Forellenangeln: Tipps und Tricks am Forellensee

Wer beim Forellenangeln am Forellensee erfolgreich sein will, für den haben wir hier fangfrische Tipps und Tricks zu Ködern, Montagen sowie der richtigen Stellenwahl.

Wer erfolgreich Forellenangeln möchte, den werden die kommenden Tipps und Tricks mit Sicherheit weiterhelfen. Foto: G. Bradler

Wer erfolgreich Forellenangeln möchte, den werden die kommenden Tipps und Tricks mit Sicherheit weiterhelfen. Foto: G. Bradler

Wenn der Vater mit dem Sohne … das erste Mal Forellenangeln geht, dann sollte er auch Erfolg haben – und sei es nur, um nicht das Gesicht zu verlieren. Die korrekt zusammengestellte Ausrüstung ist dabei schon der erste Schritt in die richtige Richtung. Für kleine Teiche kommen 2,70 bis 3,30 Meter lange und leichte Ruten mit sensibler Spitze und einem Wurfgewicht bis etwa 30 Gramm in Frage. Bestens geeignet sind beispielsweise so genannte „Winklepicker“.

An größeren Seen sollte die Rute etwas länger ausfallen. 3,60  bis 3,90 Meter sind genau richtig, wenn man den Köder etwas weiter hinaus befördern muss. Wer noch eine Matchrute im Keller stehen hat, sollte sie sich noch einmal angucken. Hat sie ein Wurfgewicht bis 30 Gramm (12, 15 oder 20 Gramm sind genauso gut), dann erfüllt sie ihren Zweck beim Forellenangeln bestimmt.

Ob die Rute als Teleskop- oder als Steckrute ausgeführt ist, spielt übrigens keine Rolle. Beide gibt es in hervorragenden Qualitäten. Heckbremsen reagieren zumeist sehr, sehr hakelig und geben die Schnur beim Drill einer größeren Forelle nur ungleichmäßig frei. Der Wahl der Schnur solltet Ihr ein besonderes Augenmerk widmen, denn eine zuverlässige Verbindung zum Fisch ist nicht nur während des Drills, sondern auch bei der Bisserkennung und beim Anschlag wichtig. Lasst die Rolle daher mit gutem 0,18er Monofil bespulen. Spart nicht bei der Schnur! Billigware ist hart, nicht sonderlich knotenfest und kringelt sich.

Zum Ansitzangeln kommen an kleinen Teichen Posen mit einer Tragkraft von 2 bis 4 Gramm zum Einsatz, an größeren Seen sind auch Modelle mit einer Tragkraft bis 7 Gramm okay. Wichtig: Den Schwimmer so ausbleien, dass nur noch ein kleines Stückchen herausschaut. Das geht am besten mit so genannten Durchlaufbleien. Für eine 5-Gramm- Pose fädelt Ihr ein 5-Gramm- Blei auf die Hauptschnur und knotet anschließend einen kleinen Wirbel an. Wollet Ihr mit der Forellenmontage auch Schleppen, so muss dieser ein Dreifachwirbel sein, ansonsten tut es ein normales Modell.

Ein 70 Zentimeter langes Vorfach mit einem 8er Haken vervollständigt die Montage. Als Köder zum Ansitzangeln kommen alle Lebendköder wie Maden, Bienenmaden, kleine Würmer, Zophobas oder Mehlwürmer in Frage. Bei der Verwendung von Forellenteig solltet Ihr darauf achten, dass sie sinkt. Schwimmteig ist nicht geeignet. Die korrekte Tiefeneinstellung ist beim Forellenangeln extrem wichtig, probiert daher verschiedene Höhen aus.

Forellenangeln: Die Themen im Überblick

  1. Forellenangeln mit Teig
  2. Forellenangeln mit Bienenmade
  3. Forellenangeln mit Kunstködern
  4. Fangplätze beim Forellenangeln

Forellenangeln mit Teig

Zweifarbige Köder aus Forellenteig sind beim Forellenangeln besonders fängig. Michael Kahlstadt zeigt, wie man sie herstellt.

