Ostsee-Fangquote: Aktuelle Entscheidungen auf einen Blick

Die neue Ostsee-Fangquote für 2019 wurde am Montag in Luxemburg beschlossen. Sie beinhaltet eine drastische Reduzierung der Heringsmenge und eine Erhöhung der Dorsch-Fänge. Auch für Angler wird sich das Baglimit ändern.

Die von der EU-Kommission geplanten Ostsee-Fangquoten für Berufsfischer und Meeresangler sind vom Tisch. Die aktuellen Änderungen erfährst Du hier.

Die von der EU-Kommission geplanten Ostsee-Fangquoten für Berufsfischer und Meeresangler sind vom Tisch. Die aktuellen Änderungen erfährst Du hier.

Die neue Ostsee-Fangquote 2019 wurde am Montag, den 17. Oktober 2018, in Luxemburg beschlossen. Gemeinsam einigten sich die EU-Fischereiminister darauf, dass im kommenden Jahr die Fangmenge für Hering um 48 Prozent reduziert und die Dorsch-Fangquote in der westlichen Ostsee um 70 Prozent angehoben wird. Der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) hatte sich Anfang des Jahres für eine komplette Aussetzung der Heringsfischerei und die EU-Kommission für Reduzierung der Herings-Fangquote von 63 Prozent ausgesprochen. Bei der Dorsch-Fangquote wurde im Vorfeld eine Erhöhung von 31 Prozent vorgeschlagen. Demnach haben sich die EU-Fischereiminister für eine höherer Fangquote in der Ostsee in 2019 und gegen den Rat von Meeresexperten entschieden.

Ostsee-Fangquote 2019 im Überblick

  • Hering: 48 Prozent weniger Fangmengen. Das ergibt rund 4.600 Tonnen Heringe, die 2019 insgesamt in der westlichen Ostsee von Berufsfischern gefangen werden dürfen. In der zentralen Ostsee wird die Herings-Fangquote um 26 Prozent reduziert.
  • Dorsch: 70 Prozent mehr Fangmengen. Das ergibt rund 2.000 Tonnen Dorsch, die im kommenden Jahr in der westlichen Ostsee gefangen werden dürfen. In der östlichen Ostsee wird die Fangquote auf 15 Prozent reduziert.
  • Scholle: Erhöhung der Fangmenge um 43 Prozent.
  • Sprotte: Erhöhung der Fangmenge auf drei Prozent.
Der Hering ist ein beliebter Fisch bei Anglern und Fischern. Kein Wunder, denn es macht nicht nur Spaß ihn zu fangen, sondern auch zu essen.

Der Hering ist ein beliebter Fisch bei Anglern und Fischern. Kein Wunder, denn es macht nicht nur Spaß ihn zu fangen, sondern auch zu essen.

In den letzten beiden Jahren wurden zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um den gefährdeten Dorschbestand zu schützen. Nun haben sich diese Maßnahmen ausgezahlt und eine Anhebung der Dorsch-Fangquote in der westlichen Ostsee war daher zu erwarten. Beim Hering hingegen gehen jetzt langsam die Alarmglocken an. Denn auch dieser Bestand ist gefährdet und durch die Reduzierung der Fangquote soll dem entgegengewirkt werden. Natürlich sind die Berufsfischer in der Ostsee nicht sehr erfreut über diese Entscheidung. Denn ohne stattliche Unterstützung stehen viele Existenzen auf dem Prüfstand.

Auch zahlreiche Umweltorganisationen sind über die Fangquoten 2019 in der Ostsee bei Dorsch und Hering nicht begeistert. Auf NDR.de äußerte sich WWF-Sprecherin Heike Vesper folgendermaßen: „In der kommenden Fangsaison wird der einzige vernünftige Nachwuchsjahrgang seit Jahren im Netz enden, bevor er selbst ausreichend für Nachkommen sorgen kann“. Nun wird sich in den kommenden Monaten zeigen, wie sich die neuen Fangquoten auf die Fischbestände auswirken. Sollten die erlaubten Fangmengen eingefahren sein, wird ein Fischereiverbot in den Regionen verhängt.

Die Dorsch-Fangquote in der westlichen Ostsee wird 2019 wieder erhöht. Foto: BLINKER

Die Dorsch-Fangquote in der westlichen Ostsee wird 2019 wieder erhöht. Foto: BLINKER

Baglimit für Angler

Für Angler wird die Ostsee-Fangquote in 2019 auch eine Auswirkungen mit sich bringen. So soll das Baglimit für Angler auf sieben Dorsche in der westlichen Ostsee angehoben werden, wie der DAFV berichtet. Die Schonzeit soll komplett entfallen, sodass über das ganze Jahr diese Regelung gilt. Auch für Berufsfischer soll die Schonzeit entfallen. Derzeit dürfen Angler außerhalb der Schonzeit fünf Dorsche pro Tag entnehmen und während der Schonzeit drei Dorsche.

1 Kommentar0 Antworten

  1. Profilbild von Dorsch Guide

    Ob diese Entscheidung wirklich so nachhaltig ist?
    Und: Die „gewonnene Fangmenge“ durch die Beschränkung der Angler wird an die kommerzielle Fischerei geschenkt. Für mich stinkt das zum Himmel.


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ANGELSEE-aktuell 06/2018

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