Karpfenangeln Grundlagen: Crash-Kurs für eine erfolgreiche Fangstrategie

Der Karpfen ist einer der kampfstärksten Fische in unseren heimischen Gewässern. Um ihn zu fangen, gibt es viele verschiedene Köder und Methoden. Karpfenexperte Gregor Bradler erklärt Dir, mit welcher erfolgreichen Strategien man beim Karpfenangeln den Rüsslern am besten auf die Schuppen rückt.

Karpfenangeln liegt voll im Trend. Warum? Weil man dabei richtig große Fische fangen kann. Foto: BLINKER/O. Portrat

Karpfenangeln liegt voll im Trend. Warum? Weil man dabei richtig große Fische fangen kann. Foto: BLINKER/O. Portrat

Der Fang meines ersten Karpfens war spektakulär und für mich ein einschneidendes Erlebnis beim Karpfenangeln. An einem Weiher hatte ich meine mit Teig bestückte Posenmontage ausgeworfen. Um den Haken hatte eine große Kugel Paste geknetet und harrte nun der Dinge, die da hoffentlich kommen sollten. Zunächst passierte gar nichts, aber plötzlich wurde der Proppen unter Wasser gerissen und meine leichte Glasfaserrute krümmte sich bis ins Handteil. Meine Knie zitterten, als ich nach einer gefühlten Ewigkeit meinen ersten Karpfen im Kescher hatte. Vier oder fünf Pfund brachte der Spiegler auf die Waage. Solch einen kampfstarken Fisch hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht gefangen.

Klassisches Karpfenangeln auf Grund

Die klassische und am häufigsten praktizierte Technik ist das Grundangeln. Dazu benötigt man eine 3 Meter bis 3,60 Meter lange Grundrute mit einem Wurfgewicht bis 60 Gramm kombiniert mit einer Stationärrolle mittlerer Größe. Welche Schnur auf die Rolle kommt, hängt von der zu erwartenden Fischgröße ab. Schwimmen im Gewässer hauptsächlich Satzkarpfen oder Rüssler mittlerer Größe genügt eine 0,25er Monofilschnur. Gibt es auch richtig große Karpfen, darf man beim Durchmesser bis auf 0,30 oder 0,35 Millimeter hochgehen.

Beim klassischen Grundangeln wird mit einer Laufbleimontage gefischt, bei der der Karpfen nach dem Biss Schnur von der Rolle ziehen kann. Dafür muss natürlich der Rollenbügel geöffnet sein. Ich habe auch erfolgreich mit einer Kombination aus Lauf- und Festbleimontage gefischt. Hierbei wird das Blei so montiert, dass es frei auf der Schnur läuft. Etwa einen halben Meter oberhalb des Wirbels, der Hauptschnur und Vorfach verbindet, platziert man einen Stopper oder ein Bleischrot auf der Hauptschnur.

Nach dem Biss kann der Karpfen zunächst widerstandslos abziehen, dann aber wird das Blei von dem Stopper bzw. dem Bleischrot abgebremst. Der Karpfen spürt den Widerstand des Hakens und flüchtet. Dabei greift der Haken im Fischmaul. Setzt man nun noch einen wohl dosierten Anhieb, hängt der Fisch meist sicher.

Eine Laufbleimontage ist sehr sensibel und ideal zum einstieg ins Karpfenangeln geeignet. Foto: BLINKER/T. Steinbrück

Eine Laufbleimontage ist sehr sensibel und ideal zum einstieg ins Karpfenangeln geeignet. Foto: BLINKER/T. Steinbrück

Erfolgreiche Strategien

Das Vorfach ist etwas dünner als die Hauptschnur und etwa 50 Zentimeter lang. Zum Grundangeln auf Karpfen eignen sich je nach Köder und zu erwartender Fischgröße Haken der Größe 2 bis 8. Beim Angeln mit Teig wird häufig der Haken komplett im Köder verborgen. Das kann ein Problem sein, wenn die Karpfen vorsichtig beißen. Deshalb ködere ich an schwierigen Tagen die Paste gerne so an, dass die Hakenspitze frei liegt. Beim Angeln mit Mais achte ich immer darauf, dass die Hakenspitze frei liegt.