Dass viele Forellenangler ihre Teig zuhause ausrollen, mit einem Röhrchen ausstechen und die entstandenen, vorgeformten Plättchen mit zum Forellensee nehmen, darüber wollte ich schon öfter berichten – bin aber irgendwie nie dazu gekommen. Jetzt flattert mir letzte Woche gerade ein professionelles Stanzwerkzeug dafür ins Haus und dann treffe ich beim Forellenangeln auch noch jemand, der mir zeigt, wie man den Teig besonders leicht ausrollt – na, wenn das keinen Bericht wert ist!

Forellenangeln Teig

Dicke Forellen stehen auf kontrastreiche Paste. Foto: M. Kahlstadt

  1. Plättchen vorformen

    … aber noch mal von Anfang an! Viele Forellenangler schleppen mit zweifarbigen Spinnerblättchen aus Paste. Dabei wird die Außen- und die Innenseite mit einem möglichst starken Kontrast versehen – z.B. Schwarz und Weiß. Damit es am Forellensee hinterher schneller geht, fertigten sich findige Kollegen zuhause schon zweifarbige, runde, etwa 15 Millimeter dünne Plättchen an, indem sie Forellenteig zu etwa 2 Millimeter starken Teigplatten ausrollten, zwei verschiedenfarbige aufeinander legten und mit einem Rohrstück ausstanzten.

    Da dieses Werkzeug einen scharfen Rand ausgestattet ist, ist jetzt auch möglich, die Plättchen mit sauberen Umrissen (etwa wie Kekse bei der Weihnachtsbäckerei) auszustechen. Das praktische Werkzeug kostet im Angelladen nur wenige Euro und erleichtert die Arbeit ungemein.

    Forellenangeln Teig

    Der Auststanzer erzeugt perfekte Köderplättchen. Foto: M. Kahlstadt

  2. Ausrollen

    Um den Forellenteig auszurollen, benutzten wir früher ein Nudelholz oder ein Metallrohr. Damit nichts auf dem Tisch festpappt, wurde die Paste auf ein Stück Backpapier gelegt und dann, wie Kuchenteig, mit einem glatten Rohrstück ausgerollt. Der Nachteil bestand immer darin, dass der Teig dadurch an einigen Stellen dicker und an anderen Stellen dünner geriet. Ein Freund zeigte mir am letzten Wochenende dann einen Trick: Er hatte sich vom Klempner seines Vertrauens ein Metallrohr an den Rändern etwa 2 Millimeter stark aufbördeln lassen. Dadurch hat die ausgerollte Teigplatte an jeder Stelle die gleiche Dicke – genial.

    Anfang der Woche hatte ich dann nichts Besseres zu tun, als ebenso zum Klempner zu gehen – und siehe da, jetzt bin ich ebenfalls stolzer Besitzer mehrerer Rohrstücke. Um diese Methode zu testen, habe ich mir nämlich mehreren Dicken von 2 bis 4 Millimetern aufbördeln lassen – 2 bis 2,5 Millimeter sind allerdings am zweckmäßigsten.

    Forellenangeln Teig

    Mit dem Rollrohr wird die Teigplatte immer gleicht stark. Foto: M. Kahlstadt

  3. Forellenteig formen

    Sowohl beim Ausrollen, als auch beim Stanzen der Plättchen sollte man sich nebenbei etwas beeilen, da die Paste durch die große Oberfläche schneller austrocknet. Sind die Plättchen fertig, so bewahrt man sie am besten in den dann leeren Teiggläschen auf. Da sie mehr Platz wegnehmen als die nicht ausgestanzte Paste, sollte man allerdings vorher einige Gläschen sammeln. Das Formen der Spinnerblättchen selbst geht sehr schnell und unkompliziert vor sich. Einfach den Haken zwischen die beiden verschieden farbigen Teige stecken und dann ein Spinnerblättchen nach eigenem Geschmack formen. In der nebenstehenden Bildreihe zeige ich das sogenannte „Hütchen“:

Eine Made für alle Fälle

Wer am Forellensee angelt, braucht Maden. Aber nicht irgendwelche, sondern ein ganz bestimmte Sorte: Bienenmaden. Denn die großen weißen Forellenköder sind für alle Angeltechniken, wie zum Beispiel beim Tremarella angeln, geeignet und fangen auch, wenn andere Köder kläglich versagen.

