Heringe töten: Amt prüft Einhaltung des Tierschutzes

Heringsangler müssen sich in der nächsten Zeit auf verstärkte Kontrollen in Mecklenburg-Vorpommern durch die Behörden einstellen. Grund hierfür ist das richtige Töten von Heringen nach dem Fang. Bei Missachtung des Tierschutzgesetztes droht eine hohe Geldstrafe.

Ein waidmännischer und tierschutzgerechter Umgang ist nicht nur bei Zander, Aal und Co. notwendig, sondern auch bei Heringen.

Bild: Blinker/F.Schlichting

Jährlich machen sich im Frühjahr tausende Angler aus der ganzen Republik auf den Weg in Richtung Norden. Das Ziel ist recht klein, silbern und sehr schuppig: Heringe! Der Grund für die große Begeisterung ist meist kulinarischer Natur, im Hinterkopf der Meisten braten die leckeren Fische bereits in der Pfanne oder hängen im Rauch.

Doch bevor man die Silberlinge auf dem Teller genießen kann, steht natürlich das Fangen und ein tierschutzgerechter Umgang mit den Fischen auf dem Plan. Und das beschäftigt auch derzeit die Behörden in Mecklenburg-Vorpommern. Denn immer wieder kam es in der Vergangenheit dazu, dass die Fische gar nicht getötet wurden und einfach im Eimer landetet oder sie nur einen kleinen Schlag auf den Kopf bekamen.

Das dies natürlich nicht der richtige Umgang mit den Lebewesen ist, sollte jedem Angler klar und vor allem auch wichtig sein. Aus diesem Grund führt das zuständige Landesamt für Fischerei zur Heringssaison regelmäßige Kontrollen durch, um diese Missstände aufzudecken. Wer seine Heringe nicht waidgerecht tötet, der muss mit einer Strafe von bis zu 5000 Euro rechnen. Auch das lebendige Aufbewahren in Drahtsetzkeschern oder Wassereimern wird nicht toleriert, da es sich bei der Lebendhälterung um Tierquälerei handelt.

Heringe richtig töten

Ein waidmännischer und tierschutzgerechter Umgang ist nicht nur bei Zander, Aal und Co. notwendig, sondern auch bei Heringen. Hier zeigen wir Dir, wie Heringe richtig getötet werden müssen.

  1. Hering vom Haken befreien.
  2. Mit Hilfe eines Fischtöters wird der Fisch mit einem Schlag auf dem Kopf betäubt.
  3. Anschließend erfolgt ein Herzstich mit einem scharfen Messer oder ein Kiemenschnitt.

Nach dem Töten, kann der Fisch entschuppt werden. Ganz wichtig dafür: der Drahtsetzkescher! Dafür werden die Fische in den Drahtkescher gelegt und dieser dann kräftig im Wasser geschüttelt – ein Silberregen an Schuppen ist die Folge. Anschließend sind die Heringe entschuppt und können ausgenommen werden. Mehrere Lappen sollten beim Heringsangeln auch immer dabei sein, weil es doch meist ein recht schleimiges und schuppiges Geschäft ist. Einen sauberen Eimer für den Fang und einen für die ausgenommenen Fische später sollten Sie ebenfalls dabei haben, dazu ein kurzes, sehr scharfes Ausweidemesser. Einige Angler bevorzugen eine Schere zum Abtrennen des Kopfes, wobei die Innereien gleich mit herausgezogen werden.  Wir wünschen Euch eine fischreiche und faire Heringssaison.

So sieht im besten Fall die komplette Ausrüstung eines Heringsanglers aus.

Bild: Blinker/J.Radtke

So sieht im besten Fall die komplette Ausrüstung eines Heringsanglers aus.

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