Steckbrief Nase

Klares Wasser erfordert feine Köder. Nasen sind sehr vorsichtige Fische.

Nasen muß man in der Strömung suchen. Vor allem im Sommer stehen sie gern im sauerstoffreichen Wasser unterhalb von Wehren oder Mühlschüssen.

Dann kann man ihre silbernen Flanken blitzen sehen, wenn sie mit schnellen Drehungen ihres kräftigen ­Körpers die Algen vom Grund abweiden. Allerdings sind sie bei klarem Sommerwetter besonders vorsichtig und nur mit ­feinem Gerät und kleinsten ­Ködern zu überlisten. Aussichtsreicher ist es, sie im zeitigen Frühjahr oder im Spät­sommer in tieferen Rinnen zu be­fischen. Nasen sind Schwarmfische. Das wird besonders deutlich zur Laichzeit (März bis Mai), wenn ganze Heerscharen von Nasen flußaufwärts ziehen auf der Suche nach geeigneten Kiesbetten im Oberlauf und in kleinen Nebenbächen. In dieser Zeit nehmen die Fische kaum Nahrung auf, erst recht keinen Köder, auch wenn sie sonst jede Scheu verloren haben. Auch zu anderen Zeiten lassen Nasen den Angler relativ nah an sich herankommen. Vorsichtiges Waten ist manchmal erforderlich, damit man empfindliche Köder genau in der Strömung plazieren kann.

Typisch Nase: Kleiner Hunger (wie hier auf Maden), aber eine große Kämpferin. Die Blausilbernen sind stark im Drill.

Typisch Nase: Kleiner Hunger (wie hier auf Maden), aber eine große Kämpferin. Die Blausilbernen sind stark im Drill.

Wie und womit Nasen sind überwiegend Vegetarier. Neben den schon erwähnten Grün- oder Fadenalgen, die sie mit ihren hornigen Lippen von Steinen und Balken kratzen, fressen sie aber auch alles, was ihnen an Kleintieren vors Breitmaul kommt. Dazu gehören Insektenlarven und Kleinkrebse, aber auch Maden oder Mistwürmchen, vom Angler an der Pose am Grund schleifend oder mit der leichten Spürangel serviert. Ebenso kann man der Nase an feinen Goldhaken Gr. 16-20 und 0,12er bis 0,14er Vorfächern auch andere bewährte Friedfischköder anbieten: Mais, Teigkügelchen, Nudelstückchen, gequollenen Hanf oder Weizen.
Um die Nasen an handfestere Nahrung zu gewöhnen und einen Schwarm am Platz zu halten, ist Anfüttern unbedingt erforderlich. Achten Sie darauf, das Futter schwer genug zu machen, damit es weder hochsteigt noch zu schnell abtreibt. Spezialisten versuchen seit Jahrzehnten, die Vorliebe der Nase für Grünzeug auszunutzen. Sie bedecken ihren Haken mit vorsichtig abgezupften Grünalgen. Wenn dieser natürlichste aller Nasen-Köder den Auswurf und die Drift in der Strömung überdauert, ohne vom Haken zu fliegen, ist meist ein Fang garantiert. Weil der Köder aber so schlecht hält, schwören andere Nasen-Experten auf spezielle Algen-Teige. Dazu werden Algen in aufgelöste Gelatine eingerührt und nach dem Erkalten der Glibbermasse in kleinste Stückchen geschnitten. Manche Angler mengen, um die Haftung des Algenköders zu verbessern, Watte mit ein.
Der Aufwand kann lohnen, denn wo zahlreiche Nasen vorkommen, sind Fänge von einem halben Dutzend oder mehr Fischen aus einem Schwarm möglich. Und wo es große Nasen gibt, hat schon so mancher Friedfischangler sein blaues Wunder erlebt. Kapitale Nasen sind nämlich gute Kämpfer, die schon mancher für eine starke Barbe gehalten hat, wenn der Fisch am Grund bohrte oder mit dem typischen energischen Kopfschütteln den Haken loszuwerden versuchte.

Die Nase im Fischlexikon

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