Der Bodensee zählt zu den bekanntesten Gewässern Mitteleuropas. Mit seiner enormen Größe und Artenvielfalt lockt er jedes Jahr tausende Angler an. Wer sich mit dem Thema Bodensee-Fischarten beschäftigt, entdeckt schnell eine beeindruckende Vielfalt an Räubern, Friedfischen und auch mehreren seltenen Arten.
Für Angler bedeutet das: abwechslungsreiche Fangmöglichkeiten und spannende Herausforderungen zu jeder Jahreszeit, aber auch die Qual der Wahl. Die zahlreichen Fischarten im Bodensee profitieren von den unterschiedlichen Lebensräumen. Flachwasserzonen, Schilfgürtel, tiefe Freiwasserbereiche (der Bodensee ist über 200m tief!) und Zuflüsse schaffen ideale Bedingungen. Genau diese Vielfalt macht den Bodensee zu einem einzigartigen und abwechslungsreichen Angelrevier.
Warum sind die Fischarten im Bodensee so besonders?
Die Fischarten im Bodensee beinhalten einige seltene Vertreter, die in anderen Gewässern kaum noch vorkommen. Der Bodensee wird auch „Schwäbisches Meer“ genannt. Das kommt nicht von ungefähr: Der gigantische See umfasst mehr als 500 Quadratkilometer Wasserfläche! In diesem großen Gewässer trifft man auf mehr als 30 verschiedene Fischarten.
Die beliebtesten Bodensee Fischarten für Angler
Felchen – Der Star unter den Bodenseefischen
Wenn von Fischarten im Bodensee die Rede ist, darf das Felchen keinesfalls fehlen. Es gilt als der traditionelle Bodenseefisch schlechthin. Felchen leben überwiegend in tieferen Wasserschichten und werden häufig mit speziellen Hegenen beangelt. Das sind Paternoster mit einer Reihe kleiner Nymphen, die Insektenlarven und andere kleine Nährtiere imitieren. Der hervorragende Geschmack der Felchen macht sie nicht nur für Angler zu einem beliebten Speisefisch.

Bild: Blinker
Das Bodensee-Felchen ist vor allem geräuchert eine echte Delikatesse. Aktuell gibt es aber teilweise Fangverbote, da die Bestände leider abgenommen haben.
Wichtig: Felchen dürfen am Obersee aktuell nicht beangelt werden, informiere dich daher im Vorfeld, ob du in deinem Bereich Felchen beangeln darfst oder nicht.
Hecht – Bodensee-Entenschnäbel im Visier
Der Hecht gehört zu den bekanntesten Fischarten im Bodensee. Besonders in den Schilfbereichen und flacheren Uferzonen findet er ideale Jagdbedingungen. Große Exemplare von über einem Meter Länge sind ebenfalls keine Seltenheit. Die größeren Fische sind jedoch meist im Freiwasser zu finden und jagen dort nach Schwarmfischen wie dem Felchen. Schleppangeln ist hier eine gute Methode, um die die „dicken Muttis“zu finden.

Bild: J. Radtke
Schöner Freiwasserhecht aus dem Bodensee. Auch Meterfische sind hier immer mal drin.
Zander – Der begehrte Nachtjäger
Der Zander hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einer wichtigen Bodensee-Fischart entwickelt. Besonders in der Dämmerung und während der Nacht bestehen Chancen auf Zander im äußerst klaren Bodenseewasser. Zander bevorzugen strukturreiche Bereiche und werden meist mit Gummi- oder Köderfischen gefangen.
Seeforelle – Der Traum vieler Angler
Unter den Fischarten im Bodensee nimmt die Seeforelle eine besondere Stellung ein. Sie gilt als kampfstark, selten und äußerst anspruchsvoll zu fangen. Vor allem Schleppangler haben gute Chancen auf kapitale Exemplare. Die Fänge sind zwar zugegeben eher selten, sorgen aber regelmäßig für unvergessliche Angelerlebnisse.

Bild: P: Bader
Edle Beute: Für die ambitionierten Angler ist die Seeforelle eine echte Herausforderung. Am besten läufts beim Schleppangeln.
Barsch – ein unterschätzte Räuber
Barsche gehören ebenfalls zu den häufigen Fischarten im Bodensee. Gerade das Angeln mit UL- oder Finesse-Gerät bringt hier spannende Drills. Ob vom Boot oder vom Ufer aus geangelt wird – Barsche finden sich vielerorts.

Bild: Th. Helbock
Barsche sind im See regelmäßig zu finden. Am besten mit UL- und Finesse-Gerät angreifen.
Wels – „Monster“ des Bodensees
Der Wels erlebt mit steigenden Temperaturen im Zuge des Klimawandels in den letzten Jahren einen kleinen Boom im Bodensee. Schon so manches Exemplar von (weit!) über 2 Meter wurde gefangen. Am besten läuft es auf die Uriane im Sommer.

Bild: ASV LAngenargen
Echter Gewinner der letzten Jahre am Bodensee ist der Wels. Solche kapitalen Fische – wie dieser Urian mit 90 kg – wurden in den letzten Jahren schon mehrfach gelandet.
Karpfen – Sportliche Boilie-Bomber
Das glasklare Wasser des Bodensees erscheint nicht wie ein typischer Karpfensee. Dennoch kann sich das Karpfenangeln definitiv lohnen. Die schiere Größe des Sees macht das Karpfenangeln zwar herausfordernd, aber immer wieder werden sogar kapitale Fische jenseits der 20-kg-Marke gefangen!

Bild: Blinker
Der Bodensee ist durch die Größe nicht das einfachste Karpfengewässer – Profis überlisten hier aber auch mal richtig gute Fische, die im klaren und sauerstoffreichen Wasser oft heftige Drills hinlegen.
Weitere wichtige Bodensee-Fischarten
Neben den bereits genannten Zielfischen, gibt es noch viele weitere interessante Arten. Darunter:
- Aal
- Rotauge
- Rotfeder
- Schleie
- Nase
- Äsche
- Quappe
- Kaulbarsch
Tipps für erfolgreiche Angeltage am Bodensee
Die unfassbare Größe des Bodensees und die große Vielfalt der Fischarten erfordert eine gute Vorbereitung. Moderne Echolote sind beim Bootsangeln eine große Hilfe. Das Wasser im See hat Trinkwasser-Qualität und ist entsprechend sehr klar. Im Sommer kann man bei den guten Sichtweiten sogar ohne Probleme im See schnorcheln und sich so Angelspots erschließen oder gar die Montage auslegen. Da der Bodensee an gleich 3 verschiedene Länder (Österreich, Schweiz und Deutschland) grenzt, unterschieden sich auch die Bestimmungen im jeweiligen Teil des Sees. Vor dem Angeln also unbedingt konkret informieren, wie die Regeln vor Ort sind. Hilfreich sind hierzu Tourist-Informationen. Viele nützliche Infos gibt es auch hier.
Allgemein gilt im deutschen Teil des Sees:
-2 Angelruten mit maximal 2 Haken sind erlaubt (Ausnahme sind Hegenen)
-Köderfische müssen aus dem Bodensee stammen
-Nachtangeln ist verboten (Aal-Angeln ist bis 1:00 Uhr gestattet)
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