fischen in kommerziellen Anlagen braucht man nicht überall einen Fischereischein. Am sichersten ist es, sich direkt beim Betreiber der Anlage, an der man angeln möchte, zu informieren.

Ist der Fischereischein überall anerkannt?

Wer einen gültigen deutschen Fischerei­schein besitzt, darf damit in jedem Bundesland die Angelei ausüben, sofern er eine Angelkarte (Fischereierlaubnisschein) für das Gewässer erworben oder die entsprechende Fischereiabgabe ans Land gezahlt hat. Viele Gewässer sind von ­Angelvereinen gepachtet und wer hier angeln will, muss meistens zusätzlich die Vereinsmitgliedschaft oder eine Tages­karte erwerben. Ausnahme sind freie Gewässer. Hier reicht ein gültiger Fischerei­schein zum Angeln aus. Leider gibt es nicht viele freie Gewässer und so sind meistens der Fischereischein und Fischerei­erlaubnisschein zwingend ­erforderlich.

Je nach Bundesland können sich die Fischereischeine optisch unterscheiden. Foto: F. Pippardt

Je nach Bundesland können sich die Fischereischeine optisch unterscheiden. Foto: F. Pippardt

Was muss bei einem ­Umzug beachtet werden?

Wer durch Umzug seinen Hauptwohnsitz in ein anderes Bundesland verlegt, muss neben anderen Ausweispapieren auch seinen Fischereischein umschreiben lassen. Hierzu ist der alte Fischereischein oder auch das Zeugnis der bestandenen Fischerprüfung bei der zuständigen Behörde vorzulegen. Grundsätzlich erkennen dabei alle Bundesländer ihre Fischereischeine untereinander an, wodurch ein Umschreiben überall unkompliziert möglich ist. Einen problematischen Sonderfall gibt es jedoch: Bundesländer wie Bayern, Nordrhein-Westfalen oder Sachsen-Anhalt erkennen die Fischerprüfung nicht an, wenn ein dort „hauptwohnsitzlich“ gemeldeter Bürger seine Prüfung in einem anderen Bundesland ablegt.

Jan Pusch von der Angelschule Nord hat da so seine eigenen Erfahrungen: „Ich prüfe in Schleswig-Holstein bei Hamburg nach den Richtlinien des dortigen Fischereigesetzes. Unsere Intensivkurse am Wochenende sind sehr beliebt und werden auch manchmal von auswärtigen Neuanglern besucht. So kommen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Hessen, Niedersachsen oder dem nahen Hamburg zu uns. Unsere Prüfung ist auch in ihrem Heimatort anerkannt. Weiterhin bieten wir optional eine Online-Unterstützung an. Teilnehmer können unterstützend zu Hause die aktuellen Prüfungsfragen auf dem Smartphone, PC oder Tab lernen und sich so intensiv auf die Prüfung vorbereiten. Die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren betragen für Jugendliche nur 60 Euro und Erwachsene nur 80 Euro. Die Online-Unterstützung auf der Internetseite ist ab 20 Euro nutzbar.“

Wer seinen Angelschein verloren hat, muss jetzt nicht nervös werden. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, um die Angelpapiere wieder zu bekommen. Wie das funktioniert, haben wir in einem separaten Artikel für Dich zusammengefasst.

Gibt es Unterschiede bei der Fischerprüfung?

Grundsätzlich ist der Themenaufbau des Lehrmaterials für die Fischerprüfung in allen Bundesländern gleich. Gelehrt und geprüft werden die Wissensgebiete Allgemeine Fischkunde, Spezielle Fischkunde, Gewässerkunde und Fischhege, Natur-, Tier- und Umweltschutz, Gerätekunde sowie Gesetzeskunde. Im Detail finden sich allerdings etliche Unterschiede, da aufgrund der verschiedenen Rechtsvorschriften beispielsweise Schonzeiten und Mindestmaße von Bundesland zu Bundesland variieren.

Neben inhaltlichen Abweichungen gibt es auch beim Ablauf sowie den Kosten Unterschiede. Das zeigt sich schon beim pflichtmäßigen Vorbereitungskurs für die Fischerprüfung. Dieser kann einerseits durch Lehrgänge, die insgesamt 30 oder gebietsweise 35 Stunden umfassen, absolviert werden. Andererseits besteht heutzutage auch die Möglichkeit, den Vorbereitungskurs bequem von Zuhause am Computer zu machen. Die Preise für die Lehrgänge variieren je nach Art und Ort sowie Alter des Prüflings.

