Steckbrief Aal

Aale sind bei uns fast überall verbreitet. Wir können sie in Talsperren und Weihern fangen, sie leben in Bergbächen und Entwässerungs-Gräben, in Flüssen und im Meer.

Der Aal in seinem Element.

Für das Aalangeln gibts kein Patentrezept, und um das Leben der schlangen förmigen Fische ranken sich viele Geheimnisse. Eigentlich ist der Aal ein nachtaktiver Fisch und beißt am Grund. Aber viele Aale besonders die großen werden am hellichten Tag gefangen. Manchmal gelingen gute Aalfänge im Mittelwasser oder gar an der Oberfläche. Trotzdem sollte der bodenständige Aal­angler in feuchten und warmen Sommernächten nervös werden die Aale werden es nämlich (meistens!) auch.

Er sollte den Vollmond meiden und in dunklen Nächten fischen. Bei Neumond oder bedecktem Himmel sollte er hinter den Aalen her sein. Gewitter-Nächte sind sprichwörtlich gut der Aal läuft. Wenn sich nach heftigem Regen das Wasser im Bach trübt, dann sollten Sie angeln. Experimentierfreudige Angler können das krasse Gegenteil wagen und in Vollmondnächten oder in der brütenden Mittagshitze eines Hochsommertages Aale suchen. Manchmal werden auch sie welche finden. Und meistens nicht die kleinsten!

In vielen Flüssen und Seen mit ausgeprägten Flachwasser-Zonen sind auch die ersten warmen Wochen im Frühjahr sehr empfehlenswert. Wenn das Wasser in Ufernähe langsam die 10-Grad-Marke erreicht, kommt Leben in die Aal-Sippe. Grundsätzlich sollte man den Aal nah am Ufer beangeln. Steinschüttungen oder zerklüftete Naturufer, am besten mit Unterholz, sind gute Adressen. Die beste Jahreszeit zum Aal-Fang ist das späte Frühjahr und der Frühsommer. Vorher und nachher gehen die Fänge zurück. Bei Wassertemperaturen von etwa 10 Grad werden die Aale träge. Wirds deutlich kälter, verfallen sie in eine Winterstarre und dösen am Gewässergrund.

Mit dem Laufblei am Grund – so fängt man seit Generationen Aale. Im Fluß ist das ­Angeln mit Bodenblei auch die beste Angelmethode. ­Ungeheuer spannend und unterhaltsam ist die Aaljagd mit der Leuchtpose. Diese Methode ist jedoch nur im Stillwasser angebracht. Foto: Blinker

Mit dem Laufblei am Grund – so fängt man seit Generationen Aale. Im Fluß ist das ­Angeln mit Bodenblei auch die beste Angelmethode. ­Ungeheuer spannend und unterhaltsam ist die Aaljagd mit der Leuchtpose. Diese Methode ist jedoch nur im Stillwasser angebracht. Foto: Blinker

Wie und womit auf Aal

Die Angelmethode auf Aal ist das Laufblei am Grund. Das Blei sollte so schwer sein, daß es gerade eben am Gewässerboden haftet. Stopperperle und Wirbel halten das Blei über dem kurzen Vorfach fest. Ein langschenkliger Haken läßt sich leichter aus dem kleinen Aalmaul hebeln als ein kurzer Rundbogenhaken. Viele Angler befischen Aale immer noch mit geschlossenem Rollenbügel, steil aufgestellter Rute und Aalglöckchen. Einige Aale haken sich dabei selbst, andere lassen wegen des starken Widerstandes los.

Der lateinische Name für Aal lautet Anguilla anguilla. Grafik: BLINKER

Der lateinische Name für Aal lautet Anguilla anguilla. Grafik: BLINKER


Die Aalbestände sind vielerorts nicht mehr so üppig wie früher. Deshalb verringert der erfolgreiche Aal-Angler die Anzahl der Fehlbisse. Das erreicht man zunächst mit relativ dünnen Vorfächern: monofil, höchstens 0,30 Millimeter stark, oder weiches, geflochtenes Vorfachmaterial. Das hält auch große Aale sicher fest und bringt mehr Bisse als ein steifes 0,35er Vorfach.
Gerade die großen Aale wollen nach dem Biß abziehen. Geringer Widerstand kann einen 3-Pfünder schon vergrämen. Öffnen Sie deshalb zumindest die Rollenbremse. Besser noch, Sie lassen den Rollenbügel offen und hängen einen Bißanzeiger in die Schnur. Auch elektronische Bißanzeiger und Kletteraffen haben bei Aal-Spezialisten inzwischen einen festen Platz.

Aalangeln mit der Leuchtpose bei Nacht ist eine feine Sache. Wenn die Pose auf der nachtschwarzen Seeoberfläche wandert, dippert, abtaucht, schlagen Anglerherzen hoch. Eigentlich gibt es nur zwei Aalköder, die sich über Jahre bewährt haben: Wurm und Köderfisch. Mist- und Rotwürmer fangen ausgezeichnet, wenn Sie 2 oder 3 Stück auf einen 6er bis 8er Haken stecken. Ein Riesenrotwurm paßt da ebenfalls gut drauf und dem Aal gut ins Maul. Lange Tauwürmer teilt man besser in zwei bis drei Zentimeter lange Stücke. Zumindest halbieren sollte man den Tauwurm, weil Durchschnitts-Aale mit einem ganzen Wurm oft nicht fertig werden.

Fingerlange, tote Köderfische sind die Alternative zum Tauwurm. Damit macht man zwar keine Massenfänge, aber die Chance auf einen dicken Aal steigt. Kleine Rotaugen und Lauben sind sehr gute Aalköder. Gründlinge, Kaulbarsche und Minibarsche werden auch stets gerne genommen. Ritzen Sie den Köderfisch an den Flanken ein paarmal ein, dann duftet er verführerisch und bringt Ihnen vielleicht sogar einen schlängelnden Meter an den Haken. Solche kapitalen Aale dürfen Sie keschern, bei kleinen sollten Sie dies tunlichst lassen.


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ANGELSEE-aktuell 01/19

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