Anzeige gegen Claudia Darga: Tierschützer zeigen Karpfenanglerin an

Durch ihren Fernsehauftritt in der Talkshow „Markus Lanz“ erlangte Karpfenanglerin Claudia Darga deutschlandweit Aufmerksamkeit. Jedoch wurde dieser Fernsehauftritt auch von einer Tierrechtsorganisation gesehen, die jetzt Anzeige gegen Claudia Darga erstatteten.

Am 11. Oktober 2017 hatte Karpfenanglerin Claudia Darga einen Fernsehauftritt in der ZDF-Talkshow „Markus Lanz“. Offen sprach sie mit dem Moderator über ihre vielen Fische, die sie in der Vergangenheit gefangen hatte. Untermalt wurde das ganze mit tollen Fotos und Videos. Besondere Aufmerksamkeit erhielt sie durch ihren schönen Koi-Karpfen, den sie an den Haken bekommen konnte. Nun wurde deswegen bei der Hamburger Staatsanwaltschaft Anzeige gegen Claudia Darga erstattet.

Tierschützer erstatten Anzeige gegen Claudia Darga

Wie die Bild-Zeitung berichtet, wurde ihr dieser Auftritt nun leider zum Verhängnis. Eine Biologin einer großen Tierrechtsorganisation wurde im Fernsehen darauf aufmerksam und erstattete gegen Claudia Darga Anzeige wegen Tierquälerei. Sie begründen die Anzeige damit, dass Fische Schmerzen, Atemnot und Todesangst erleiden. In der großen Tageszeitung äußerte sich die Organisation wie folgt: „Viele der traumatisierten Fische sterben infolge dieser Tortur entweder an ihren Verletzungen oder weil sie zu einer leichten Beute für andere Fische werden.“

Diese Begründung ist jedoch recht einfach gehalten. Denn in umfangreichen Studien wurde aufgezeigt, dass üblicherweise die Sterberate beim Zurücksetzen von Karpfen im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegt. Faktoren wie Wassertemperatur, das Handling und die Drillzeit spielen dabei eine entscheidende Rolle. Claudia Darga hat sich noch nicht zum Vorfall geäußert.

Claudia Darga ist leidenschaftliche Karpfenanglerin. Ihr öffentlicher Auftritt in der Talkshow "Markus Lanz" beschert Ihr nun jedoch eine Anzeige wegen Tierquälerei. Foto: C. Darga

Claudia Darga ist leidenschaftliche Karpfenanglerin. Ihr öffentlicher Auftritt in der Talkshow „Markus Lanz“ beschert ihr nun jedoch eine Anzeige wegen Tierquälerei. Foto: C. Darga

Gesetzliche Fakten zum Zurücksetzen von Fischen

Es gibt in Deutschland geltende Tierschutzgesetze, an die sich auch Angler zu halten haben.„Wann wird ein Tier (Fisch) einer sinnvollen Verwertung zugeführt?“ Über diese Frage wurde schon tausendfach am Wasser, an Stammtischen, in Foren oder auf Internetplattformen diskutiert. Eine abschließende Antwort konnte bisher keiner geben. Selbst Gerichte scheinen sich hier nicht einig zu sein und urteilen bundesweit unterschiedlich, sodass dies nach wie vor eine Art Grauzone bleibt. Im Endeffekt heißt das für uns Angler jedoch, dass das alles wohl doch nicht so eindeutig ist, wie es das Tierschutzgesetz vorgibt. Wie nun das Urteil am Ende bei Claudia Darga ausfällt, bleibt abzuwarten. Wir halten Euch hier auf dem Laufenden.

2 Kommentare0 Antworten

  1. Profilbild von Andre Brenner

    Fische haben Angst und Schmerzen? Is klar! Und da ist sie wieder diese Diskussion, die m. E. keine ist. Man sollte sich auch mal auf Studien beziehen, die eben auch das Gegenteil belegen. Darüber hinaus würde ich gerne mal wissen, ob diese „Tuerschützer“ auch die Damen und Herren anzeigen, die im TV Fische im Aquarium (meist zu kleines Becken) oder viel zu große Hunde in 2 Zimmer Wohnungen halten oder den Pferdesport bis ins perverse parktizieren. Ich denke nicht, dass es diesen Tieren gefällt mir Gerte, Sporen und Metalgestellte im Maul in einem Stadion über Hindernisse zu springen. Was ist damit? Da werden Pferde mit Mediamenten voll gepumt, damit der „Pferdesportler“ (übrigens zu seinem Vergnügen) an öffentlich organisierten Gemeinschaftsveranstaltung (die übrigens bei uns Anglern verboten sind) teilzunehmen. Was ist mit unserem Angelverband, der endlich mal nicht nur kuschen, sondern vielleicht auch mal in die Offensive gehen sollte, damit wir Sportfischer nicht gleichgestellt werden, wie delinquente Menschen mit demenstprechender kriminellen Energie. Unfassbar……..! Man solle sich mal an den Niedrlanden ein Beispiel nehmen!!!!! Dieser Pseudotierschutz regt mich nur noch auf. Ein sinvolles Entnahmefenster für die eigene Pfanne sollte endlich nicht nur diskutiert werden, sondern auch auf den Gesetztesweg gebracht werden. Wo sind unsere Lobbyisten in Berlin? Zu kleine Fische müssen zurückgesetzt werden. Warum nicht auch zu große Fische, die auch nicht mehr verwertbar sind. Mal vom Nachwuchs, was Nachhltigkeit angeht, ganz zu schweigen. Haben kleine Fische keine Angst? Nur die Großen? Und warum soll ich ein Lebenwesen töten, welches ich eben nicht sinnvoll verwerten kann, weil das Fleisch einfach nicht mehr genießnar ist! Vor allem beim Karpfen und Wels. Und ich kann mir das als Angler eben nicht aussuchen, was mir da an den Haken geht!!! Da muss was passieren! Apropos Holland; wann kommt hier endlich der deutsche Fischpass?? Das ist auch so ein Thema……! Aber naja…… der kriminelle Angler hat ja alles hinzunehmen, den Mund zu halten und mit immer mehr Verobten klar zu kommen. Fazit: Angeln in Deutschland macht keinen Spass mehr! Und das sehen übrigens viele meiner Kollegen so. Auch von mir: Claudia, weiter so!

  2. Profilbild von ste020

    Ihr Tierschützer seid doch alle behindert. Ich mach jede Wette das der Koi dankbar war für seine freilassung. Und jeder erfahrene Fischer weiss wie man mit den Tieren artgerecht umzugehen hat. Wegen den Idioten vom Tierschutz haben wir so in 20 Jahren keine grossen Fische mehr. Dann könnt ihr euch auf die Schultern klopfen und euch loben.
    Ganz ehrlich, weiter so Claudia.


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