Pop-Up Boilies: Mehr Erfolg mit schwebenden Ködern

Auftreibende Boilies, also „Pop-Up Boilies“ sind echte Top-Köder zum Karpfenangeln. Uwe Steffen zeigt euch ein einfaches Rig, mit dem ihr die Pop-Ups sauber präsentieren könnt. Sebastian Schmidt erklärt außerdem, wie man sich Pop-Up Boilies ganz einfach selbst herstellen kann.

Pop-Up Boilies sind absolute Top-Köder zum Angeln auf Karpfen. Foto: F. Pippardt

Pop-Up Boilies sind absolute Top-Köder zum Angeln auf Karpfen. Foto: F. Pippardt

Pop-Up Boilies gibt es in den verschiedensten Geschmacksrichtungen, Größen und Farben. Das macht sie zu sehr guten Ködern für viele verschiedene Situationen: Gerade in den kalten Monaten, wenn die Karpfen kaum fressen, macht sie ein auffälliger, auftreibender Köder oft doch noch neugierig.

Auch auf großen Futterplätzen ist es sinnvoll, einen Pop-Up Boilie zu verwenden, da die Karpfen die Köder zwischen dem ganzen Futter schneller finden. Außerdem eignen sich Pop-Ups perfekt zum Angeln auf schlammigen Grund oder über Kraut, da sie im Gegensatz zu gewöhnlichen Boilies nicht einsinken. Auch die Hakeigenschaften sind bei Rigs mit Pop-Up Boilies deutlich besser als bei sinkenden Ködern, da die Hakenspitze nach unten steht und so perfekt in der Unterlippe fassen kann.

Pop-Up Boilies: Das sind die besten Rigs

Es gibt viele verschiedene Rigs mit denen Pop-Up Boilies präsentiert werden können: Die bekanntesten sind wohl das Chod– und das Helikopter-Rig. Diese beiden Karpfenmontagen eignen sich super, um auftreibende Köder zum Beispiel über Kraut anzubieten. Auch das German-Rig oder andere Stiff-Rigs funktionieren in Kombination mit Pop-Ups perfekt. All diese Rigs haben eines gemeinsam: Sie sind realtiv kompliziert und aufwendig zu binden. Das muss aber gar nicht sein: Uwe Steffen zeigt euch hier ein Rig, das nicht nur super einfach zu binden ist, sondern die Karpfen auch zuverlässig hakt.

  1. Wide Gape X-Haken in Größe 6, Sinkers, Vorfachmaterial, Dark Matter Tungsten Putty und einen Pop-Up Boilie – mehr braucht man für dieses einfache Rig nicht.

    Wide Gape X-Haken in Größe 6, Sinkers-Bleie, Vorfachmaterial, Dark Matter Tungsten Putty und Pop-Up Boilies– mehr braucht man für dieses einfache Rig nicht. Foto: karpfen/Uwe Steffen

    Foto: karpfen/Uwe Steffen

  2. Einfacher geht’s wirklich nicht: Bindet eine Schlaufe für das  Haar und zieht den Pop-Up Boilie auf.

    Einfacher geht’s wirklich nicht: Bindet eine Schlaufe für das Haar und zieht einen der Pop-Up Boilies auf. Foto: karpfen/Uwe Steffen

    Foto: karpfen/Uwe Steffen

  3. Dann wird der Wide Gape X-Haken aufgefädelt.

    Dann wird der Wide Gape X-Haken aufgefädelt. Foto: karpfen/Uwe Steffen

    Foto: karpfen/Uwe Steffen

  4. Als nächstes wird der Pop-Up Boilie mit einem Stopper fixiert, die Haarlänge wird festgelegt und der Haken mit einem knotenlosen Knoten befestigt – fünf Wicklungen hin und zwei zurück reichen völlig aus.

