Döbelangeln im Herbst: 10 Tipps für Deine erfolgreiche Fangstrategie

Döbel beißen im Prinzip das ganz Jahr über, doch ihre Standplätze und Futtervorlieben wechseln mit der Jahreszeit. Worauf es beim Döbelangeln im Herbst ankommt, weiß Nick Bremer. Er gibt Euch 10 Tipps für die optimale Fangstrategie zur bunten Jahreszeit.

Beim Döbelangeln im Herbst sind andere Spots und Köder für den Fangerfolg entscheidend. Foto: BLINKER/E. Hartwich

Beim Döbelangeln im Herbst sind andere Spots und Köder für den Fangerfolg entscheidend. Foto: BLINKER/E. Hartwich

Der Döbel ist ein sehr scheuer und listiger Fisch. Das gilt erst recht, wenn er truppweise lach und dicht am Ufer steht, dass er den Angler meist schon wahrnimmt, ehe wir ihn entdeckt haben. Dann scheinen irgendwie alle Köder zu versagen. Döbel unter solchen Bedingungen dennoch gezielt und auch mit regelmäßigen, zählbaren Erfolgen zu beangeln, erfordert etwas Raffinesse. Denn meist hat man nur ein bis maximal zwei Versuche, danach haben alle Fische eines Schwarms den Braten gerochen. Damit Ihr beim Döbelangeln im Herbst auf die richtige Strategie zurückgreift, haben wir hier zehn fängige Tipps für Euch.

  1. Kleine Fließgewässer, große Fangchancen beim Döbelangeln im Herbst

    Döbel besiedeln zwar viele Gewässertypen, sind aber meist in fließendem Wasser zu finden. Besonders die Mittel- und Unterläufe kleiner und mittelgroßer Fließgewässer bieten sich für die gezielte Angelei auf die „Dickköpfe“ an. Weitgehend naturbelassene Flüsse und Bäche mit vielen Kurven und üppiger Ufervegetation versprechen beim Döbelangeln im Herbst gut Fänge.

    Döbel sind nicht in jedem Gewässer anzutreffen. Doch wenn man so ein Gewässer wie dieses vor der Tür hat, dann stehen die Fangchancen richtig gut. Foto: BLINKER/Ch. Hellwig

    Döbel sind nicht in jedem Gewässer anzutreffen. Doch wenn man so ein Gewässer wie dieses vor der Tür hat, dann stehen die Fangchancen richtig gut. Foto: BLINKER/Ch. Hellwig

  2. Versteckte Angelstellen

    Jetzt, wo das Kraut zu weiten Teilen zurückgegangen ist, sind vor allem überhängendes Buschwerk und unterspülte Ufer bei den Fischen gefragt. Findet sich dort noch eine ruhige Kehrströmung, kann man fast auf Ansage mit Bissen rechnen. Zudem sind die Fische jetzt immer seltener in den flachen Gewässerbereichen anzutreffen.

    Deckung ist das wohl wichtigste Kriterium für einen guten Döbelstandplatz. Foto: BLINKER/Ch. Hellwig

    Deckung ist das wohl wichtigste Kriterium für einen guten Döbelstandplatz. Foto: BLINKER/Ch. Hellwig

    Auch Strömungskanten von Buhnen, Bachmündungen usw sind ideale Spots zum Döbelangeln im Herbst. Dabei ist es wichtig, den Köder nicht einfach gegen die Strömung zu ziehen. Vielmehr fischt man ihn in Grundnähe mit der Strömung. Die Bisse kommen – ähnlich wie beim Forellenangeln – oft, wenn der Köder aus der Strömung heraus den Bogen Richtung Rute zieht. Trotz der harten Bedingungen für die Fische verliert der Döbel nicht seine Scheu. Deshalb gilt: Dünne Schnur (20er Mono, 10er oder dünner Geflochtene) und vor allem niemals die Döbel direkt anwerfen, wenn man eine Schule gesichtet hat. Kein Kleinfisch würde sich einer Döbelschule direkt nähern. Besser ist es, die Fische zu überwerfen und den Köder seitlich vorbei zu führen. Ein hungriger Döbel schert dann blitzartig aus der Schule aus und schnappt sich die vermeintliche Beute.

  3. Wandern

    Döbel sind recht standort­treue Fische, die allein oder in kleinen Trupps in ihrem Unterstand auf vorbeitreibende Nahrung warten. Da sie bei der Futtersuche keine weiten Strecken schwimmen, muss man selbst „Meter machen“. Wanderangeln mit kleinem Gepäck ist deswegen die erfolgreichste Taktik. Dabei klappert man eine Flussstrecke ab und wirft an verdächtigen Spots die Köder aus. Tut sich innerhalb von 30 Minuten nichts, geht’s weiter. Ganz nach dem Motto: „Neue Stelle, neues Glück.“

    Damit noch weniger Misstrauen bei den Döbeln geschürt wird, kann man seinen Köder in die Flussmitte werfen und ihn anschließend bis unter den verheißungsvollen Spot treiben lassen. Grafik: BLINKER

    Damit noch weniger Misstrauen bei den Döbeln geschürt wird, kann man seinen Köder in die Flussmitte werfen und ihn anschließend bis unter den verheißungsvollen Spot treiben lassen. Grafik: BLINKER

  4. Vorsichtig ans Wasser

    Sich beim Angeln wie „die Axt im Walde“ zu benehmen, ist selten fangfördernd, doch Döbel reagieren besonders allergisch auf Lärm und Trittschall. Gerade die großen Exemplare werden schon bei kleinsten Störungen misstrauisch und ignorieren in der Folge jeden Köder. Daher sind unauffällige Kleidung und vorsichtiges Anpirschen mehr als ratsam. Selbst häufiges Auswerfen kann Bisse kosten. Lassen Sie sich also Zeit und gehen Sie behutsam und konzentriert zu Werk.

