Die 11 besten Aalköder

Die meisten Aalangler kennen nur einen Köder: den Tauwurm. Spezialisten sind in punkto Aalköder jedoch vielseitiger aufgestellt! Denn nicht überall ist der Tauwurm die Nummer 1!

Es gibt deutlich mehr Aalköder, als manch einer glauben mag. Wir stellen Euch hier die 11 besten vor. Foto: BLINKER

Es gibt deutlich mehr Aalköder, als manch einer glauben mag. Wir stellen Euch hier die 11 besten vor. Foto: BLINKER

Das Nahrungsspektrum des Aals ist breiter gefächert, als die meisten Angler glauben mögen. Wurm und Köderfisch sind beim Aalangeln nicht alles! Es gibt mehr als ein Aalgewässer, wo andere Köder noch deutlich vor diesen Köder rangieren. Dieses Wissen ist unabdingbar für den Fangerfolg, denn es zeigt uns, welche Köder wir idealerweise für das Gewässer verwenden sollten. Doch welcher Aalköder ist nun der Beste?  Diese Frage lässt sich ohne Kenntnis des jeweiligen Gewässers kaum zufriedenstellend beantworten. Bestenfalls kann man sich an ein paar Faustregeln halten.

  • Mit dem guten, alten Tauwurm liegt Ihr nie völlig falsch.
  • Zum zweiten: Wollt Ihr gezielt kapitale Aale fangen, kommt Ihr nicht am Köderfisch vorbei.
  • Und drittens: Wenn Ihr lieber viele „Brat-Aale“ anstelle eines großen Aales fangen wollt, dann verwendet lieber kleinere Köder.

Aal und Wurm – ein Pärchen, das für Angler hierzulande einfach zusammengehört. Doch es gibt viele, unter gewissen Umständen wesentlich bessere Köder für die Schlängler. Schaut Euch die 10 besten Aalköder an, die wir auf Grundlage von über 2000 Fängen analysiert und ausgewertet haben und lasst Euch für den nächsten Ansitz inspirieren. Vielleicht findet Ihr ja auch Euren Top-Aalköder, der am Hausgewässer alle anderen in den Schatten stellt.

  1. Wurm als Aalköder

    Kein anderer Köder fängt mehr Aale als der Wurm. Ob Mist-, Gelbschwanz-, Dendrobena- oder Tauwurm, sie alle legen jedes Jahr tausende Schlängler aufs Kreuz. Natürlich wird er am häufigsten angeboten und fängt auch daher am meisten. Selbst beim Allerwelts-Köder Wurm gibt es noch etwas Exotisches: Probiert unbedingt mal einen Wattwurm aus! Wenn sonst nichts geht, bringt dieser oft doch noch einen Aal. Doch der Wurm bringt auch Probleme mit sich. Die verschiedensten Fischarten stehen auf ihn, gezieltes Aalangeln durch die vielen Beifänge oft sehr schwierig.

    Auf einen Blick:
    + haltbar am Haken
    + Lagerung einfach
    + schnelle und günstige Beschaffung
    + vielfältige Anköderung
    − viele Beifänge

    Aalköder: Wenn Würmer in Stücken auf den Haken gezogen werden, verbreiten sie eine unwiderstehliche Duftnote und locken die Aale an. Foto: BLINKER

    Wenn Würmer in Stücken auf den Haken gezogen werden, verbreiten sie eine unwiderstehliche Duftnote und locken die Aale an. Foto: BLINKER

  2. Für die kapitalen Fische: Köderfisch

    Fisch ist generell ein Köder für die Großen. Im Ganzen angeboten ist der Köderfisch in Gewässern ohne Zander und Wels sehr selektiv auf Großaal einzusetzen. Als Fetzen ein guter Allrounder für verschiedene Situationen. Besonders gute Köderfische für Aal sind Lauben, Grundeln und Stinte, aber auch kleine Rotaugen. Für Fischfetzen lassen sich alle möglichen Fischarten einsetzen. Probiert fettige Fische wie Makrelen, Forellen und Heringe. Dieser Köder erlaubt es, in brassen- und güsternverseuchten Gewässern gezielt auf Aal zu angeln. Köderfische lassen sich sehr gut portioniert einfrieren und fangen aufgetaut fast noch besser als frisch. Auch zum Anfüttern ist dieser Köder sehr gut geeignet, da er kaum weggefressen wird. In einigen Gewässern scheint es, als ob Aale nicht an Fisch als Nahrung gewohnt sind – dort fängt Köderfisch schlechter.

    Auf einen Blick:
    + gezieltes Aalangeln möglich
    + haltbar am Haken
    + Lagerung, Beschaffung
    + Köder für die Großen
    − häufige Fehlbisse
    − fängt in manchen Gewässern nicht gut

    Wer die großen Aale fangen möchte, sollte auf 8 bis 10 Zentimeter lange Köderfische setzen. Foto: BLINKER/M. Brown

    Wer die großen Aale fangen möchte, sollte auf 8 bis 10 Zentimeter lange Köderfische setzen. Foto: BLINKER/M. Brown

  3. Garnele – ein echter Geheimtipp zum Aalangeln

    Wenn dieser Aalköder nicht schon vor dem Angeln verputzt wird, kann er richtig punkten. In norddeutschen Gewässern ein Geheimtipp, im Süden gänzlich unbekannt – frische oder gefrorene Garnelen.