    Als nächstes wird der Pop-Up Boilie mit einem Stopper fixiert, die Haarlänge wird festgelegt und der Haken mit einem knotenlosen Knoten befestigt – fünf Wicklungen hin und zwei zurück reichen völlig aus. Foto: karpfen/Uwe Steffen

    Foto: karpfen/Uwe Steffen

  5. Ein Sinker wird auf das Vorfachmaterial gezogen.

    Ein Sinker-Blei wird auf das Vorfachmaterial gezogen. Foto: karpfen/Uwe Steffen

    Foto: karpfen/Uwe Steffen

  6. Bringen Sie den Sinker in Position – etwa drei Zentimeter vorm Haken.

    Bringen Sie den Sinker in Position – etwa drei Zentimeter vorm Haken. Foto: karpfen/Uwe Steffen

    Foto: karpfen/Uwe Steffen

  7. Balancieren Sie den Pop-Up mit Dark Matter Tungsten aus. Das Tungsten dient auch als Kontergewicht und fördert einen guten Hakensitz.

    Balancieren Sie den Pop-Up mit Dark Matter Tungsten aus. Das Tungsten dient auch als Kontergewicht und fördert einen guten Hakensitz. Foto: karpfen/Uwe Steffen

    Foto: karpfen/Uwe Steffen

  8. So sieht die fertige Pop-Up Boilie Präsentation aus – auch unter Wasser.

    So sieht die fertige Präsentation aus – auch unter Wasser. Foto: karpfen/Uwe Steffen

    Foto: karpfen/Uwe Steffen

Die meisten Karpfenangler verwenden fertige Pop-Up Boilies aus der Dose. So gut diese Fertigköder auch sind, haben sie einen Nachteil: Man ist nur so flexibel, wie es der Handel erlaubt. Dem Grundsatz „anders fischen als die Anderen“ kann man mit diesen „Fertigködern“ nur bedingt folgen. Sebastian Schmidt hat Wege gefunden, dieses Problem zu lösen:

Pop-Up Boilies „tunen”

Brauche ich meine Pop-Ups eine Spur individueller, kann ich zunächst mit fertigen, geruchsneutralen Pop-Ups arbeiten. Diese kann ich nach Bedarf selbst aromatisieren. Es gibt sie in unterschiedlichen Farben und Durchmessern, sogar zweifarbig oder als Dumbell. Für die geruchliche Note sind sogenannte Dropper im Handel erhältlich. Das sind hochkonzentrierte Aromastoffe, bei denen bereits einzelne Tropfen zur effektiven Behandlung des Köders ausreichen.

Die Pop-Ups nehmen sie in Sekundenschnelle an und geben sie über Stunden wieder ab. Dips funktionieren in einigen Fällen auch, bei manchen härten die Pop-Up Boilies jedoch derart aus, dass sie sich nicht mehr mit der Boilienadel durchstechen lassen. Außerdem dauert es länger, bis sie genügend Aroma aufgenommen haben. Ideal ist das zwar nicht, aber trotzdem fangen auch solche Köder sehr gut.

Mit Dips oder einem Booster können geschmacklose Boilies „getunt” und so individuelle Geschmacksrichtungen kreiert werden. Foto: karpfen/Sebastian Schmidt

Mit Dips oder einem Booster können geschmacklose Boilies „getunt” und so individuelle Geschmacksrichtungen kreiert werden. Foto: karpfen/Sebastian Schmidt

Pop-Up Boilies selbst herstellen

Wem das „tunen” der Köder nicht ausreicht, der kann sich auch ganz einfach selbst Pop-Up Boilies herstellen. Bedenkt man, wie populär das Selbstrollen von normalen Boilies ist, verwundert es mich, wie wenige Karpfenangler sich ihre Pop-Up Boilies selbst herstellen. Das ist insofern bemerkenswert, da die Herstellung wesentlich unkomplizierter ist als bei normalen Boilies.

Seit einigen Jahren gibt es fertige Pop-Up-Mixe im Handel und so kann ich mich richtig austoben. Diese Mixe sind geschmacksneutral und in unterschiedlichen Farben erhältlich. Ob weiß, gelb, pink oder orange – für jedes Auge ist etwas dabei. All diese Mixe und Farben lassen sich auch miteinander kombinieren oder mischen, um mehrfarbige Karpfenköder zu kreieren. Hinsichtlich der Farben sind die Möglichkeiten fast unbegrenzt. Für Formen und Größen gilt das Gleiche.

Pop-Ups müssen nicht immer rund sein: Auch eckige oder zylindrische Köder funktionieren super, häufig ist sogar genau das der Weg zum Erfolg. Auch hinsichtlich der verschiedenen Flavour sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Mischt doch zum Beispiel süße mit fischigen Aromen. Alles was die Karpfen noch nicht so sehr kennen, macht sie neugierig!

