Quappenangeln: 6 Tipps für Deinen Erfolg

Von November bis in den März hinein, ist die Top-Zeit zum Quappenangeln. Bei frostigen Wetterverhältnissen ziehen die Süßwasserdorsche aktiv umher und lassen sich gezielt fangen. Hier erfährst Du alles Wichtige, rund um diese spannende Angelei.

Auch wenn nicht jede Quappe die Pfundgrenze überschreitet, befinden sich die Bestände im Aufwind. Foto: Blinker

Auch wenn nicht jede Quappe die Pfundgrenze überschreitet, befinden sich die Bestände im Aufwind. Foto: Blinker

Wenn die Novembernebel durch das Land wabern und sich an manchen Tagen gar nicht mehr auflösen wollen, werden die Quappen aktiv. Das ist alljährlich die Zeit für unerschrockene Angler, eine ungewöhnliche Nachtangelei zu genießen. Wer sagt, das Quappenangeln nicht gemütlich sein darf? Wenn man die richtige Kleidung und eine Feuerschale mit ans Wasser nimmt, den eingemotteten Campingstuhl wieder hervorholt sowie einige Würstchen zum Grillen dabei hat, kann man sich mitten im ersten Schnee beim Quappenangeln durchaus wohlfühlen und einen gemütlichen Abend am Wasser verbringen.

Haben die Quappe einen Köder erst einmal gefunden, steht ihr der Sinn nur noch nach Fressen. Alles, was sie bewältigen können, schlingt sie hinunter, bevor ein anderer Artgenosse dies tut. In den folgenden sechs Punkten verraten wir Dir, was Du bei dieser Angelei beachten solltest.

  1. Stellenwahl zum Quappenangeln

    Nun, da sich das Jahr dem Ende neigt, ziehen die Quappen bei Wassertemperaturen von unter 10 Grad die Flüsse hinauf, um für Nachwuchs zu sorgen. Vor allem Flussmündungen, aber auch tiefe Stellen im Flusslauf sind nun die besten Plätze, um den Quappen nachzustellen. Aber auch vor Wehren, kleinen Einläufen und Hafeneinfahrten kann man zielsicher zum Erfolg kommen.

    Doch wichtiger als die Stelle ist es, dass überhaupt Quappen im Gewässer vorkommen. Daher sollte man sich vor der Stellenwahl erkundigen, ob die Süßwasserdorsche schon im Zielgewässer gefangen wurden. Fachhändler, Fachzeitschriften, Angelfreunde oder das Internet können bei dieser Recherche hilfreich sein.

    Wehre und Brücken als natürliche Verengungen des Flussbettes sind Top-Plätze für Quappen. Foto: F. Pippardt

    Wehre und Brücken als natürliche Verengungen des Flussbettes sind Top-Plätze für Quappen. Foto: F. Pippardt

  2. Die beste Zeit zum Quappenangeln

    Wenn die Dämmerung einsetzt, sollte die Montage bereits im Wasser sein. Denn oft ist gerade die Dämmerung die beste Beisszeit für die Räuber. Allerdings kann so ein Ansitz auch die halbe Nacht dauern. In der Regel sagt man aber, dass die beste Fangzeit etwa von 18 bis 23 Uhr andauert. Im Schutz der der Dunkelheit werden die Süßwasserdorsche nämlich richtig aktiv und ziehen durch das ganze Gewässer. Weniger gut sind klare und sehr kalte Tage. Bedeckter Himmel, leichter Schneefall oder Regen sind dagegen die besseren Bedingungen zum Quappenangeln.

    Die besten Aussichten auf Quappen hat man in Flüssen, obwohl sie auch in einigen tiefen Seen vorkommen. Allerdings wissen viele Angler gar nicht, dass diese mit dem Dorsch verwandte Fischart in „ihren“ Gewässern vorkommt. Foto: F. Pippardt

    Die besten Aussichten auf Quappen hat man in Flüssen, obwohl sie auch in einigen tiefen Seen vorkommen. Allerdings wissen viele Angler gar nicht, dass diese mit dem Dorsch verwandte Fischart in „ihren“ Gewässern vorkommt. Foto: F. Pippardt

  3. Montage: Einfach und fängig!

    Die Montage ist dabei denkbar einfach und weist Parallelen zum Aalangeln auf: Ein Anti-Tangle-Röhrchen mit Karabiner (in den später das Blei gehängt wird) auf die Hauptschnur gezogen und an das Schnurende kommt noch ein Karabinerwirbel zum Einhängen des Vorfachs. Der Wirbelknoten solle möglichst durch eine Gummiperle geschützt werden. Da im Fluss gefischt wird, braucht man je nach Strömung 60 bis 120 Gramm schwere, flache Bleie, die der Strömung nur wenig Widerstand bieten und deshalb die Montage sicher am Platz halten.

