Hechtangeln im Fluss: Die besten Stellen für den Fangerfolg

In nahezu jedem Fluss gibt es Hechte, aber nicht in jedem sind sie leicht zu fangen. Je kleiner und überschaubarer der Fluss und je mehr deutlich erkennbare Einstände und günstige Standplätze, desto leichter sind die Hechte zu finden. In großen für die Schifffahrt ausgebauten Flüssen gibt es oft die größeren Hechte, aber sie sind meistens auch schwieriger aufzuspüren. Mit welchem Erfolgsgeheimnis Du beim Hechtangeln im Fluss zum Erfolg kommst, verraten wir Dir hier.

Traumhafte Aussichten beim Hechtangeln im Fluss. Foto: BLINKER/K. Bolte

Traumhafte Aussichten beim Hechtangeln im Fluss. Foto: BLINKER/K. Bolte

Wenn Petrijünger ans Hechtangeln denken und wo sie die Räuber fangen können, schießt ihnen sofort ein See durch den Kopf. Sicherlich auch keine schlechte Wahl, denn je nach Größe des Gewässers lassen sich hier Hechte meist leichter ausfindig machen, da die Gewässerfläche begrenzt ist. An großen Flüssen hingegen benötigt man ein Auge für die heißen Standplätze der Fische. Sie bieten Meister Esox viele Standorte, von denen sie auf Jagd gehen oder sich einfach nur zurückziehen. Wir zeigen Euch hier die besten Stellen zum Hechtangeln im Fluss.

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Bild: BLINKER

Hier sehen ihr die Hecht-Hotspots im Überblick. Grafik: BLINKER

Hier sehen ihr die Hecht-Hotspots im Überblick. Grafik: BLINKER

  1. Erste Anlaufstelle beim Hechtangeln im Fluss

    Beim Hechtangeln im Fluss sind für viele Angler Zuflüsse und Mündungen einer der ersten Anlaufstellen. Sie sind leicht ausfindig zu machen, bringen Frischwasser, Sauerstoff und Nahrung in den Fluss schaffen eine Strömungskante, an der für Friedfische viel Nahrung angeschwemmt wird. Manch ein Einlauf wird für einen Hecht damit zu einem Standort mit einem Service wie ein Schnellimbiss.

    Beim Hechtangeln im Fluss muss man in Mündungsbereichen und Einläufen immer mit Hechten rechnen. Foto: BLINKER

    Beim Hechtangeln im Fluss muss man in Mündungsbereichen und Einläufen immer mit Hechten rechnen. Foto: BLINKER

    Ganz gleich, ob ein anderer Fluss, ein Graben oder ein Industrieeinlauf, wo Wasser in einen Fluss einmündet, entsteht ein Hotspot. Solch ein Bereich liefert Nahrung für kleine Friedfische, und damit wird zugleich der Tisch für die Hechte gedeckt. Wenn im Sommer die Schwärme kleiner Brutfische an der Oberfläche ziehen, kann man oft beobachten, wie sie sich auch an Einläufen versammeln. Genauso oft ist dann zu beobachten, wie Raubfische in die Kleinfischschwärme stoßen. Hechte werden sich am Einlauf eher eine Position aussuchen, an der sie nicht gegen die Strömung ankämpfen müssen, aber potenzielle Beutefische gut im Blick haben. Deshalb sollte man solchen ruhigeren Bereichen besondere Beachtung schenken.

