Rapfenangeln: Die besten Tipps und Tricks

Rapfenangeln ist jetzt keine Wissenschaft mehr: mit diesen 10 Tipps bekommt ihr den räuberischen Friedfisch schnell in den Griff und an den Haken.

Rapfenangeln Stickbait

Beim Rapfenangeln verrät sich der schnelle Räuber häufig durch lautes Platschen an der Oberfläche, wenn er seine Beute jagt. Trotzdem ist es gar nicht so einfach, ihn an den Haken zu bekommen. Matze Wendt gibt euch zehn Tipps, die zu besseren oder gar zu den ersten Rapfen-Fängen verhelfen.

Mit diesen 10 Tipps klappt’s beim Rapfenangeln

  1. Ab in die Strömung

    Während der Sommermonate halten Rapfen sich gerne in schnell fließendem Wasser auf. Gute Angelstellen findet man dann unterhalb von Wehren, Schleusen und Kühlwassereinläufen. Auch dort, wo Buhnen in den Fluss ragen und Strömungskanten und Kehrwasser entstehen lassen, halten Rapfen sich bevorzugt auf.

    Wehre zählen zu den absoluten Hotspots beim Rapfenangeln.

    Bild: Blinker

    Wehre zählen zu den absoluten Hotspots beim Rapfenangeln.

  2. Die Größe macht’s

    Köderform und Ködergröße sollten möglichst genau in das Beutschema des Rapfens passen. Da Rapfen vor allem Jungfische fressen, die im Laufe des Sommers immer größer werden, sollte man im Frühsommer entsprechend kleine Köder wählen, im Spätsommer und Herbst hingegen eher etwas größere Modelle.

    Die Ködergröße sollte der Rapfenbeute angepasst werden.

    Bild: Blinker/C. Görg

    Die Ködergröße sollte der Rapfenbeute angepasst werden.

  3. Rapfenangeln nicht nur im Sommer

    Wer glaubt, dass Rapfen reine Sommerfische sind, irrt. Auch im Herbst bestehen nämlich sehr gute Chancen, einen dieser Fische an den Haken zu bekommen. Allerdings muss man die Fische  an anderen Stellen suchen. Besonders aussichtsreich ist das Angeln dann in Flussabschnitten mit wenig Strömung und tiefem Wasser.

    Große Rapfen sind brachiale Gegner, die am Wehr gezielt mit Wobblern oder Oberflächenködern gefangen werden können. Foto: BLINKER/V. Wilde

    Bild: BLINKER/V. Wilde

    Große Rapfen sind brachiale Gegner, die am Wehr gezielt mit Wobblern oder Oberflächenködern gefangen werden können.

  4. Pause machen beim Rapfenangeln

    Ein Rapfen kommt selten allein. Hat man einen gefangen, zeigen sich die Artgenossen anschließend meist etwas zurückhaltend. Sie wollen dann erst recht nicht beißen oder ergreifen sogar die Flucht. Dann ist es ratsam, für 10 bis 15 Minuten mit dem Angeln auszusetzen. Meist stellen sich die Fische dann wieder am Angelplatz ein.

    Rapfen sind tolle Kämpfer im Drill.

    Bild: Blinker/O.Portrat

    Rapfen sind tolle Kämpfer im Drill.

    Bremse (richtig) einstellen

    Rapfenbisse kommen knallhart und ohne Vorwarnung, die Räuber ergreifen sofort die Flucht und ziehen einige Meter Schnur von der Spule. Ist die Bremse zu weich eingestellt, kann der Fisch den Köder abschütteln. Ist sie zu hart eingestellt, riskiert man einen Schnurbruch oder das Ausschlitzen des Fisches.

    Wenn ein Rapfen beißt, muss man sofort reagieren und die bremse dementsprechend einstellen. Foto: BLINKER

    Wenn ein Rapfen beißt, muss man sofort reagieren und die bremse dementsprechend einstellen. Foto: BLINKER

  5. Tempo, Tempo

    Rapfen stehen im Sommer auf oberflächennah und schnell geführte Köder. Am besten führt man sie mit einer Stationärrolle, die eine hohe Übersetzung (Rotorumdrehungen pro Kurbelumdrehung) aufweist. Ein Übersetzungsverhältnis von etwa 6:1 sollte es schon sein, sonst wird das Angeln zur Tortur.

