Aalbesatz gewinnen: 20.000 Aale für Vereinsgewässer

Die Initiative zur Förderung des Europäischen Aals e.V. (IFEA) und deren Eel Stewardship Fund (ESF) haben ein Aal-Konzept-Wettbewerb für Angelvereine ausgeschrieben, in dem es für zwei Vereine Aalbesatz zu gewinnen gibt. Wie Ihr Euch dafür bewerben könnt, erfahrt Ihr hier.

Der Aal steht auf der Liste der bedrohten Tierarten. Die Initiative zur Förderung des Europäischen Aals e.V. (IFEA) und der Eel Stewardship Fund (ESF) haben dafür ein Aal-Konzept-Wettbewerb für Angelvereine ausgeschrieben. Foto: ESF/Antje Schimank

Der Aal steht auf der Liste der bedrohten Tierarten. Die Initiative zur Förderung des Europäischen Aals e.V. (IFEA) und der Eel Stewardship Fund (ESF) haben dafür ein Aal-Konzept-Wettbewerb für Angelvereine ausgeschrieben. Foto: ESF/Antje Schimanke

Der Aal steht mittlerweile auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. Grund genug, um diesen Fischen besondere Aufmerksamkeit zu schenken, damit alles dafür getan werden kann, dass sich die Bestände wieder erholen und eine gesunde Population in unseren Gewässern aufgebaut werden kann. Der Eel Stewardship Fund (ESF) hat dafür ein Aal-Konzept-Wettbewerb für Angelvereine ausgeschrieben, in dem zwei Angelvereine jeweils 10.000 vorgestreckte Aale im Wert von jeweils ca. 3.500 Euro für ihre Vereinsgewässer gewinnen können. Der Besatz soll im Frühling/Sommer 2018 im Beisein von der Aal-Initiative und der BLINKER-Redaktion erfolgen, die darüber auch berichten werden.

Aalbesatz gewinnen – Eure Bewerbungen

Ihr möchtet mit Euren Verein den Aalbesatz gewinnen? Kein Problem! Prämiert werden Vereine, die ein besonders schönes Konzept vorstellen, um den Aalbestand zu fördern und die „Aal-Kultur“ zu bewahren.  Gewinnen sollen die beiden Angelvereine, die aus Sicht der Aal-Initiative und des BLINKERS beste „Aal-Konzept“ vorstellen. Dafür sollte der Verein die folgenden Fragen beantworten und möglichst mit Fotos, Videos, Zeitungsausschnitten, etc. belegen:

  1. Hat unser Angelverein ein Aal-Konzept und warum ist es das beste?
  2. Warum sind unsere Vereinsgewässer besonders gut für den Aal geeignet? (z.B. Art des Habitats, Zu- und Abwanderungsmöglichkeiten, etc.)
  3. Was haben wir in der Vergangenheit bereits für den Aal getan? (z.B. Besatz, Fischtreppen, Catch and Release vor/nach Wanderhindernissen, Zusammenarbeit mit örtlichen Berufsfischern)
  4. Was wollen wir in der Zukunft für den Aal tun?
  5. Welche Rolle spielt der Aal in unserem Vereinsleben? (Aktionen, Feste, Jugendarbeit, Öffentlichkeitsarbeit, Lokalpresse, …)

Bitte kopiert diese Fragen, fügt sie in Eurer Email ein und beantwortet diese. Solltet Ihr große Datenmengen an Fotos, Scans oder auch Filme in der Mail verschicken wollen, dann nutzt dazu einfach den kostenlosen Service von z.B. Wetransfer. Dort könnt Ihr bequem die Daten bündeln und bequem verschicken. All diese Fragen sollten beantwortet und möglichst auch mit Fotos, Zeitungsausschnitten, etc. belegt werden. Einsendeschluss ist der 30. April 2018. Die Gewinner werden bis zum 15. Mai 2018 bekannt gegeben.

