Der Forellensee Wester-Ohrstedt ist äußerst beliebt. Selbst Angler aus dem Großraum Hamburg reisen regelmäßig an, um hier ihre Forellen zu fangen.
Das liegt zum einen an der hervorragenden Qualität des Fischbesatzes, zum anderen aber auch an der sehr gepflegten und naturnah gestalteten Anlage. Und natürlich an Tina und Ralf, die ihren Gästen jederzeit hilfsbereit mit Rat und Tat – und manchmal auch mit dem Kescher – zur Seite stehen, wenn es darum geht, eine kapitale Regenbogenforelle zu landen. Die schwersten Exemplare bringen bis zu 10 Kilogramm auf die Waage.
Alle guten Dinge sind drei
Auf der Anlage gibt es drei Gewässer. See 1 ist sozusagen der „Haussee“ der Anlage. Er liegt direkt vor dem Wohnhaus, in dem sich auch die vier Ferienwohnungen sowie der kleine Laden befinden. Der See ist bis zu 2,50 Meter tief, der östliche Teil etwas flacher.
In der Mitte des Sees liegt eine kleine Insel, auf der seit 2025 erstmals Nonnengänse brüten. Von den Anglern lassen sie sich überhaupt nicht stören und unterstreichen die besondere Naturnähe der Anlage. Besetzt ist See 1 vor allem mit großen Forellen sowie – je nach Jahreszeit – mit Aalen, Karpfen, Stören und weiteren Fischarten. Oberhalb von See 1 befindet sich das Wohn- und Ferienhaus mit den vier Ferienwohnungen. Dort ist auch der kleine Laden untergebracht. Hier können nicht nur Angelscheine erworben werden, sondern auch Köder, eine kleine, aber feine Auswahl an Angelgerät und Zubehör (typisch für Forellenseen), sowie Snacks und Getränke. Sanitäre Anlagen sind ebenso vorhanden wie ein großzügiger, überdachter Schlachtplatz.
See 2 ist etwas kleiner und erstreckt sich südlich von See 1. Er ist bis zu 4 Meter tief und weist einen ähnlichen Fischbesatz auf. See 3, auch „Kindersee“ oder Kiloteich genannt, liegt etwas versteckt hinter einem Wall. Hier können Kinder unter Aufsicht ihre ersten anglerischen Erfahrungen sammeln. Regelmäßig kommen sogar komplette Schulklassen aus dem benachbarten Dänemark zu Besuch, um hier ihre ersten Fänge zu machen.

Bild: Privat
Blitzsauber liegt der Forellensee Wester-Ohrstedt im milden Licht der Herbstsonne.
Im glasklaren Wasser der insgesamt rund 2 Hektar großen und bis zu 4 Meter tiefen Teiche ziehen dunkle Schatten ihre Bahnen – und manche davon sind beeindruckend groß. Anlagenbesitzerin Tina Nehter weiß genau, was ihre Angler schätzen, und setzt neben „normalen“ Portionsforellen auch besonders große Regenbogen- und Bachforellen ins Wasser. An diesen beißen sich die Angler an manchen Tagen jedoch regelrecht die Zähne aus. Paste, Bienenmaden, Spoons – selbst feinste Köder werden manchmal ignoriert. Vielleicht ist das Wetter einfach zu schön für actionreiche Drills.

Bild: Thomas Pruß
Schwimmpaste und Bienenmade. So versuchte AngelWoche-Redakteur Thomas Pruß eine schöne Forelle zum Biss zu überzeugen.
Familiäre Atmosphäre mit Ferienwohnungen
Hin und wieder biegt sich eine Rute zum Halbkreis, wenn eine drei bis vier Kilogramm schwere „Lachsforelle“ den Köder scheinbar beiläufig inhaliert. Dann freut sich Tina Nehter gemeinsam mit dem glücklichen Fänger – denn die Atmosphäre im Forellenhof Wester-Ohrstedt ist ausgesprochen familiär. Viele Angler sind Stammgäste und reisen teilweise von weit her an. Sie verbringen ihren Angelurlaub komplett an den Seen, denn auf dem Gelände stehen auch Ferienwohnungen zur Verfügung. Als der AngelWoche-Redakteur Thomas Pruß die Anlage besuchte, wohnten dort gerade Angler aus Leverkusen und Neckartenzlingen am Neckar. Der Forellenhof Wester-Ohrstedt ist keine Anlage, auf der man einfach nur „Masse“ machen kann. Hier muss man sich als Angler Gedanken über Taktik und Flexibilität machen – und genau das macht den besonderen Reiz aus. Diese Philosophie „Klasse statt Masse“ wird auch ausdrücklich auf der Homepage der Anlage betont.
Fünf Fischarten in den Seen
Neben Regenbogenforellen in allen Größen schwimmen in den beiden großen Teichen 1 (Inselteich) und 2 auch Bachforellen.

Bild: Thomas Pruß
Thomas Pruß mit einer 4,75 kg Regenbogenforelle.
Teich 3 dient als Kinder- und Eventteich. Ergänzt wird der Besatz durch Karpfen, Störe und Zander. Besonders die Störhybriden stehen im Fokus vieler Angler. Sie dürfen grundsätzlich entnommen werden, sind jedoch zeitweise gesperrt, da sie mit ihrer Wühltätigkeit helfen, den Pflanzenbewuchs zu regulieren. Das gilt ebenso für die großen Karpfen.

Bild: Privat
Dieser Stör konnte von einem Hausgast im Forellensee Wester Ohrstedt gefangen werden.
Die hervorragende Wasserqualität der drei Teiche kommt nicht von ungefähr: Im Grund verrichten große Mengen an Teichmuscheln ihre wichtige Filterarbeit. Im Flachwasserbereich von Teich 2 lassen sich die Mollusken gut beobachten, und so mancher Angler staunt, wenn er sieht, wie schnell sich diese scheinbar unbeweglichen Tiere durch den Schlick bewegen können.
Kleiner Angelshop
Es ist wie immer: Irgendetwas fehlt im Angelkoffer, ist gerade kaputt gegangen oder die Köder sind aufgebraucht. Umso besser, dass es direkt vor Ort einen kleinen Angelshop gibt, der für solche Fälle bestens ausgestattet ist.
Mehr Infos zum Forellenhof Wester-Ohrsted: www.forellenhof-wester-ohrstedt.de