Und so funktioniert es:

  1. Die Pop-Up Boilie Zutaten auf einen Blick: Öl, Eier, Pop-Up-Basismix, sowie Flavour sind die Grundzutaten. Attraktoren wie Betain, Aminosäuren oder Süßstoff  werten die Pop-Ups zusätzlich auf. 
    Die Pop-Up Boilie Zutaten auf einen Blick: Öl, Eier, Pop-Up-Basismix, sowie Flavour sind die Grundzutaten. Attraktoren wie Betain, Aminosäuren oder Süßstoff werten die Pop-Ups zusätzlich auf. Foto: karpfen/Sebastian Schmidt

    Foto: karpfen/Sebastian Schmidt

     

  2. Im ersten Schritt schlägt man ein Ei in die Schüssel. 

    Im ersten Schritt schlägt man ein Ei in die Schüssel. Foto: karpfen/Sebastian Schmidt

    Foto: karpfen/Sebastian Schmidt

  3. Es folgt ein Schuss neutrales Pflanzenöl. 

    Es folgt ein Schuss neutrales Pflanzenöl. Foto: karpfen/Sebastian Schmidt

    Foto: karpfen/Sebastian Schmidt

  4. Danach gibt man eine Kappe Aroma dazu. 

    Danach gibt man eine Kappe Aroma dazu. Foto: karpfen/Sebastian Schmidt

    Foto: karpfen/Sebastian Schmidt

  5. Alle Flüssigbestandteile werden gut miteinander verquirlt.Alle Flüssigbestandteile werden gut miteinander verquirlt. Foto: karpfen/Sebastian SchmidtFoto: karpfen/Sebastian Schmidt
  6. Als nächstes kommt der extrem leichte Pop-Up-Basis-Mix dazu. 

    Als nächstes kommt der extrem leichte Pop-Up-Basis-Mix dazu. Foto: karpfen/Sebastian Schmidt

    Foto: karpfen/Sebastian Schmidt

  7. Die Mischung wird löffelweise zugegeben und vermengt, bis der Teig nicht mehr klebt. 

    Die Mischung wird löffelweise zugegeben und vermengt, bis der Teig nicht mehr klebt. Foto: karpfen/Sebastian Schmidt

    Foto: karpfen/Sebastian Schmidt

  8. Innerhalb weniger Minuten sind zwei Teigportionen hergestellt. 

    Innerhalb weniger Minuten sind zwei Teigportionen hergestellt. Foto: karpfen/Sebastian Schmidt

    Foto: karpfen/Sebastian Schmidt

  9. Jetzt werden die Pop-Up Boilies in Form gebracht. 

    Jetzt werden die Pop-Up Boilies in Form gebracht. Foto: karpfen/Sebastian Schmidt

    Foto: karpfen/Sebastian Schmidt

  10. Rund, eckig, platt, einfarbig, zweifarbig, groß, klein – alles ist bei den selbstgemachten Pop-Up Boilies möglich. 

    Rund, eckig, platt, einfarbig, zweifarbig, groß, klein – alles ist bei den selbstgemachten Pop-Up Boilies möglich. Foto: karpfen/Sebastian Schmidt

    Foto: karpfen/Sebastian Schmidt

  11. Die Pop-Up-Rohlinge werden für gut drei Minuten in Wasser gekocht. Dabei quellen sie etwas auf. 

    Die Pop-Up-Rohlinge werden für gut drei Minuten in Wasser gekocht. Dabei quellen sie etwas auf. Foto: karpfen/ Sebastian Schmidt

    Foto: karpfen/ Sebastian Schmidt

  12. Beim anschließenden Trocknen schrumpfen sie aber wieder und werden hart.

    Beim anschließenden Trocknen schrumpfen sie aber wieder und werden hart. Foto: karpfen/Sebastian Schmidt

    Foto: karpfen/Sebastian Schmidt

  13. Nach ein bis zwei Tagen Trocknungszeit sind die Do-it-yourself-Pop-Ups einsatzbereit. 

    Nach ein bis zwei Tagen Trocknungszeit sind die Do-it-yourself-Pop-Ups einsatzbereit. Foto: karpfen/Sebastian Schmidt

    Foto: karpfen/Sebastian Schmidt

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