Hechtangeln im See: Die besten Tipps für den Fangerfolg!

Unabhängig von der Größe, Tiefe und Lage eines Stillgewässers gibt es immer gleiche Verhaltensweisen und Fangmethoden der Hechte. Wer sie kennt, kommt beim Hechtangeln im See zielsicher zum Erfolg.

Beim Hechtangeln im See kommt es vorrangig auf die Wahl des Standorts an. Foto: BLINKER/Portrat

Beim Hechtangeln im See kommt es vorrangig auf die Wahl des Standorts an. Foto: BLINKER/Portrat

Wenn Hechte nicht in einen See eingesetzt wurden, gelangten sie auf natürlichem Wege, zum Beispiel durch Vögel, dort hinein. Je größer das Gewässer ist, desto schwieriger erscheint es aber, die Räuber darin zu finden. Doch es gibt ein paar Regeln und Grundsätze, nach denen man sie beim Hechtangeln im See sie gezielt finden kann, selbst wenn man das Gewässer kaum kennt. Hechte haben –wie alle Fische, ja, wie alle Lebewesen –ein paar Grundbedürfnisse, die ihr Leben und damit meistens auch ihren Aufenthaltsort bestimmen.

Diese Grundbedürfnisse sind:

  1. Futter: Die Ernährung steht hier und auch im Leben der Hechte an erster Stelle. Alle anderen Bedürfnisse lassen sich zurückstellen oder unterordnen, das nach Ernährung aber nicht. Kein Hecht hält sich lange da auf, wo er keine Nahrung findet. Deshalb führt die Auffindung seiner Nahrung meistens auch zu ihm, dem Hecht.
  2. Schutz: Das Bedürfnis nach Schutz ist vor allem bei den jüngeren Hechten ausgeprägt. Denn sie selbst sind auch potenzielle Beute. Das ändert sich erst, wenn sie so groß sind, dass sie keine natürlichen Feinde mehr haben. Geschützte Stelle sind deshalb oft Stellen, an denen sich Hechte, zumindest die kleineren, aufhalten.
  3. Angenehme Temperaturen: Wer von uns bleibt schon freiwillig im Kalten, wenn er es ein paar Meter weiter warm haben kann? Niemand, auch kein Hecht! Sie suchen immer das Wasser mit der angenehmeren Temperatur, im Winter das wärmere, im Sommer das kühlere. Dabei trifft es sich gut, dass ihre Beutefische dasselbe tun.
  4. Fortpflanzung: Einmal im Jahr ist der Fortpflanzungstrieb der Hechte stärker als alles andere. Dann ziehen sie zum Laichen ins flachere Wasser. Dort sind sie meistens auch noch eine zeitlang nach dem Laichen und zu Beginn der Raubfischsaison anzutreffen. Während der Laichzeit, meistens mit Schwerpunkt im April, ziehen die Hechte ins Flachwasser. Anschließend verweilen sie noch einige Zeit im flachen ufernahen Wasser, sodass sie dort den Mai über und manchmal bis Mitte Juni anzutreffen sind. Danach ziehen die Hechte wieder Richtung Seemitte und verteilen sich über weitere Bereiche des Gewässers.
Beim Hechtangeln ist die Verwendung eines Stahlvorfachs Pflicht. Foto: BLINKER/O. Portart

Beim Hechtangeln ist die Verwendung eines Stahlvorfachs Pflicht. Foto: BLINKER/O. Portart

Hechtangeln im See: Die Suche ist wichtig!

Wenn wir uns an einem See auf die Suche nach den Hechten begeben, sollten wir immer im Hinterkopf haben, welche Bedürfnisse einen Hecht antreiben. Am leichtesten zu erkennen sind die Stellen, die dem Hecht Schutz bieten. An vielen Seen handelt es sich dabei auch tatsächlich um Bereiche, an denen man relativ schnell und sicher Hechte an den Haken bekommt. Allerdings nicht immer die allergrößten.
Im seichten Wasser der Buchten halten sich die Futterfische auf - –die Hechte ebenfalls. Grafik: BLINKER

Im seichten Wasser der Buchten halten sich die Futterfische auf – –die Hechte ebenfalls. Grafik: BLINKER

Als Einstieg in das Hechtangeln an einem See darf man sich deshalb gerne einmal die offensichtlichen Standorte auswählen. Es sind zugleich alles klassische Stellen, an denen grundsätzlich gute Fangchancen bestehen, wie: Schilfkanten, Felder von Seerosen und anderen Wasserpflanzen, versunkene Bäume, Stege und Pfähle, Buchten und Landzungen. An all diesen Strukturen finden die Hechte Schutz, um ihrer Beute aufzulauern und um sich selbst vor größeren Fressfeinden zu verstecken.