Forellenangeln Bienenmade

Bienenmade und Sbirulino – am Forellensee eine der fängigsten Montagen. Foto: Archiv

  1. Vielseitiger Krabbler beim Forellenangeln

    Wenn man erfahrene Forellensee-Angler nach ihrem Lieblingsköder für alle Gelegenheiten fragt, wird die Bienenmade besonders häufig genannt. Warum? Weil sie deutlich größer und auffälliger als eine herkömmliche Fleischmade und darüber hinaus so vielseitig einsetzbar ist. Viele Angler bieten sie stationär an der Posenmontage an. Und auch an der Grundmontage bringt die mit etwas Forellenteig oder einem Stück Styropor zum Schweben gebrachte Made reichlich Bisse.

    Forellenangeln Bienenmade

    Bienenmaden sind am Forellensee ein sehr fängiger Köder. Foto: Th. Pruss

    Aber damit ist ihr Einsatzspektrum noch lange nicht erschöpft: Am fängigsten ist die Bienenmade, wenn sie an einem Sbirolino geschleppt wird. Dabei sollte man unbedingt darauf achten, die Made richtig anzuködern. Denn die Bienenmade sticht man nicht einfach auf den Haken wie eine herkömmliche Fleischmade. Sie brauchen eine Sonderbehandlung, um ihre Reize ausspielen zu können.

    Der Haken wird so durch die Made geführt, dass er kurz vor dem Ende austritt. Dann rotiert sie beim Einholen verführerisch. Wer den Forellen eine ordentliche Portion vorsetzen will, kann auch zwei Bienenmaden auf einmal anbieten. Die erste Bienenmade wird komplett auf den Hakenschenkel gezogen, die zweite so angebracht, dass beide Maden in einem Winkel von 90 Grad zueinander bestehen. Dieser L-förmige Doppelpack dreht sich besonders rasant um die eigene Achse und macht auch träge Forellen munter.

    So funktionierts: Bienenmaden richtig anködern:

    Forellenangeln Bienenmade

    1. Bienenmade Kopf nach unten halten…Foto: G. Bradler

    Forellenangeln Bienenmade

    2. Langsam auf den Hakenschenkel aufziehen…Foto: G. Bradler

    Forellenangeln Bienenmade

    3. Hakenspitze austreten lassen. Fertig! Foto: G. Bradler

  2. Maden-Mumie

    Wer nicht vor jedem Angeltag neue Bienenmaden kaufen möchte und  trotzdem immer einen Vorrat in der Angeltasche haben möchte, für den bietet der Fachhandel eine Lösung: mumifizierte Bienenmaden. Diese Maden sind immer einsetzbar und durch ihre schonende Behandlung nicht weniger fängig als frische Krabbler. Und die Maden-Mumien haben noch einen weiteren Vorteil: Es gibt sie in knalligen Farben wie Gelb, Rot oder Grün. So sind sie im Wasser noch auffälliger. Experten montieren eine Kombination aus echter und künstlicher Made. So hat man gleich zwei Reize auf einmal: Den Geruch der echten und den farblichen Reiz der künstlichen Bienenmade.

    Forellenangeln Bienenmade

    Allzeit bereit: Konservierte und gefärbte Bienenmaden aus der Dose. Foto: Archiv

  3. Tipp zur Köderführung mit Bienenmade

    Kurbelt den Sbirolino nicht nur monoton ein, sondern legt auch mal eine Pause ein. Meistens nutzen die Forellen diesen Moment und schnappen nach der Made. Forellenprofis lassen die Rutenspitze während des Einkurbelns permanent zittern. Das verleiht der Bienenmade noch mehr Bewegung. Diese Technik ist zwar ein wenig anstrengend, verbessert aber das Fangergebnis deutlich.

