Knallhart abgezockt: Der größte Betrug in der Geschichte des Schwarzbarschangelns

Ein neues Schwarzbarsch-Wettfischen, das mit den höchsten Preisgeldern lockte, entpuppte sich als größter Betrug in der Geschichte der Schwarzbarsch-Tuniere überhaupt.

Fake Gewinn

Bild: Lafe Messer/Instagramm

Alles nur gefaket. Die Brüder Messer gewannen zwar das Turnier, aber die Checks waren nicht gedeckt.

Die Angler, die das „Dual  Thread Fishing“ beworben und gewonnen haben, klagen an. Sie behaupten, dass sie vom Veranstalter über den Tisch gezogen wurden. Keiner der Turniergewinner hat sein Preisgeld bekommen und kein Angler hat sein Startgeld je wiedergesehen. Außerdem ist der Veranstalter, der sich Ethan Phillips nannte, von der Bildfläche verschwunden. Dazu wurde die Website vom Netz genommen, alle Anfragen über Social Media blieben unbeantwortet. Wahrscheinlich hat der Veranstalter den Betrug unter falschem Namen begangen.

Jetzt sind eine Reihe von Anglern, Influencern und Content Creators an die Öffentlichkeit gegangen und der Betrug wird auf vielen Angelwebseiten diskutiert.

„Wir hatten in den letzten Wochen schon immer mal den Eindruck, dass Dual Thread ein Betrug war“, äußert sich Bass Pro Scott Martin in einem Youtube-Video.  Er spricht von einem 1.5 Millionen Betrug, der die gesamt Schwarzbarschanger-Familie getroffen hat.

Falsche Werbung

Die Dual Thread Fishing Liga, wurde mit viel Getöse in 2025 beworben. Viele Profis mochten das Angeln als Team und verbreiteten die Ankündigung der neuen Liga auf ihren Youtube Kanälen. Und viele bewarben sich für die ersten 6 DTF-angeln in 2026. Die ausgewählten Teams zahlten 5.000 Dollar Startgeld für die ersten  Wettfischen. Auch diese Einlagen wurden nicht zurückgezahlt.

Ein erstes Angeln fand am 21. bis 23. Januar statt, und die beiden Sieger Matt und Lafe Messer sollten beide je 50.000 Dollar gewonnen haben. Nach dem Angeln bekamen die beiden vorläufige Checks ausgestellt. Doch die ließen sich nicht einlösen weil sie nicht gedeckt waren. Ebenso erging es den Platzierten auf den weiteren Plätzen.

Veranstalter taucht ab

Daraufhin angesprochen verstrickte sich Ethan  immer mehr in Widersprüche. Dann war er eines Tages komplett verschwunden und für niemanden zu sprechen. Untersuchungen bei Facebook  ergaben, dass Ethan Phillips eigentlich Tim Lynn aus Ost Tennessee war, der schon wegen drei Vergehen gesucht aber noch nicht festgenommen wurde, weil er untergetaucht war.

Scott Martin rechnet auf: Um nach Florida zu kommen, zahlten wir 2.500 Dollar an Sprit, Unterkunft und Angelgerät. Andere Angler nahmen sich für das DTF von der Arbeit frei und hätten andere Turniere fischen können. So entstanden den Anglern Kosten von rund 700.000 Dollar. Bislang ist der Betrüger noch nicht gefasst worden.


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