Die besten Hechtköder – 3 Favoriten von Florian Pippardt

Was ein flatternder Oktopus-Alien und eine nervige Plastikplötze gemein haben? Sie gehören zur Top 5 der Hechtköder für die kommende Saison von BLINKER-Redakteur Florian Pippardt! Drei dieser Köder stellt er euch hier vor!

BLINKER-Redakteur Florian Pippardt stellt seine fünf besten Hechtköder vor! Hier im Maul des Hechtes erkennen Sie den Crazy Flapper von Keitech, den „flatternden Oktopus-Alien“, montiert am fluogelben Cheburashka-Kopf.

Bild: S. Redlich

BLINKER-Redakteur Florian Pippardt stellt seine fünf besten Hechtköder vor! Hier im Maul des Hechtes erkennen Sie den Crazy Flapper von Keitech, den „flatternden Oktopus-Alien“, montiert am fluogelben Cheburashka-Kopf.

Der Lunker City Shaker

Könnte ich mir für die kommende Saison nur einen meiner besten Hechtköder aussuchen, würde meine Wahl ohne zu zögern auf den Shaker von Lunker City in 6“ fallen. Besonders die Farbe „Brown Pepper/Chartreuse Silk Belly“ funktioniert unglaublich gut. Denn komischerweise fängt er unter fast allen Bedingungen. Ich kurbele den Shaker ganz normal ein und lasse ihn ab und zu stehen. Dabei kommt der Biss oft in der Standpause.

Der riesige Tellerschwanz lässt es erahnen: Dieser Köder rastet unter Wasser aus. Denn er flankt sehr stark und macht eine ordentliche Druckwelle. In Kombination mit einer kontrastreichen Farbe (dunkler Rücken, heller Bauch) geht er den zahnträchtigen Fischen im Kraut ordentlich auf die Nerven. Den Reiz verstärke ich gern noch durch ein Spinnerblatt an einer Schraube, die ich einfach in den Tellerschwanz drehe. Reizüberflutung!

Der 16er Shaker von Lunker City ist für Flo einer der besten Hechtköder, denn er fängt unter den allermeisten Umständen. Er benötigt ein Bauch- oder Kopfgewicht von mindestens drei Gramm Gewicht.

Bild: F. Pippardt

Der 16er Shaker von Lunker City ist für Flo einer der besten Hechtköder, denn er fängt unter den allermeisten Umständen. Er benötigt ein Bauch- oder Kopfgewicht von mindestens drei Gramm Gewicht.

Eine Sache müssen Sie beim Shaker beachten: Die Bewegungen des Tellerschwanzes wirken sich 1:1 auf den Körper des Shads aus. Unbebleibt gefischt, nur an einer Köderschraube im Kopfbereich, läuft er dadurch gar nicht. Dann legt er sich einfach nur auf die Seite. Der Shaker braucht mindestens drei Gramm Gewicht im Kopf- oder Bauchbereich. Das Gewicht stabilisiert den Körper: Der Schwanz spielt, der Rest wackelt schön mit.

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Ich verzichte – der Bissausbeute zuliebe – auf einen Jigkopf, wenn ich mit dem Shaker im Flachen angele. Köderschraube  vorn rein, daran einen Drilling am Stahlvorfach befestigt. Der Haken kommt (neben dem Schraubgewicht) in den Bauch. Anstelle eines Schraubgewichtes können Sie übrigens auch eine normale Schraube aus dem Baumarkt nehmen!

An einer Köderschraube und ausgerüstet mit einem Drilling hakt der Shaker sehr zuverlässig.

Bild: S. Redlich

An einer Köderschraube und ausgerüstet mit einem Drilling hakt der Shaker sehr zuverlässig.

Hechtköder im Überblick:

Lunker City Shaker: 16 Zentimeter, Farbe: Brown Pepper/Chartreuse Silk Belly

Vorteile

  • wird unter fast allen Bedingungen vom Hecht akzeptiert
  • für extremes Flachwasser geeignet
  • sehr haltbare, dennoch flexible Gummimischung

Nachteil

  • benötigt Bauch- oder Kopfgewicht, um stabil zu laufen

Einsatzgebiet

  • ab 30 Zentimeter Wassertiefe (an der Köderschraube mit Bauchdrilling)
  • leichtes Bodenkraut, Seerosenkante (im Sommer), über abgestorbenen Seerosenfeldern (im Herbst)

Der Quantum 4Street Chatterbait

Mit einem „Ssssssssss“ fliegt der Chatterbait übers Seerosenfeld. Halbherzig führe ich ihn, denn ich habe das Gebiet eigentlich schon mit einem anderen Köder abgeangelt. Hier muss Fisch stehen, aber ich konnte auf Gummi noch keine Attacke verzeichnen. Mein Kumpel German, neben mir im Boot, will gerade irgendetwas sagen – plötzlich schiebt sich ein weißgrünes Maul von hinten über meinen flatternden, vibrierenden Köder. Kurzer Schreckmoment, krumme Rute, lautes Knallen, Fisch- und Vorfachverlust.

Seit diesem Schlüsselerlebnis benutze ich den 4Street Chatterbait deutlich häufiger. Aber konzentrierter und mit mindestens 7 Kilo tragendem Stahl und 0,35er FC als Schlagschnur. Ist etwas auffälliger, bringt möglicherweise auch einen Fisch weniger, hält aber!

Dieses Ding haben viele Hechte noch nie gesehen! Beste Vorraussetzungen für einen guten Hechtköder!

Bild: F. Pippardt

Dieses Ding haben viele Hechte noch nie gesehen! Beste Vorraussetzungen für einen guten Hechtköder!

