Bleib flexibel mit dem Carolina Rig

Das Carolina-Rig ist flexibler als das Texas-Rig. Vor allem, wenn man es den europäischen Gegebenheiten anpasst. Wir zeigen Dir hier, was Du alles über die Montage, Köderwahl und Führung des Finesse-Rigs wissen solltest.

Carolina Rig Barsch

Fängiger Wurm: Dank des unbeschwerten Köders konnte der Barsch den Gummiwurm samt Haken leicht einsaugen. Foto: B. Kuleisa

Die Vorteile des Carolina-Rigs im Überblick:

  1. Weil der Gummiköder am langen Vorfach viel langsamer absinkt und man ihn damit sensibler anbieten kann als am Jig oder Texas-Rig.
  2. Weil man auch zwischen Kraut, Seerosen und Hindernissen angeln kann, wenn man den Weichplastikwurm oder Gummifisch „weedless“ anködert.
  3. Weil man mit der Länge des Vorfachs die Sinkrate des Köders bestimmen kann.
Carolina Rig

Das Carolina Rig ist sehr flexibel einsetzbar. Egal ob Kraut, Steine oder auch träge Räuber – mit dem Rig liegt man meist richtig! Foto: Archiv

Damit sich der Köder gut bewegen kann, kann man den Haken mittels eines Rapalaknotens befestigen. Als Köder kommen Gummiwürmer und -fische zum Einsatz, die „weedless“ angeködert werden. Der Haken ist dabei im Köder verborgen, kann aber beim Anhieb sofort fassen.Das Carolina-Rig ist eine sensible Montage, mit der man vor allem im Stillwasser oder nur leicht strömenden Fluss – Barsche und Zander fangen kann.

Das Rig besteht aus:

  • einem Bullet-Blei,
  • einer Glasperle, die von einem Wirbel oder Snap gestoppt wird.
  • Gefolgt von einem ein 30 bis 100 (!) Zentimeter langem Fluorocarbon-Vorfach, an dessen Ende der Offset-Haken angebunden wird.

Vom Carolina-Rig haben auch schon viele etwas gehört. Zunächst wirkt das Carolina-Rig nur wie eine Abwandlung des Texas-Rigs. Denn der einzige Unterschied zwischen beiden Montagen liegt im Abstand zwischen Köder und Blei. Beim Texas-Rig gleitet es bis an den Haken und wird dort von ­einer Glasperle gestoppt. Beim Carolina-Rig dagegen wird das Blei mit einem Wirbel auf Abstand zum Haken und zum Köder gehalten. Das Ganze ähnelt dann mehr ­einer Laufbleimontage fürs Aalangeln.

Carolina Rig Zander

Auch beim den Zandern kommt das Carolina Rig gut an. Foto: G. Schade

So montierst Du Dein Carolina Rig:

Abstand entscheidet

Am Wasser allerdings offenbart sich die Raffinesse des Carolina-Rigs, mit der weder die scheinbar so ähnliche Aalmontage noch das Texas-Rig als Ideengeber mithalten können. Denn der Abstand zwischen Blei und Köder entscheidet beim Carolina-Rig, wie sich der Köder bewegt! Der Abstand vom Blei zum Haken ist also für die Köderaktion verantwortlich. Ein anderer großer Vorteil des Carolina-Rigs, der sich aus dem Abstand zwischen Köder und Blei ergibt, ist folgender: Sobald das Bleigewicht auf dem Boden angekommen ist, kann sich der Köder am Vorfach völlig frei bewegen und wirkt dadurch noch verführerischer. Außerdem kann er noch leichter vom Fisch eingesaugt werden, weil der Abstand zwischen Blei und Köder größer ist.

Fragen und Antworten

In aller Regel wird beim Carolina-Rig das Bullet-Blei zunächst auf einen Abstand von 50 Zentimeter zum Köder gehalten. Das ist jedoch kein Dogma: Je nach Beißverhalten und aktuellen Erfordernissen kann man das Vorfach auch kürzer oder länger wählen. Immer wieder tauchen daher die Frage auf:

  • Was ist besser?
  • Wenn das Blei direkt am Köder sitzt wie beim Texas-Rig?
  • Oder wenn es Abstand hält zum Köder wie beim Carolina-Rig?

Unbestritten ist, dass beide Montagen nachweislich ihre Erfolge bringen. Deswegen blieben sie jahrzehntelang nebeneinander bestehen. Doch welches ist nun bei uns das bessere Rig? Darauf gibt es leider keine allgemeingültige Antwort. Bei uns geht es damit nämlich meist auf Barsch und deren Launen und Tagesform schwanken ständig.

Stopper statt Wirbel

Beim Carolina-Rig trennt in der Regel ein Wirbel die Hauptschnur vom Vorfach. Doch wer diesen gegen einen Stopper tauscht, kann so noch flexibler reagieren. Denn dann wird das Blei am besten durch einen straff sitzenden Stopperknoten gebremst, der bei Bedarf bis hinunter an den Haken verschiebbar ist. Dadurch kann man einerseits das Blei direkt vor dem Haken fischen, aber andererseits auf Wunsch auf jeden beliebigen Abstand zum Köder festsetzen. Und das alles in Sekundenbruchteilen, ohne die Montage auszutauschen! Auf diese Weise kann man ohne Zeitverlust testen, welche Köderpräsentation mehr Erfolg bringt. Denn sollten die Fische nach einigen Würfen und Fehlbissen den Braten durchschaut haben, kann man mit einem einzigen Handgriff den Abstand zwischen Blei und Köder verändern und ändert damit gleichzeitig auch die Aktion des Köders unter Wasser.

Als Faustregel gilt dabei: Je näher das Blei am Köder sitzt, um so „aktiver“ wird der Köder unter Wasser!


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