Auch die Fischerprüfung selbst wird auf unterschiedliche Weise durchgeführt. Teils besteht sie nur aus einem schrift­lichen Teil, der je nach Bundesland 50 oder 60 Fragen umfasst. Die Zeit zur Beantwortung der Fragen variiert zwischen 60 und 120 Minuten. In manchen Bundesländern folgt noch ein kurzer praktischer Prüfungsteil.

Große Freude nach bestandener Prüfung. Jetzt geht’s endlich raus ans Wasser. Foto: J. Pusch

Große Freude nach bestandener Prüfung. Jetzt geht’s endlich raus ans Wasser. Foto: J. Pusch

Wo gibt’s ­Infos zum Fischerei­schein?

Gute Anlaufstellen sind ört­liche Fischereivereine und auch die verschiedenen Anglerverbände. Dort erhält man umfassende Informationen zur Fischerprüfung sowie die nötigen Übungsunterlagen. Zudem gibt es bundesweit einige Angelschulen, die zielsicher zum Fischerei­schein führen. Im Buchladen findet sich eine Vielzahl hilfreicher Nachschlagewerke und das Internet bietet sogar die Möglichkeit, an Testfragebögen sein Wissen auf die Probe zu stellen.

Welche Arten von Fischereischein gibt es?

  1. Der Jugend­fischereischein

    In vielen Bundesländern ist ab einem gewissen Alter ein Jugend­fischereischein erforderlich, der bis auf eine Ausnahme (Sachsen-­Anhalt) ohne Prüfung gegen Zahlung einer Gebühr ausgestellt wird. Damit dürfen Jung­angler aber meist nicht ohne sachkundige Begleitung mit der Rute ans Wasser. Mancherorts ist ihnen auch nur die Angelei auf Friedfische gestattet. Der Jugendfischereischein verliert am ­18. Geburtstag des Inhabers seine Gültigkeit.

  2. Der Fische­rei­schein

    Zur Fischer­prüfung, deren Bestehen Grundvoraussetzung für den Erhalt des Fischerei­scheins ist, wird man je nach Bundesland ab einem Alter zwischen zehn und 14 Jahren zugelassen. Ausgestellt wird der Fischereischein spätestens ab der Vollendung des 14. Lebensjahres. Der Fischereischein bevollmächtigt seinen Inhaber zur alleinigen Ausübung der Freizeitfischerei, sodass auch Kinder und Jugendliche damit ohne Begleitung angeln gehen dürfen. Unterschiede gibt es allerdings bei der Dauer, auf die der Fischereischein ausgestellt wird. Teilweise geschieht dies nur auf begrenzte Zeit, sodass der Fischereischein rechtzeitig verlängert werden muss. In vielen Bundesländern kann man ihn inzwischen wahlweise auch auf Lebenszeit ausstellen lassen.

  3. Der Touris­ten­fischerei­schein

    In einigen Bundesländern ist es möglich, sowohl als Minder- als auch als Volljähriger ohne das Ablegen einer Prüfung für einen begrenzten Zeitraum im Jahr zu angeln. Dazu muss man in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen einen sogenannten Urlauber-, Touristen- beziehungsweise Vierteljahresfischereischein erwerben. Diese Lizenzen dürfen von jedem, unabhängig von dessen Wohnort, einmal pro Jahr beantragt und teilweise auch einmal verlängert werden.

  4. Der Sonder­fischerei­schein

    Wer aufgrund einer nachgewiesenen geistigen, körper­lichen oder psychischen Behinderung nicht in der Lage ist, die Fischerprüfung abzulegen, kann in einigen Bundesländern einen sogenannten Sonderfischerei­schein beantragen. Dieser berechtigt seinen Besitzer zur Ausübung der Fischerei in Begleitung eines volljährigen Fischereischeininhabers.

