Einhänger ultralight – klein und leicht muss er sein!
Wer mit UL-Ködern am filigranen Spinngerät angelt, braucht Einhänger, die zu den winzigen Ködern passen. An einem 3cm Köder wirkt ein „normaler“ Einhänger bereits riesig. Doch ein zu großer Einhänger stört nicht nur die Optik und sieht unnatürlich aus, er kann auch den Köderlauf beeinflussen, da ein zu großer Einhänger im Vergleich zum Köder unter Umständen schon einiges an Gewicht mitbringt. Wer wirklich fein angeln möchte, sollte also auch bei den Einhängern zu UL-Modellen greifen. Selbst die allerkleinsten Einhänger bieten immer noch mehr als genug Tragkraft für das feine Spinnangeln.

Bild: J. Müller
Moderne Materialien erlauben heute wirklich winzige Einhänger – perfekt zum UL-Angeln. Dieser Winzling in Größe 000 trägt immer noch satte 4,5kg!
Standard-Einhänger: Die Universallösung im Süßwasser
Für die meisten herkömmlichen Spielarten des Spinnangelns auf Barsch, Zander und Hecht, wo Köder im Regelfall zwischen 7 und 15 cm lang sind, genügen auch einfache Karabiner. Die sind günstig, lassen sich schnell und einfach öffnen und auch durch schmale Ösen am Köder hindurchführen.

Bild: S. Kaufmann
Für schmale Ösen (wie am Gummifisch) sind Standard-Einhänger ideal.
Mehr Tragkraft und Sicherheit mit Duolock
Sogenannte Duolock-Karabiner haben konstruktionsbedingt eine höhere Tragkraft als die Standard-Karabiner und sie bergen ein geringeres Risiko, dass sie sich öffen. Damit sind Duolock-Snaps auch für gröbere Angelarten, wie das Hecht- oder Meeresangeln prädestiniert. Das Einhängen von kleinen Ösen (wie etwa an Gummifischen) kann damit aber schwierig werden. Duolock-Snaps eignen sich eher für Köder mit größeren Ösen (Wobbler, Blinker usw.).

Bild: R. Schwarzer
Etwas mehr Tragkraft bieten sogenannte Duolock-Snaps, sie passen aber meist nur durch größere Ösen am Köder.
Screw-in-Snaps: Einfach eingedreht
Eine spannende Variante der Einhänger, die einiges an Tragkraft liefert, sind Screw-in-Snaps. Dabei wird der Köder einfach in eine kurze Spirale eingedreht, das erlaubt schnelle Köderwechsel. Außerdem wird das Metall des Einhängers beim Köderwechseln nicht so stark gebogen (wodurch es bei gewöhnlichen Karabinern nach vielen Köderwechseln ermüden und irgendwann brechen kann).

Bild: J. Müller
Einfach eindrehen: Screw-in-Snaps sind eine interessante Alternative zum Klassischen Einhänger – tragkraftstark und sicher!
Für’s Grobe: Besser ohne Einhänger
Wenn wir uns in die gröbsten Bereiche des Spinnangelns begeben (Wels, schweres Salzwasserangeln), ergibt es oft Sinn, die potenzielle Schwachstelle „Karabiner“ gänzlich auszumerzen. An das Vorfach knotet man hier einen Solid-Ring oder Wirbel, in den wird dann ein entsprechender Sprengring eingehängt – die Verbindung zum Köder erfolgt direkt über diesen Sprengring. Das ist die stabilste Variante, die auch den kräftigsten Kämpfern des tropischen Salzwassers widersteht. Zum Köderwechseln verwendet man dann einfach eine Sprengringzange.

Bild: Blinker
Beim wirklich schweren Angeln (Wie hier beim Poppern auf GT) birgt jeder Karabiner ein unnötiges Risiko – dann besser den Köder mit einem Sprengring + Wirbel oder Sprengring + Solid-Ring mit dem Vorfach verbinden.
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