Beim Posenangeln kommt in etwa die gleiche Gerätezusammenstellung zum Einsatz. Weil die Köder häufig größer ausfallen und auch etwas schwerer sind, als beim Rotaugen- oder Brassenangeln, sollte man Posen mit etwas höherer Tragkraft verwenden. Die Montage wird so eingestellt, dass der Köder knapp über dem Grund schwebt oder auf dem Gewässerboden aufliegt.

Posenangeln auf Karpfen ist immer noch eine sehr spannende Angelegenheit. Foto: BLINKER/E. Hartwich

Posenangeln auf Karpfen ist immer noch eine sehr spannende Angelegenheit. Foto: BLINKER/E. Hartwich

Eine weitere und die für mich spannendste Methode fürs gezielte Angeln auf Karpfen ist das Oberflächenangeln mit Brot. Bei dieser Technik wird der Köder, ein Stück Brotkruste, an freier Leine angeboten (Hakengröße 4 bis 8), also ohne Pose oder Blei. Besonders im Sommer, wenn die Karpfen Nahrung von der Oberfläche schlürfen, ist diese Angeltechnik Erfolg versprechend und verspricht Spannung pur. Für das Oberflächenangeln eignet sich eine leichte Posenrute in Kombination mit einer 0,20er bis 0,25er Schnur.

Trockene Brotsorten sind nicht geeignet, weil es zu schnell vom Haken fällt. Die Krustenstücke von frischem Graubrot eigenen sich nach meiner Erfahrung am besten. Weit auswerfen kann man ein Stück Brot an der freien Leine nicht, aber es gibt auch genügend ufernahe Hotspots, etwa bei Kraut oder Seerosenfeldern. In Flüssen kann man die Kruste sehr gut mit der Strömung treiben lassen und so große Bereiche nach hungrigen Fischen absuchen.

Auf Brot fahren Karpfen voll ab. Foto: BLINKER/E. Hartwich

Auf Brot fahren Karpfen voll ab. Foto: BLINKER/E. Hartwich

Modernes Karpfenangeln

Moderne Methoden, sprich das Angeln mit Selbsthakmontage und Boilies haben vor einigen Jahren das Karpfenangeln revolutioniert. So ist es möglich, die richtig kapitalen Karpfen ans Band zu bekommen. Bei der Verwendung der Selbsthakmontage muss der Angler beim Biss nur die Rute aufnehmen und der Drill kann beginnen. Damit die Selbsthakmontage richtig funktionieren kann, braucht man ein spezielles Vorfach: das Haarvorfach, in Karpfenanglerkreisen auch Hair-Rig genannt. Das Besondere an diesem Rig ist, dass der Haken (Größe 2 bis 8) nicht wie früher im Köder verborgen wird, sondern frei liegt. Der Köder wird auf ein Stück Schnur gezogen und befindet sich unterhalb des Hakens. Ein Haarvorfach lässt sich schnell und einfach mit der No Knot-Verbindung herstellen.

Beim Haar-Vorfach wird der Haken nicht im Köder verborgen, sondern liegt frei. Dadurch kann er sehr gut im Maul des Fisches greifen. Die No Knot-Verbindung ist die einfachste Variante, ein Hair-Rig herzustellen. Foto: BLINKER/ G. Bradler

Beim Haar-Vorfach wird der Haken nicht im Köder verborgen, sondern liegt frei. Dadurch kann er sehr gut im Maul des Fisches greifen. Die No Knot-Verbindung ist die einfachste Variante, ein Hair-Rig herzustellen. Foto: BLINKER/ G. Bradler

Das Vorfach für die klassische Version des Hair-Rigs besteht aus weichem, geflochtenem Material. So spürt der Karpfen beim Einsaugen des Köders kaum Widerstand. Die Vorfächer fallen recht kurz aus: Eine Länge zwischen 15 und 20 Zentimeter ist ein guter Richtwert. An stark befischten Gewässern werden auch Vorfächer aus dickem, steifem Monofilament oder Kombi-Vorfächer aus steifem und weichem Material eingesetzt. Diese Rigs sind allerdings nur an wirklich schwierigen Gewässern erforderlich. An dem meisten Seen und Flüssen reicht das klassische Vorfach aus weichem Geflecht völlig aus.

