Heißes Eisen: Zander mit Blinker fangen

Blech ist nicht oldschool – es fängt sehr zuverlässig. Und zwar nicht nur Hecht, sondern auch Zettis! Johannes Radtke und Florian Pippardt erklären Euch, wie Ihr zum Saisonstart erfolgreich Zander mit Blinker fangen könnt.

Der Plan ist aufgegangen – dieser schöne Zander mit Blinker gefangen. Foto: BLINKER/ F. Pippardt

Der Plan ist aufgegangen – dieser schöne Zander mit Blinker gefangen. Foto: BLINKER/ F. Pippardt

Zetti = Gummi. Diese Gleichung ist sicher jedem beim Zanderangeln bekannt. Die einfache Montage und simple Führungsweise machen die Gummifischangelei so populär. Allerdings könnt Ihr auch super Zander mit Blinker fangen.

Zander mit Blinker fangen: Heißes Eisen als Alternative zum Gummifisch

Johannes bevorzugt eine Auswahl von etwa 8 bis 10 Zentimeter langen Blechen in unterschiedlichen Gewichten zum Zander fangen mit Blinker.

Johannes bevorzugt eine Auswahl von etwa 8 bis 10 Zentimeter langen Blinkern in unterschiedlichen Gewichten. Foto: BLINKER/ F. Pippardt

Als die ersten Gummiköder vor etwa 30 Jahren den deutschen Markt erreichten, fischte ein Großteil der Spinnangler aufgrund mangelnder Alternativen nur mit Blech. Wieso auch nicht? Die Köder sind sehr robust, fliegen super und sind recht günstig zu bekommen. Im Laufe der Jahre verlor der Blinker jedoch seine Stellung ganz oben bei den Zanderköder. Schnell merkte man, dass Zander einfach super auf die neuen Gummiköder bissen. Außerdem ist die Bissausbeute mit geflochtenen Schnüren und harten Ruten kaum zu übertreffen. Mittlerweile kennen die Fische das Weichplastik allerdings zur Genüge und sind vorsichtig geworden. Es gilt, auf „unkonventionelle“ Methoden umzusteigen – also zu experimentieren. Wieso sollte das alte Eisen nicht immer noch funktionieren?

Der Blinker rotiert beim Wurf um die eigene Achse. Deshalb macht es Sinn, einen kleinen Wirbel zu befestigen.

Ein Blinker dreht sich während des Wurfs und im Absinken um die eigene Achse. Das verdrallt die Schnur und führt zu unschönen Perücken. Deshalb macht es Sinn, einen kleinen Karabinerwirbel ans Vorfach zu knoten. Foto: BLINKER/ F. Pippardt

Zander mit Blinker fangen: Kein spezielles Gerät nötig

Wir hatten unsere Gerätekisten für einen Test grundsaniert – Gummi raus, Blech rein. Vor allem im Sommer kann man die Zander mit Blinker fangen, weil sie jetzt flacher stehen. Am besten laufen die Köder, wenn man sie mit leichten Schlägen der Rutenspitze über den Grund hüpfen lässt. Alternativ lassen sie sich auch parallel zur Steinpackung führen. In der Absinkphase bewegen sie sich langsam taumelnd zu Boden – das funktioniert! Das Gerät ist dasselbe, welches man zum Gummifischangeln nutzt, also eine harte Rute mit einer guten Übertragung und Spitzenaktion.

Gerätekiste für Blech-Zander:

  • Rute mit einem Wurfgewicht von 10 bis 40 Gramm
  • Rolle in 2500er oder 3000er Größe
  • 0,10er bis 0,14er Geflecht
  • Etwa zwei Meter 0,30er Fluorocarbon als Schlagschnur
  • Tönnchenwirbel
Ihr könnt einfach Eure Gummifischruten verwenden, um einen Zander auf Blinker zu fangen.

Ihr könnt einfach Eure Gummifischruten verwenden, um einen Zander auf Blinker zu fangen. Foto: BLINKER/ J. Radtke

Drillinge tauschen

Da wir hart an der Packung gefischt haben, bleibt der Köder öfter mal in den Steinen hängen. Nach mehreren Hängern wird der Haken auch irgendwann stumpf und es kommt zu Fehlbissen. Dem entgegenwirken kann man, indem man die Drillinge regelmäßig kontrolliert und gegebenfalls wechselt. An sich ist es auch empfehlenswert, auf Einzelhaken umzurüsten, denn die sind günstiger und verhängen sich nicht so leicht. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Ausprobieren!

Weil der Drilling immer auf den Boden aufschlägt, wird er schneller stumpf als ein Jighaken. Ihr solltet Ihn regelmäßig kontrollieren und gegebenenfalls tauschen.

Weil der Drilling immer auf den Boden aufschlägt, wird er schneller stumpf als ein Jighaken. Ihr solltet Ihn regelmäßig kontrollieren und gegebenenfalls tauschen. Foto: BLINKER/ F. Pippardt

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