BundeslandJugendfischereischeinFischereischeinSonderregelungInformation
Baden-Württemberg
  • Kinder unter 10 Jahren dürfen einen volljährigen Fischerei­scheininhaber als Helfer zum Angeln begleiten
  • zwischen dem 10. und 16. Geburtstag kann der Jugendfischereischein ohne Prüfung erworben werden
  • Jugendfischereischeininhaber dürfen nur in Begleitung eines volljährigen Fischereischeininhabers angeln
ab einem Alter von 10 Jahren kann die Prüfung zum Fischereischein abgelegt werdenkeineLandesfischereiverband Baden-­Württemberg e.V.
www.lfvbw.de
Bayern
  • Kinder unter 10 Jahren dürfen einen volljährigen Fischerei­scheininhaber als Helfer zum Angeln begleiten
  • zwischen dem 10. und 16. Geburtstag kann der Jugendfischereischein ohne Prüfung erworben werden
  • Jugendfischereischeininhaber dürfen nur in Begleitung eines volljährigen Fischereischeininhabers angeln
  • ab einem Alter von 12 Jahren kann die Prüfung zum Fischereischein abgelegt werden
  • ausgestellt wird der Fischereischein erst ab Vollendung des 14. Lebensjahres
keineLandesfischereiverband Bayern e.V. www.lfvbayern.de
 Berlin
  • Kinder unter 12 Jahren dürfen einen volljährigen Fischereischeininhaber als Helfer zum Angeln begleiten
  • zwischen dem 12. und 18. Geburtstag kann der Jugendfischereischein ohne Prüfung erworben werden
  • mit dem Jugendfischereischein darf, sofern eine Angelvereinsmitgliedschaft, eine Angelkarte und eine sachkundige Einweisung durch einen Fischereischeininhaber vorliegen, auf Friedfische geangelt werden
ab einem Alter von 14 Jahren kann die Prüfung zum Fischereischein abgelegt werdenkeineLandesanglerverband Berlin e.V. www.landesanglerverband-berlin.de
 Brandenburg
  • Kinder unter 8 Jahren dürfen nicht angeln
  • ab einem Alter von 8 Jahren kann ohne jede Form von Fischereischein, aber nur mit gültiger Fischereiabgabemarke und Angelkarte, auf Friedfisch geangelt werden
ab einem Alter von 14 Jahren kann die Prüfung zum Fischereischein abgelegt werdendie Friedfischangelei ist ohne jede Form von Fischereischein, aber nur mit gültiger Fischereiabgabemarke und Angelkarte, erlaubt­Landesanglerverband Brandenburg e.V.
www.landesanglerverband-bdg.de
 Bremen
  • Kinder unter 14 Jahren dürfen nur in Begleitung eines Fischereischein­inhabers angeln
  • einen Jugendfischereischein gibt es nicht
  • ab dem Jahr des 14. Geburtstags kann die Prüfung zum Fischereischein abgelegt werden
  • ausgestellt wird der Fischereischein erst ab Vollendung des 14. Lebensjahres
Stockangelrecht muss beantragt werdenLandesfischereiverband Bremen e.V. www.lfvbremen.de
 Hamburg
  • Kinder unter 12 Jahren dürfen nur in Begleitung eines volljährigen ­Fischereischeininhabers angeln
  • einen Jugendfischereischein gibt es nicht
ab einem Alter von 12 Jahren kann die Prüfung zum Fischereischein abgelegt werdenkeineAngelsportverband Hamburg e.V. www.asvhh.de
 Hessen
  • Kinder unter 10 Jahren dürfen durch einen volljährigen Fischereischeininhaber an das Angeln herangeführt werden
  • zwischen dem 10. und 16. Geburtstag kann der Jugendfischereischein ohne Prüfung erworben werden
ab einem Alter von 14 Jahren kann die Prüfung zum Fischereischein abgelegt werden SonderfischereischeinVerband Hessischer Fischer e.V. www.hessenfischer.net
Mecklenburg-Vorpommern
  • Kinder unter 14 Jahren dürfen nur in Begleitung eines Fischereischein­inhabers angeln
  • einen Jugendfischereischein gibt es nicht
ab einem Alter von 14 Jahren kann die Prüfung zum Fischereischein abgelegt werden
  • der Touristenfischereischein ermöglicht das Angeln ohne Fischereischeinprüfung und kann von jedem ab einem Alter von 14 Jahren erworben werden
  • die für eine Dauer von 28 Tagen gültige Lizenz kann nur einmalig im Jahr beantragt, aber mehrfach in diesem verlängert werden
Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. www.lav-mv.de; Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern
www.lallf.de
 Niedersachsen
