Chile: Hunderttausende Lachse aus Farm entwichen

Aus einer Lachsfarm in Chile sind rund 690.000 Fische entkommen. Das ist der größte Unfall dieser Art, den das Land je erlebt hat.

In Lachsfarmen werden unter kontrollierten Bedingungen die Fische gezüchtet, um sie später weltweit zu verkaufen. Foto: R. Korn

In Lachsfarmen werden unter kontrollierten Bedingungen die Fische gezüchtet, um sie später weltweit zu verkaufen. Foto: R. Korn

Vor wenigen Wochen ist es zu einer der größten Fischfluchten in der Geschichte Chiles gekommen. Ein Unwetter hatte die Lachskäfige des norwegischen Unternehmens Marine Harvest zerstört, wodurch schätzungsweise mehr als 690.000 Lachse ins offene Meer gelangt. Das Problem: Die Tiere sind insgesamt mit rund zwei Tonnen Antibiotika vollgepumpt, wodurch eine Gefahr für Mensch und andere Lebewesen besteht.

Die chilenische Regierung sowie auch der Zuchtbetrieb Marine Harvest warnte eindringlich vor einem Verzehr der Fische. In Chile werden bis zu 700 Mal mehr Antibiotika eingesetzt, als in anderen Ländern wie zum Beispiel Norwegen. Der Grund: In Chile sind Fischkrankheiten stärker verbreitet, als in anderen Ländern. Nach Norwegen ist Chile der zweitgrößte Lachsproduzent der Welt.

Auch in der Vergangenheit kam es immer wieder mal dazu, dass Käfige zu Bruch gingen und Lachse ins offene Meer entkamen. Laut einem Bericht des Unternehmens kam es insgesamt weltweit 15 Mal zu solchen Vorfällen, bei dem aber „nur“ 23.000 Fische entkamen. Dieses Ausmaß, so wie es jetzt in Chile passierte, gab es bisher noch nicht.

Aus solchen Lachsfarmen wie dieser (Beispielfoto), sind Hundertausende Fische durch ein Unwetter entkommen. Foto: Fotolia

Aus solchen Lachsfarmen wie dieser (Beispielfoto), sind Hundertausende Fische durch ein Unwetter entkommen. Foto: Fotolia

Lachse sollen wieder eingefangen werden

Dem Unternehmen Marine Harvest drohen nun juristische Konsequenzen. Sie haben bis zum 3. September Zeit, rund 69.000 (10 Prozent) der entwichenen Lachse wieder einzufangen. Sollte das nicht gelingen, wird die Sache vor einem Gericht als Umweltschaden verhandelt, wodurch dem Unternehmen eine saftige Geldstrafe und im schlimmsten Fall auch ein Verlust der Betriebslizenz droht.

Um diese Auflage einzuhalten hat Marine Harvest ansässige Fischer beauftragt, die Fische wieder einzufangen. Rund um die Uhr sind die Männer gemeinsam mit dem Unternehmen nun auf dem Wasser, um die Tiere zu finden. Nach Informationen der Neuen Züricher Zeitung sollen laut Schätzungen bisher fünf Prozent der Fische eingefangen wurden sein. Für jeden gefangenen Fisch zahlt das Unternehmen den Fischern umgerechnet rund 9,30 Euro, dass sind gut zwei Drittel des handelsüblichen Verkaufspreises. So soll auch verhindert werden, dass die Fische zum Verkauf angeboten werden.

 

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