Jede zweite Äsche in der Traun wird Vogelfutter

Die Äsche ist in der Traun stark bedroht. Ein großer Faktor ist der Fraßdruck durch Kormorane, wie Wissenschaftler nun nachweisen konnten.

Ein Kormoran frisst pro Tag ungefähr 500 Gramm Fisch. Foto: BLINKER/O. Portrat

Bild: BLINKER / O. Portrat

Ein Kormoran frisst pro Tag ungefähr 500 Gramm Fisch. Foto: BLINKER/O. Portrat

Dass der Rückgang der Äschen in der Traun eng mit dem Überhandnehmen von Kormoranen und anderen fischfressenden Vögeln zusammenhängt, beweist jetzt eine wissenschaftliche Untersuchung.

Forscher fanden Sender im Kot von Kormoranen

Die Forscher hatten 11.000 Äschen in der Traun mit Funksendern ausgestattet, um mehr über den Leitfisch dieser Fischerei-Region zu erfahren. Dabei konnten sie feststellen, was Angler schon immer wussten – die meisten Äschen landen als Vogelfutter in den Mägen von Kormoranen. Sie fanden die Sender im Kot der fischfressenden Vögel. Besonders interessant: 30% der Sender wiesen sie unter den Schlafbäumen von Kormoranen nach. In der Untersuchung wurde jede zweite Äsche in der Traun ein Opfer der fliegenden Gierschlunde.

Die Äsche in den meisten Gewässern Europas stark bedroht. Foto: Andreas Hartl (Pressefoto)

Bild: Andreas Hartl (Pressefoto)

Die Äsche in den meisten Gewässern Europas stark bedroht.

Wasserkraft in der Traun ist Gift für die Äsche

Doch die Äsche ist noch weiter bedroht. Ihr Rückgang hängt auch mit der Zerstörung ihres natürlichen Lebensraumes und der Nutzung von Wasserkraftwerken zusammen. Das äußerte der Gewässerökologe der BoKu Wien, Kurt Pinter, gegenüber der österreichischen Kronenzeitung. Die Äsche braucht sauberes, sauerstoffreiches Wasser mit ausgedehnten Kiesbänken, auf denen die Fische ablaichen können. Schwankende Wasserstände, wie sie bei der Nutzung von Wasserkraftwerken entstehen, verträgt die Äsche gar nicht.

Auch die Klimaerwärmung trägt mit den zum Teil sehr heißen Sommern zum Rückgang der Äsche bei, denn die Fische lieben gleichmäßige kühle Temperaturen. Steigt die Wassertemperatur über 20 Grad (was in vielen Gewässern regelmäßig der Fall ist), bekommt die Äsche Sauerstoffprobleme.

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Milchner schwingen die Fahne

Äschen sind während ihrer Laichzeit in den Monaten März bis Mai intensiv bunt gefärbt. Die Rückenflosse, die auch als „Fahne“ bezeichnet wird, sowie auch After- und Brustflosse sind beim Äschenmilchner  deutlich größer als beim Rogner. Die Rückenflosse bei beiden Geschlechtern ist leuchtend purpur gefärbt und mit dunklen Flecken versehen.

Der lateinische Name der Äsche, „Thymallus thymallus“, bedeutet „die nach Thymian riechende“. Doch die Äsche riecht nicht nur nach Thymian, so hat auch einen leichten Thymian-Geschmack.  Die Fische, die im Durchschnitt zwischen 30 und 50 Zentimeter lang sind, sind exzellente Speisefische.

Quelle: krone.at, volksblatt.at


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