Effekt dieser Montage beim Karpfenangeln: Nachdem der Karpfen den Köder eingesaugt hat, spürt er den Haken im Maul, erschreckt sich und flüchtet. Das fixierte Blei sorgt dafür, dass der frei liegende Haken ins Fischmaul eindringt. Damit der Selbsthakeffekt garantiert ist, sollte das Bleigewicht mindestens 60 Gramm schwer sein. Wichtig ist auch, dass man die Rollenbremse oder den Freilauf deutlich strammer einstellt als etwa beim Raubfischangeln mit Köderfisch.

Die Festbleimontage sorgt dafür, dass sich ein Karpfen nach dem Biss selbst hakt. Die am häufigsten verwendeten Bleimontagen sind das Inline-Blei und der Safety-Clip, bei dem sich der Karpfen nach einem eventuellen Abriss vom Blei befreien kann. Damit sich der Karpfen gut hakt, sollte das Blei mindestens 60 Gramm schwer sein. Grafik: BLINKER/M. Ziegler

Die Festbleimontage sorgt dafür, dass sich ein Karpfen nach dem Biss selbst hakt. Die am häufigsten verwendeten Bleimontagen sind das Inline-Blei und der Safety-Clip, bei dem sich der Karpfen nach einem eventuellen Abriss vom Blei befreien kann. Damit sich der Karpfen gut hakt, sollte das Blei mindestens 60 Gramm schwer sein. Grafik: BLINKER/M. Ziegler

Durchblick im Ruten- und Rollen-Jungle

Um die schweren Montagen auswerfen und große Fische ausdrillen zu können, werden spezielle Karpfenruten angeboten. Diese Ruten sind 12 oder 13 Fuß (3,60 bzw. 3,90 Meter lang). Bei den meisten Karpfenrutenmodellen findet man keine Wurfgewichtsangabe, sondern eine Angabe der Testkurve in „lb“ oder auch „lbs“ (englische Pfund). Diese Angabe lässt sich mit folgender Faustformel ins Wurfgewicht umrechnen: Ein lb entspricht einem Wurfgewicht von ungefähr 30 Gramm.

Das Spektrum der Karpfenrutenmodelle reicht von 1,75 lb bis hin zu 3,75 lb. Ruten mit weicher Aktion kommen (zwischen 1,75 und 2,25 lb) kommen beim Befischen von kleinen Gewässern zum Einsatz, in denen es keine richtig großen Karpfen gibt. Beim Fischen auf große Entfernung braucht man eine härtere Rute (Testkurve zwischen 3 und 3,75 lb), um die schwere Montage weit hinausbefördern zu können. Wer sich zu Beginn nicht gleich mehrere Ruten zulegen möchte, sollte sich ein Modell mit einer Testkurve von 2,75 lb zulegen. Solch eine Rute ist ein Allroundmodell, mit der man in den meisten Situationen zurechtkommt.

Moderne Karpfenruten sind auf die Anforderungen beim Angeln auf Kapitale zugeschnitten. Ein 12 Fuß (3,60 Meter) langes Modell mit einer Testkurve von 2,75 (Wurfgewicht etwa 80 Gramm) ist eine Allroundrute, mit der man in den meisten Situationen zurecht kommt. Foto: BLINKER/G. Bradler

Moderne Karpfenruten sind auf die Anforderungen beim Angeln auf Kapitale zugeschnitten. Ein 12 Fuß (3,60 Meter) langes Modell mit einer Testkurve von 2,75 (Wurfgewicht etwa 80 Gramm) ist eine Allroundrute, mit der man in den meisten Situationen zurecht kommt. Foto: BLINKER/G. Bradler

Es gibt zwei Rollentypen, die beim modernen Karpfenangeln Verwendung finden: Freilaufrollen und Brandungsrollen.

  • Bei Freilaufrollen kann man den Widerstand des Freilaufs einstellen, deaktiviert nach dem Biss den Freilauf (meist über eine Kurbelumdrehung) und drillt dann mit der zuvor justierten Bremseinstellung.
  • Brandungsrollen haben eine sehr große Spule. Sie fassen große Schnurmengen und erhöhen die Wurfweite – diese Faktoren sind beim Distanzangeln von Vorteil.

Auf die Rolle kommt in den meisten Fällen eine Monofilschnur (zwischen 0,30 und 0,45 Millimeter). Geflechtschnur kommt nur beim Angeln auf sehr große Distanzen zum Einsatz, wenn der Köder mit dem Boot ausgebracht wird. Weil geflochtene Schnur keine Dehnung aufweist, verbessert sie die Bisserkennung auf große Entfernung. Wenn wir schon einmal bei der Bisserkennung sind: Weil man häufiger etwas länger auf einen Biss warten muss, kommen häufig Rutenablagen (Rod Pods) und Bissanzeiger zum Einsatz. So muss man nicht die ganze Zeit auf die Rutenspitze starren.