    Mit der richtigen Rolle klappt's auch beim Rapfenangeln. Foto: BLINKER/M.Wendt

    Mit der richtigen Rolle klappt’s auch beim Rapfenangeln. Foto: BLINKER/M.Wendt

  6. Mit Zocker auf Weite

    Wenn die Rapfen weit entfernt vom Ufer rauben, braucht man einen schweren Köder. Am besten funktioniert ein silberfarbener Zocker. Dafür braucht man eine Stationärrolle mit einer hohen Übersetzung und dünner geflochtener Schnur. Nach dem Auswerfen holt man den Köder extrem schnell ein.

    Mit einem schweren Zocker erreicht man die Rapfen auch auf großer Distanz. Foto: BLINKER/M. Wendt

    Mit einem schweren Zocker erreicht man die Rapfen auch auf großer Distanz. Foto: BLINKER/M. Wendt

  7. Im Zickzack an der Oberfläche

    Im Sommer mästen sich Rapfen gerne an den Laubenschwärmen an der Oberfläche. Dann fangen sogenanne Stickbaits. Das sind schlanke Wobbler ohne Tauchschaufel und Eigenaktion, die durch Schläge mit der Rute im Zickzack-Kurs auf dem Wasser entlang geführt werden.

    Rapfen am Topwater-Bait. Im Sommer sind solche Fänge keine Seltenheit. Foto: O. Portrat

    Rapfen am Topwater-Bait. Im Sommer sind solche Fänge keine Seltenheit.
    Foto: O. Portrat

  8. Schnelle Fliege

    Als Fliegen für Rapfen haben sich Muster bewährt, die einen Kleinfisch nachahmen. Sowohl Epoxy-Streamer als auch schlanke Federstreamer sind sehr fängig. Wichtig ist, dass diese Fliegen in Höchstgeschwindigkeit eingestrippt werden. Geeignet sind Ruten und Schnüre der Klasse 7/8.
    Rapfenangeln Fliegen

  9. Jagd im Dunkeln

    Auch wenn Rapfen sich häufig durch lautes Platschen verraten, ist es meist gar nicht so einfach, sie zu überlisten. Im Schutz der Dunkelheit verlieren die Fische jedoch häufig ihre Scheu. Es kann sich deshalb lohnen, die Angelzeit bis zwei bis drei Stunden nach Sonnenuntergang auszudehnen, um beim Rapfenangeln erfolgreich sein.

    Auch das Rapfenangeln während der Nacht kann sich an den heißen Plätzen wie am Tage lohnen. Foto: BLINKER

    Auch das Rapfenangeln während der Nacht kann sich an den heißen Plätzen wie am Tage lohnen. Foto: BLINKER

Rapfenangeln  – Technik, Taktik und Köderwahl  (von Dr. Wolfgang Schulte)

Der Rapfenbiss kommt plötzlich und hart, man könnte auch sagen „urgewaltig“. Wir befinden uns am Rheinufer nahe einer Natorampe südlich von Bonn. Es herrschen sommerliche Lufttemperaturen und extremes Niedrigwasser. Die Wassertemperatur beträgt 21,0 Grad Celsius. Kurz zuvor zeigten mitten im Rhein jagende Möwen einen Schwarm Futterfische an, der mutmaßlich aus einem Buhnenfeld oder einer Uferbucht hinaus ins freie Wasser gedrängt und mitten in der Fahrrinne nahe der Oberfläche fortlaufend attackiert wurde. Erinnerungen an warme Meere, kreischende Seevögel und jagende Thunfische wurden wach.

Gegen 19.00 Uhr, haben sich die Aktivitäten der silberglänzenden Raubfische wieder in die ufernahen Gefilde verlagert. Rapfen sind prinzipiell scheue, misstrauische Fische, die alles andere als leicht zu überlisten sind. Doch an manchen Tagen rauben sie vornehmlich abends häufig nahe der Oberfläche. Dabei spritzt das Wasser oftmals auf, wie nach einer kleinen Detonation oder es bildet sich ein kräftiger Schwall, gefolgt von einer „Wolke“ hochspringender, in wilder Panik flüchtender Beutefische.

