Ein Schwede dreht durch

Keine Angst vor diesem Schweden. Wenn er durchdreht, dann nämlich unter Wasser, dort dreht er sich allerdings wie kaum ein anderer. Deshalb hat Henning Stilke den Myran-Spinner am Wasser immer mit dabei. Den Myran-Spinner, Du kennst den Myyyyyran-Spinner nicht?“, fragte mich entsetzt ein befreundeter Angler.

Nein, ich kannte ihn wirklich nicht, und das war mir einigermaßen peinlich. Denn ich hatte mich damals, vor zehn oder zwölf Jahren, schon als Kunstköder-Kenner ausgegeben. Und ich hatte mir vor allem auch noch eingebildet, dass ich gerade die Spinner so ziemlich alle kenne. Wie konnte mir da ein Spinner entgehen, den andere zu den weltbesten zählen? Ein unerträglicher Zustand, also ging ich in den nächsten Angelladen und in den übernächsten und in den überübernächsten. Keiner hatte den Myran-Spinner. Bei nächster Gelegenheit fragte ich meinen Freund beiläufig: „Diesen Myran-Spinner, wo hattest Du den gleich gekauft?“ Er hatte ihn sich von einem anderen Angler aus Schweden mitbringen lassen. In Deutschland konnte man ihn nämlich lange Zeit gar nicht kriegen. Immerhin hatte ich damit eine kleine Entschuldigung für meine Unwissenheit. Schließlich war ich seit 12 Jahren nicht mehr in Schweden gewesen. Eindeutig anders Nun muss ich auch gar nicht mehr hin, jedenfalls nicht, um Myran-Spinner zu kaufen. Denn seit ein paar Jahren gibt es sie auch bei uns. Seitdem hängen sie auch am Ende meiner Angelschnur. Und seitdem sind sie meine Favoriten beim leichten und mittelschweren Spinnfischen an Fluss und See. Beim ersten Anblick wusste ich, dieser Spinner ist anders. Beim ersten Wurf wurde das bestätigt, beim ersten Einholen auch. Die Fische, dich ich mit ihm gefangen habe, Hechte, Barsche, Rapfen, Bachforellen, Meerforellen, sind eine weitere Bestätigung. Aber was ist an ihm anders, was ist an diesem Spinner besser? Anders ist sein massiver gegliederter Körper aus Messingkugeln,- scheiben, – zylindern oder – kegeln. Anders ist auch das ungleichmäßig ovale Blatt, oben breiter, unten schlanker und meistens leicht ausbiegend. Einige Blätter haben am Rand oder in der Mitte ein Lochreihe. Und etwas anders ist auch die leichte Aufhängung des Spinnerblattes zwischen zwei kleinen Metallkugeln auf der Achse. Es sind vielleicht alles nur Kleinigkeiten, und die eine oder andere Kleinikeit hat man so ähnlich auch schon an anderen Spinnern gesehen. Aber alle Eigenschaften zusammen machen den Myran Spinner unverwechselbar und eben besser. Einfach besser Besser sind seine Flugeigenschaften. Er flattert nicht herum und stürzt zu früh ab. Er fliegt dahin, wo man ihn haben will, ob kurz geschlenzt oder weit hinausgefeuert. Besser ist sein Lauf. Sobald die Schnur straff aufgenommen ist, rotiert er auch schon. Er bewegt sich sofort und mühelos, und ohne die Rute zu überfordern, gibt er seine Bewegungen zur Hand des Anglers durch. Besser sind seine Fänge. Weil er sofort rotiert, übt er vom ersten bis zum letzten Zentimeter auf seiner Laufbahn seinen Reiz aus. Weil der Angler vom ersten bis zum letzten Moment genau spürt, wo und wie der Spinner sich bewegt, ist nichts dem zufall überlassen. So kann man den Myran höher oder tiefer, langsamer oder schneller laufen lassen, und man kann mit ihm genau das tun, was die Gewässersituation oder der Fisch erfordert. Das sind Qualitäten, die nur wenige Spinner zu bieten haben. Nun hat, wie man weiß, Qualität seinen Preis. Aber dafür muss man für einen Myran Spinner schließlich nicht mehr bis Schweden fahren. Myran Spinner werden von Kruse & Leutner an den Fachhandel geliefert.

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