Die 4 besten Karpfenköder

Karpfen lassen sich mit vielen Ködern fangen. Hier stellen wir Euch die besten vier Karpfenköder vor, die immer funktionieren.

Natürlich fangt ihr mit weniger spezialisierten Ködern wie Wurm, Made oder Brot auch Karpfen, doch unsere Top 4 erlauben gezielteres Angeln durch weniger Beifang. Zudem sind sie nicht zu exotisch und daher überall verfügbar. Die Stars sind:

Mit diesen Ködern seid ihr auf der sicheren Seite, ganz egal, ob ihr in Deutschland am Vereinssee oder in Frankreich am riesigen Stausee eure Montagen auslegt.

Karpfenköder Nummer eins: der Boilie

Wenn es ums Karpfenangeln geht, kommt man heutzutage nicht mehr an Boilies vorbei. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen und zahlreichen Geschmacksrichtungen. Von fruchtig bis herb, für jede Situation ist die richtige Kugel dabei. Aber warum sind diese Kugeln als Karpfenköder so erfolgreich? Der erste Grund ist der hohe Nährstoffgehalt in Boilies. Sie sind reich an Eiweiß, Kohlenhydraten und Fetten. Man bedenke nur, dass zur Herstellung von einem Kilo Boilies neben den Mehlen allein acht bis zehn Eier verwendet werden. Solch eine Köstlichkeit lassen sich die Karpfen nicht entgehen! Und wichtiger noch, sie fressen sich an den Kugel nicht satt, da sie schnell und leichtbekömmlich von den Fischen verdaut werden.

An Gewässern, wo regelmäßig mit diesen Köder gefüttert wird, sind Gewichtszunahmen von teilweise mehreren Pfund pro Jahr bei den Karpfen zu beobachtet. Der zweite Grund ist ihre Selektivität: Kleine Weißfische, die meist zuerst am Futterplatz sind, können die harten Kugeln nicht fressen und so bleibt der Großteil des Futters für die Karpfen übrig. Nur an den kleineren Boilies vergreifen häufig auch Brassen. Dies kann man nur vermeiden, in dem größere Köder zum Einsatz kommen.

Karpfen_Boilie

Boilies sind beim heutigen Karpfenangeln nicht mehr wegzudenken. Kein Wunder, denn die Kugel fangen ihre Fische. Foto: O. Portrat

Gigantische Farb- und Größenauswahl

Boilies sind in verschiedenen Größen erhältlich: Vom Miniboilie mit einem Durchmesser von zehn Millimeter bis zur Megakugel in Golfballgröße. Am häufigsten verbreitet sind aber Durchmesser von 16 bis 24 Millimeter. Die Auswahl an Farben und Geruchsstoffen ist dabei enorm. Je nach Jahreszeit ist die Größe und die Geschmacksrichtung entscheidend. Als Grundregel gilt: Im Sommer fangen größere Boilies mit fruchtigen, süßen Aromen und im Winter kleinere Köder mit herben, fischigen Aromen.

Anköderung der fängigen Karpfenköder

Einen boilie einfach auf den Haken zu schieben mach keinen Sinn. Die Teig-Kugel würde sofort zwerfallen. Daher verwendet man für die Anköderung eine Haarmontage. Auf dieses Haa wird der Boilie mithilfe einer Boilie-Nadel aufgezogen und am Ende mit einerm Boilie-Stopper fixiert. So kann der Karpfen den Köder samt Haken einsaugen und wenn er wegschwimmt, hakt er sich durch die Selbshakmontage mit mindestens einem 80 Gramm schweren Blei selbst.

Wie Ihr ein Haar selber bindet und noch die Länge beeinflussen könnt, zeigen wir Euch hier:

Haarvorfach_Herstellung1

1. Im ersten Schritt trennt man ein Stück geflochtenes Vorfachmaterial von der Spule ab…

2. Nun bindet man an das eine Ende des Vorfachs eine Schlaufe…

3. Dann wird die Boilienadel durch die Kugel geschoben…

4. Danach zieht man den Boilie über die Schlaufe auf das Vorfach…

Haarvorfach_Herstellung5

5. …und sichert ihn mit einem Boiliestopper.

6. Jetzt führt man das freie Ende des Vorfachs von hinten nach vorne durch das Hakenöhr.

Haarvorfach_Herstellung7

7. Nun kann man den gewünschten Abstand sehr gut abmessen.

Haarvorfach_Herstellung8

8. Nun muss der Haken mit Hilfe eine No Knot-Verbindung fixiert werden und fertig ist das Vorfach mit optimaler Haarlänge. Fotos: G. Bradler

So kann mann auf unterschiedliche Situationen am Wasser reagieren und so die Haarlänge individuell bestimmen. Foto: G. Bradler

So kann mann auf unterschiedliche Situationen am Wasser reagieren und so die Haarlänge individuell bestimmen. Foto: G. Bradler

Die Geschichte des Boilies

Die Erfindung des Boilies in den 1980er Jahren hat die Welt der Karpfenangler revolutioniert. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Kartoffel der beliebteste Köder zum Fang der Bartelträger, und Fische von 30, 40 oder gar 50 Pfund galten als nahezu unfangbar. In England aber wollten sich einige Karpfenbegeisterte damit nicht abfinden und machten sich Gedanken über die Lösung dieses Problems: Teig ist ein klasse Köder für Karpfen, aber leider vergreifen sich auch immer kleine Weißfische an der Paste. Also was tun? Die Engländer kamen schließlich auf die Idee, Teigkugeln in einer für Karpfen mundgerechten Größe zu formen und diese zum Schutz vor Kleinfischen hart zu kochen.

Der Kochvorgang (engl. boil = kochen) gab der Neuentwicklung ihren Namen und der Boilie war geboren! In Verbindung mit dem Haarvorfach und der Selbsthakmethode war es nun auf einmal möglich, die großen Karpfen gleich reihenweise zu überlisten. Der Boilie machte schnell Karriere und konnte seinen ­Bekanntheitsgrad über die Grenzen Großbritanniens und Europas ausweiten. Heute ist er der beliebteste Köder für den Fang kapitaler Karpfen. Schwimmende Boilies, Pop Ups genannt, werden schwebend über einem Futterplatz angeboten. Sie lassen sich selbst produzieren, indem man Boilieteig um Korkkugeln knetet und diese dann wie normale Boilies kocht. Einfacher ist es allerdings, fertige Pop Ups im Angelladen zu kaufen.

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