Erstmals seit längerer Zeit stehen wieder mehr Fischarten auf der aktuellen „Guter Fisch“-Liste von Umwelt- und Verbraucherverbänden. Die Übersicht soll Konsumenten Orientierung geben, welche Wildfischarten aus den Meeren als vergleichsweise nachhaltige Wahl gelten. Fisch aus Aquakultur ist in der Liste nicht enthalten.
Neu empfohlen werden unter anderem Keta- und Rotlachs aus Alaska, mit Handleinen gefangene Bonitos und Weißer Thun, Sardellen aus der Biskaya sowie chilenische Schildmakrelen.
Auch mehrere Arten aus europäischen Gewässern stehen auf der Positivliste, darunter Flunder, Kliesche und Scholle aus der Ostsee, Köhler aus der Barentssee, Iberischer Stöcker, Schellfisch sowie Hering aus dem Golf von Riga.
Fangmethode bleibt entscheidend
Die Herausgeber betonen, dass beim Kauf nicht nur die Fischart, sondern auch Fanggebiet und Fangmethode entscheidend sind. Bestände können regional unterschiedlich bewertet werden. So kann etwa Köhler in einem Gebiet überfischt sein, in anderen jedoch als nachhaltig gelten.
Besonders kritisch sehen die Organisationen Plattfische wie Scholle oder Flunder, wenn sie mit Grundschleppnetzen gefangen werden. Diese Fangmethode kann den Meeresboden stark beschädigen und führt häufig zu hohem Beifang. Werden die Fische dagegen mit Reusen oder Stellnetzen gefangen, gelten sie als akzeptable Wahl.
Die aktuelle „Guter Fisch“-Liste soll Verbrauchern Orientierung geben, die mit Fischkonsum kein Ökosystem schädigen wollen und nicht alle ihre Fische selbst angeln können. Die Liste gilt von Dezember 2025 bis Dezember 2026.
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