Der 4Street Chatter ist einer meiner Top-Köder für kleinere Seen mit viel Kraut- und Seerosenwachstum. Am besten in Mecklenburg oder Brandenburg! Denn dort gibt es so viel Wasser, dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass die Fische des Gewässers niemals mit einem Chatterbait in Berührung gekommen sind. Das ist wichtig, denn ich glaube, dass man ein Gewässer „überchattern“ kann. So ähnlich wie „verblinkern“! Das Laufverhalten des Köders ist so einzigartig, dass der schlaue Esox es sicher schnell in die Zahnweh-Schublade steckt.

Leider hat der Chatterbait zwei Nachteile: Viele Hechte schieben sich von hinten drüber. Dadurch fehlt kurz der Kontakt zum Köder, man registriert das aber nicht unbedingt als Biss und schlägt (wenn überhaupt) nur halbherzig an. Der zweite Nachteil: Der Einzelhaken! Sollte der Fisch doch hängen, verliert man ihn deshalb. Also: Polbrille auf, Köder beobachten, jegliche Änderung des Laufverhaltens mit einem Anhieb quittieren. Und einen Drilling montieren! Dann haben Sie auf jeden Fall viel Spaß mit diesem Köder…

Dieser Hecht schnappte sich den 4Street Chatterbait direkt neben einer großen Yacht an einer Steganlage. Auch dicke Barsche können Sie mit dem Köder fangen!

Bild: L. Planer

Dieser Hecht schnappte sich den 4Street Chatterbait direkt neben einer großen Yacht an einer Steganlage.

Hechtköder im Überblick:

Quantum 4Street Chatterbait: 5 Gramm, Farbe: Green Pumpkin und Lime

Vorteile:

  • läuft durch das Blade sehr flach
  • extrem auffällig, vielen Hechten unbekannt

Nachteile:

  • viele Fehlbisse (Hecht schiebt sich von hinten über den Köder, Kontakt ist weg, kein Anhiebreflex)
  • ohne angebrachten Stinger einige Aussteiger (Einzelhaken)

Einsatzgebiet:

  • ab 20 Zentimeter Wassertiefe
  • in lichten Seerosenfeldern (Herbst/Frühjahr)
  • Steganlagen und Totholz

Der Daiwa Prorex Lazy Jerk

Lazy Jerk bedeutet übersetzt so viel wie „Jerkbait für Faule“. Und das trifft vollkommen zu. Denn neben dem Salmo Slider und dem Westin Swim ist der Prorex Lazy Jerk einer der wenigen, die ganz ohne wildes Geschlage der Rutenspitze vernünftig laufen. Sie müssen ihn einfach nur einkurbeln und ab und zu stehen lassen. Oder Sie führen ihn durch halbe, abgehackte Kurbelumdrehungen der Rolle.

Der Lazy Jerk ist ein klasse Köder für tieferes Wasser! Er muss nicht geschlagen werden und gleitet weit zur Seite weg.

Bild: F. Pippardt

Der Lazy Jerk ist ein klasse Köder für tieferes Wasser! Er muss nicht geschlagen werden und gleitet weit zur Seite weg.

Das ist übrigens meine favorisierte Führungsweise für diesen Hechtköder. Dabei halten Sie die die Spitze in einem leichten Winkel zum Lazy Jerk, sodass er noch den Druck der Rutenspitze mit abbekommt. Besonders bei schlechten Bedingungen kann man den Fischen so richtig auf die Nerven gehen. Kurze Umdrehung, Ausbruch nach links, Pause. Kurze Umdrehung, Ausbruch nach rechts, Pause. Dann wieder nach links. Und Rumms!

Der Lazy Jerk ist leider nichts für ganz flaches Wasser, weil er (selbst unter Zug) recht schnell sinkt und Dreck einsammelt. Ich verwende ihn ab 1,5 Meter Wassertiefe. Das Sinkverhalten ist über tiefem Wasser sogar hilfreich. Und die weit ausladende Zickzack-Bahn auch! Denn der Hecht hat Zeit, den Jerk anzupeilen.

Kein seltenes Bild: Hecht mit Lazy Jerk! „Ghost Gold Perch“ ist die Lieblingsfarbe von Florian, sie fängt bei Sonne und bedecktem Himmel gleichermaßen zuverlässig.

Bild: S. Redlich

Kein seltenes Bild: Hecht mit Lazy Jerk! „Ghost Gold Perch“ ist die Lieblingsfarbe von Florian, sie fängt bei Sonne und bedecktem Himmel gleichermaßen zuverlässig.

Hechtköder im Überblick:

Daiwa Prorex Lazy Jerk: 15,5 und 12 Zentimeter, Farbe: Ghost Gold Perch

Vorteile:

  • spielend leicht zu führen
  • ausladende Gleitbahnen zur Seite
  • kompakte Form, hohe Wurfweiten

Nachteile:

  • sinkt recht schnell

Einsatzgebiet:

  • ab 1,5 Meter Wassertiefe
  • leichtes Bodenkraut, über abgestorbenen Seerosenfeldern (im Herbst), tiefe Freiwasserbereiche
Dieser Artikel kommt aus dem neuen Blinker 05/2021! In dieser Ausgabe Du alles, was Du für die Hechtsaison im Mai wissen musst – und noch mehr!

Bild: BLINKER

Im neuen Blinker 05/2021 bekommen Sie alle 5 Favoriten-Köder von Florian zu Gesicht! Außerdem steht in dieser Ausgabe alles, was Sie für die Hechtsaison im Mai wissen müssen – und noch mehr!

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