Mitten in ein solches Getümmel hinein habe ich einen meiner probaten Stickbait-Köder serviert. Es handelt sich diesmal um den 7,5 Zentimeter langen, oberflächennah laufenden Illex Water Moccasin 75 (9,4 Gramm, schwimmend, Farbe Ghost Minnow). Mit tief gehaltener Rute wird der Water Moccasin beim Einkurbeln meist ruckweise „getwitched“ und vermittelt dem Raubfisch so den perfekten Eindruck eines kranken Fischchens.

Sofort nach dem Anbiss ist die Rute zum Halbkreis gebogen und die geflochtene Schnur (sirrt auf den Ringen. Das unter Wasser fast durchsichtige Fluorocarbon-Vorfach (0,40 mm, 75 Zentimeter lang), habe ich mit einem abgewandelten „Albright-Knoten“ direkt an die Geflochtene angebunden. Der Köder ist mit einem extra-starken Fastlock Snap (z. B. Size 14 von Profi Blinker) am Vorfachende fixiert.

Schon bald nach dem Biss stellt sich heraus, dass ein Großer zugefasst hat. Der Fisch lässt sich trotz heftiger Gegenwehr nach einiger Zeit bis vor die anlegerartige Rampe führen. Aber dort steht er nun fast unbeweglich wie ein Felsen in der Strömung. Die Frontbremse wird stärker zugedreht und der Druck erhöht. Das bringt den Silbertorpedo aus dem Gleichgewicht und vor den Kescher, den ein Angelkamerad schon bereithält. Aber der Fisch antwortet mit erneuten Fluchten, widersetzt sich immer noch vehement.

Am Ende hängt der muskelbepackte Kämpfer nur noch an dem berühmten „seidenen Faden“: Bevor er sich über die Netzmaschen ziehen lässt und gelandet werden kann, hat er einen der Drillinge regelrecht geschrottet. Zwei Hakenschenkel sind abgerissen und der Kapitale hängt schließlich nur noch an einem bereits etwas aufgebogenen Schenkel des Enddrillings. Unglaublich welche Kraft in diesen Fischen steckt!

Die gemeinsame Freude ist riesengroß. Rund vier Kilogramm schiere Kraft liegen vor unseren Füßen. Der feiste Buckel der erbeuteten „Rapfen-Granate“ ist so massig wie bei einem bulligen Schuppenkarpfen. Und allen Unkenrufen zum Trotz ließen sich später die heiß geräucherten Rapfen-Filets bestens verwerten.

Der Autor mit seinem kapitalen Rapfen.

Bild: Blinker/ Dr. Wolfgang Schulte

Der Autor mit seinem kapitalen Rapfen.

Angel-Hotspots und Rapfenbisse

Rapfen lassen sich tagsüber, teils sogar mittags bei voller Sonne, in der Dämmerung (vorzugsweise abends) und bisweilen auch nachts mit der Angel überlisten. Typische Jagdgebiete/Angel-Hotspots sind zum Beispiel Kiesbänke, Stromschnellen, Buhnenköpfe, Fähranleger, Natorampen, Gewässereinmündungen, Strömungskanäle sowie ruhigere Flussareale wie Buchten Buhnenfelder, Hafeneinfahrten, Hafenbecken und Altarme.

Rapfenbisse sind oft vehement und Fehlbisse leider nicht selten. Wenn dies passiert, kann kurz darauf ein zweites Zufassen des jagenden Fisches erfolgen, sofern man kurz abstoppt und dann sofort konsequent weiterkurbelt. An ruhig strömenden Spots kann es mitunter auch zu vermeintlichen Fehlbissen kommen, da Rapfen hin und wieder versuchen, Beutefische durch einen heftigen Schlag mit ihrer Schwanzflosse zu betäuben, um sie danach „einzusammeln“ und zu fressen, wie der Blinker-Redakteur Johannes Radtke mehrmals beobachten konnte.

Starke Rapfen dulden keine Schwächen im System!

