Nymphenfischen: Besser mit Bissanzeiger

Nymphenfischen stromab? Auf Sicht? Und das auf kürzeste Distanz? Alles zusammen ergibt eine überaus spannende, herausfordernde und zugleich effektive Forellenfischerei! Von Michael Werner

Unbeschwerte oder nur leicht beschwerte Nymphen aus der Forellenbox, die mögen nicht nur Forellen. Foto: M. Werner

Unbeschwerte oder nur leicht beschwerte Nymphen aus der Forellenbox, die mögen nicht nur Forellen. Foto: M. Werner

Das klassische Fliegenfischen mit der Trockenfliege ist sicherlich die schönste Methode, eine Forelle oder Äsche zu fangen. Doch wenn die Fische nicht steigen, muss man zur Nymphe greifen. Und das Nymphenfischen funktioniert am besten mit einem kleinen Bissanzeiger. Ganz gleich, ob Sie Forelle, Äsche oder Weißfisch fangen wollen. Apropos! In FliegenFischen 2-2017 zeigen wir Ihnen, wie Sie im März und April Rotaugen mit der Nymphe fangen, doch das nur am Rande.

Drei Dinge, die Sie beim Nymphenfischen wissen sollten

Nymphenfischen Fliegenfischen Czech Nymph Michael Werner

Regenwetter und kein steigender Fisch weit und breit? Dann muss die Nymphe ran! Hier zu sehen ist das Nymphenfischen mit ganz kurzer Schnur, das Czech Nymphing. Beim klassischen Nymphenfischen wird die Fliege stromauf geworfen. Foto: Michael Werner

Drei Dinge sind beim Nymphenfischen wichtig:

  • Verwenden Sie ein „Gruppenmuster“, wenn Sie keine Insekten an der Oberfläche sehen. Gruppenmuster sind Fliegen, die verschiedene Arten imitieren. Bei den Nymphen geeignet ist beispielsweise eine „Hare’s Ear Goldkopfnymphe“ gut, den diese bringt gleich das notwendige Gewicht in Form eines Goldkopfes mit. Womit wir bei Punkt zwei wären:
  • Die Nymphe sollte dicht am Grund angeboten werden. Sollte das Gewicht der Nymphe nicht ausreichen, dann können Sie noch ein kleines Schrotblei auf das Vorfach klemmen, Abstand zur Nymphe etwa 20 Zentimeter. Mit dieser Methode können Sie auch unbeschwerte, kleine Nymphen tief anbieten. Eine Fasanenschwanz-Nymphe („Pheasant Tail“) imitiert beispielsweise die schlanken Nymphen verschiedener Eintagsfliegen und kann mit einem kleinen Schrotblei tief angeboten werden.
  • Punkt drei, und das ist der wichtigste beim Nymphenfischen: Man muss die Bisse erkennen können! Ich verwende dafür gerne kleine Bissanzeiger, die ich am Übergang zwischen dem Vorfach und der Fliegenschnur auf das Vorfach klemme.

So bieten Sie die Fliege beim Nymphenfischen richtig an

Werfen Sie beim Nymphenfischen am besten mit einem Rollwurf schräg stromauf und lassen Sie dann die Nymphe auf sich zutreiben. Sobald die Nymphe und der Bissanzeiger im Wasser sind nehmen Sie die Fliegenschnur auf, die auf Sie zutreibt, denn Sie können sonst keinen Anhieb setzen. Er würde wegen der überschüssigen Schnur auf dem Wasser einfach verpuffen. Das Timing ist richtig, wenn Sie die Schnur in der Geschwindigkeit aufnehmen mit der diese auf sie zutreibt. Klingt kompliziert, doch mit ein bisschen Übung hat man den Dreh schnell raus. Orientieren Sie sich am besten am Bissanzeiger, dieser muss natürlich abtreiben und darf sich nicht bewegen, wenn Sie die Fliegenschnur aufnehmen – wenn ein Fisch die Nymphe nimmt hingegen schon! Der Bissanzeiger bleibt stehen, ruckt oder zieht ein kleines Stück gegen die Strömung. Wenn Sie dies sehen, heben Sie die Fliegenrute an und straffen Sie die Schnur. Wenn es am anderen Ende zieht: Na bitte, geht doch! Glückwunsch!

Kleine Bissanzeiger, kaum größer als die Fliege, helfen beim Nymphenfischen, einen Biss zu erkennen. Die Fliege ist übrigens eine Fasanenschwanz-Nymphe. Foto: Michael Werner

Kleine Bissanzeiger, kaum größer als die Fliege, helfen beim Nymphenfischen, einen Biss zu erkennen. Die Fliege ist übrigens eine Fasanenschwanz-Nymphe. Foto: Michael Werner

Die Feinheiten der Präsentation beim Nymphenfischen

Also, wie gehe ich solch eine Forelle an, was sind die Feinheiten der Präsentation? Es hilft, die Forelle vor dem ersten Wurf ein wenig zu beobachten. Meist warte ich zwei, drei Minuten, bis ich mir sicher bin, dass die Forelle wirklich frisst. Erst dann präsentiere ich meine Nymphe. Das gilt besonders für Bachforellen, die still und heimlich im Flachwasser nach Nahrung suchen! Die sind empfindlich und es zahlt sich aus, nicht gleich blind drauf los zu werfen. Solche Forellen werfe ich nicht direkt an, sondern serviere die Nymphe in einem 45 Grad Winkel stromab Richtung Flussmitte. Anschließend hebe ich die Rute und führe Leine und Vorfach genau in die Futterschneise der Forelle. Sobald ich das Gefühl habe, dass die Nymphe auf dem richtigen Weg ist, senke ich die Rute und lasse die Nymphe möglichst frei und ohne Zug auf die Forelle zutreiben.

Oben die Bissanzeiger, darunter die Nymphen – wer beim Nymphenfischen auf einige kleine Dinge achtet, der wird Forellen, Äschen und andere Fische mit der Nymphe fangen. Foto: Michael Werner

Oben die Bissanzeiger, darunter die Nymphen – wer beim Nymphenfischen auf einige kleine Dinge achtet, der wird Forellen, Äschen und andere Fische mit der Nymphe fangen. Foto: Michael Werner

Der direkte Weg ist ein Reach Cast bzw. zurückgestoppter Wurf, bei dem ich die Leine und Nymphe mit einer Vorlage von ein, zwei Metern in die gewünschte Strömungsbahn ablege. Ideal, wenn es gilt, die Nymphe zwischen zwei Krautfahnen zu präsentieren. Abschnitte mitten im Fluss und am gegenüberliegenden Ufer gehe ich ähnlich an, mit dem kleinen Unterschied, dass ich natürlich weiter werfe und nach dem Ablegen der Fliegenschnur diese mit einem Schwipp der Rutenspitze stromauf mende. Das Vorfach liegt dann vor der Nymphe und diese kann zuerst auf den Fisch zutreiben. Das ist ein wichtiges Detail, denn lasse ich diesen kleinen Schwipp weg, drückt die Mittelströmung auf die Leine und die Nymphe wird nach oben und ans eigene Ufer gezogen.

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