Barschangeln: 10 Tipps für Deinen Erfolg!

Barschangeln macht Spaß. Die gestreiften Räuber sind in vielen Gewässern zu finden, treten meist in Trupps auf und sind selten beißfaul. Wir verraten 10 Tipps, wie die neugierigen Gesellen an den Haken zu bekommen sind.

  1. Strukturen bringen Fisch

    Barsche lieben Strukturen. Unterwasserberge, Schärkanten und Totholz, aber auch Stege, Spundwände und Häfen ziehen die gestreiften Räuber magisch an. Um vom Boot aus Erhebungen und Kanten zu finden, ist ein Echolot sehr hilfreich. Angelt man zum ersten Mal in einem Gewässer, sollte man sich unbedingt eine Tiefenkarte besorgen. Diese bekommt man meist in dem ansässigen Angelverein oder vom lokalen Angelhändel angeboten. Freundliches Nachfragen in den jeweiligen Ausgabestellen öffnet meist die Tür zum Barsch-Imperium.

    Barschangeln Stelle

    Solche Spots wie der Überhängende Baum, sollte man als Barschangler auf jeden Fall beangeln. Foto: S. Kaufmann

  2. Beim Barschangeln provozieren

    Barsche sind Räuber durch und durch. Deshalb halten sie sich bevorzugt in der Nähe von Weißfischschwärmen auf. Doch nicht immer sind sie auch in Beißlaune. Um die stachligen Räuber dennoch zum Angriff zu provozieren, sollte man seinen Köder möglichst aggressiv und auffällig führen. Bei Twichtbaits kann es helfen, die Köder mit mehren Schlägen über die Rute richtig hart zu führen und ihn so schnell von links nach rechts schießen zu lassen. Auch Zikaden, Spinner und Crankbaits, die im Wasser starke Reize aussenden, können an solchen Tagen sehr erfolgsversprechend sein. Gummiköder mit einer starken Eigenaktion (Action Shad) und einem schwereren Bleikopf funktionieren dann auch gut. Diese kurbelt man sehr schnell ein und baut während der Führung zusätzliche Pausen ein.

    Barschangeln Twitchbait Barsch

    Ein Twichtbait aggresiv geführt, kann auch unentschlossene Fische zum Biss animieren. Foto: O. Portrat

  3. Futterneid zu Nutze machen

    Barsche sind enorm futterneidisch. Hat man sie erst einmal gefunden und sind sie auch noch in Beißlaune, sollte man nicht lange rumtrödeln. Ist der Futterneid erst einmal geweckt, beißt ein Barsch nach dem anderen. Nutzt die Gunst der Stunde und füllt Euren Fangkorb. Nur allzu oft ist die Beißphase schnell wieder vorbei. Dann sollte man es mit einem Köderwechsel versuchen und wenn das nicht klappt, die nächsten heiße Stelle anfahren. Häufig verraten sich die Barsche an der Oberfläche, wenn sie den Kleinfischen hinterher jagen. Dann sollte man schnell reagieren und seinen Köder direkt in das „kochende Wasser“ werfen. Der Fangerfolg wird sich schnell einstellen.

    Barschangeln Barsch

    Wenn sich der Futterneid bei den Barschen breit macht, können auch schon mal zwei Exemplare an einem und dem selben Köder hängen bleiben. Foto: S. Kaufmann

  4. Barsch frisst Barsch

    Es ist längst kein Geheimnis mehr und wurde auch schon durch wissenschaftliche Studien untermauert: Barsche haben eine Vorliebe für ihre kleinen Artgenossen. Kleine Wobbler und Gummifische im Barschdekor gehören deshalb in jede Köderbox beim Barschangeln. Auch kleinere Barsche als Köderfische an einer Pose präsentiert, ist besonders an schwierigen Tagen der Schlüssel zum Erfolg.