Große Rapfen sind Dynamit an den Angel und dulden keinerlei Schwächen beim Gerät und Köder oder Fehler in der Montage: Ein nachlässig geknüfter Knoten reicht bereits aus – und der Drill dauert nicht lange!!! Mittlerweile tausche ich auch die Original-Drillinge einiger Spinnköder gegen extra starke, chemisch geschärfte Carbonstahl-Drillinge aus (z. B. von Fox Rage oder Gamakatsu), denn kapitale Rapfen sind wahre Kraftpakete. Vor Angelbeginn sollte stets die Rollenbremse kontrolliert bzw. justiert werden, denn der Fisch muss anfangs etwas Schnur nehmen können. Zudem sind Vorfach, Knoten, Springringe und andere Gerätebestandteile stets auf Schwachstellen zu kontrollieren.

Rapfenköder

Hin und wieder nehmen Rapfen (z. B. frühmorgens) auch einen grundnah angebotenen Köfi oder beißen auf Gummifisch. Den Schwerpunkt beim Rapfenfischen bilden jedoch ganz eindeutig Spinnköder, die zumeist an der Wasseroberfläche, oberflächennah und im Mittelwasser geführt werden. Nachfolgend eine Auswahl meiner probaten Rapfen-Muster.

  • Popper: Illex SK-Pop (5,3 cm, 6,5 Gramm) und Illex SK-Pop Grande (6,5 cm, 8 Gramm), z. B. in den Farben Peacock und Clear Bleak. Tipp: Ein Topköder, wenn Rapfen an der Wasseroberfläche rauben, z. B. in der Dämmerung.
  • Stickbait (schwimmmend): Duo Pencil 85 (8,5 cm, 7 Gramm, z. B. in den Farben Mirror Gill und Chart Gill Halo); Duo Pencil 110 (11 cm, 20,5 Gramm, Farbe Prism Shad); Illex Water Moccasin (7,5 cm, 9,4 Gramm, z. B. in den Farben Ghost Minnow und Ablette); Hart Knocker (7,5 cm, 13 Gramm); Tipp: Beim Twitschen läuft der Köder zick-zack, reizt den Raubfisch durch die viel zitierte „Walking the Dog“-Bewegung.
  • Stickbait (intermediate/suspending): Illex Water Monitor (8,5 cm, 13 Gramm, z. B. in der Farbe HL Mirror Mullet); Tipp: Ebenfalls ein sehr guter Köder zum Twitschen.
  • Wobbler: Spro Ikiru Jerk 65 (6,5 cm, 6,5 Gramm) und Spro Ikiru Jerk 95 (9,5 cm, 15 Gramm) jeweils in der Farbe Sardine; Rapala Shadow Rap Shad (9 cm, 12 Gramm, z. B. Farbe SDRS09 IMP); Illex Arnaud Smash Minnow 100 (10 cm, 16 Gramm, z. B. in den Farben Clear Bleak und Bone). Tipp: Meine „Allzweckwaffen“, wenn nichts raubt.
  • Spinner: Mepps 2/Silber und Mepps 2/Schwarz; Tipp: Sehr fängig, wenn der Drilling mit einem kleinen Gummifisch-/Twister-Schwänzchen (z. B. Gelb) garniert wird.
  • Blinker: Balzer Original Colonel Z (10, 15, 20 und 30 Gramm) in den Farben Disc Rot Glitter und Disc Silber Glitter); Tipp: Diese Blinker sind eine Bank, wenn weite Würfe nötig sind. Sie sollten relativ schnell geführt werden.
Oberflächennahe Köder sind beim Rapfenangeln immer eine gute Wahl.

Bild: Fotolia

Oberflächennahe Köder sind beim Rapfenangeln immer eine gute Wahl.

Faktencheck Rapfen

Der Rapfen oder Schied (Leuciscus aspius LINNAEUS, 1758; Syn. Aspius aspius) gehört zur rund 2500 Arten umfassenden Familie der Karpfenfische (Cyprinidae) und erreicht nicht selten eine Körperlänge von rund 85 Zentimetern (max. 120 Zentimeter, 12 Kilogramm). Er bevorzugt fließende Gewässer; der stromlinienförmige Körper ist seitlich etwas zusammengedrückt. Neben dem Döbel ist der Rapfen hierzulande der einzige Karpfenfisch, der mit zunehmender Größe vorwiegend räuberisch lebt. Jungfische erbeuten Plankton und Kleintiere aller Art. Später werden vor allem Fische, Frösche, junge Wasservögel und Kleinsäuger gefressen.