  • es gibt keinen Jugendfischereischein
  • Kinder unter 14 Jahren dürfen einen volljährigen Fischereischeininhaber als Helfer zum Angeln begleiten
ab einem Alter von 14 Jahren kann die Prüfung zum Fischereischein abgelegt werdenkeineAnglerverband Niedersachsen e.V.
www.av-nds.de
Nordrhein-Westfalen
  • Kinder unter 10 Jahren dürfen einen volljährigen Fischereischeininhaber als Helfer zum Angeln begleiten
  • zwischen dem 10. und 16. Geburtstag kann der Jugendfischereischein ohne Prüfung erworben werden
  • Jugendfischereischeininhaber dürfen nur in Begleitung eines Fischereischeininhabers angeln
  • ab einem Alter von 13 Jahren kann die Prüfung zum Fischereischein abgelegt werden
  • ausgestellt wird dieser aber erst ab Vollendung des 14. Lebensjahres
SonderfischereischeinLandesfischereiverband Westfalen und Lippe e.V. www.lfv-westfalen.de
Rheinland-Pfalz
  • zwischen dem 7. und 16. Geburtstag kann der Jugendfischereischein ohne Prüfung erworben werden
  • Jugendfischereischeininhaber dürfen nur in Begleitung eines ­Fischereischeininhabers angeln
  • Kinder unter 10 Jahren dürfen ­gefangene Fische weder abhaken noch betäuben oder töten
  • ab einem Alter von 13 Jahren kann die Prüfung zum Fischereischein abgelegt werden
  • ausgestellt wird dieser aber erst ab Vollendung des 14. Lebensjahres
SonderfischereischeinLandesfischereiverband Rheinland-Pfalz e.V. www.lfvrlp.de
 Saarland
  • bis zu einem Alter von 15 Jahren kann der Jugendfischereischein ohne Prüfung erworben werden
  • Jugendfischereischeininhaber dürfen nur in Begleitung eines ­volljährigen Fischereischeininhabers angeln
  • ab einem Alter von 13 Jahren kann die Prüfung zum Fischereischein abgelegt werden
  • ausgestellt wird dieser aber erst ab Vollendung des 14. Lebensjahres
keineFischereiverband Saar www.fischereiverband-saar.de
Sachsen-Anhalt
  • zwischen dem 8. und 18. Geburtstag kann ein Jugendfischereischein durch das Ablegen der Jugendfischer­prüfung erworben werden
  • der Jugendfischereischein berechtigt nur zur Angelei auf Friedfische
  • ab einem Alter von 14 Jahren kann die Prüfung zum Fischereischein abgelegt werden
keineLandesanglerverband Sachsen-Anhalt e.V. www.lav-sachsen-anhalt.de
Schleswig-Holstein
  • Kinder unter 12 Jahren dürfen in Begleitung eines Fischereischein­inhabers angeln
  • einen Jugendfischereischein gibt es nicht
ab einem Alter von 11 Jahren kann die Prüfung zum Fischereischein abgelegt werden
  • der Urlauberfischereischein ermöglicht das Angeln ohne Fischerei­scheinprüfung und kann von jedem ab einem Alter von 12 Jahren erworben werden
  • er kann für zweimal 28 Tage pro Jahr beantragt werden
Anglerverband Schleswig-Holstein e.V. www.anglerverband-sh.de
Sachsen
  • Kinder unter 9 Jahren dürfen einen voll­jährigen Fischereischeininhaber als Helfer zum Angeln begleiten
  • zwischen dem 9. und 16. Geburtstag kann ein Jugendfischereischein ohne Prüfung erworben werden
  • Jugendfischereischeininhaber dürfen nur in Begleitung eines volljährigen Fischerei­scheininhabers angeln, sofern sie noch nicht länger als ein Jahr Mitglied in einem Fischereiverein sind
ab einem Alter von 14 Jahren kann die Prüfung zum Fischereischein abgelegt werdenSonderfischereischeinLandesverband Sächsischer Angler e.V. www.landesanglerverband-sachsen.de
 Thüringen
  • zwischen dem 8. und 14. Geburtstag kann der Jugendfischereischein ohne Prüfung erworben werden
  • Jugendfischereischeininhaber dürfen nur in Begleitung eines volljährigen Fischerei­scheininhabers angeln
ab einem Alter von 14 Jahren kann die Prüfung zum Fischereischein abgelegt werden
  • der Vierteljahresfischereischein ermöglicht das Angeln ohne Fischereischein­prüfung und kann von jedem ab einem Alter von 14 Jahren erworben werden
  • er kann nur einmal pro Jahr beantragt werden und ist für drei aufeinander ­folgende Monate gültig
Landesanglerverband Thüringen e.V. www.lavt.de

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