    Auf einen Blick:
    + natürliche Aalnahrung
    + sehr aromatisch
    − schlechte ­Hakenhaltbarkeit
    − Kühlung nötig
    − viele Beifänge

    Garnelen gelten unter Aalanglern als echter Geheimtipp. Sie sind leicht anzuködern halten auch lange am Haken. Foto: BLINKER

    Garnelen gelten unter Aalanglern als echter Geheimtipp. Sie sind leicht anzuködern halten auch lange am Haken. Foto: BLINKER

  4. Aromatische Pellets

    Die gepressten Protein­bomben sind als Aalköder unbekannt, doch dank Besatz mit Farmaalen durchaus ­interessant. Pellets sind auf Fischernährung zugeschnitten und äußerst aromatisch. In der Farmaal-Produktion werden sie als Futter verwendet. Besetzte Aale erinnern sich an die schmackhaften Brocken und auch Wildfisch frisst sie.

    Auf einen Blick:
    + sehr fängig bei Aalbesatz
    + top fürs Anfüttern
    − viele Beifänge

    Das Pellet wird beim Aalangeln am Haar angeboten. Foto: BLINKER

    Das Pellet wird beim Aalangeln am Haar angeboten. Foto: BLINKER

  5. Verführerische Leber

    Leber ist ein wenig in Vergessenheit geraten, stellt aber immer noch einen guten Aalköder dar. In der Fängigkeit unterscheiden sich die verschiedenen Leber-Arten nicht, jedoch bei der Haken-Haltbarkeit. Putenleber ist nicht schlecht, noch besser hält allerdings Rinderleber. Da Leber schnell verdirbt und an Konsistenz verliert, muss sie gekühlt werden. Beifänge lassen sich recht gut vermeiden, Döbel und Barben ausgenommen.

    Auf einen Blick:
    + kaum Beifänge
    + aromatisch
    − schlechte Hakenhaltbarkeit
    − verdirbt schnell

    Dieser Aal kam an dem Stückchen Leber nicht vorbei. Foto: BLINKER

    Dieser Aal kam an dem Stückchen Leber nicht vorbei. Foto: BLINKER

  6. Fängiger Rogen mit Ecken

    Kaum ein Köder ist so unterschätzt, wie Rogen. Gerade Forelleneier sind extrem aromatisch und fängig, denn der Aal gehört zu den größten Laichräubern unter unseren heimischen Fischarten. Doch ganz unproblematisch ist der Köder nicht. Denn kaum jemand nutzt Forellenrogen zum Aalangeln. Dabei ist dieser Köder extrem fängig. Die Eier sind voller Fette und Proteine, somit duften sie verführerisch und bieten einen nahrhaften Happen. Allerdings ist das Anködern nicht unproblematisch, da die Rogen-Pakete nicht gut am Haken halten und auch leicht an Struktur verlieren. Mehrmaliges Einfrieren und Antauen schafft Abhilfe. Auch sollte der verwendete Rogen nicht zu reif sein. Ein weiteres Problem ist häufiger Beifang.  Fischlaich ist demzufolge ein guter Aalköder, allerdings ist das Beködern des Hakens mit Laich etwas kompliziert. Am einfachsten geht es so: Zuerst entfernt man aus einem gefangenen Rogen die Laichstränge so, dass sie nicht zerreißen oder zerquetscht werden. Danach versucht man mit einer Nähnadel und Garn, diese übers Vorfach anzuködern bzw. zu befestigen.

    Auf einen Blick:
    + extrem aromatischer Aalköder
    − viele Beifänge
    − hält schlecht am Haken

    Forellenrogen sind nicht nicht für Gewaltwürfe ausgelegt. Sie eignen sich eher für das Ufernahe Aalangeln. Alternativ können Sie auch in einem kleinen Strumpf-Säckchen angeboten werden. Foto: BLINKER

    Forellenrogen sind nicht nicht für Gewaltwürfe ausgelegt. Sie eignen sich eher für das Ufernahe Aalangeln. Alternativ können Sie auch in einem kleinen Strumpf-Säckchen angeboten werden. Foto: BLINKER

  7. Vielseitiger Krebsköder

    Aale lieben Krebse. Gerade frisch gehäutete Wollhandkrabben stellen eine wichtige Nahrungsquelle für Aale dar. Dementsprechend sind Krebse wirklich gute, allerdings höchst selten eingesetzte Köder. In den großen Strömen ernähren sich Aale oft zu einem großen Teil von Wollhandkrabben. In kleineren Gewässern mit entsprechendem Bestand sind Flusskrebse (Amerikanischer etc.) oft in Aalmägen zu finden. Als Köder eignen sich frisch gehäutete sowie kleine Exemplare (natürlich nicht der Europäische Flusskrebs!). Am einfachsten lassen sich die Krebse unter Steinen sammeln. Allerdings lieben die kleinen Krabbler nicht nur Aale.

