Texas-Rig: Die Erfolgsmontage mit dem Klick

Das Texas-Rig hat einen besonderen Trick: Das Blei ist nicht fest am Köder, sondern läuft locker auf der Schnur und erzeugt im Zusammenspiel mit einer Perle ein akustisches Geräusch. In kniffligen Situationen beim Angeln verschafft das Rig sich damit einen unschlagbaren Fangvorteil.

Die Fängigkeit des Texas-Rigs wird von vielen Anglern unterschätzt. Dabei lassen sich mit der modernen Technik aus Übersee nahezu alle heimischen Räuber überlisten.Foto: BLINKER/G. Schade

Das Texas-Rig bietet folgende Vorteile:

  • akustische und visuelle Reize werden ausgesendet
  • es lässt sich besser und weiter werfen als das Carolina-Rig, da Köder und Gewicht dicht zusammenliegen
  • mit dem Texas-Rig kann man schnell und effektiv große Flächen absuchen (Stichwort: Search-Rig)
  • überwiegend aktive und bodennahe Fische werden angesprochen
  • einsetzbar im Kraut und Unterholz

Das Texas-Rig wurde entwickelt, um in hängerträchtigen und verzwickten Stellen zu angeln. Die Montage ist so aufgebaut, dass der Köder punktgenau serviert und attraktiv bewegt werden kann. Dabei braucht er keinen langen Anlauf, um abzusinken und keine lange Strecke, um aufzusteigen – ideal für eng begrenzte Hotspots. Aber die Montage besitzt Raffinessen, die auch auf weiter, gleichmäßiger Gewässerstrecke zu großen Fangerfolgen führen. Beim Rig sollte das Gewicht an die Strömung bzw. Gewässertiefe angepasst werden, jedoch kommt es da nicht auf ein paar Gramm an. Dadurch, dass das Texas-Rig sehr flexibel ist, kann man mit ihm nicht nur viele Fische, sondern vor allem verschiedene Fischarten fangen: Barsch, ZanderHecht, Döbel, RapfenForelle und sogar Barbe.

texas rig koeder

Das Texas-Rig ist für lange Gummiwürmer ideal.

Dabei besteht das Texas-Rig aus wenigen Bestandteilen, die ganz einfach zusammengeführt werden:

  • Auf das Vorfach (bevorzugt aus Fluorocarbon) wird als erstes ein geschossförmiges Blei aufgezogen.
  • Danach folgt eine Perle aus Kunststoff oder besser aus Glas.
  • Dann wird der Haken zum Beispiel mit einem Rapalaknoten angebunden.
  • Je nach Köder nimmt man einen Offset-Haken oder einen Widegap-Haken.
Texas Rig Zubehoer

Ein Widegap-Haken, eine Perle und ein Bulletblei, mehr braucht es nicht für ein Texas-Rig. Foto: Blinker

Köderführung mit dem Texas-Rig

Der Köder wird am Texas-Rig in leichten Sprüngen über den Grund oder auch höher durchs Wasser geführt. Der Clou an der Montage ist das frei auf der Schnur laufende Geschossblei. Es sorgt dadurch, dass man den Köder im Wechsel anzieht und absacken lässt, für den besonderen Reiz. Beim Anziehen knallen Blei und Perle zusammen und erzeugen akustisch Aufmerksamkeit. Beim Absinken taucht das schwere Gewicht voran ab und der Köder schwebt langsam hinterher. Dabei entfaltet er seine besonders aufreizende Bewegung. Der Räuber kann ihn ohne Widerstand problemlos einsaugen, ohne durch ein Blei daran gehindert zu werden. Besonders an schwierigen Tagen, kann das der Schlüssel zum Erfolg sein.

