Gülle in der Wipper: Großes Fischsterben befürchtet

Nach dem Leck in einer Biogasanlage in Hayn, ist Gülle in der Wipper gelangt und hat durch bereits erhebliche Schäden angerichtet. Jedoch ist das Schlimmste noch nicht überstanden. Es wird sogar ein größeres Fischsterben befürchtet. Behörden untersuchen den Vorfall bereits.

Gülle ist in die Wipper gelangt und bedrohen nun dort die 85 Kilometer lange Flussstrecke. Foto: BLINKER/V. Wilde

Gülle ist in die Wipper gelangt und bedroht nun dort die 85 Kilometer lange Flussstrecke. Foto: BLINKER/V. Wilde

Ganz im Osten des Harzes schlängelt sich die Wipper durch die unberührte Natur. Es sieht alles harmonisch aus, die Tierwelt ist intakt und im kleine Fluss wird das glasklare Wasser ins Tal hinab gespült. Doch seit letzten Freitag, den 06. April 2018, hat sich dieser Anblick drastisch verändert. Denn aus einem Biogasbehälter in Hayn im Landkreis Mansfeld-Südharz lief unaufhörlich Gülle in das Flusssystem. Zunächst in die Wolfsberger Wipper und von dort in die Wipper und anschließend Wippraer Talsperre.

Tausende Kubikmeter güllehaltige Flüssigkeit verschmutzen nun das Flusssystem und gefährden die empfindliche Flora und Fauna. Viele Fische sind bereits verendet und es wird noch ein größeres Fischsterben in der Wipper befürchtet. Denn die Gülle lässt den Sauerstoffgehalt im Fluss sinken und durch toxisches Ammoniak wird der Prozess des Fischsterbens beschleunigt.

Es sind bereits viele Fische wie Forellen und Döbel im Fluss verendet. Foto: privat

Es sind bereits viele Fische wie Forellen und Döbel im Fluss verendet. Foto: privat

Sonst ist das Wasser in der Wipper glasklar. Nach dem Leck in der Biogasanlage hat sich der Anblick deutlich verändert. Foto: privat

Sonst ist das Wasser in der Wipper glasklar. Nach dem Leck in der Biogasanlage hat sich der Anblick deutlich verändert. Foto: privat

Gülle in der Wipper hinterlässt jahrelange Spuren

Schuld an der Umweltkatastrophe war nach Informationen der Mitteldeutschen Zeitung eine defekte Gummimuffe am Rührgerät des Gärrestebehälters. Diese hat ein 50 Zentimeter großes Loch in in die Wand gebohrt, wodurch die Gülle auslief. Erste Beobachtungen zeigen bereits, dass die Verschmutzung in der Saale bei Bernburg angekommen ist. Braunes Wasser und noch nicht bekannte Objekte werden den Fluss heruntergespült. Bis die Natur von dieser Verschmutzung erholen wird, kann es noch Jahre dauern, befürchten Experten.

Die Verschmutzung ist bereits bis zur Talsperre Wippra vorgedrungen. Foto: privat

Die Verschmutzung ist bereits bis zur Talsperre Wippra vorgedrungen. Foto: privat

Seit Dienstag ist das Umweltamt aktiv geworden und entnimmt Gewässerproben aus der Wipper. Anhand dieser soll festgestellt werden, wie stark das Gewässer verschmutzt ist. Die Ergebnisse werden frühestens am Freitag, den 13. April, erwartet. Der defekte Biogasbehälter wurde inzwischen mit provisorischen Maßnahmen verschlossen. Über 130 Helfer waren an der Aktion beteiligt, um das Leck zu schließen. Das Land prüft nun weiterhin, ob die Anlage wieder in Betrieb gehen kann. Jedoch wird von dem Betreiber auch eine Auflage gefordert, damit solche Umweltkatastrophen in Zukunft verhindert werden können.

 

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