    Fängige Kombinationen beim Forellenangeln:

Forellenangeln Bienenmade

Kombi aus Teig und Made. Foto: G. Bradler

Forellenangeln Bienenmade

Kombination aus einer künstlichen und einer echten Made. Foto: G. Bradler

Forellenangeln Bienenmade

Doppelpack aus zwei echten Maden. Foto: G. Bradler

Forellenangeln mit Gummi

Twister und Gummiwürmer stehen beim aktiven Forellenangeln ganz hoch im Kurs. Die farbigen Weichköder lassen sich vielseitig einsetzen und bewegen sich verführerisch. Gummiköder sind an den Forellenseen längst kein Geheimtipp mehr. Unlängst haben die kleinen Twister und Gummiwürmer einen breiten Siegeszug angetreten. Heute sind die weichen Kunstköder vom Forellensee nicht mehr wegzudenken. Nicht nur ihre Fängigkeit, auch ihre vielseitigen Einsatzmöglichkeiten machen sie zu hervorragenden Forellenködern.

Forellenangeln Gummikoeder

Sbirolino und Twister sind am Forellensee eine fängige Kombination. Das kleine Spinnerblättchen sorgt zusätzlich für Aufmerksamkeit. Foto: Archiv

  1. Vielseitige Gummipalette

    Der Twister ist der wohl bekannteste Gummiköder zum Forellenangeln. Es gibt ihn in unzähligen Formen, Farbausführungen und, speziell für das Angeln im Forellensee, auch eingelegt in Lockstoff. Nebst Twistern gibt es aber noch eine ganze Reihe weiterer Gummis, die sich zum Angeln am Forellensee eignen.

    Viele Angler schwören auf den Einsatz von Gummiwürmern. Die schwabbeligen Weichköder schwänzeln im Wasser verführerisch und erinnern dabei an einen echten Wurm. Die Farbe des Köders muss der Wasserfarbe, der Wassertemperatur und dem Wetter angepasst werden. Bei trübem, kaltem Wasser und bedecktem Himmel sind grelle Farben im Vorteil. Klares Wasser und sonniges Wetter verlangen häufig natürliche Farbtöne.

    Forellenangeln Gummikoeder

    Mittlerweile gibt es nebst klassischen Twistern auch eine Auswahl an Gummiködern, die speziell für das Angeln am Forellensee entwickelt wurden. Foto: Archiv

  2. Köderpräsentation beim Angeln im Forellensee

    Die vielseitigsten Einsatzmöglichkeiten der Gummiköder ermöglicht die Sbirolino-Montage. Mit den italienischen Sinkposen lassen sich die Gummis in jeder beliebigen Tiefe präsentieren und auch die Einholgeschwindigkeit kann variiert werden. Die fängige Köderführung muss immer erst ausgetestet werden: Beißen die Forellen an einem Tag auf schnell geführte Gummis, so bringt am nächsten Tag eine langsame Köderführung mehr Bisse. Auf jeden Fall sollte man beim Einkurbeln kurze Pausen einlegen. Oftmals beißen die Forellen genau während dieser Absinkphasen.

    Forellenangeln Gummikoeder

    Um die Forellen in verschiedenen Wasserschichten zu finden, benötigt man Sbirolinos mit unterschiedlichen Sinkeigenschaften. Foto: Archiv

  3. Die Montage

    Um übermäßigen Drall zu verhindern, wird beim Angeln mit Sbirolino ein Dreifach-Wirbel verwendet. An diesen wird ein Vorfach von mindestens zwei Metern Länge geknüpft. Als Haken haben sich kurzschenklige Modelle, mit einem großen Bogen bewährt. Die Twister werden mit nach oben stehendem Schwanz montiert. Gummiwürmer sollten auf dem Haken eine leichte Krümmung aufweisen, damit sie verführerisch rotieren. Um die Lockwirkung des Köders zu steigern, kann man dem Haken ein Spinnerplättchen vorschalten. Um den Hakenknoten zu schützen, sollte man davor eine kleine Stopperperle einbauen.

