Großbritannien: Madenverbot an kommerziellen Karpfenteichen

Bis vor einigen Jahren wurden Maden als Karpfenköder unterschätzt. Doch dann fingen Angler mit ihnen, besonders im Winter. Die Krabbler waren gegenüber anderen Ködern weithin überlegen. Nun sollen Maden an Karpfenseen mehr und mehr verboten werden. Warum, das berichtete die Angling Times.

Maden

Bild: Blinker-Archiv/ JSCH

Ein Zuviel an Maden, sorgt für eine Verschlechterung der Wasserqualität.

Der Grund für ein Madenverbot bzw. eine Madenbeschränkung ist der, dass ein übermäßiger Gebrauch von Maden die Wasserqualität eines Gewässers stark verschlechtern kann. Im Gegensatz zu anderen Ködern sondern Maden viel Ammoniak aus. Dieses entsteht, wenn man die Maden nicht richtig behandelt. Und Ammoniak ist bei Fischen giftig und wird durch Bakterien zersetzt, die sich von Fischkot und nicht gebrauchten Ködern ernähren. Wenn man nun noch viele Maden anfüttert, ist das manchmal einfach zu viel.

Im Sommer verboten

Die letzte kommerzielle Angelanlage,  die den Gebrauch von Maden limitiert, ist Berners Hall in Essex, an deren Seen ein Madenverbot von März bis Oktober gilt. Auf seiner Facebook-Seite erklärt der Betreiber.

„Dies ist kein permanentes Verbot und bezieht sich nur auf die Sommermonate. Als Teichbetreiber müssen wir die Seen verantwortlich bewirtschaften, damit die Fische gesund bleiben. In den heißen Sommermonaten fressen die Fische mehr und nehmen viele Maden auf. Und wir haben uns entschieden, dass unsere Fische gesund bleiben sollen. Jeder  Angelseebetreiber bewirtschaftet seine Gewässer ein wenig anders. Uns geht es in erster Linie um das Fischwohl und die Top-Qualität des Angelerlebnisses“.

Madenmengen mussten limitiert werden

Die  wohl bekannteste Anlage, die Linear Fisheries, hat den Gebrauch von Maden stark eingeschränkt, nachdem man beobachtet hatte, dass zu viele Maden für eine schlechtere Wasserqualität sorgten.  Heute darf man in den Linear-Teichen nur einen Liter Maden  pro Tag verwenden und die dürfen nicht per Futterrakete ausgebracht werden. Chris Blunt, der Manager der Linear Fisheries erklärt: „In unseren Teichen waren die Karpfen vollkommen auf Maden spezialisiert. Und als die Angler das erkannten, fütterten sie mehr und mehr der kleinen Krabbler. Und so kamen für ein Wochenende mehrere Liter Maden pro Angler ins Wasser. Viele davon wurden nicht gefressen. Das führte zu einer schlechteren Wasserqualität, einer schlechteren Fischgesundheit und unzufriedenen Anglern.

Futterraketen Maden

Bild: Blinker Archiv

Futterraketen sind in den Gewässern der Linear Fisheries das ganze Jahr verboten.

Madenmassen führen zum sozialen Unfrieden

Ein weiterer Grund für die Madenbeschränkung: Nur Angler, die das Geld hatten, sich mit großen Mengen an Maden einzudecken, kamen zu guten Fängen. Angler, die nur mit wenigen Maden fütterten, fingen oft nichts. Das wollten wir als Management nicht. Also limitierten wir den Gebrauch von Maden auf einen Liter. In den Wintermonaten füttern die meisten mit kleinen kompakten PVA-Beuteln uns sind so sehr erfolgreich“.

Quelle: Angling Times


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