Rapfen machen oft nahe der Oberflächen Beute. Zeitweise und im Winter wird auch in tieferen Wasserschichten gejagt. Das Rapfenmaul ist zahnlos, aber es verfügt über kräftige, hakenförmige Schlundzähne. Die Maulspalte reicht bis unter das Auge. Der verlängerte Unterkiefer besitzt einem Höcker, der sich in die Kerbe des Oberkiefers einpasst. Die Rückenflosse hat 10 bis 11, die Afterflosse 15 bis 18 Strahlen und ist am Rand sichelförmig eingebuchtet.

Entlang der Seitenlinie befinden sich 64 bis 76 kleine Schuppen. Der Rücken ist olivgrün gefärbt und schimmert bläulich. Die Flanken sind heller und haben eine glänzende gelbliche Farbe. Die Bauchseite ist silbrig-weiß. Brust-, Bauch- und Afterflosse sind rötlich.

Als potamodrome (nur im Süßwasser wandernde) Fische ziehen ausgewachsene Rapfen innerhalb größerer Flüsse mitunter weite Strecken von mehr als 100 Kilometern. Die Laichzeit beginnt im März-/April und endet spätestens im Mai/Juni. Milchner können Laichausschlag zeigen. Die Eiablage erfolgt an stark überströmten Kiesbänken. Ein großer Rogner kann 80.000 bis 1.000 000 Eier ablaichen, die am Geröllgrund haften. Die Larven schlüpfen nach 10 bis 27 Tagen.

Die Geschlechtsreife tritt im 4. oder 5. Lebensjahr ein. Die maximale Lebensdauer ist nicht bekannt, aber 10 Jahre alte Individuen sind dokumentiert. Die Populationsstärke kann von Jahr zu Jahr stark schwanken. Der Rapfen ist ein rasanter und sehr kraftvoller Raubfisch. Große Exemplare bieten oft einen unvergesslichen Drill. Wegen seines grätenreichen Fleisches (ca. 140 Zwischenmuskelgräten) ist der Rapfen jedoch kein begehrter Speisefisch.

Der Rapfen gilt als pfeilschneller Räuber im Süßwasser. Grafik:BLINKER/ J.Scholz

Bild: BLINKER/ J.Scholz

Der Rapfen gilt als pfeilschneller Räuber im Süßwasser.

Wo kommen Rapfen vor?

Der Rapfen lebt vorwiegend in Flüssen sowie in einigen Seen Mitteleuropas und kommt in Osteuropa bis zum Stromgebiet der Wolga vor. Bei stehenden Gewässern sind Einströmungen bzw. eine Anbindung an fließende Bereiche (Laichhabitat) nötig. Daher kann sich der Rapfen z. B. in dem von der Spree durchflossenen Großen Müggelsee in Berlin halten.

Das südlichste Vorkommen findet man im Stromgebiet der Donau, die nördlichsten in Südschweden und im Süden Finnlands. Durch den Bau des Main-Donau-Kanals (1960 bis 1992) ist der Rapfen von Osten her nach Westeuropa eingewandert. In Deutschland ist der Rapfen derzeit vom Rheineinzugsgebiet im Westen (= eingebürgerte Art mit guter Reproduktion) bis zur Oder im Osten und Donau im Süden verbreitet. Vorkommen westlich der Weser sind wahrscheinlich nicht natürlichen Ursprungs. Im Einzugsgebiet der Elbe sind auch die Unterläufe (z. B. der Elde und Sude) besiedelt. Im Ostseeeinzugsgebiet kommt der Rapfen im Stettiner Haff und dessen Zuflüssen vor. Gelegentlich werden auch in den Boddengewässern Rapfen gefangen.

Video-Tipp: Grenzräuber – Zander-,Barsch- und Rapfenangeln bei Hochwasser in der Oder

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