Freilaufrollen erleichtern das Angeln mit der Festbleimontage. Beim Angeln auf große Distanz, kommen häufig Brandungsrollen mit hoher Schnurfassung und großem Spulendurchmesser zum Einsatz. Foto: BLINKER/G. Bradler

Freilaufrollen erleichtern das Angeln mit der Festbleimontage. Beim Angeln auf große Distanz, kommen häufig Brandungsrollen mit hoher Schnurfassung und großem Spulendurchmesser zum Einsatz. Foto: BLINKER/G. Bradler

Die fängisten Karpfenköder

Fragt man einen Karpfenangler nach dem besten Köder für kapitale Karpfen, wird wahrscheinlich immer die gleiche Antwort kommen: Boilie. Und das nicht zu Unrecht, denn der Boilie bringt jedes Jahr unzählige Großkarpfen in die Kescher der Angler. Die Bezeichnung „boilie“ kommt übrigens aus dem Englischen „to boil“ = kochen. Der Name macht deutlich, was der Boilie eigentlich ist: eine gekochte Teigkugel. Diese recht harte Kugel ist sehr selektiv: Kleine Weißfische haben keine Chance, die Kugel zu knacken. Sie bleibt am Futterplatz, bis ein Karpfen vorbeikommt. Die Rüssler haben kein Problem mit einem Boilie, mehr noch: Sie haben sie zum Fressen gern.

Viele Karpfenangler stellen ihre Boilies selbst her, aber die Produktion der Kugeln ist gar nicht so leicht. Die Basismischung muss ausgewogen sein, damit nach dem Abrollen und Kochen ein nahrhafter Köder mit der richtigen Konsistenz entsteht. Da kann man als Anfänger schnell mal daneben liegen. Der Fachhandel bietet ein großes Sortiment an Fertigboilies, allerdings sind diese Köder häufig nicht ganz billig.

Dieser Karpfen konnte den grellen Boilie nicht widerstehen. Foto: BLINKER/G. Bradler

Dieser Karpfen konnte den grellen Boilie nicht widerstehen. Foto: BLINKER/G. Bradler

Glücklicherweise muss man aber nicht zwingend mit Boilies auf Karpfen fischen. Es geht auch einfacher und günstiger, nämlich mit sogenannten Partikelködern. Der bekannteste Partikelköder ist Mais. Ich habe meine ersten Karpfen auf Mais gefangen und fisch auch heute gerne noch mit den gelben Körnern. Gerade für den Anfänger ist Mais ein sehr guter Köder. Dosenmais ist nur begrenzt geeignet, weil er ziemlich weich ist und nicht gut am Haar hält bzw. schnell ein Opfer der Weißfische wird.

Günstiger und besser ist Hart- oder Futtermais. Diesen Mais bekommt man im Landhandel in Gebinden bis 50 Kilo. Mit diesem preiswerten Karpfenköder ist auch eine großzügige Futterkampagne möglich ohne arm zu werden. Wichtig ist, dass man den Mais aufkocht und ihn dann noch mindestens einen halben Tag im Sud stehen lässt. Dann hat der ursprünglich harte Mais die richtige Konsistenz: Er lässt sich mit einer Ködernadel oder Boilienadel aufs Haar ziehen und ist relativ resistent gegen Weißfischattacken. Damit die Körner nicht vom Haar rutschen, sichert man sie mit einem Boiliestopper.

Wenn ich mit Mais angle, ziehe ich mindestens drei Maiskörner aufs Haar, um einen recht großen Köder zu bekommen, der für die Weißfische nicht so leicht zu bewältigen ist. Ein weiterer fängiger Partikelköder sind Tigernüsse. Auch die Nüsse müssen wie der Mais vor der Verwendung aufgekocht werden. Ein weiterer guter Karpfenköder sind Pellets, die sich unter Wasser langsam auflösen und dabei Geruchs- und Geschmacksstoffe freisetzen.