Eure vollständige Bewerbung richtet Ihr bitte an: info@aw-fisch.de. Der Betreff lautet: Aal-Konzept-Wettbewerb

Insgesamt 20.000 Aale warten beim Gewinnspiel auf ein neues Zuhause. Foto: ESF/Antje Schimanke

Insgesamt 20.000 Aale warten beim Gewinnspiel auf ein neues Zuhause. Foto: ESF/Antje Schimanke

Finanzierung des Aalbesatzes

Die Finanzierung dieser Ausschreibung erfolgt über den ESF (Eel Stewardship Fund). In diesen „Topf“ zahlen Endverbraucher, die gerne Aal essen, mittelbar über die Aalverarbeitenden Mitgliedsbetriebe, einen kleinen Betrag (0,50€/kg Aal) ein. Die so gesammelten Mittel werden vorrangig in Aalbesatz, Aalabwanderung und Aalforschung investiert. Verwaltet wird der Topf von der Aal-Initiative. „Die Aal-initiative ist das zeitliche und finanzielle Engagement derjenigen, die ein direktes wirtschaftliches Interesse am Aal haben. Durch den ESF können sich erstmalig auch direkt die Konsumenten, die gerne Aal essen, an den Kosten für die Wiederauffüllung des Aalbestandes beteiligen.“

Aal-Forschungsprojekte weltweit

Der Europäische Aal ist vom Aussterben bedroht – so die landläufige Meinung. Wasserkraftwerke, Flussverbauungen, Deiche, Parasiten, fischfressende Raubtiere, Schwarzfischerei auf Glasaale und auch wir Angler sind beteiligt am drastischen Rückgang der Aalbestände. Auch wenn jedes Jahr Milliarden Glasaale an den Küsten Europas ankommen und von etwa 200 Millionen legal gefangenen Glasaalen 60 Prozent für Besatz verwendet werden müssen, was längst noch nicht gewährleistet ist.

Der ESF beteiligt sich auch an Besatzmaßnahmen für Angelvereine. Foto: ESF/Antje Schimanke

Der ESF beteiligt sich auch an Besatzmaßnahmen für Angelvereine. Foto: ESF/Antje Schimanke

Um dem Aal zu helfen, laufen viele Forschungsprojekte weltweit. Die Forschung und auch Besatzmaßnahmen sowie die Unterstützung laichfähiger Aale beim Überwinden von Hindernissen wie Deichen und Wasserkraftanlagen (Trap & Transport) erfordert hohe finanzielle Mittel, die es zu stemmen bzw. auszubauen gilt. Um die nötigen Maßnahmen zu finanzieren, wurde im Jahr 2009 die Initiative zur Förderung des Aals (IFEA) gegründet – eine Gemeinschaft, deren Mitglieder direktes oder indirektes wirtschaftliches Interesse am Aal haben. Darunter zählen zum Beispiel Unternehmen der Aalwirtschaft und Verbände. Die Mitglieder zahlen einen Teil ihres Aal-Umsatzes ein, darüber hinaus generiert die IFEA Spendengelder und Fördermitgliedschaften.

Um jedem einzelnen, vom Angler bis zum Fischbrötchen-Liebhaber, die Chance zu geben, sich an diesem globalen Projekt zu beteiligen, wurde der „Eel Stewardship Fund“ gegründet, kurz ESF. Die Organisation baut auf das Engagement derjenigen, die gerne Aal essen und an den Kosten für die Rettung der europäischen Aalbestände beteiligt werden wollen. Und was bedeutet das im Detail?

Produkte mit dem blauen ESF-Logo sind etwas teurer als nicht zertifizierte. Genauer gesagt, der Endverbraucher zahlt 5 Cent pro 100 g mehr. Die Botschaft dabei: „Mit dem Kauf dieses Aalprodukts unterstützen Sie Projekte zur Förderung und Erforschung des Europäischen Aalbestands.“  Das ESF- Logo ist damit kein Nachhaltigkeitsnachweis wie z. B. eine MSC-Zertifizierung, sondern der Nachweis, dass der zertifizierte Logoverwender einen direkten finanziellen Beitrag leistet, um die weitere Maßnahmen für den Aalbestand und die Aalforschung zu fördern. Weitere Informationen zur IFEA und ESF findet Ihr unter www.aal-initiative.org und www.esf.international.

Ein ESF-Logo ist dabei kein Nachhaltigkeitsnachweis wie beispielsweise eine MSC-Zertifizierung, sondern unterstützt direkt verschiedene Aalprojekte.

Beim Kauf von Aalprodukten, die mit diesem Logo versehen sind, wird die Forschung zur Wiederherstellung des Europäischen Aalbestandes unterstützt.

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