  2. In Fluss-Kurven rauben immer Hechte

    Flusskurven haben die Eigenschaft, dass sie nicht nur eine Richtungsänderung des Flusses darstellen, sondern auch Tiefenveränderungen mit sich bringen. Dadurch, dass das heranströmende Wasser abgebremst und umgelenkt wird, entstehen besondere Strömungsverhältnisse, die für einen verstärkten Bodenabtrag sorgen.In Kurven entstehen deshalb Vertiefungen, abfallende Kanten, und oft gibt es in Verbindung mit der Kurve auch eine Verbreiterung des Flusses. Kurven haben also nicht selten mehr Strukturen als oberflächlich sichtbar. In den Strukturen der Kurve sammelt sich die treibende Nahrung der Friedfische, die sich damit ebenfalls einfinden. Und in ihrem Gefolge stellen sich auch die Raubfische ein. Hechte werden sich dabei immer Stellen aussuchen, an denen der Strömungsdruck nicht so stark ist, wo sie also mit geringem Kraftaufwand stehen und ihrer Beute auflauern können. Wer also  eim Hechtangeln im Fluss auf Fisch stoßen will, sollte sich unbedingt auch einer Kurve zuwenden und dort seine Köder baden schicken.

    In ausgespülten Kurven finden die Räuber Bereiche, in denen sie nur auf Beute zu warten brauchen. Foto: BLINKER

    In ausgespülten Kurven finden die Räuber Bereiche, in denen sie nur auf Beute zu warten brauchen. Foto: BLINKER

  3. Hechte aus den Löchern kitzeln

    Auf der Suche nach den Hechten lohnt es sich immer, Ausschau nach Vertiefungen zu halten. Oft ist der Fluss hinter einer Kurve oder in Bereichen mit weicherem Sediment tiefer ausgespült. Dadurch entstehen Löcher, über die das Wasser so hinwegströmt, dass der Fisch am Grund im Strömungsschatten lauern kann. Manchmal hat ein Fluss regelrechte Hechtlöcher, in denen mehr als nur ein Hecht auf der Lauer liegt. In kleineren, überwiegend flachen Flüssen erkennt man Löcher oft leicht daran, dass das Wasser an diesen tieferen Stellen dunkler ist. Auf größeren Flüssen gibt es meist keine äußeren Erkennungsmerkmale. Dort kann man die Löcher nur als Bootsangler mit einem Echolot finden.

    Eine Vertiefung des Flussbodens ermöglicht dem Hecht tief im Strömungsschatten zu stehen. Foto: BLINKER

    Eine Vertiefung des Flussbodens ermöglicht dem Hecht tief im Strömungsschatten zu stehen. Foto: BLINKER

  4. Hechtangeln im Fluss – Die Suche nach der grünen Hölle

    An kleineren, unverbauten Flüssen findet man oft noch Abschnitte mit natürlicher Vegetation. Zwischen ins Wasser ragenden Büschen, vor Schilfkanten und unter Seerosenblättern finden Hechte Schutz und können sich unbemerkt auf die Lauer legen. Praktisch für die Räuber ist, dass genau diese Vegetationsbereiche auch Anziehungspunkte für ihre Beutefische sind. Sie brauchen dort eigentlich nur zu warten, bis ihnen kleine, unvorsichtige Fische vors Maul schwimmen.

    Hechte leiben die Deckung: Wasserpflanzen wie Kraut sind ausgezeichnete Hechtstellen. Foto: BLINKER

    Hechte leiben die Deckung: Wasserpflanzen wie Kraut sind ausgezeichnete Hechtstellen. Foto: BLINKER

  5. In Altarmen lauern die großen Hechte

    Besonders reich an Vegetation sind stets die Altarme eines Flusses. Dabei haben Altarme noch einen viel größeren Vorzug: Sie bilden stehende Gewässer, die unmittelbar mit dem Fluss in Verbindung stehen. Die Fische können sich also jederzeit aus der Strömung ins ruhige Wasser zurückziehen. Oft ist das zugleich auch wärmeres Wasser mit mehr Nährstoffen. Gleich am Eingang zum Altarm wird es interessant. Denn hier können die Hechte jeden Fisch aus dem Fluss abpassen, der mal seine Nase ins ruhige Wasser stecken will. Aber auch der gesamte weitere Verlauf eines Altwassers kann viele gute Stellen bieten. Wie am Fluss selbst hält man Ausschau nach allen Strukturen, die einem Räuber einen Einstand bieten können, von dem aus er Beute attackieren kann.