    Nur wer sich langsam und vorsichtig ans Gewässer heran schleicht, wird am Ende auch mit tollen Herbst-Döbeln belohnt. Foto: BLINKER/Ch.Hellwig

    Nur wer sich langsam und vorsichtig ans Gewässer heran schleicht, wird am Ende auch mit tollen Herbst-Döbeln belohnt. Foto: BLINKER/Ch.Hellwig

  5. Trübes Süppchen

    Der Herbst ist nicht unbedingt für beständiges Wetter bekannt. Zuweilen lassen Regenfälle die Pegel der Flüsse mehr oder minder stark ansteigen und sorgen für trübes Wasser. Dabei wird Nahrung in den Fluss gespült, was den Döbeln nicht verborgen bleibt. Jetzt muss auch der Köder ins Wasser!

    Wenn Regen Nahrung in die Gewässer spült, werden die Döbel so richtig aktiv. Foto: BLINKER/Ch. Hellwig

    Wenn Regen Nahrung in die Gewässer spült, werden die Döbel so richtig aktiv. Foto: BLINKER/Ch. Hellwig

  6. Zeiten mit Biss

    Die Abendstunden sind generell eine gute Zeit zum Döbelangeln im Herbst. Allerdings kann man, besonders an diesigen Tagen, an denen es sowieso nicht so richtig hell werden will, durchgehend mit Bissen rechnen. Nach sehr kalten Nächten kann man sich frühes Aufstehen sparen. Wer mittags am Wasser ist, hat noch nichts verpasst.

  7. Leichtes Marschgepäck

    Viel Gerät ist beim herbstlichen Pirschangeln nicht von ­Nöten. Eine leichte Feederrute, ein Rutenhalter, der Kescher, ein (leichter) Angelstuhl sowie eine Tasche, in der Köder, Montage-Zubehör und Verpflegung Platz finden, reichen aus. So kommt man auch bei langen Märschen nicht ins Schwitzen.

    Beim Döbelangeln im Herbst lautet die Devise: Weniger ist mehr. Foto: BLINKER/N. Bremer

    Beim Döbelangeln im Herbst lautet die Devise: Weniger ist mehr. Foto: BLINKER/N. Bremer

  8. Die richtige Montage zum Döbelangeln im Herbst

    In der kalten Jahreszeit fängt ein stationär angebotener Köder deutlich besser, weshalb eine leichte Feederrute in Kombination mit einer schlichten Durchlauf-Grundmontage zu empfehlen ist. Das Bleigewicht sollte so gewählt werden, dass es gerade eben in der Strömung liegen bleibt. So kann man die Montage durch leichtes Anheben der Rute ein Stück versetzen und so in einen potenziellen Unterstand dirigieren.

    Eine simple Grundmontage mit einem Laufblei ist besonders im Herbst eine gute Wahl zum Döbelangeln. Foto: BLINKER/N. Bremer

    Eine simple Grundmontage mit einem Laufblei ist besonders im Herbst eine gute Wahl zum Döbelangeln. Foto: BLINKER/N. Bremer

  9. Herzhafte Leckerbissen

    Wenn ein Fisch die Bezeichnung „Allesfresser“ verdient hat, dann ist es mit Sicherheit der Döbel. Im sich abkühlenden Wasser haben sich vor allem herzhafte Köder wie Maden, Würmer, Frühstücksfleisch oder die gute alte Brotflocke bewährt. Zum Anfüttern werden nur einige Kostproben an den Angelplatz geworfen oder mit der Schleuder eingeschossen.

    Der Döbel ist bei der Nahrungsaufnahme nicht wählerisch. Foto: BLINKER/N. Bremer

    Der Döbel ist bei der Nahrungsaufnahme nicht wählerisch. Foto: BLINKER/N. Bremer

  10. Die Kunst des Döbelangelns im Herbst

    Wer nicht gern auf den Ausschlag einer Zitterspitze wartet, kann Döbel auch sehr gut mit der leichten Spinnrute beangeln. Zu Beginn des Herbstes bringen kleine Wobbler noch gute Erfolge. Je kälter jedoch das Wasser wird, desto inaktiver werden auch die Döbel und jagen den kleinen Plastikfischchen immer seltener hinterher. Gummifische von 4 bis 7 Zentimetern Länge funktionieren hingegen weiterhin bestens, denn sie lassen sich deutlich langsamer an der „Döbel-Haustür“ vorbei­zupfen.


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