Geplantes Aalangel-Verbot in der Ostsee 2018

Ein geplantes Aalangel-Verbot in der Ostsee sorgt bei Anglern und Fischern für reichlich Diskussionen. Während die EU-Kommission und Umweltschutzorganisationen dieses Verbot als Unausweichlich sehen, gehen Angelverbände auf die Barrikaden.

Das geplante Aalangel-Verbot in der Ostsee betrifft Angler und Fischer gleichermaßen. Foto: BLINKER/R. Schwarzer

Das geplante Aalangel-Verbot in der Ostsee betrifft Angler und Fischer gleichermaßen. Foto: BLINKER/R. Schwarzer

Die EU-Kommission hat für 2018 ein Aalangel-Verbot in der Ostsee geplant. Dieses Verbot soll für Berufsfischer und Angler gelten, wie die Schweriner Volkszeitung berichtet. Grund für diese drastische Maßnahme ist nach Ansicht der Brüssler Behörde, der enorme Bestandsrückgang. Auf dieser Grundlage sowie wissenschaftlichen Gutachten des internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) soll das Aalangel-Verbot in der Ostsee durchgesetzt werden. Eine Entscheidung soll am 9. und 10. Oktober fallen.

Aalangel-Verbot in der Ostsee stößt bei Angelverbänden auf Kritik

Trotz eines umfangreichen Aal-Management-Plan haben sich die Bestände laut EU nicht erholt. Daher sei das Aalangel-Verbot von Nöten, um den Aal vom Aussterben zu schützen. Dass sehen auch die Fischer so, jedoch können sie die kurzfristigen Pläne der EU-Kommission nicht nachvollziehen. Grund dafür sind die jahrelangen Maßnahmen der Fischer und Angelverbände, die zum Erhalt der Aale beitragen sollen.

Darunter zählen Aalbesatzmaßnahmen sowie die Durchgängigkeit von Flüssen, damit die Schlängler ihre Laichwanderung ungehindert antreten können. Nun könnten sie neben der Dorsch-Fangquote vor eine weitere Herausforderung gestellt werden. Denn ihnen würde eine weitere wichtige Einnahmequelle fehlen, falls das Verbot in Kraft treten wird. Der Fischerei- und der Anglerverband in Mecklenburg-Vorpommern will nun gegen das geplante Aalangel-Verbot vorgehen.

Angelverbände erhalten im Rahmen der EU-Aalverordnung Zuschüsse für den Aalbesatz. Foto: BLINKER/F. Schlichting

Angelverbände erhalten im Rahmen der EU-Aalverordnung Zuschüsse für den Aalbesatz. Foto: BLINKER/F. Schlichting

Höchste Eile für das Aalangel-Verbot

Der Aalbestand ist gefährdet. Darüber sind sich Wissenschaftler und Biologen einig. Um den Super-Gau zu verhindern ist es von hoher Dringlichkeit, den Bestand weiter zu schützen. Ein komplettes Aalangel-Verbot wäre dann der letzte Schritt, damit sich die Fischbestände wieder erholen. Beim Dorsch in der westlichen Ostsee hat die Reduzierung der Dorsch-Fangmenge bereits jetzt schon Wirkung gezeigt. Wissenschaftler sehen eine leichte Erholung in den Beständen und erwarten bis 2019 wieder eine gesunde Population. Daher wäre die Maßnahmen zur Einschränkung des Aalfangs ein Schritt in die richtige Richtung, um auch dieser Art eine Chance zu geben, sich zu erholen. Nur so können nicht nur wir Angler, sondern auch Fischer noch viele weitere Jahre vom Aal profitieren.

Warum würdet Ihr ein Aalangel-Verbot begrüßen oder ablehnen. Postet gerne Eure Meinung in die Kommentare. 

 

 

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