Hechte ziehen Futterschwärmen hinterher!

Fressen und gefressen werden, das ist das Hauptthema der Fischgesellschaft in einem See. Für kapitale Hechte beschränkt es sich weitgehend aufs Fressen, denn wenn sie die Metermarke überschritten haben, müssen sie nicht mehr befürchten, von einem anderen gefressen zu werden. Die Kapitalen halten sich deshalb ohne jede Deckung im Freiwasser auf, wenn sie dort ihre Beutefische finden. Das ist beispielsweise in den Seen mit Maränenbestand der Fall. Die Maränen-Hechte folgen ihren Beutefischen. Wer mit dem Echolot einen Maränenschwarm lokalisiert hat, darf deshalb sicher sein, dass er damit auch einigen großen Hechten auf der Spur ist.

Ähnlich ist die Situation auch in Seen mit größeren Weißfischschwärmen. Ein Schwarm von Rotaugen ist auch ein zuverlässiger Wegweiser zum Hecht. Besonders deutlich wird Nähe von Jäger und Beute im Winter, wenn sich die Friedfische und mit ihnen auch die Räuber an den tiefsten Stellen des Gewässers versammeln. Wo sich die Beutefische aufhalten, hat immer auch mit der Wassertemperatur zu tun und damit, wo die Kleinfische wiederum ihre Nahrung finden. Um Temperaturschichten zu ermitteln und daraus auf den Aufenthalt der Fische zu schließen, kann man aufwändige Messungen anstellen. Jedoch kann sich aber auch mit einfachen Beobachtungen auf das Gewässer lohnen. Denn sieht man die Kleinfische an der Oberfläche springen oder fressen kann man sicher sein, dass Meister Esox nicht weit weg ist. Ebenso ist das Ausloten mit einem entsprechenden Blei möglich, mit deren Hilfe man die Wassertiefe ermitteln kann.

Rotaugen zählen mit zu den erfolgreichsten Köder beim Hechtangeln. Foto: BLINKER/Lars Laursen

Rotaugen zählen mit zu den erfolgreichsten Köder beim Hechtangeln. Foto: BLINKER/Lars Laursen

Den Wind richtig lesen lernen

Die Wasserzirkulation eines Sees wird weitgehend vom Wind bestimmt. Und weil damit auch die Richtung von Temperatur und Nahrung bestimmt werden, sollte keiner darauf verzichten, vor und bei dem Angeln die Windrichtung zu beachten. Die einfache Faustregel lautet: An dem Ufer, auf das der Wind steht, sammelt sich die Nahrung für die Kleinfische – und in ihrem Gefolge kommen auch die Räuber. Das diese Regel fast immer stimmt, kann man sich im Kleinen am Forellensee bestätigen lassen. Dort steht man nämlich meistens richtig, wenn einem der Wind ins Gesicht bläst.

Frühjahrsstandorte für Hechte im See

Im Frühjahr und Sommer drückt der Wind dabei das wärmere Oberflächenwasser zum Ufer. Das bedeutet, Nahrung und Fische werden sich bevorzugt im oberen Wasserbereich aufhalten. Als Hechtangler sucht man sich also das Ufer aus, an dem einem der Wind ins Gesicht bläst. Und dort bietet man den Köder in den höheren Wasserschichten, also grob oberhalb der mittleren Wassertiefe an.

Im Frühjahr halten sie die Hechte gerne auf der windzugewandten Seite in den oberen Gewässerschichten auf. Grafik: BLINKER

Im Frühjahr halten sie die Hechte gerne auf der windzugewandten Seite in den oberen Gewässerschichten auf. Grafik: BLINKER

Winterstandorte für Hechte

Im Winter liegen die Verhältnisse etwas anders. Jetzt befindet sich in den höheren Schichten kälteres Wasser, und darunter findet man das wärmere Wasser. Steht man jetzt mit der Nase im Wind, dann hält man sich an dem Ufer auf, zu dem das kalte Wasser bewegt wird. Deshalb stellt man sich jetzt besser an das Ufer, an dem man den Wind im Rücken hat.Denn von dort wird das kalte Wasser weggeblasen und das wärmere Wasser rückt aus der Tiefe nach. Dadurch befindet sich vor dem Ufer eine dickere Schicht warmen Wassers über dem Boden. Und genau in der sollte man jetzt nach den Hechten suchen.