    Denn im Gegensatz zum Sommer, führen die Flüsse im Winter deutlich mehr Wasser. Daher sollte man zu schwereren Bleien greifen. Das Vorfach ist etwa 0,16 bis 0,18 Millimeter stark und zwischen 50 und 70 Zentimeter lang. Dieses ist mit einem dünndrahtigen 4er bis 6er Haken bestückt.

    Die Montage zum Quappenangeln ist denkbar einfach.

    Die Montage zum Quappenangeln ist denkbar einfach. Foto: S. Kaufmann

  4. Das richtige Tackle

    Zum Quappenangeln braucht es kein besonderes auf dieses Fischart zugeschnittenes Tackle. Heavy-Feederruten, mittlere Karpfen- oder Aalruten reichen völlig aus. Wichtig ist nur, dass sie mit den Bleigewichten zurecht kommen, damit sie weit werfen kann. Die Rolle sollte vor allem robust sein. Größen von 2000 bis 4000 reichen völlig aus. Bespult wird die Rolle mit einer geflochtenen Hauptschnur in der Stärke 0,12 bis 0,14 Millimeter. Bei starkem Frost kann eine solche Schnur jedoch schnell vereisen. Darum sollte man dann zu einer monofilen Schnur in den Stärken 0,20 bis 0,25 Millimeter greifen.

    Bei Rand-Eis ist es besser, die Ruten steil aufgerichtet abzulegen, um die Schnur vom Randeis fernzuhalten. Foto: blinker

    Bei Rand-Eis ist es besser, die Ruten steil aufgerichtet abzulegen, um die Schnur vom Eis fernzuhalten. Foto: blinker

  5. Die Köderwahl

    Der beste Köder zum Quappenangeln ist der Tauwurm. Wenn man diesen noch mit einem herben Lockstoff sparsam beträufelt, steigert man seine Fangchancen. Ebenso kann der Köder mit einigen Maden bestückt werden. Das schafft einen zusätzlichen Reiz.

    Wer keinen Tauwurm zur Hand hat, kann auch zum Fischfetzen oder kleinen Fischchen wie zum Beispiel Rotaugen oder Kaulbarschen greifen. Ein kleiner Tipp: Eine fluoreszierende Leuchtperle auf das Vorfach aufgezogen, die kurz vor dem Einsatz mit einer Lichtquelle angeleuchtet werden sollte, hat einen visuellen Reiz.

    Um die Lockwirkung zu verstärken, kann man vor den Köder eine Leuchtperle oder sogar ein Knicklicht montieren.

    Um die Lockwirkung zu verstärken, kann man vor den Köder eine Leuchtperle oder sogar ein Knicklicht montieren. Foto: S. Kaufmann

  6. Regelmäßige Kontrolle

    Nach dem Biss meldet sich der Bissanzeiger an der Rutenspitze. Das kann eine kleine Aalglocke sein oder einfach einfach nur ein Knicklicht. Elektronische Bissanzeiger sind nicht notwendig. Die Bisse selbst können unterschiedlich ausfallen. Mitunter zupft der Fisch nur kurz, wenn er den Köder genommen hat und legt sich dann einfach auf den Grund.

    Deshalb sollte man die Ruten regelmäßig kontrollieren, auch wenn vermeintlich kein Fisch gebissen hat. Bemerkt man einen Fisch nicht und lässt die Rute im Wasser, kann es passieren, dass sich die Quappe unlösbar festsetzt wie ein Aal und für den Angler verloren ist.

    Ein Knicklicht an der Rutenspitze angebracht zeigt zuverlässig die Quappenbisse an.

    Ein Knicklicht an der Rutenspitze angebracht zeigt zuverlässig die Quappenbisse an. Foto: S. Kaufmann


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