Der Barsch-Griff: Wie fasse ich einen Barsch richtig an?

Beim sogenannten Maul- oder Barsch-Griff hält man den Fisch am Unterkiefer. Wir zeigen, welche Vor- und Nachteile diese Methode hat.

Foto: Johannes Dietel

Bild: Johannes Dietel

Der perfekte Barsch-Griff: Der Fisch wird mit der zweiten Hand gestützt, damit der Unterkiefer nicht überdehnt wird.

Barsche am Unterkiefer zu halten, ist ein Trend, der aus Amerika stammt. Schon lange präsentiert man Schwarzbarsche dort mit dem „Barsch-Griff“. In Deutschland ist dies aber relativ neu. Noch vor 25 Jahren hat kaum jemand so einen Barsch präsentiert. Damals legte man sie noch ganz klassisch auf die Hand. Da sich Barsche beim Maul-Griff mittels Daumen und Zeigefinger nicht nur einfach, sondern auch sicher fixieren lassen und die Zähne der Fische keinerlei Gefahr darstellen, werden sie inzwischen fast nur noch so präsentiert.

Auch andere Fischarten, wie zum Beispiel Rapfen, die gar keine Zähne haben, präsentiert man immer häufiger auf diese Weise. Wenn man ihn richtig anwendet, ist der Griff sehr schonend für die Fische. Doch es gibt einiges zu beachten, denn man kann Barsche mit dem Griff auch verletzen, wenn man ihn nicht beherrscht!

Für hängende Barsche ist der Barsch-Griff eine gute Option. Foto: O. Portrat

Bild: O. Portrat

Für hängende Barsche ist der Barsch-Griff eine gute Option.

So funktioniert der Barsch-Griff

Beim Barsch-Griff steckt man den Daumen vorsichtig ins Maul des Fisches und presst ihn gegen den angelegten Zeigefinger, den man von außen gegen den Unterkiefer drückt. Mit diesem Griff kann der Angler den Fisch hervorragend hängend fixieren. Weil sie dabei das Maul öffnen, kann man ihnen in den Schlund blicken und so auch den Haken gut lösen. Das ist allerdings nicht ganz ungefährlich. Idealerweise hält man die Fische nur ohne Haken im Maul am Unterkiefer. Der Barsch-Griff ist übrigens auch eine sehr schonende Haltung, weil der Angler die empfindlichen Schleimhäute der Fische nicht berührt. Was für Barsche ebenso gilt wie für alle anderen Fische: Der Angler sollte ihn nur mit nassen Händen anfassen!

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Stütze den Fisch ab, um ihn nicht zu verletzen!

Wenn der Angler den Fisch beim Maulgriff aber in eine fast waagerechte ­Position bringt, sieht die Sache leider ganz anders aus. Dann MUSS der Fisch nämlich unbedingt mit der zweiten Hand unterm Bauch abstützt werden! Wird er nicht abgestützt und nur mit einer Hand im Maul aufrecht gehalten, entsteht durch die Länge des Fisches eine enorme Hebelwirkung, bei der der ­Unterkiefer des Fisches vollkommen überdehnt wird. Das sieht nicht nur schlimm aus, sondern schadet auch dem Fisch. Ein Maulgriff ist somit einerseits zwar eine super Sache – aber nur dann, wenn der Angler ihn auch tatsächlich richtig anwendet!

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