    Auf einen Blick:
    + wichtiges Nährtier für Aal
    + Beschaffung am Gewässer
    + haltbar am Haken
    − nicht überall zu bekommen
    − viele Beifänge

    Junge Wollhandkrabben lassen sich am passenden Gewässer leicht beschaffen. Wenn das der Fall ist, stellen sie auch einen der besten Köder an eben diesem Gewässer dar. Foto: BLINKER

    Junge Wollhandkrabben lassen sich am passenden Gewässer leicht beschaffen. Wenn das der Fall ist, stellen sie auch einen der besten Köder an eben diesem Gewässer dar. Foto: BLINKER

  8. Schnecken-Kost

    Obwohl sie überall herumliegen und von Aalen gefressen werden, benutzt niemand Schnecken zum Aalangeln. Wer einen extrem haltbaren Aalköder sucht, der einfach zu beschaffen ist, sollte sich diesen Köder genau anschauen. Distanzwürfe und Fehlbisse sind dabei problemlos möglich. Neben Aalen fangen Schnecken auch große Weißfische und vor allem Schleien.

    Auf einen Blick:
    + extrem haltbar am Haken
    − fängt nicht in jedem Gewässe
    − teilweise Beifang

    Schnecken sind einfach zu beschaffen und bringen auch an schwierigen Tagen Fisch. Foto: BLINKER

    Schnecken sind einfach zu beschaffen und bringen auch an schwierigen Tagen Fisch. Foto: BLINKER

  9. Maden

    Auch auf Maden werden relativ viele Aale gefangen. Doch sind sie, wenn nicht intensiv damit angefüttert wird, nicht der beste Aalköder. Immer wieder werden Aale beim Grundangeln mit Maden gefangen. Doch in Anbetracht dessen, wie viel mit Maden geangelt wird, fallen sie deutlich hinter andere Ködern zurück. Wenn allerdings reichlich mit Maden gefüttert wird, vor allem abends und nachts, können sich die Schlängler sehr schnell und konsequent darauf einstellen, dann ist die Made top.

    Auf einen Blick:
    + gutes Anfutter, schnelle Gewöhnung
    + haltbar am Haken
    − viele Beifänge, nicht der beste Aalköder

    Maden gelten nicht als Top-Aalköder. Doch mit ein Vorfüttern kann man auch mit diesem Köder tolle Aal-Fänge erzielen. Foto: BLINKER

    Maden gelten nicht als Top-Aalköder. Doch mit ein Vorfüttern kann man auch mit diesem Köder tolle Aal-Fänge erzielen. Foto: BLINKER

  10. Bienenmade

    Ein bis vor kurzem eher ungewöhnlicher Aalköder ist die Bienenmade. Doch in einigen Gewässern hat sie richtig für Furore gesorgt und fängt dort zuverlässig (nicht nur) Aale. Als relativ geruchsintensive Alternative zur Made ist die Bienenmade kein schlechter Aalköder. Sie besitzt eine weiche Haut, aus der attraktive Aromen austreten. Allerdings hält sie nicht ganz so gut am Haken und ist so unselektiv wie Maden.

    Auf einen Blick:
    + geruchsintensiver als Maden
    + in einigen Gewässern sehr effektiv
    − viele Beifänge
    − Haltbarkeit nicht optimal

    Gerade, wenn die Aale sehr vorsichtig sind und größere Köder verschmähen, können Bienenmaden doch noch die Aaltour retten. Foto: BLINKER

    Gerade, wenn die Aale sehr vorsichtig sind und größere Köder verschmähen, können Bienenmaden doch noch die Aaltour retten. Foto: BLINKER

  11. Käse-Happen für Aal

    Auch wenn es seltsam klingt: Aale lieben Käse! Insbesondere stark duftende Sorten verfehlen ihre Wirkung nicht. So ist Käse alles andere als ein Verlegenheitsköder und für den experimentierfreudigen Aalangler immer einen Versuch wert. Käse kann einen den Aalansitz retten, wenn ansonsten gar nichts mehr geht. Er funktioniert besonders dort sehr gut, wo die Aale durch regelmäßigen Bootsverkehr daran gewöhnt sind, dass Küchenabfälle ins Wasser gelangen. Probiert es also unbedingt mal aus!

    Auf einen Blick:
    + verführerischer Duft
    + lange haltbar
    + leicht zu beschaffen
    – Gewässerabhängig

    Auf jeden Fall ein Versuch wert: Die Kombination aus Wurm und Käse. Besonders in Häfen, wo häufig auch Essensreste ins Wasser gelangen, ist dieser Köder unschlagbar. Foto: BLINKER

    Auf jeden Fall ein Versuch wert: Die Kombination aus Wurm und Käse. Besonders in Häfen, wo häufig auch Essensreste ins Wasser gelangen, ist dieser Köder unschlagbar. Foto: BLINKER

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