Im Winter stehen die Hechte vorzugsweise auf der windabgewandten Seite des Sees, im Tiefen. Grafik: BLINKER

Im Winter stehen die Hechte vorzugsweise auf der windabgewandten Seite des Sees, im Tiefen. Grafik: BLINKER

Sprungschicht ist wichtiger Indikator zum Hechtangeln im See

Hechte halten sich natürlich nicht nur in Ufernähe auf. Gerade die kapitalen Exemplare sind die meiste Zeit des Jahres eher im Mittelwasser unterwegs. In tiefen Seen, in denen es keine Strukturen als Anhaltspunkte gibt, hilft die so genannte Sprungschicht als Orientierung. Die Sprungschicht (Thermocline) bildet sich in der warmen Jahreszeit zwischen der warmen Oberflächenschicht (Epilimnion) und der kalten Tiefenschicht (Hypolimnion).

Wenn sich das Wasser im Sommer stark erwärmt, tauchen die dicken Hechte gerne in die Sprungschicht ab, weil ihnen das Wasser darüber zu warm ist. Unter der Sprungschicht ist es ihnen wiederum zu kalt. Mit einem Thermometer oder einem Echolot mit Temperaturangabe lässt sich die Sprungschicht recht gut ermitteln. Und damit weiß man auch, in welcher Tiefe man den Köder anbieten sollte.

Hechte bevorzugen Wassertemperaturen zwischen 13 und 18 Grad Celsius. Grafik: BLINK

Hechte bevorzugen Wassertemperaturen zwischen 13 und 18 Grad Celsius. Grafik: BLINKER

Fazit

Dieser Zyklus der Wanderung zwischen flachem und tiefem Wasser, zwischen Uferbereich und Mittelwasser wiederholt sich Jahr für Jahr. Und daraus entnehmen wir eine abschließende Erkenntnis zur Auffindung der Hechte: Wenn man einen See in seinem Jahreslauf kennengelernt hat und sich gemerkt hat, wann und wo man die Hecht angetroffen hat, dann kann man sehr sichere Schlüsse für die folgenden Jahre ziehen. Denn die Hechte werden immer wieder unter den gleichen Bedingungen zur gleichen Zeit an den gleichen Stellen sein.


Blinker Sportex Sonderedition
BL_16_12_Aboanzeige_blinker.de_318x386px_preview_1_1

Ihre SPORTEX limitierte Sonderedition!

Lesen Sie BLINKER 24 Ausgaben lang für nur 129,60 Euro und erhalten Sie diese limitierte Edition von SPORTEX für nur 79,- Euro Zuzahlung!
Blinker
AngelWoche Sportex Sonderedition
AWO_17_02_Aboanzeige_blinker.de_318x386px

Ihre SPORTEX limitierte Sonderedition!

Lesen Sie AngelWoche 52 Ausgaben lang für nur 130,00 Euro und erhalten Sie diese limitierte Edition von SPORTEX für nur 79,- Euro Zuzahlung!
AngelWoche
ESOX Bonusabo + MFB
ES_17_02_Aboanzeige_blinker.de_MFB

Sichern Sie sich Ihre MyFishingBox!

Lesen Sie ESOX 10 Ausgaben lang für nur 46,80 Euro und erhalten Sie 3x eine MyFishingBox für nur einmalig 10,- Euro Zuzahlung!
ESOX
FliFi Orvis Acces II Titan
FF_16_06_Aboanzeige_blinker.de_ORVIS_318x386px_1

Holen Sie sich Ihre ORVIS ACCESS II TITAN!

Lesen Sie FliegenFischen 6 Ausgaben lang für nur 53,40 Euro und erhalten Sie ein Fliegencombo Einsteigerset für nur 37,- Euro Zuzahlung!
FliegenFischen
K&K_Mullion 2 Teiler
KK_16_06_Aboanzeige_blinker.de_2-Teiler_318x386_preview_1

Holen Sie sich Ihren Mullion 2-Teiler!

Lesen Sie Kutter&Küste 5 Ausgaben lang für nur 30,00 Euro und erhalten Sie einen Mullion 2-Teiler für nur 89,- Euro Zuzahlung!
Kutter & Küste
karpfen Funk Bissanzeiger
Ka_16_06_Aboanzeige_bllinker.de_Bissanz_318x386px_1

Holen Sie sich Ihr Galaxy Xtreme Funk-Bissanzeigerset!

Lesen Sie karpfen 5 Ausgaben lang für nur 47,70 Euro und erhalten Sie ein Funk-Bissanzeigerset für nur 44,- Euro Zuzahlung!
karpfen
ANGELSEE-aktuell 05/2017
ANGELSEE_05_17

Das Magazin für Forellenangler

ANGELSEE aktuell ist das einzige Magazin im deutschsprachigen Raum für die stetig wachsende Zahl der Angler, die an Angelseen, auch Forellenteiche genannt, ihre Köder auswerfen.
ANGELSEE aktuell