    Barschangeln Barschköder

    Barsche sind Kannibalen. Daher ist ein Köder im Barsch-Dekor immer eine richtige Wahl. Foto: S. Kaufmann

  5. Turbo-Twister

    Unter dem Siegeszug von Dropshot, Carolina- und Texas-Rig geraten alt bewährte Gummiköder gerne in Vergessenheit. Der Twister ist besonders im Sommer nach wie vor ein hervorragender Barsch-Verführer. Anstatt gleichmäßig einzukurbeln, sollte man ihn mit kurzen Rucken aus dem Handgelenk durchs Wasser schießen lassen. Der flüchtende Turbo-Twister reizt den Jagdtrieb der Barsche und sie beißen hemmungslos zu.

    Barschangeln Twister

    Twister, der vergessene Köder. Zu unrecht! Foto: Archiv

  6. Durchgeknallte Würmer

    Eine neuartige, enorm fängige Technik zum Barschangeln ist das Wacky-Rig. Die langen Gummiwürmer bewegen sich bereits bei feinsten Zupfern sehr lebendig. Am spannendsten ist das Angeln mit dem durchgeknallten Wurm, wenn man die Barsche auf Sicht fangen kann.

    Barschangeln Wacky

    Beim Wacky-Rig kann man einen Gummiwurm verführerisch am Grund zappeln lassen und so die Barsche verrückt machen. Foto: Blinker

  7. Unter der Rutenspitze

    Stehen die Barsche in Häfen, unter Stegen und Booten sind Köder gefragt, die ihr fängiges Spiel auf engstem Raum entfalten. Kleine Zocker und Balance-Jigs sind hier eine gute Wahl. Führt diese Köder beim Barschangeln mit kurzen Auf- und Abbewegungen. Zwischendurch sollte er immer wieder auf den Grund prallen und etwas Sediment aufwirbeln, das macht die Barsche neugierig.

    Barschangeln Balance Jig

    Kleine Balance-Jigs können sowohl im Mittelwasser als auch über den Grund geführt werden. Durch ihr hohes Gewicht können sie, wenn sie auf den Grund aufschlagen, Sedimente aufwirbeln und so die Fische neugierig machen. Foto: Archiv

  8. Gefühlvoll drillen

    Beim Barschangeln mit Kunstködern gehen viele Fische im Drill verloren. Das liegt an den weichen Mundpartien der Barsche. Deshalb sollte die Rute nicht zu steif gewählt und die Bremse nicht zu hart eingestellt werden. Barsche müssen zügig, aber mit Gefühl gedrillt werden, um sie sicher zu landen.

    Barschangeln Rute

    Eine Barschrute soll eine semiparabolische bis hin zu einer parabolischen Aktion aufweisen, damit die Räuber gefühlvoll gedrillt werden können. Foto: A. Seiberlich

  9. Nervöse Fänger

    Von Spätfrühling bis Herbst zählen kleine Wobbler zu den besten Barschködern. Wichtig dabei ist die Köderführung. Ein Wobbler, der gleichmäßig eingekurbelt wird, fängt nur bedingt. Wird er mit kurzen Rucken aus dem Handgelenk eingezupft, spielt er quirlig und nervös. Einem solchen Angebot können die Barsche selten widerstehen. In den anderen Monaten sind natürliche Köder wie Tau- und Regenwürmer, aber auch Köderfische, erfolgsversprechender.

    Barschangeln Wurm

    Würmer aktiv oder passiv angeboten sind inder kälteren Jahreszeit meist fängiger, als Kunstköder. Foto: O. Portrat

  10. Natürliche Verführer

    Einem zappelnden, stark riechenden Mistwurmbündel können Barsche selten widerstehen – auch die großen Exemplare nicht. Voraussetzung für den Fangerfolg beim Wurmangeln ist die richtige Montage. Eine feine, perfekt austarierte Pose und ein Haken in der passenden Größe sind nötig, damit auch die dicken Barsche zupacken. In welcher Tiefe der Köder angeboten werden soll, hängt davon ab, in welcher Schicht die Räuber unterwegs sind. Ziehen sie aktiv durch die Gewässer, kann es sich lohnen, ihn im Mittelwasser anzubieten. Sind die Fische eher träge, kann eine Grundnahe Präsentation den Unterschied ausmachen.

    Barschangeln Pose

    Posenangeln auf Barsch ist nicht nur spannend, sondern auch in Gewässern mit einem hohen Angeldruck sehr erfolgsversprechend. Foto: O. Portrat

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