Forellenköder: Mit dieser Auswahl fängst du garantiert!

Die Auswahl an Forellenködern ist mittlerweile riesig. Wir stellen die hier sieben fänge Köder vor, mit denen Du am Forellensee immer gut gewappnet bist.

Forellenköder gibt es verschiedene am Markt. Alle haben ihre Berechtigung und fangen in unterschiedlichen Situationen. Foto: BLINKER

Forellenköder gibt es verschiedene am Markt. Alle haben ihre Berechtigung und fangen in unterschiedlichen Situationen. Foto: BLINKER

Es gibt zahlreiche Forellenköder auf dem Markt. Von Bienenmaden, Forellenteig, bis hin Wobblern und Gummiködern – jeder Köder hat seine Berechtigung am Forellensee und fängt in unterschiedlichen Situationen. Doch was sollte man bei der Verwendung der unterschiedlichen Köder beachten? Wie werden sie angeködert? Und: Wann sollten sie eingesetzt werden, um maximale Fangerfolge zu erzielen? Diese und noch weitere Fragen wollen wir hier beantworten, damit Ihr den richtigen Forellenköder zur richtigen Situation einsetzt und fangt.

Forellenteig – mehr fangen mit den bunten Pasten

Im Angelladen und in den Taschen der Angler stapeln sich die Gläser mit Forellenteig. Angesichts der Vielfalt an Farben bzw. Farbkombinationen stellt sich die Frage: Wann nimmt man welche Sorte? Wer am Angelsee Salmoniden fangen will, kommt an Forellenteig nicht vorbei. Die bunte Paste aus dem Glas ist, ob geschleppt oder stationär angeboten, ein top Forellenköder. Wenn er aktiv angeboten wird, sollte der Teig in Form gebracht werden, damit er im Wasser rotierende Bewegungen vollzieht.

So knetest Du eine Spiral-Form

Der fertige Köder soll wie eine breite Spirale aussehen, die zum Vorfach hin spitz ausläuft.

  1. Als Grundform wird eine Kugel geknetet.
  2. In die Kugel drückt man den Haken hinein.
  3. Zwischen Daumen und Zeigefinder etwa 1/3 des Teiges auf dem Vorfach spitz zusammen drehen, so dass der Köder danach einer Birne ähnelt.
  4. Den Bauch der Birne platt drücken.
  5. Den plattgedrückten Bauch zwei Mal vorsichtig zusammen drehen.
  6. Der fertige Köder soll dann wie eine breite Spirale aussehen, die zum Vorfach hin spitz ausläuft.
Am Ende hält man eine Spirale in der Hand, dich im Wasser verführerisch rotiert. Foto: BLINKER

Am Ende hält man eine Spirale in der Hand, dich im Wasser verführerisch rotiert. Foto: BLINKER

Teig mit Former

Die zweite Variante um den Forellenteig in Form zu bringen ist der Forellenteig-Former. Dafür muss der Haken im Teig komplett verschwinden und die Schnur muss an der Spitze des Löffels herausragen.  Für die Form wird der Haken erst in eine Teigkugel gerollt und dann so in den Former gelegt, sodass die Schnur oben herausragt. Am Anfang wird man wahrscheinlich immer etwas zu große Kugeln formen, so dass beim Pressen der überschüssige Teig seitlich heraus quillt. Nach ein paar versuchen bekommt man aber das richtige Augenmaß für eine perfekt portionierte Kugel. Ganz wichtig ist bei dieser Prozedur die Position des Hakens. Oft ist er nach Öffnen der Form noch deutlich auf der Innen- oder Außenseite des Löffels zu sehen. Das geht gar nicht! Man muss das Pressen so oft wiederholen, bis der Haken vollständig im Teiglöffel eingebettet ist.

Ein Forellenteig-Former spart nicht nur Zeit, sondern er bringt auch den Teig in eine optimale Form. Foto: BLINKER

Ein Forellenteig-Former spart nicht nur Zeit, sondern er bringt auch den Teig in eine optimale Form. Foto: BLINKER

Ob mit den Fingern modelliert und mit dem Teigformer gepresst: Vor jedem Auswurf muss der Teiglöffel auf seine Laufeigenschaft überprüft werden. Routinierte Forellenangler ziehen den Teig deshalb kurz vor den Füßen durchs flache Uferwasser. Dabei können sie hervorragend sehen, ob der Löffel sich dreht oder nicht. Falls nicht, drücken sie einfach noch mal etwas nach. Durch den Teigformer soll der Teig zwar die perfekte Form bekommen, oft verbiegt er sich aber beim Herauslösen aus der Form. Damit der Teig nicht so stark in der Form klebt, hilft es, wenn die Kugel zuvor etwas durchgeknetet wird.

Tipps für die Pastenwahl

  • Im Sommer helle, auffällige Teigsorten ausprobieren.
  • Im kalten Wasser fangen gedeckte Farben.
  • Je kälter das Wasser, desto intensiver darf der Teig nach Knoblauch duften.
  • Farbkombinationen sind besonders reizvoll.
  • Teigfarben einsetzen, die von den Mitanglern nicht verwendet werden.
Diese Teigfarben eignen sich besonders gut zur warmen Jahreszeit. Foto: BLINKER/G. Bradler

Diese Teigfarben eignen sich besonders gut zur warmen Jahreszeit. Foto: BLINKER/G. Bradler

Zophoba-Larven

Bei diesem Forellenköder handelt es sich um die Larve des Großen Schwarzkäfers. Zophobas ähneln Mehlwürmern, sind aber etwas dunkler und deutlich größer. Auch eine Bienenmade kann in puncto Größe bzw. Länge nicht mit dem Zophoba mithalten. Denn die Larven werden bis zu fünf Zentimeter lang und manchmal auch als „Riesenmehlwürmer“ bezeichnet. Die Larven werden zur Fütterung von Reptilien in Terrarien eingesetzt, eignen sich aber auch zum Forellenangeln. Gute Erfahrungen hat Forellenexperte Gregor Bradler am Gewässer gemacht.Er hat die Larven beim sogenannten „Standangeln“ getestet, also stationär angeboten, an der flach eingestellten Posenmontage und an der Grundmontage, wo er sie vom Gewässergrund auftreibend lassen hat. Da Zophobas nicht schwimmen, muss man ihnen Auftrieb verleihen.

