Wege zum Fisch meistern

Angeln ist eine tolle Passion und natürlich lebt man sie. Ruten, Köder, Kescher oder sogar ein Boot. Nur wie kriegt man alles zu den besten Gewässern? Wer seine kostbare Angelzeit gut nutzen will, der sollte auch bei der Autoausstattung auf einiges achten.

Wo Wasser ist, fangen viele Angler an von großen Fängen zu träumen. Foto: Volkswagen Nutzfahrzeuge / Emir Haveric

Bild: Volkswagen Nutzfahrzeuge / Emir Haveric

Wo Wasser ist, fangen viele Angler an von großen Fängen zu träumen.

Die Antwort ist je nach Angler sicherlich anders, doch gibt es ein paar Fahrzeugtypen, mit denen man nichts falsch macht. Für den gut ausgebauten Anglerparkplatz am Vereinsgewässer braucht es sicherlich nicht viel. Doch wo viele Angler sind, ist der Angeldruck hoch. Wer einmal wirklich abschalten will, der sollte sich lieber Stellen abseits der gut erreichbaren Angelgewässer suchen. Denn wo Ruhe ist, sind meist auch die besseren Fischgründe. Der Weg dahin ist nur manchmal nicht ganz einfach.

Gute Angelstellen sind oft schwer zugänglich, aber mit dem richtigen fahrbarem Untersatz trotzdem zu erreichen.

Bild: Volkswagen Nutzfahrzeuge / David Haase

Gute Angelstellen sind oft schwer zugänglich, aber mit dem richtigen fahrbarem Untersatz trotzdem zu erreichen.

Mit allen Rädern zum Fisch

Wasser ist grundsätzlich des Anglers Freund, doch kommt es auf die Art an. Fischreiche Gewässer? Gerne! Schlammige Uferböschung? Eher nicht! Schlammige Wege? Definitiv Nein!

Da der motorisierte Packesel nicht nur Angler, sondern oft eine Menge Angelausrüstung an unzugängliche Gewässer transportieren muss, ist ein Allradantrieb erstrebenswert. Viele Allradfahrzeuge haben heute hochmoderne Antriebe, die die Traktion messen und entsprechend den Kraftfluss an den vier Rädern steuern. So kommt man in den Genuss eines Allrad, der sich zuschaltet, wenn er gebraucht wird.

Durchzugsstark ans Wasser

Bei den Motoren sind neben der Technik vor allem die Spritpreise ein limitierender Faktor. Oft gilt je sparsamer, desto besser. Nur leider braucht auch der Angler manchmal Pferdestärken und Newtonmeter. Bootsangler haben den großen Vorteil auf dem Wasser den Fisch suchen zu können – so kommen sie oft auch an kapitale Großfische. Nur wie kommt das Boot ins Wasser? Liegeplätze sind teuer und nicht an jedem Gewässer vorhanden. Die Lösungen heißen Trailer und Slipanlage. Eine stabile Anhängerkupplung ist hierbei Pflicht. Mit der Minimalanhängelast von 750 kg wird es aber oft nicht getan sein. Die Abstufungen bei der Anhängelast sind relativ grob, sodass man bei entsprechendem Führerschein am besten gleich 3,5 Tonnen wählt. Um das Boots erstmal ans Wasser zu bringen, empfehlen sich sparsame Dieselmotoren. Ab einer Leistung von 125 kW (170 PS) und 400 Newtonmeter sind auch genug Reserven für große Boote vorhanden. Auch wenn der Diesel totgesagt wird, so ist er immer noch ein bewährtes Stück Technik, das fortlaufend modernisiert wird. Und wirklich bezahlbare Alternativen gibt es nicht.

Mit guter Motorisierung darf das Angelboot auch etwas größer ausfallen.

Bild: Volkswagen Nutzfahrzeuge / Emir Haveric

Mit guter Motorisierung darf das Angelboot auch etwas größer ausfallen.

