Nach Angaben der Kreispolizeibehörde Mettmann ereignete sich der Vorfall am Freitagmittag, dem 26. Juni 2026. Gegen 13:30 Uhr hielt sich ein 48-jähriger Fischereikontrolleur am sogenannten „Schlammteich“ auf, als er einen Angler erblickte. Weil dieser sich auf einem Privatgelände befand und bereits mehrere Fische gefangen hatte, verlangte der 48-Jährige, den Fischereischein des Anglers zu sehen.
Großfahndung – sogar mit Hubschrauber
Statt sich auszuweisen, ergriff der Mann jedoch sofort die Flucht. Er entfernte sich mitsamt den Fischen in Richtung der Straße „Auf’m Angst“, wo er mit einem Fahrrad fliehen wollte. Als der Berechtigte sich ihm in den Weg stellte, eskalierte die Situation: Nach eigenen Angaben wurde der 48-Jährige mit Pfefferspray besprüht und verletzt.
Die Polizei leitete umgehend umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein. Trotz intensiver Suche, bei der auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt wurde, konnte der flüchtige Angler im Umfeld nicht mehr angetroffen werden. Der Aufwand zeigt jedoch, wie ernst die Beamten den Übergriff nehmen.
Ein höchst bedauernswerter Vorfall!
Hier ging es längst nicht nur um die schlichte Frage eines fehlenden Papiers. Ein Mensch, der vollkommen zurecht nach dem Angelschein des „Anglers“ fragte, wurde körperlich angegriffen und verletzt. Dass jemand zu Pfefferspray greift, nur um sich einer Kontrolle zu entziehen, offenbart eine erschreckende Geringschätzung gegenüber dem Recht, den Tieren und seinen Mitmenschen.
Besonders bitter: Solche Übergriffe treffen genau jene, die sich für intakte Gewässer einsetzen. Wer Verantwortung für ein Revier trägt und einen mutmaßlichen Schwarzangler anspricht, sollte mit Einsicht rechnen dürfen – nicht mit Gewalt. Es ist zutiefst bedauerlich, dass ehrenamtliches Engagement am Wasser inzwischen ein solches persönliches Risiko bedeuten kann.
Lieber auf Nummer sicher gehen
So verständlich der Impuls ist, einen Schwarzangler selbst zu stellen: Begeben Sie sich niemals in Gefahr. Der Vorfall in Velbert führt vor Augen, wie schnell eine Kontrolle eskalieren kann. Notieren Sie im Zweifel Beschreibung, Standort und Fluchtrichtung – und verständigen Sie die Polizei, statt die Konfrontation zu suchen.
Der Flüchtige von Velbert wird wie folgt beschrieben:
- etwa 30 bis 35 Jahre alt
- athletische Figur
- schulterlange blonde Haare
- trug einen Drei-Tage-Bart
- bekleidet mit einer kurzen Sporthose
Die Ermittlungen dauern an. Wer Angaben zur Identität des Mannes machen kann oder die Tat beobachtet hat, wird gebeten, sich bei der Polizei Velbert unter der Telefonnummer 02051 946-6110 zu melden.
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