Spoonangeln: Mit Löffelblinkern am Forellensee

Das Angeln mit kleinen Blinkern, auch Spoons genannt, ist am Forellensee längst kein Geheimtipp mehr. Was ihr zum Spoonangeln braucht und wie man die Metallköder führt, hat Forellenexperte Klaus Illmer unserem Redakteur André Pawlitzki verraten.

Spoons gibt es in unterschiedlichen Formen und Farben. Die kleinen Löffelblinker gehören am Forellensee mittlerweile zur Standardausrüstung. Foto: W. Krause

Bild: W. Krause

Spoons gibt es in unterschiedlichen Formen und Farben. Die kleinen Löffelblinker gehören am Forellensee mittlerweile zur Standardausrüstung.

Sie sind bunt, kommen in vielen unterschiedlichen Formen und gehören zu den erfolgreichsten Forellenködern: Spoons. Die kleinsten der Löffelblinker haben gerade mal eine Länge von 2 Zentimetern, die größten bringen es auf 5. Befestigt werden die Spoons mit einem Snap-Einhänger am oberen Ende. Unten befindet sich ein Sprengring, in dem ein nadelscharfer Einzelhaken eingeschlauft ist. Forellenexperte Klaus Illmer zeigt, wie euch der Einstieg ins Spoonangeln optimal gelingt!

Jetzt Blinker abonnieren und das FTM-Spoonset als Prämie bekommen – damit kann der Spaß am Forellensee gleich losgehen! Foto: BLINKER / Fishing Tackle Max

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Einzelhaken zum Spoonangeln

Es gibt Spoons mit drei verschiedenen Hakentypen: kleinen Drillingen, ohne Widerhaken, und mit Micro-Widerhaken. Die beiden erstgenannten Modelle sind zum Spoonangeln allerdings ungünstig. Drillinge sind oft verboten und haken die Fische von außen, widerhakenlose Greifer schlitzen oft aus. Einzelhaken mit Micro-Widerhaken dagegen sitzen immer sicher und werden fast nie abgeschüttelt.

Greifer mit Micro-Widerhaken fassen sehr gut im Maulwinkel der Forellen. Foto: W. Krause

Bild: W. Krause

Greifer mit Micro-Widerhaken fassen sehr gut im Maulwinkel der Forellen.

Die Löffelchen lassen sich mit sowohl monofilen als auch geflochtenen Leinen einsetzen. Mit extrem dünnen Flechtschnüren in Durchmessern von 0,04 bis 0,08 Millimeter erzielt man beim Spoonangeln die besten Wurfweiten. Durch ihre glatte Beschichtung schießen sie nur so durch die Ringe der ultraleichten Spoon-Rute.

Dünne Schnüre sind optimal

Klaus schaltet noch gut einen Meter 0,16er bis 0,20er Fluorocarbon (je nach vorhandenen Fischgrößen) vor das Geflecht. Dieses wird über einen Snap mit der Hauptschnur verbunden.

Das Fluorocarbon hat einen ähnlichen Lichtbrechungs­winkel wie Wasser und wird daher von den Fischen schlechter gesehen als die Geflochtene. Monofile Hauptschnüre in 0,16 oder 0,18 Millimeter Durchmesser haben mehr Dehnung, welche die harten Kopfstöße größerer Forellen sicher abfedert. Allerdings lassen sich die kleinen Löffel, die meist nicht mehr als 3 Gramm wiegen, damit nicht so weit werfen.

Wer mit geflochtener Schnur fischt, sollte einen Meter Fluorocarbon vor den Spoon schalten. Foto: W. Krause

Bild: W. Krause

Wer mit geflochtener Schnur fischt, sollte einen Meter Fluorocarbon vor den Spoon schalten.

Biegsame Gerten zum Spoonangeln

Als Ruten zum Forellenangeln mit den leichten Spoons haben sich Modelle zwischen 1,80 und 2,10 Meter Länge bewährt. Der Grund für die kurze Rute: Sie wird bei der Köderführung nach unten gehalten. Je kürzer also die Rute, desto einfacher die Köderführung.

Alle Spoon-Ruten haben eine weiche, durchgehende Aktion. Hat sich eine Forelle den Köder geschnappt, biegt sich die Rute schon durch. Man lässt den Fisch in das Stöckchen laufen und hebt es einfach an.

Beim Wurf wird deutlich, wie weich die Ruten zum Spoonangeln sind. Sie federn die Fluchten der Fische sauber ab. Foto: W. Krause

Bild: W. Krause

Beim Wurf wird deutlich, wie weich die Ruten zum Spoonangeln sind. Sie federn die Fluchten der Fische sauber ab.

