Ein Solo-Trip am australischen Murray River an einem Morgen Ende September entwickelte sich für Kasey Parkinson zum Angeltag seines Lebens: Gegen 9 Uhr stieg auf seinen Köder ein Fisch ein, der dem Gerät sofort alles abverlangte. Nach hartem Kampf landete Parkinson einen beeindruckenden Murray-Cod (Maccullochella peelii). Die Vermessung auf der Abhakmatte ergab eine Gesamtlänge von 135,5 cm – damit übertraf der Fisch nicht nur seinen PB von 130 cm, sondern stellte auch einen neuen bundesstaatlichen sowie nationalen Rekord in Australien auf.
Mit der richtigen Taktik zum Ausnahmefisch
Gefangen hat Kasey den Fisch auf Tackle von Abu Garcia. Als Verführer in den frühen Morgenstunden erwies sich dabei ein Bassman Siliji – ein Köder, der den Räuber gezielt aus der Reserve lockte. Dass er die Landung dieses Giganten völlig ohne Hilfe im Boot meisterte, macht den Fang umso bemerkenswerte. Nach dem schnellen Erinnerungsfoto wurde der Fisch schonend wieder in sein Element entlassen.
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Der Murray-Cod (Maccullochella peelii)
Der Murray-Cod (Maccullochella peelii) – im Deutschen oft als Murray-Kabeljau bezeichnet – ist der größte Süßwasserfisch in Australien. Trotz seines Namens gehört er nicht zu den echten Dorschen, sondern zur Familie der Dorschbarsche bzw. Zackenbarschverwandten (Percichthyidae). Heimisch ist die Art im australischen Murray-Darling-Flusssystem.
Fische ab einem Meter Länge sind sehr selten. Der Murray-Cod jagt meist als Lauerjäger in tiefen Löchern oder hinter Totholz. Sein Speiseplan ist groß: Er frisst Fische und Krebse, aber auch Vögel oder kleine Säugetiere. Bei Anglern ist der Fisch besonders beliebt, weil er extrem hart auf Kunstköder beißt. Da die Bestände jedoch geschützt werden müssen, gilt unter australischen Anglern bei Großfischen ein striktes Catch & Release.
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