Texas Rig

Spar-Tipp

Keine Frage, der „Klick“ auf die Glasperle macht das Texas-Rig fängiger. Sobald man jedoch mit schweren Wolfram-Bullets („Tungsten“) fischt, kann der „Klick“ teuer werden. Wolfram ist deutlich härter als Blei. Während das weiche Blei durch die vielen „Klicks“ auf der Perle meist nur verformt wird, zerschlägt das harte Tungsten die Glasperlen früher oder später. Das kann teuer werden, weil die beschädigten Glasperlen meist unbemerkt das Vorfach beschädigen. Beim nächsten Wurf reißt das Vorfach, und das teure Tungsten-Bullet mitsamt Haken und Köder fliegt ohne Schnur gen Horizont. Wer Geld sparen will, verzichtet deswegen beim Einsatz von Tungsten-Bullets lieber auf den Klick und fischt statt Glasperlen solche aus „Hartgummi“. Am besten geeignet sind dafür die schwarzen Perlen, die Karpfenangler für ihre Helikopter-Rigs benutzen. Sie sind zäh genug, um vielen Tungsten-Kontakten standzuhalten

Richtig Reagieren beim Biss

Die Bisse kommen beim Texas-Rig meistens in der Absinkphase, in der die vermeintliche Beute langsam zum Boden taumelt. Oft macht sich der Biss nur durch leichtes Zupfen oder seitlichen Abziehen der Schnur bemerkbar. Der Anhieb sollte dann mit Entschlossenheit, aber nicht zu vehement kommen. Nicht zuletzt ist es auch ein Vorteil, dass die Fische nach einem Fehlbiss aufs Texas-Rig häufiger ein zweites Mal nachfassen, da sie den Haken nicht gespürt haben. Außerdem braucht man, anders als beim Bleikopfjig, nicht sofort anschlagen, sondern kann den Fischen 1 bis 2 Sekunden geben, um den Köder richtig einzusaugen. Würde man das beim normalen Jiggen machen, wäre die Gefahr zu groß, dass der Fisch den Haken oder das Gewicht des Bleikopfes bemerkt und loslässt, anstatt nachzufassen.

Texas Rig

So wird ein Gummiköder auf den Widegap-Haken aufgezogen.

Noch mehr Vorteile

Auch mit kleinen Gummiködern lassen sich große Fische fangen. Wenn der Fluss jedoch zu stark strömt, wie es oft im Herbst der Fall ist, und dann zusätzlich auch noch Wind ins Spiel kommt, braucht man schwere Bleiköpfe, um überhaupt noch ein Ködergefühl zu haben. An diesen schweren Bleiköpfen laufen allerdings die meisten kleinen Gummiköder nicht mehr richtig. Außerdem wollen Barsche ihre Beute förmlich einsaugen. Ein zu schwerer Bleikopf behindert dieses leichte Einsaugen durch sein schweres Gewicht und sorgt somit für Fehlbisse. Beim Texas-Rig läuft das Blei dagegen frei auf der Schnur und stellt für den Fisch beim Einsaugen keinen Widerstand dar, weil es einfach auf dem Vorfach weggleitet.

Texas Rig Bullet Blei

Wahl der richtigen Hakengröße und Bleigewichte

Bei der Wahl der Haken und Bulletbleie kann man sich an folgende Anhaltspunkte orientieren:


–>Hakengröße

  • bei Ködern unter 10 Zentimeter: 1 bis 1/0
  • Ködergröße zwischen 10 bis 14 Zentimeter: 2/0
  • ab einer Ködergröße von 15 Zentimeter: 3/0 bis 5/0


–> Bulletblei

  • Bei einer Wassertiefe bis 2 Meter: 2 bis 5 Gramm
  • Wassertiefe zwischen 2 und 4 Meter: 5 bis 9 Gramm
  • Wassertiefe: 4 bis 6 Meter: 8 bis 12 Gramm
  • Wassertiefe ab 6 Meter: 13 bis 18 Gramm

Auf der nächsten Seite erfährst Du, wie Du mit dem Texas-Rig auf Hechte in schwer zugänglichen Gewässern angeln kannst.


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ANGELSEE-aktuell 01/19

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ANGELSEE aktuell ist das einzige Magazin im deutschsprachigen Raum für die stetig wachsende Zahl der Angler, die an Angelseen, auch Forellenteiche genannt, ihre Köder auswerfen.
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