Harte Zahlen

Allrad ist gut, aber auch die Bodenfreiheit darf nicht vergessen werden. Wer einmal über Stock und Stein zum Fisch will, der möchte nicht am ersten Baumstumpf hängen bleiben. Eine solide Bodenfreiheit hilft auch beim Trailern des Bootes. Mit einer Bodenfreiheit von 20cm ist man gut beraten. Wer auf Nummer sicher gehen will, der kann gerne auch noch 2-3 Zentimeter mehr wählen.

Wer sein Boot auch an schwierigen Stellen sicher zu Wasser lassen will, der sollte auch den Blick auf den Rampenwinkel haben. Der Rampenwinkel wird durch Radstand und Bodenfreiheit mitbestimmt und sollte idealerweise mehr als 20° betragen.

Auch bei höheren Wasserständen bieten Flüsse gute Angelmöglichkeiten. Wer sich nicht von leicht überschwemmten Wegen aufhalten lassen will, der sollte neben der Bodenfreiheit auch noch einen kurzen Blick auf die Wattiefe des Fahrzeuges werfen: 70 Zentimeter sollten es schon sein.

Wer zum Wasser will, muss manchmal auch durch Wasser hindurch.

Bild: Volkswagen Nutzfahrzeuge / David Haase

Wer zum Wasser will, muss manchmal auch durch Wasser hindurch.

Platz für Angelausrüstung

Wer kennt es nicht: Der Angeltrip ist geplant und man beginnt zu packen. Am Ende staunt man oft, wieviel Zeug man doch wirklich braucht. Laderaum ist hierbei natürlich immer Trumpf. Oft reicht ein normaler Kofferraum nicht aus und aus dem Viersitzer wird eine Zweier-Variante. Leider verdreckt der Innenraum spätestens beim Rücktransport und manches Lockmittelchen ist auch besser außerhalb des Autos aufgehoben. Wer in diesem Fall auf einen Pickup zurückgreifen kann, hat dieses Problem nicht. Auch sind die Ruten auf einer Ladefläche besser unterzubringen als im Innenraum eines PKW. Eine 13 Fuß Karpfenrute hat meist ein Packmaß von um die 1,75 Meter. Da wird es in manchem Auto selbst bei umgelegten Rücksitzen schon knapp mit der Kofferraumklappe. An einem Pickup kann man die Ruten notfalls hinten überstehen lassen oder man lässt einfach die Klappe offen. Aber auch ein Spinnfischer kann von einem solchen Fahrzeug profitieren. Endlich eine einteilige 2-Meter-Rute mit absolut lupenrein durchgängiger Aktion kaufen.

Durch ihre Erhöhung bietet eine Pickup-Pritsche nicht nur guten Überblick. Und wenn der Dauerregen den Boden aufweicht, verlegt kann man die Schlafstätte kurzerhand auf die Ladefläche. Die Zurrösen halten jedes Anglerzelt auch bei heftigem Wind. Wer es ganz verrückt mag, kann auch ein Dachzelt nutzen. Dann gilt es aber auch die Dachlast zu achten, die sollte im Stand schon ein paar hundert Kilo aufweisen.

Mit der richtigen Ausstattung darf der Angelausflug auch mal etwas länger dauern.

Bild: Volkswagen Nutzfahrzeuge / Uli Sonntag

Mit der richtigen Ausstattung darf der Angelausflug auch mal etwas länger dauern.

Was muss ein gutes Anglerfahrzeug alles mitbringen?

Der Markt scheint zwar breit aufgestellt, doch täuscht das. Viele SUVs sind inzwischen nur noch etwas höher gelegte Stadtautos und lassen Nutzwert vermissen. Will man alle Möglichkeiten haben und auch an die entlegenen Gewässer, dann grenzt sich die Auswahl ein. Ein moderner 4- oder 6-Zylinder-Dieselmotoren darf gerne verbaut sein. Ein großer Kofferraum, besser noch die Ladepritsche eines Pickups, sind eine große Erleichterung, um alles Angelzeug mitzubekommen. Eine Bodenfreiheit von 20cm aufwärts bringt einen zuverlässig an viele Stellen abseits der Wege und wahrscheinlich sogar zu neuen, fischreichen Ufern.


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