    Forellenangeln Sbirolino Dreifach-Wirbel

    Ein Dreifach-Wirbel verhindert Drall. Foto: Archiv

So findet man die besten Fangplätze beim Forellenangeln

Immer am gleichen Forellensee die Montage auswerfen? Das wird auf Dauer doch ziemlich langweilig. Auf zu neuen Seen, lautet die Devise. Aber wie knackt man ein unbekanntes Gewässer? Thorsten „Toto“ Brosda gibt Tipps, für einen gelungenen Start an neuen Ufern.

Auch wenn fast jeder Forellenangler eine Anlage hat, an der er besonders gerne fischt, so ist es doch ziemlich eintönig, immer am gleichen See sein Glück zu versuchen. Abwechslung ist angesagt. Und die wird reichlich geboten. Schließlich gibt es in Deutschland hunderte von Forellenseen. In manchen Regionen wie etwa dem Ruhrgebiet ist die Dichte an Forellenseen sogar so groß, dass man in relativ kurzer Zeit mehrere Anlagen erreichen kann.

Diese Spots am Forellensee sind richtig heiß:

  • Einlauf und „Mönch“ – Hier ist Bewegung im Wasser und der Sauerstoffgehalt ist hoch
  • Belüfter sind besonders im Sommer echte Hotspots
  • Ruhige Buchten bieten sich im Winter als Angelplätze an
  • Vor Schilf- und Pflanzenfeldern schwimmen die Fische entlang

Keine Angst vor Neuem

So mancher Angler scheut dennoch den Besuch an einer ihm unbekannten Anlage. Der Grund dafür ist einfach: Man das oder die Gewässer eben nicht kennt. Am Stamm-Gewässer weiß man aus Erfahrung, was Fisch bringt. An einem „neuen“ See hingegen sieht die Sache anders aus. Wo und wie soll man hier erfolgreich angeln? Da macht sich schnell Unsicherheit breit und man fährt doch lieber an die bekannten Gewässer.

Der erste Blick aufs neue Gewässer. Wo und wie soll man hier Forellen fangen? Foto: G. Bradler

Der erste Blick aufs neue Gewässer. Wo und wie soll man hier Forellen fangen? Foto: G. Bradler

Toto Brosda hat keine Berührungsängste mit unbekannten Gewässern. Mit etwas Vorarbeit und einer angepassten Taktik kommt er auch an für ihn neuen Seen zum Erfolg. Wenn er von einer interessanten Anlage gehört hat, packt er allerdings nicht sofort das Angelgerät in den Kofferraum und fährt ans Wasser.

Zunächst steht ein bisschen Recherche an. Website oder Facebookseite der Anlage liefern meist schon viele wichtige Infos und vermitteln einen ersten Eindruck. Wenn möglich stattet Toto dem Gewässer einen Besuch ab und nimmt es erst einmal in Augenschein. So sieht er, wie viel Betrieb am Gewässer herrscht, wie die Angelbedingungen sind und lernt auch schon einiges über das Beißverhalten der Fische. Auch ein Gespräch mit am See aktiven Anglern bringt wichtige Erkenntnisse, wo die guten Stellen liegen und wie gefangen wird.

Toto Brosda hat keine Berührungsängste mit unbekannten Gewässern. Hier hat er nach kurzer Zeit schon seine erste Forelle gefangen. Foto: Gregor Bradler

Toto Brosda hat keine Berührungsängste mit unbekannten Gewässern. Hier hat er nach kurzer Zeit schon seine erste Forelle gefangen. Foto: Gregor Bradler

Spätestens am Angeltag wird nach der Ankunft nach potenziellen Hotspots Ausschau gehalten. Die sind am Forellensee meist ziemlich leicht zu finden: Am Einlauf kommt frisches und sauerstoffreiches Wasser in den See. Hier sind fast immer Fische zu finden. Auch der Ablauf, auch Mönch genannt, ist immer einen Versuch wert.

Besonders im Sommer sollte man sich einen Platz suchen, der in der Nähe eines Belüfters liegt. Weil hier das Wasser mit Sauerstoff angereichert wird, macht das Angeln im Bereich des Lüfters Sinn. Wind und Windrichtung sind ebenfalls Faktoren, die man nicht außer Acht lassen sollte. Toto schwört auf die dem Wind zugewandte Uferseite. Hier wird Nahrung freigespult und der Sauerstoffgehalt des Wassers ist besonders hoch. Eine Ausnahme bildet kalter Wind (besonders im Winter). Dann ist das Angeln in einer kleinen windgeschützten Bucht aussichtsreicher.

