Norwegen macht Jagd auf invasive Buckellachse

Norwegen erwartet den Aufstieg von mehr als 100.000 Buckellachsen. Aber nicht nur dort sind die invasiven Fische auf dem Vormarsch.

In Norwegen und auch Schweden werden immer mehr Buckellachse gesichtet. Die männlichen Fische entwickeln während der Laichzeit einen gewaltigen Buckel, daher der Name. Foto: A. Pawlitzki

Bild: A. Pawlitzki

In Norwegen und auch Schweden werden immer mehr Buckellachse gesichtet. Die männlichen Fische entwickeln während der Laichzeit einen gewaltigen Buckel, daher der Name.

Der Buckellachs ist eigentlich in pazifischen Gewässern beheimatet. Seit einigen Jahren macht er sich aber auch verstärkt in Nordeuropa breit, wo er mit dem hier heimischen Atlantischen Lachs um Nahrung und Laichgebiete konkurriert. In Norwegen geht man entschlossen gegen die Buckellachse vor: 2021 wurden 112.000 der invasiven Fische gefangen und getötet. Dieses Jahr erwartet man eine noch größere Zahl.

Lachsflüsse mit Fallen gesperrt

In Troms og Finnmark, der nördlichsten Provinz des Landes, werden 34 besonders lachsreiche Flüsse mit Fallen gesperrt. Angler und Verbände sind dazu angehalten, möglichst viele Buckellachse zu fangen, um Schaden an der heimischen Lachspopulation möglichst gering zu halten. Die norwegische Umweltbehörde (Miljodirektoratet) erfasst auf einer Website die gefangenen Buckellachse.

„Jetzt geben wir der Öffentlichkeit die Möglichkeit, den Kampf gegen den Buckellachs zu verfolgen“, sagte Ellen Hambro, Direktorin der Behörde, im Gespräch mit dem Businessportal Norwegen. Man hofft auf zahlreiche Fangmeldungen und große Beteiligung.

Um die Buckellachse abzufangen, kommen hauptsächlich Fischreusen zum Einsatz. Diese platziert man an Flussmündungen, um darin gefangene Lachse auszusortieren. Auch Netze, Harpunen und Fallen sind bei der „Lachsjagd“ erlaubt. Nicht zuletzt werden auch Angler ihren Teil beitragen, um die Ausbreitung der invasiven Art zu stoppen. Über eine App kann man gefangene und getötete Fische der Umweltbehörde melden. Diese aktualisiert fortlaufend die Zahlen.

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Buckellachse nicht nur in Norwegen auf dem Vormarsch

Nicht nur in Norwegen werden die Buckellachse zu einem ernsten Problem. Auch in Großbritannien sind in den letzten Jahren immer zahlreicher geworden. Wie die Angling Times berichtet, sei es sehr wahrscheinlich, dass sie auch in diesem Jahr zurückkehren werden.

Die britische Umweltbehörde (Environment Agency) hält Angler dazu an, jeden gesichteten und gefangenen Fisch zu melden. „Die Öffentlichkeit muss über die Risiken von Buckellachsen informiert werden“, sagte Simon Toms vom National Fisheries Team. Er fügte jedoch hinzu, dass die meisten Angler dem bereits nachkämen.

Aus Deutschland liegen ebenfalls erste Fangmeldungen vor. So fing einer unserer Leser im Jahr 2021 einen Buckellachs in der Krückau nahe Hamburg.

Buckellachse (Oncorhynchus gorbuscha) werden durchschnittlich 40 bis 50, maximal 65 Zentimeter lang. Sie haben einen hochrückigen Körper, die Männchen bilden zur Laichzeit den kennzeichnenden Buckel sowie einen starken Laichhaken aus. Vom Atlantischen Lachs sind sie durch die großen schwarzen Punkte auf der Schwanzflosse sowie allgemein kleinere Flossen zu unterscheiden.

Ihre Heimatgewässer liegen am Nordpazifik, sie kommen an der Westküste der USA, Russland und auch Japan vor. Seit Jahren breiten sie sich immer weiter in nordeuropäischen Flüssen aus.

 


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