    Ein Altarm mit Verbindung zum Fluss ist an allen Stellen hechtverdächtig. Foto: BLINKER

    Ein Altarm mit Verbindung zum Fluss ist an allen Stellen hechtverdächtig. Foto: BLINKER

  6. Hechtstau an Wehren

    Bauliche Veränderungen am Fluss wie Wehre oder Schleusen üben unwahrscheinliche Anziehungskraft auf Fische aus. Zum einen sammeln sie sich dort ganz selbstverständlich, weil diese Bauten eine Sackgasse bilden. Wenn die Fische ziehen, dann kommen sie an der Stelle nicht mehr weiter und sammeln sich dort zwangsläufig. Wehre ziehen die Fische aber auch dadurch an, dass sie für einen höheren Sauerstoffgehalt im Wasser sorgen, was gerade in den warmen Monaten sehr willkommen ist. Strudel und Verwirbelungen des Wassers führen aber auch kleine Nahrungspartikel zusammen, die ein gutes Futterangebot für Kleinfische darstellen. An Wehren und Schleusen entstehen Strömungskanten mit ruhigem Wasser. Unterhalb des Wehres beruhigt sich das Wasser nach dem schäumenden, turbulenten Bereich unmittelbar unterhalb des Wehres. Diese Stellen, an denen es ruhiger wird, sind prädestiniert für lauernde Raubfische. Und genau dort gilt es schließlich auch, dem Hecht den Köder zu servieren.

    Hier sprudelt das sauerstoffreiche Wasser. Das zieht Kleinfische und mit ihnen die Hechte an. Foto: BLINKER/Wilde

    Hier sprudelt das sauerstoffreiche Wasser. Das zieht Kleinfische und mit ihnen die Hechte an. Foto: BLINKER/Wilde

  7. Buhnenfelder bringen zuverlässig Hechte

    Große Flüsse wie Elbe und Rhein sind eigentlich eher bekannt für ihre Zander, die bevorzugt von den Buhnenköpfen aus gefangen werden. Natürlich gibt es in all den großen Flüssen auch Hecht. Und ab und zu gehen sie den Zanderanglern auch überraschend an den Haken. Auch die Hechte jagen schließlich zwischen den Buhnen. Wenn man sie gezielt fangen will, sollte man eines bedenken: Hechte mögen keine starke Strömung, und wenn sie sich in einem Flussabschnitt aufhalten, dann sind sie dort an den ruhigsten Stellen zu finden.

    Hechte stehen kaum in der Strömung vor den Buhnenköpfen, sie liegen eher in den Buhnenfeldern auf der Lauer. Dort müssen sie nicht gegen die Strömung ankämpfen, und es verschlägt ihnen auch da immer wieder ein paar Fischchen vors Maul. In einer Reihe von Buhnen, sei es auf gerader Strecke oder in einer Flusskurve, herrscht immer am meisten Druck auf die stromauf gelegenen Buhnen. Flussab wird das Wasser ruhiger, weil die ersten Buhnen Wasserdruck abgefangen haben. Wer die Hechte sucht, sollte deshalb eher die flussabwärts gelegenen Buhnen abfischen.

    Buhnen bieten Schutz und Nahrung. Hechte bevorzugen die „hinteren“ Buhnen mit wenig Strömungsdruck. Foto: BLINKER

    Buhnen bieten Schutz und Nahrung. Hechte bevorzugen die „hinteren“ Buhnen mit wenig Strömungsdruck. Foto: BLINKER

  8. Fahrrinnen sind Hecht-Autobahnen

    Eine lange heiße Fangzone in nahezu allen großen Flüssen bildet die abfallende Kante zur Fahrrinne für die Schifffahrt. An dieser Kante können die Raubfische lauern und sich von unten kommend unvorsichtige Fischchen greifen, die sich vom flachen zum tiefen Wasser bewegen. An den Flüssen sind die Fahrrinnen in der Regeln durch Bojen markiert. Sie lassen sich eigentlich nur vom Boot aus gut beangeln. Dabei sollte das Boot auf jeden Fall mit einem Echolot ausgestattet sein, damit man die Kante zielsicher abfischen kann.


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