Dafür wählte er eine Kugel Forellenteig, die auf dem Hakenschenkel platziert wurde. Weil die Larven ziemlich groß ausfallen, entschied er sich zunächst für eine größere Teigportion, um den nötigen Auftrieb zu erzeugen. Beim Beködern erwies sich der Panzer der Zophobas als ziemlich hart. Da haben die Fische keine Chance, den Köder auszulutschen oder unbemerkt vom Haken zu stibitzen. Nach einiger Zeit zitterte die Spitze des Winkelpickers, mit dem Gregor die Grundmontage kombiniert hatte. Fühlung aufnehmen, Anhieb setzen – der Fisch hängt. Wenig später kann er eine Portionsforelle keschern. Dann ging die Pose auf Wanderschaft und danach auf Tauchstation. Die Salmoniden schienen auch auf Zophoba abzufahren. Beim Einpacken des Gerätes stand für Gregor fest: Zophobas werden in Zukunft seine Köderpalette beim Forellenangeln ergänzen. Ein top Köder.

Die Zophobas-Larve ist deutlich größer als eine Bienenmade. Foto: BLINKER/G. Bradler

Die Zophobas-Larve ist deutlich größer als eine Bienenmade. Foto: BLINKER/G. Bradler

Bienemaden als Forellenköder

Die Bienenmade ist als Köder an Deutschlands Forellenseen nicht mehr wegzudenken. Sie hat alle anderen Lebendköder in den Hintergrund gedrängt. Voraussetzung für den Fang-Erfolg beim Posenschleppen oder Tremarella-Fischen ist aber die richtige Anköderung. Hier zeigen wir Dir, wie die fängige L-Form am Haken entsteht.

  1. Man benötigt zwei Bienenmaden und einen feindrähtigen langschenkligen Haken, der leicht geschränkt ist. Das heißt, die Spitze liegt nicht ganz auf einer Ebene mit dem Hakenschenkel. Die Haken dürfen ruhig Größen von 4 – 8 haben, ein großer Haken sitzt beim Anschlag besser als ein kleiner. Die Zeiten der 12er- und 14er-Haken sind längst vorbei.
  2. Die Bienenmade wird vom Kopf her vorsichtig komplett auf den Haken geschoben. Wurmangler wissen, wie das geht. Bei der richtigen Größe und guter Qualität sollte das aber auch für Einsteiger kein Problem sein.
  3. Wenn man zu kleine oder dickdrähtige Haken verwendet oder eine schlechte Bienenmaden-Qualität hat, kann es passieren, dass die Made ausläuft. Diese hier blieb intakt, selbst als sie zur besseren weiteren Handhabung über das Hakenplättchen hinaus aufs Vorfach geschoben wurde.
  4. Die zweite Bienenmade kommt auf den Hakenbogen. Sie wird direkt hinter dem Kopf durchstochen.
  5. Die zweite Made wird danach durch mehrfaches Überschlagen verdreht aufgezogen. Dadurch sitzt sie rechtwinklig zur ersten Made. Die Hakenspitze liegt frei.
  6. Fertig ist die L-Form. Sie läuft durchs Wasser wie eine Schiffsschraube und spricht damit die Forelle über die Seitenlinie an.
Die L-form ermöglicht es, dass die Bienenmaden im Wasser rotieren und so die Forellen reizen. Foto: BLINKER

Die L-form ermöglicht es, dass die Bienenmaden im Wasser rotieren und so die Forellen reizen. Foto: BLINKER

Still stehende oder nur sehr langsam bewegte Bienenmaden fangen im Winter deutlich besser als Forellenteig. Wichtig ist es allerdings, die Appetithappen genau auf der richtigen Höhe anzubieten. Zeigen die Forellen schon im Sommer wenig Neigung ihre Standhöhe zu verändern, so ist das Finden der richtigen Fresshöhe im Winter Fang entscheidend. Wenige Zentimeter höher oder tiefer können jetzt darüber entscheiden, ob die Kühlbox wohl gefüllt ist oder leer bleibt.

Auf der nächsten Seite zeigen wir Dir vier weitere fängige Forellenköder.

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1 Kommentar0 Antworten

  1. Profilbild von janone86

    Für den Forellenteich – vorausgesetzt es sind Kunstköder erlaubt- habe ich folgende Favoriten:
    – lipless crankbaits in 4-5 cm Größe. Ich fische den Salmo Zipper, den Strike Pro flap Jack oder den Rapala rippin rap. Seltsamerweise funktionieren diese bei uns in den Vereinsstrecken nur in den Seen, im Fließgewässer sinken die Attacken massiv.

    – kleine Rapfenbleie bis 6 Gramm- ich habe lange gesucht und die, die mir am meisten Zusagen sind Manyfik bubu OL in 4 oder 6 Gramm.
    Diese funktionieren in stehenden genau wie und fließenden Gewässern .


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