Mondkalender für Angler: Fangstrategie zur richtigen Mondphase

Unser Mondkalender für Angler gibt Aufschluss über die wichtigsten Mondphasen im Monat. Damit könnt Ihr gezielt Eure Touren am Wasser ausrichten und somit Eure Fangchancen steigern. Denn wenn man seine Taktik auf Neu- oder Vollmond abstimmt, wird man mit prächtigen Zandern und Aalen belohnt, weiß Martin Wehrle.

Wer sich gezielt an die Mondphasen beim Angeln richten will, der sollte sich mit einem Mondkalender für Angler auseinandersetzen. Foto: S. Kaufmann

Wer sich gezielt an die Mondphasen beim Angeln richten will, der sollte sich mit einem Mondkalender für Angler auseinandersetzen. Foto: S. Kaufmann

Ähnlich wie bei Menschen, hat der Mond Einfluss auf das Angeln bzw. auf das Verhaltensmuster der Fische. Dieser Faktor ist daher ausschlaggebend für den Fangerfolg. Ein Mondkalender für Angler kann helfen, eine Übersicht über die Mondphasen zu bekommen, an den man seine gezielten Angelausflüge ans Wasser ausrichten kann und so seine Fangchancen erhöht. Eine Grundregel:

  • bei einem zunehmenden Mond steigen die Chancen für den Fangerfolg
  • bei abnehmenden Mond nimmt auch die Fresslaune der Fische ab
  • bei Vollmond hingegen ist das Angeln dicht an der Oberfläche effektiv
  • bei Neumond sollte man seinen Köder eher grundnah anbieten

 

Mondkalender für Angler: Richtig deuten, mehr fangen!

Die meisten Nachtangler sind auf den Vollmond nicht gut zu sprechen. Angeblich vernagelt er die Mäuler der lichtempfindlichen Räuber. „Die Aale sitzen dann in ihren Verstecken“, lamentiert Kollege Franz. Und Achim behauptet: „Bei Vollmond fressen die Zander nicht, sondern verdauen nur.“ Alles falsch! Seit vielen Jahren bin ich nachts bei allen Mondphasen am Wasser, und ich darf Euch versichern: Ob Vollmond oder Neumond, abnehmender oder zunehmender Mond – immer lassen sich Zander und Aale fangen. Es kommt nur darauf an, dass Ihr Eure Angeltaktik der Mondphase anpasst.

Tipp für die Jäger unter den Anglern: Unsere Kollegen vom JÄGER-Magazin bieten für die Jagd auch einen speziellen Mondkalender an.

Denn wahr ist: Die Fressparty am Grund steigt bei Neumond. Und wenn der Mond am Himmel wächst, verändern die Fische ihr Verhalten: Die Aale und Zander beißen vorsichtiger. Dann fangen kleinere Köder, zum Beispiel Fetzen statt Köderfische, und feinere Montagen. Außerdem sollten Sie das Stockwerk wechseln: Die Räuber orientieren sich beim Fressen immer mehr nach oben.

Mit Hilfe des Mondalenders für Angler kann dieses kleine Übersicht eine Hilfestellung zum Aalangeln bei den verschiedenen Mondphasen sein.

Grafik: BLINKER

Ja, Ihr lest richtig: Große Aale und Zander, angeblich Grundfische, lassen sich direkt unter der Oberfläche fangen – vor allem bei Vollmond. Dann jagen sie Futterfische an der Oberfläche. Englische Raubfischangler haben das schon vor Jahrzehnten herausgefunden, aber die Erkenntnis verbreitet sich in Deutschland nur langsam. Probiert es aus: Bietet in den Tagen um den Vollmond einen Köderfisch 0,5 bis 1,5 Meter unter der Pose an, auch über tiefstem Wasser. Mit etwas Glück überlistet Ihr schöne Breitkopfaale. In flachem Wasser könnt Ihr den Köder auch an der Grundrute mit einer Styropor-Kugel aufsteigen lassen. Dieses stationäre Angeln ist in windigen Nächten überlegen, da der Köder auf Aal nicht zu schnell treiben darf.

Dieser Aal biss bei Vollmond nur knapp unter der Wasseroberfläche im tiefen Wasser. Foto: S. Kaufmann

Dieser Aal biss bei Vollmond nur knapp unter der Wasseroberfläche im tiefen Wasser. Foto: S. Kaufmann

Anders beim Zanderangeln

Das Driftangeln mit einem toten Köderfisch, flach oder auf halber Gewässertiefe, lockt bei Vollmond (sowie kurz davor und danach) prächtige Fische. In strömungsarmem Wasser hakt man den Köderfisch im Rücken, bei stärkerer Strömung besser im Maul; dann nimmt er jeweils seine natürliche Schwimmhaltung ein.

Und wie steht es mit dem nächtlichen Spinnfischen auf Zander? Je mehr der Mond zunimmt, desto effektiver wird es. Führt den Köder sehr, sehr langsam, mit vielen Pausen – nicht nur tief, auch flach. Schwebende Wobbler (Suspender) und leicht bebleite Gummifische sind eine gute Wahl. Entgegen der landläufigen Meinung fange ich nachts besonders gut mit hellen Ködern, nicht mit dunklen (die sich angeblich besser vor dem hellen Himmel abheben). Denn welche Farbe haben die Bäuche der Futterfische, die Zander von unten angreifen? Weiß!

Mit Hilfe des Mondalenders für Angler kann dieses kleine Übersicht eine Hilfestellung zum Aalangeln bei den verschiedenen Mondphasen sein.

Grafik: BLINKER

Natürlich fangen bei Nacht!

Kein Spinnköder fängt bei Nacht so gut wie ein toter Köderfisch, zum Beispiel am Drachkovitch-System. Sein Duft macht ihn unschlagbar, wenn man ihn vor dem Angeln mehrfach mit einer Ködernadel durchsticht. Tauscht das schwere Klemmblei des Systems gegen ein mittleres Bleischrot aus. Dann könnt Ihr den Köder ganz langsam dicht unter der Oberfläche einkurbeln. Beim Biss gebt für ein paar Sekunden nach, ehe Ihr anschlagt. Wenn es dann in der Rute „klopft“, wenn ein großer Zander am Haken hängt, wartet der große Augenblick: die (Mond-)Landung. Tipp: Vor dem Angeln in jede Ecke Ihres Keschers ein Knicklicht kleben. Dann ist das Netz beleuchtet wie die Landebahn eines Flughafens. Und der erste „Mondfisch“ darf einschweben.

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