Neben Mais ist auch Brot ein hervorragender Karpfenköder, der nicht nur günstig zu beschaffen ist, sondern auch durch verschiedene Inhaltsstoffe aufgepeppt werden kann. Einen fängigen und günstigen Teig kann man aus Weiß- oder Graubrot leicht selbst herstellen. Einfach den Rand der Brotscheiben entfernen und das ganze gut durchkneten. Frisches Brot ist zu bevorzugen, weil es sich gut kneten lässt und einen geschmeidigen Teig ergibt. Dosenmais gibt es in jedem Supermarkt. Er ist weich, aromatisch und im Wasser durch seine Färbung sehr auffällig.

Man muss nicht unbedingt mit Boilies angeln. Gerade für Einsteiger ins moderne Karpfenangeln sind günstige und leicht zuzubereitende Partikelköder eine echte Alternative. Foto: BLINKER/G. Bradler

Man muss nicht unbedingt mit Boilies angeln. Gerade für Einsteiger ins moderne Karpfenangeln sind günstige und leicht zuzubereitende Partikelköder eine echte Alternative. Foto: BLINKER/G. Bradler

Stellenwahl beim Karpfenangeln

Eine ausgefeilte Montage und ein fängiger Köder bringen nichts, wenn man an der falschen Stelle angelt. Deshalb sollte man vor dem Auswerfen der Montage einen guten Platz suchen. Im See gehören Kanten und Plateaus zu den Hotspots. Weil sich hier natürliche Nahrung befindet, werden diese Stellen von den Fischen häufig aufgesucht. Aber auch die Uferzone sollte man nicht außer Acht lassen. Besonders wenn das Ufer nicht zugänglich ist und die Fische dort ihre Ruhe haben, sind flache Zonen Top-Stellen.

So sieht ein Hotspot auf dem Display des Echolotes aus. Deutlich ist ein Plateau erkennbar. Hier sollte man seinen Köder präsentieren. Foto: BLINKER/G. Bradler

So sieht ein Hotspot auf dem Display des Echolotes aus. Deutlich ist ein Plateau erkennbar. Hier sollte man seinen Köder präsentieren. Foto: BLINKER/G. Bradler

Im Fluss haben sich ruhige Bereiche, tiefe Zonen oder auch Vertiefungen, wo sich Futter sammelt, als sehr Erfolg versprechend herausgestellt. Anfüttern steigert die Chancen auf einen Fang, weil man die Fische an das Futter bzw. den Köder gewöhnt. Die Rüssler bemerken schnell, dass es an einem bestimmten Platz immer ein paar leckere Happen gibt und werden sich die Stelle merken. Wichtig ist, dass man immer zur gleichen Zeit anfüttert.

Wie häufig man anfüttert, hängt vom Gewässer und der Bestandsdichte ab. Aber mindestens an zwei Tagen vor dem Angeln sollte man die Stelle präparieren. Wage Dich an das moderne Karpfenangeln heran. So kompliziert ist es nämlich nicht, spätestens wenn der erste Kapitale die Rute krümmt, hat Dich das Karpfenfieber gepackt -garantiert!

Karpfen: Der Trendfisch

Der Karpfen ist einer der unter Anglern beliebtesten Fischarten. Nicht weil er gut schmeckt würde, sondern weil er richtig groß wird. Es werden immer schwerere Exemplare und fast jedes Jahr purzeln die Rekorde: Sorgte vor 15 Jahren noch ein 50-Pfünder für großes Aufsehen, werden mittlerweile sogar schon 80-Pfünder gemeldet. In vielen Gewässern werden die Karpfen immer schwerer – und ein Ende dieses Trends ist nicht absehbar.

Häufig hört man, dass die Sommermonate die beste Zeit fürs Karpfenangeln seien. Das stimmt aber nicht. Das Frühjahr und der Herbst sind die besten Phasen im Jahr, weil zu diesen Zeiten das Angebot an natürlicher Nahrung noch nicht so groß ist bzw. kleiner wird. Dann lassen sich die Karpfen von unserem Futter besser locken. Foto: BLINKER/G. Bradler

Häufig hört man, dass die Sommermonate die beste Zeit fürs Karpfenangeln seien. Das stimmt aber nicht. Das Frühjahr und der Herbst sind die besten Phasen im Jahr, weil zu diesen Zeiten das Angebot an natürlicher Nahrung noch nicht so groß ist bzw. kleiner wird. Dann lassen sich die Karpfen von unserem Futter besser locken. Foto: BLINKER/G. Bradler

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