Eine weitere offensichtlich interessante Stelle ist der sogenannte "Mönch" am Forellensee. Foto: Gregor Bradler

Eine weitere offensichtlich interessante Stelle ist der sogenannte „Mönch“ am Forellensee. Foto: Gregor Bradler

Am Einlauf kommt frisches Wasser in den See. Hier befindet sich ein echter Hotspot zum Forellenangeln. Foto: Gregor Bradler

Am Einlauf kommt frisches Wasser in den See. Hier befindet sich ein echter Hotspot zum Forellenangeln. Foto: Gregor Bradler

Ein Gespräch mit dem Betreiber der Anlage sollte man nicht auf jeden Fall führen und ihn nach guten Plätzen und Methoden fragen. Grund zur Geheimniskrämerei hat der Betreiber nämlich nicht, ganz im Gegenteil: Er muss sogar ein großes Interesse daran haben, dass seine Gäste gute Fänge erzielen. Denn nur zufriedene Angler kommen wieder und bringen dann ggf. noch den einen oder anderen Angelkollegen mit.

Ein Gespräch mit dem Betreiber der Anlage bringt wichtige Erkenntnisse. Foto: Gregor Bradler

Ein Gespräch mit dem Betreiber der Anlage bringt wichtige Erkenntnisse. Foto: Gregor Bradler

Nach der Stellenwahl geht es endlich ans Angeln. An vielen Gewässern ist das Angeln mit zwei Ruten erlaubt. Diese Möglichkeit nimmt Toto gerne wahr, denn diese Taktik ermöglicht es ihm zum einen das Gewässer besser kennenzulernen und zum anderen bessere Fänge zu erzielen. Eine Rute wird stationär angeboten, etwa mit einer Posenmontagen und Lebendködern wie etwa Bienenmade oder Fleischmade.

Aktiv und passiv auf Forelle angeln

Man wirft die Montage und legt die Rute in einen Halter. Die Montage driftet bei Wind langsam durchs Gewässer – bis der Köder einen Abnehmer gefunden hat. Die andere Rute wird aktiv geangelt. Toto präferiert eine Soloblei-Montage. Auf der Schnur befindet sich also nur ein länglicher Bleikörper, auf eine Pose wird verzichtet. Vorteil dieser Montage: Man hat keine Pose, die die Angeltiefe festlegt.

Durch Variieren der Absinkzeiten kann man nahezu alle Wasserschichten absuchen. Besonders mit der aktiven Montage macht Toto Strecke und wirft möglichst viele Bereiche des Sees an. Man sollte sich nicht auf einen bestimmten Köder „einschießen“, auch wenn er am Hausgewässer schon gute Resultate gebracht hat. Denn nicht überall haben die Salmoniden die gleichen Vorlieben. Hat Toto etwa nach zehn oder fünfzehn Würfen mit Bienenmaden keinen Biss bekommen, wird auf Teig gewechselt.

Mit dieser Vorgehensweise bleiben neue Gewässer nicht lange ein Buch mit sieben Siegeln. Und wer weiß, vielleicht entpuppt sich die bis dahin unbekannte Anlage als Volltreffer und man hat ein weiteres tolles Stammgewässer gefunden.

Die Platzwahl war offensichtlich richtig. Bei Toto ist zum ersten Mal die Rute krumm. Foto: Gregor Bradler

Die Platzwahl war offensichtlich richtig. Bei Toto ist zum ersten Mal die Rute krumm. Foto: Gregor Bradler

Forellenseen in Deutschland im Überblick

Hier möchten wir Euch einen Überblick über die zahlreichen Forellenseen in Deutschland geben. So könnt Ihr Euer Bundesland direkt auswählen und dort den passenden Angelsee für Euch heraussuchen. Diese Übersicht wird stetig aktualisiert.

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