Spinnfischen auf Wels: Eine Methode, die reinhaut!

Spinnfischen auf Wels verspricht ein einzigartiges Naturerlebnis gepaart mit einer Menge Adrenalin. Denn wenn sich ein hungriger Urian mit brachialer Kraft auf den Köder stürzt und der Einschlag bis ins Handteil zu spüren ist sowie der anschließende Drill einen die Schweißperlen auf die Stirn treibt, aber man am Ende als Gewinner vom „Spielfeld“ geht, dann ist das ein Erlebnis, was jeder Angler einmal durchgemacht haben muss, meint Steve Kaufmann.

Sobald man vom Welsangeln spricht, verbinden viele damit das Ansitzangeln mit hochgestellten Ruten sowie Köderfischen und Pellets als Köder. Doch diese Art der Angelei finde ich persönlich zu eintönig. Ich tausche lieber die Ansitz- gegen eine kräftige Spinnrute und begebe mich aktiv auf die Suche nach den Urianen. Denn beim Spinnfischen auf Wels bekommt man nicht nur ein besonderes Naturerlebnis geboten, sondern kann auch die direkten Attacken in der Rute spüren  – und diese erzeugen bei mir jedes Mal eine Gänsehaut, nur beim dem Gedanken daran.

Wenn der Kunstköder auf dem Wasser aufkommt und kurz danach ein hammerharter Einschlag die Rute wie ein Blitz durchfährt, dann ist das ein Erlebnis, was man sicherlich nicht wieder so schnell vergessen wird. Und wer dieses Gefühl einmal selbst erleben möchte dem sei gesagt, dass der Weg bis dahin nicht steinig ist. Denn mit ein paar wenigen Grundregeln zu dieser Angelei kann man sowohl in Flüssen als auch in Seen zum Erfolg kommen – und das nur mit minimalster Ausrüstung und vom Ufer.

Beim Spinnfischen auf Wels ist eine Wathose eine gute Investition, um auch verheißungsvolle Spots in der Ferne anwerfen zu können. Foto: BLINKER/S. Kaufmann

Beim Spinnfischen auf Wels ist eine Wathose eine gute Investition, um auch verheißungsvolle Spots in der Ferne anwerfen zu können. Foto: BLINKER/S. Kaufmann

  • Spinnfischen auf Wels: Im Frühjahr kracht’s!

    Die beste Zeit für das Spinnfischen auf Wels ist das Frühjahr. In den Monaten April und Mai hat man dann die besten Aussichten. Aber auch im Rest des Jahres kann man durchaus zum Erfolg kommen. Jedoch sind die Frühjahrsmonate besonders gut, da man die Fische an punktuellen Spots findet, hingegen sie im Rest des Jahres auf einer größeren Wasserfläche verteilt sind. Welse suchen im Frühjahr gezielt flache Bereiche auf, um zu jagen. Und wenn ich von flach spreche, dann meine ich auch flach! Gewässerbereiche mit weniger als einen Meter Wassertiefe sollten dann unbedingt beangelt werden. Denn in keinen Monaten des Jahres findet in der Unterwasserwelt so eine Veränderung statt, wie im Frühjahr. Die ersten Sonnenstrahlen erwärmen zunächst die Flachwasserbereiche, bevor die tiefen Gewässerabschnitte überhaupt Temperaturänderungen erfahren. Und genau in diese Bereiche zieht es nicht nur die Kleinfische zum laichen, sondern auch die Welse. Denn hier bekommen sie einen reichlich gedeckten Tisch geboten – und letztendlich auch unseren Spinnköder.

    Im Frühjahr haben viele Gewässer eine ausgeprägte Temperaturschichtung. Die Welse jagen jetzt bevorzugt in den erwärmten Flachwasserbereichen. Grafik: BLINKER/R. Jahnke

    Im Frühjahr haben viele Gewässer eine ausgeprägte Temperaturschichtung. Die Welse jagen jetzt bevorzugt in den erwärmten Flachwasserbereichen. Grafik: BLINKER/R. Jahnke

  • Heiße Spots für hungrige Welse

    Die wichtigste Frage beim Spinnfischen auf Wels sollte meiner Meinung nach ganz klar auf der Stellenwahl liegen. Denn angelt man am falschen Spot, wird sich der Fangerfolg trotz optimaler Ausrüstung kaum einstellen. Zufallsfänge sind dabei eher die Ausnahme als die Regel. Denn wie häufig kommt es vor, dass man zum Beispiel beim Zanderangeln einen Wels an den Haken bekommt? Es stürzen sich zwar immer wieder welche auf den Köder aber in Relation zum gezielten Welsangeln ist die Fangausbeute dabei eher gering. Wenn man hingegen zielgerichtet die Wels-Spot ansteuert, werden die Fänge um einiges steigen. Doch wie sieht nun eigentlich so ein heißer Spot für hungrige Welse aus? Wie oben schon beschrieben, sollte man im Frühjahr die Flachwasserzonen aufsuchen. Doch allein das allein reicht nicht. Solche Stellen in Verbindung mit überhängenden Bäumen, unterspülten Uferbereichen, Krautfelder und Totholz sind dabei absolut empfehlenswert. Denn sie bieten den Welsen einen Unterstand, von den sie ihre Jagd aus starten können. Daher sollte man seinen Köder immer so dicht wie Möglich in Richtung Ufer werfen und ihn an diesen Hindernissen entlang führen. Später im Jahr hingegen sind auch tiefe Kuhlen, Außenkurven mit stark strömenden Wasser, tiefe Buhnenfelder sowie Übergänge vom Tief- ins Flachwasser sehr interessant.

    Überhängende Bäume, Totholz und Kraut: der perfekte Spot für hungrige Welse. Foto: BLINKER/S. Kaufmann

    Überhängende Bäume, Totholz und Kraut: der perfekte Spot für hungrige Welse. Foto: BLINKER/S. Kaufmann

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