Das Wurfgewicht der meisten Spoon- oder auch „Trout Area“-Ruten liegt selten bei mehr als 7 Gramm. An einer solchen Rute wird selbst der Drill einer Portionsforelle zu einem Erlebnis.

Ganz wichtig ist auch die Wahl der richtigen Rolle. Diese muss über eine extrem fein justierbare Bremse verfügen, weil der Fisch nach der Köderaufnahme sofort Schnur nimmt. Nur dann, wenn die Rolle ruckfrei anläuft und einen gleichmäßigen Bremsdruck aufweist, kann ein erfolg­reicher Drill an dem feinen Gerät gelingen. Modelle der 1000er- bis 2500er-Größe sind geeignet.

Gerät zum Spoonangeln – auf einen Blick!

Rute:

  • zwischen 1,80 und 2,10 Meter lang
  • Wurfgewicht: etwa 7 Gramm

Rolle:

  • 1000er bis 2500er-Größe
  • fein justierbare Bremse (der Fisch nimmt sofort Schnur!)

Schnur:

  • Geflecht: 0,04 bis 0,08 Millimeter (für gute Wurfweiten)
  • Monofil: 0,16 bis 0,18 Millimeter (federt Kopfstöße ab)
  • Fluorocarbon: 0,16 bis 0,18 Millimeter (1 Meter mit Snap vorschalten, im Wasser schwer zu sehen)

Spoons & Haken:

  • kleine Spoons bis 3 Gramm
  • optimal: Einzelhaken mit Micro-Widerhaken (damit die Forelle nicht ausschlitzt)

 

Spoonangeln im Winter: Rute runter!

Die Köderführung ist variabel: langsames Durchkurbeln, variierende Geschwindigkeiten oder häufige Spinnstopps, in denen der Spoon lebhaft zum Grund taumelt. Im Winter empfiehlt sich folgendes Vorgehen: Man wirft den Löffelblinker aus, lässt ihn ein wenig absacken und kurbelt ihn dann ganz langsam ein – so gemächlich, dass er gerade noch läuft.

Die Rute wird beim Spoonangeln nach unten gehalten. Je kürzer die Rute, desto leichter die Köderführung. Foto: W. Krause

Bild: W. Krause

Die Rute wird beim Spoonangeln nach unten gehalten. Je kürzer die Rute, desto leichter die Köderführung.

Die Rute muss dabei nach unten zeigen, so spürt man jeden Anstupser. Je kälter das Wasser, desto langsamer wird der Blinker zurückgekurbelt. Es muss nur gewährleistet sein, dass die Geschwindigkeit so hoch ist, dass der Köder anfängt zu spielen. Ein weiterer Vorteil der tief gehaltenen Rutenspitze: Man bekommt den Fisch schneller unter Kontrolle und verhindert, dass er springt und so den Haken abschütteln kann.

An einer Rute mit 7 Gramm Wurfgewicht wird selbst der Drill einer Portionsforelle zu einem Erlebnis. Foto: W. Krause

Bild: W. Krause

An einer Rute mit 7 Gramm Wurfgewicht wird selbst der Drill einer Portionsforelle zu einem Erlebnis.

Gelandet werden die Forellen mit einem langstieligen Kescher. Bewährt hat sich dabei ein gummiertes Netz, in dem sich die nadelscharfen Haken nicht verfangen oder sich in jedem Fall schnell lösen lassen.

Farbenfrohe Spoons fangen

Was die Farben der Spoons angeht, gilt folgende Regel: Frisch eingesetzte Fische, die aktiv nach Nahrung suchen, lassen sich gut mit auffälligen gelben Löffeldekoren fangen. Haben sich die Fische etwas im Teich akklimatisiert, sollte man gedeckte Farben vorziehen. Gesprenkelte Spoons verlocken nun noch einige Forellen zum Biss.

Frisch eingesetzte Fische reagieren auf farbenfrohe, auffällige Muster. Haben sie sich akklimatisiert, sind gedeckte Farben vorzuziehen. Foto: W. Krause

Bild: W. Krause

Frisch eingesetzte Fische reagieren auf farbenfrohe, auffällige Muster. Haben sie sich akklimatisiert, sind gedeckte Farben vorzuziehen.

Da eine Forelle meist nie allein kommt, sollte man den See beobachten. Sieht man einen Fisch, überwirft man ihn und führt den Blinker langsam auf ihn zu. Bekommt man einen Biss, sollte man die Forelle ausdrillen und möglichst schnell erneut den vorherigen Platz anwerfen. Oft bekommt man so einen zweiten oder sogar noch einen dritten Fisch!

 

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