Erdöl im Meer: So schädlich ist es für Fische

Erdöl ist ein teurer, aber auch giftiger Rohstoff. Wie sich ein Kontakt mit Erdöl auf Fische auswirkt, hat ein Forscherteam der Universität Miami nun genauer untersucht.

Ölbohrplattformen stellen eine ständige Gefahr für marine Ökosysteme dar. Der Kontakt mit Erdöl hat für Fische starke Beeinträchtigungen zur Folge. Foto: Pixabay / Randgruppe

Bild: Pixabay / Randgruppe

Ölbohrplattformen stellen eine ständige Gefahr für marine Ökosysteme dar. Der Kontakt mit Erdöl hat für Fische starke Beeinträchtigungen zur Folge.

Mit jedem Gang zur Tankstelle wird einem schmerzhaft bewusst, wie teuer Öl heutzutage ist. Durch die steigenden Ölpreise in den letzten Jahren stehen zunehmend auch umstrittene Möglichkeiten der Ölförderung im Fokus. So standen zuletzt Themen wie etwa Fracking oder Ölfelder in der Tiefsee wieder zur Debatte. Die Substanz „Öl“ ist dabei nicht nur ein Treibstoff, oder Rohstoff in der Industrie. Er ist vor allem aber auch sehr umweltschädlich. Gelangt Erdöl ins Meer, etwa durch Unfälle bei der Förderung oder beschädigte Tanker, schadet das nicht zuletzt auch unseren Fischen. In diesem Zusammenhang hat eine Forschergruppe der University Miami, Florida, nun genauer untersucht, wie ein Kontakt mit Erdöl Goldmakrelen beeinflusst.

„Ölmakrelen“: So beeinflusst Erdöl die Fische

Das Versuchstier, die Goldmakrele (oder Mahi Mahi) ist bei Sportanglern als kampfstarker Gegner an der Rute, sowie als köstlicher Speisefisch weltweit beliebt. Die Forscher fingen die Goldmakrele im Golf von Mexiko. Unter kontrollierten Bedingungen wurden die Tiere dann in Aquarien nicht tödlichen Konzentrationen von Rohöl ausgesetzt. Eine Kontrollgruppe befand sich derweil in sauberem Wasser. Mit einem Satellitensendern ausgestattet, setzten die Forscher die Tiere dann wieder im Meer aus und beobachteten die Zugrouten und das Verhalten der Fische.

Der Traum vieler Big Gamer: eine große Goldmakrele. Foto: R. Korn

Bild: R. Korn

Der Traum vieler Big Gamer: eine große Goldmakrele. In einer Studie setzten Forscher die Fische giftigem Erdöl aus.

Die Ergebnisse waren spannend wie erschütternd. Die Fische, die Kontakt mit Erdöl hatten, zeigten dabei auch im Meer in der Folge ein verändertes Verhalten. So wurden die Fische häufiger Beute von Räubern und zeigten für bis zu 37 Tage ein verringertes Fortpflanzungsverhalten. Das Öl beeinträchtigte im Labor zudem das Schwimmverhalten, das Sehvermögen, sowie die Geruchssinn der Fische. Die Ergebnisse zeigen, wie die Fische unter Umweltverschmutzung, in diesem Fall mit Erdöl leiden. Insbesondere der riskante Abbau von Erdöl in der Tiefsee steht entsprechend zurecht in der Kritik.

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Die Verölung unserer Meere

Jährlich gelangen schätzungsweie etwa eine Million Tonnen Erdöl in unsere Meere. Diese Menge stammt unter anderem vom regulären Schiffsbetrieb, sowie dem normalen Betrieb von Ölbohrplattformen und Tankerschiffen, aber auch natürlichen Ölquellen. 2010 ereignete sich ein besonders tragisches Unglück auf der Bohrinsel „Deepwater Horizon“, welches sogar als Hollywood-Spielfilm verfilmt wurde. Bei diesem Unfall traten etwa 800 Millionen Liter Öl aus, mit weitreichenden Folgen für die Umwelt. In der heutigen Zeit, on der Öl hauptsächlich in einem Atemzug mit dem Einfluss auf das Klima durch CO2 genannt wird, ist es jedoch wichtig, auch die anderen Facetten dieses Rohstoffes zu beleuchten. Ein hoher Ölverbrauch macht sich nicht nur schleichend durch den Klimawandel bemerkbar, sondern hat auch direkt Einflüsse auf unsere Erde, wie die neuen Forschungsergebnisse zeigen.

Quelle: ScienceDaily


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