Als McCollough sein Boot am 5. Februar am Lake Fork Phantom Hill in Texas zu Wasser ließ, dachte er nicht, dass er vielleicht bald einen potenziellen Schwarzbarsch-Rekord für den See aufstellen könnte. Er steuerte eine Stelle an, an der er früher schon gut gefangen hatte. Das Wasser war noch sehr kalt und daher fischte Travis extrem langsam und gezielt den Grund ab. Er verankerte sein Boot über 5,5 m Wassertiefe und ließ seinen Jig, den er mit einem Crawl Trailer garniert hatte über den Grund gleiten. „Bei so kaltem Wasser, fische ich liebend gern mit Jigs, die ich gar nicht groß bewege, sondern einfach über den Grund schleife“, erklärt der Senior. Die ersten zwei Stunden blieb er ohne Biss und war schon ein wenig frustriert.
Knallharter Biss
Dann um 1:30 Uhr bekam er einen knallharten Biss. Der Fisch nahm Schnur und ließ sich kaum stoppen. So zog er weiter in tieferes Wasser. Der Drill dauerte gut 20 Minuten, bevor Travis ihn am Boot hatte. Schnell war der Lip Grip angesetzt und dann wurde der riesige Barsch ins Boot gehoben. „Ich traute meinen Augen nicht, so dick war der Barsch. Barsche kämpfen so hart, dass Haken aus ihren weichen Mäulern ausschlitzen können. Außerdem kann sich die Schnur im Drill um ein Hindernis wickeln und reißen“. Doch hier lag er im Boot. 64 cm lang und 53 cm im Umfang. Er sah aus wie ein „dicker Fußball“.

Bild: courtesy Travis Collough
Waschechter Großbarsch: Travis´ Fang wurde bei der Classic Legacy ShareLunker Initiative akzeptiert. Der Schwarzbarsch könnte einen neuen Rekord für den See darstellen.
Potenzieller Schwarzbarsch Rekord
Travis hälterte seinen Fang im Livewell seines Bootes und fuhr zurück in den Hafen. Er rief die Hotline der Classic Texas ShareLunker an, die zwei Beamte zur Begutachtung und Bestätigung des Fangs vorbeischickte. Die Fischereibiologen wogen den Fisch, der 14,35 lbs (ca. 6,35 kg) auf die Waage brachte. Damit wäre sein Barsch ein Rekord für diesen See. Bei der Classic Texas ShareLunker-Initiative können Angler ihre Schwarzbarsche lebend einreichen, damit das gute Genmaterial der großen Fische zur Nachzucht genutzt wird. Travis freut sich: „Da angelt man schon seit mehr als 40 Jahre und wird nun mit einem so tollen Fang gesegnet. Einfach toll!
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